Porenbetonsteine auf Bodenplatte ungenügend abgedichtet

  • Hallo Bauexperten,

    ich habe mich heute erstmals registriert weil ich eine Frage zur Dichtigkeit habe.

    Das Haus ist seit 4 Monaten fertig gestellt.

    Jetzt habe ich im HWR Feuchtigkeit an den Wänden, von unten aufsteigend ca. 15-25 cm hoch.

    Das Haus steht auf einer Bodenplatte und wurde mit Porenbetonsteinen gemauert. Zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe wurde eine Dachpappe gelegt. Von außen wurde eine ca. 40 cm hohe Dickschicht aufgestrichen. Das Haus wurde verputzt.


    Ich befürchte nun, dass diese Dickschicht schadhaft oder unzureichend ist.


    Wie müsste eine ordentliche Abdichtung ausgeführt sein?

    Fotos lade ich mit hoch.


    Vielen Dank für eure Beiträge.

  • Jetzt habe ich im HWR Feuchtigkeit an den Wänden, von unten aufsteigend ca. 15-25 cm hoch. ... Das Haus steht auf einer Bodenplatte und wurde mit Porenbetonsteinen gemauert. Zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe wurde eine Dachpappe gelegt. Von außen wurde eine ca. 40 cm hohe Dickschicht aufgestrichen. Ich befürchte nun, dass diese Dickschicht schadhaft oder unzureichend ist.

    1. Sind ausschließlich die Außenwände (sichtbar, gemessen?) feucht oder auch die Innenwände?
    2. Ist bereits ein Estrich eingebaut?
    3. Ist der Estrich messbar trocken?
    4. Sind im Haus bereits wasserführende Leitungen verlegt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Guten Abend,

    Erst einmal danke für die kurzfristige Antwort.


    Es sind leider alle Wände im Hauswirtschaftsraum betroffen.

    Das Haus habe ich am 29. Juli bezogen, der Estrich war bereits länger trocken und Bodenbelege ebenfalls drauf.

    Der Heizungsinstallteur hat sämtliche Rohre mit 10 bar abgedrückt und auch die Fusbodenheizung ist dicht.


    Ich vermute einen Schaden an der Dickbeschichtung außen.

    Es wurde eine Noppenbahn außerhalb angebracht und mit Mineralgemisch abgefüllt.


    Ich werde gleich noch Fotos hochladen.

  • Es sind leider alle Wände im Hauswirtschaftsraum betroffen.

    Und nur die?

    ...

    Bitte erstmal keine Fotos mehr, die bringen hier erstmal nicht so viel ...

    Das Haus habe ich am 29. Juli bezogen, der Estrich ... war bereits länger trocken und Bodenbelege ebenfalls drauf.

    War trocken! Und jetzt, ist er immer noch trocken?

    Der Heizungsinstallteur hat sämtliche Rohre mit 10 bar abgedrückt und auch die Fusbodenheizung ist dicht.

    Sie war zum Zeitpunkt des Abdrückens dicht. Ist sie immer noch dicht? Ist vielleicht Wasser anderweitig ausgetreten?

    Ich vermute einen Schaden an der Dickbeschichtung außen.

    Weshalb?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,

    die Wand mit der Tür ist doch eindeutig die Innenwand.

    Die Abdichtung auf dem Rohbau hätte ein Kratzspachtelung vertragen; man sieht die Fugen von den Steinen, vermutlich ist sie dazu auch noch relativ dünn.

    Gibt es in diesem Bereich ein bodentiefes Fensterelement? das könnte bei entsprechendem Gefälle der Bodenplatte und einer undichten Stelle eventuell auch zu diesem Schadensbild führen.

    Ich gehe jedoch wie Skeptiker davon aus, dass dies vermutlich nicht der (Haupt)-Grund für die aufsteigende Feuchtigkeit ist. Es scheint auf den Fotos so, dass sie gerade im Bereich der Innentür besonders stark auftritt. Sie hat mit großer Wahrscheinlichkeit also Ursachen, die im Inneren des Hauses zu suchen sind.

    Jochen

  • aufsteigende Feuchte infolge fehlender Abdichtung zwischen BoPla und Porenbeton würde ich zuletzt untersuchen.


    bei diesem Schadensbild mit seinen scharfen Feuchterändern würde ich zuerst nach anderen Ursachen suchen, da ich nennenswert Feuchtigkeit im Fußbodenaufbau vermute:

    Entweder kommt die Feuchtigkeit von außen oder von innen:

    von außen:

    - unzureichende Abdichtung von Fenster- oder Türelementen

    - mangelhafter Schlagregenschutz, z.B. an Fenstern und Türen


    von innen:

    - Leckage in Abwasserleitungen

    - Leckage in Kaltwasserleitungen

    - Leckage in Warmwasserleitungen

    - Leckage in Heizleitungen

    - unzureichende Abdichtung gegen Spritzwasser innen

    - Bodeneinläufe


    Ein Grundriss des Geschoßes würde mich interessieren. Auch Fotos des betroffenen HWR sowie der Nachbarräume (keine Details, sondern ein Raumeindruck - was steht da, was ist grundsätzlich dort vorhanden?)

    Auf dem Gebäude sehe ich keinen Kamin. richtig? Gibt es eine Wärmepumpe? Kondensat an Soleleitungen? Lüftungsanlage mit Kondensatablauf?


    ich hatte schon Abwasserleitungen, die nicht angeschlossen und welche die auseinandergerutscht waren; angebohrte Abwasserleitungen durch Küchenmontage; Hebeanlagen, die beim Pumpen Wasser aus dem Schlauch auf das Mauerwerk spritzten; Wasser, das unter Fenstertüren unter den Estrich lief, Kondensat aus Leerrohren usw. usw...

  • Und nur die?

    Bitte erstmal keine Fotos mehr, die bringen hier erstmal nicht so viel ...

    War trocken! Und jetzt, ist er immer noch trocken?

    Sie war zum Zeitpunkt des Abdrückens dicht. Ist sie immer noch dicht? Ist vielleicht Wasser anderweitig ausgetreten?

    Weshalb?

    das abdrücken der Leitungen ist gerade erst, nachdem der Schaden aufgetreten ist, also vor 3 Tagen erfolgt.

    Das Wasser kann nur von außen kommen.

    Natürlich ist jetzt der Estrich nicht mehr trocken da die Feuchtigkeit logischerweise durch den Estrich aufgestiegen ist.

  • das abdrücken der Leitungen ist gerade erst, nachdem der Schaden aufgetreten ist, also vor 3 Tagen erfolgt.

    Dann sind die Leitungen jetzt dicht. Wie lange wurde abgedrückt?

    Das Wasser kann nur von außen kommen.

    Weil?

    Natürlich ist jetzt der Estrich nicht mehr trocken da die Feuchtigkeit logischerweise durch den Estrich aufgestiegen ist.

    Ist der Estrich selbst (gemessen) nass?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich vermute einen Schaden an der Dickbeschichtung außen

    Falscher Ansatz. Nicht den Beweis suchen, der einen Verdacht stüzt, sondern einen, der zu den Tatsachen passt!

    Natürlich ist jetzt der Estrich nicht mehr trocken da die Feuchtigkeit logischerweise durch den Estrich aufgestiegen ist.

    Wieso logisch? Dann müsste ja cm-hoch das blanke Wasser auf der BoPla stehen!


    Zeig erstmal einen Grundriss, laß Warm- und Kaltwasserleitungen untersuchen, Kondensatabläufe usw. DANN reden wir, wenn noch nötig, weiter

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Falscher Ansatz. Nicht den Beweis suchen, der einen Verdacht stüzt, sondern einen, der zu den Tatsachen passt!

    Wieso logisch? Dann müsste ja cm-hoch das blanke Wasser auf der BoPla stehen!


    Zeig erstmal einen Grundriss, laß Warm- und Kaltwasserleitungen untersuchen, Kondensatabläufe usw. DANN reden wir, wenn noch nötig, weiter

    sorry, aber da muss ich widersprechen, wenn du gelesen hättest, wäre dir aufgefallen dass vor 3 Tagen der Heizungs und Saniteurinstallateur hier war und alle Leitungen Abwasser etc ...wirklich alle geprüft abgedrückt etc. hat. Das ist Tatsache!

    Das Wasser muss garnicht cm hoch auf der Bodenplatte stehen, es reicht eine kleine Undichtigkeit und der ytong saugt durch kapilarwirkung das Wasser nach oben.


    Nun hat es in den letzten Wochen stark geregnet, wir haben hier überall Lehmboden, da sickert nichts weg.

    An der Außenseite ist ein 30cm breiter Spritzschutz aus grobem Kies, darunter Mineralgemisch bis zur Bodenplatte. Neben dem Kiesstreifen ist 1m breit gepflastert ( ebenfalls mit Mineralgemisch gegründet) daneben liegt Lehmboden.

  • sowohl aussen- wie auch innenwände eines raumes sind feucht > ich würde zuerst einen einfluss innerhalb dieses raumes vermuten.

    Das war ja die erste Vermutung der Baufirma, die sich aber leider nicht bestätigen ließ. :wall:

  • ytong saugt durch kapilarwirkung

    Der Porenbeton, JA,ABER, nicht der ESTRCH!!! Du schreibst aber, der ESTRICH sei naß, Das ist entweder falsch oder bedeutet, dass viel Wasser AUF der Bodenplatte steht!!

    (Ich habe gelessen!)

    , die sich aber leider nicht bestätigen ließ.

    Wie wurde das geprüft/widerlegt?? Sind andere "Quellen" wie Aussentürabdichtung o.ä. ausgeschlossen. Wenn ja, WARUM?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich sehe im Grundriss als mögliche Quellen": Einen Schornsteinzug (Kondensat), einen WW-Speicher (Überdruckventil), eine Aussentür (Sockelabdichtungseinbindung) Wie wurden die ausgeschlossen?

    Wer hat gesucht? Nur Du und der BT/GÜ?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich sehe im Grundriss als mögliche Quellen": Einen Schornsteinzug (Kondensat), einen WW-Speicher (Überdruckventil), eine Aussentür (Sockelabdichtungseinbindung) Wie wurden die ausgeschlossen?

    Wer hat gesucht? Nur Du und der BT/GÜ?

    Wie wird denn bei dir geheizt? Gerade jetzt in der Heizsaison fällt bei Brennwertgeräten eine Menge Wasser an, das einen Ablauf benötigt, ich hab auch schon gesehen, dass manchmal einfach ein Baueimer hingestellt wird, der entleert werden muß, und die Wassermenge ist nicht gering, wenn die Heizung läuft. Das ist so meine Idee dazu?!

    Grüßle

    Dachser




    Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt (Gandhi)

  • gesucht habe ich und der Installateur, der die Heizung und Sanitäreinrichtungen gemacht hat. Der Bauleiter des BT kommt nächste Woche.

    Die Tür zur Garage wurde als mögliche Ursache untersucht und der Estrich dort entfernt...

    Der Estrichvwar leicht feucht, ist jetzt offen und trotz Regenwetter sowie Wasserstrahl an den Hauswänden links und rechts der Garage trocken...

  • Wie wird denn bei dir geheizt? Gerade jetzt in der Heizsaison fällt bei Brennwertgeräten eine Menge Wasser an, das einen Ablauf benötigt, ich hab auch schon gesehen, dass manchmal einfach ein Baueimer hingestellt wird, der entleert werden muß, und die Wassermenge ist nicht gering, wenn die Heizung läuft. Das ist so meine Idee dazu?!

    Gasbrennwert mit Solarunterstützung für Warmwasser und Blue Martin Lüftungsanlage. Der Ablauf führt in einen Behälter der aber keinen Tropfen Wasser enthält.

    Schöne Grüße

  • Beitrag von Tripplespeed ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker aus folgendem Grund gelöscht: Vollzitat ohne eigenen Inhalt! ().
  • Gasbrennwert mit Solarunterstützung für Warmwasser und Blue Martin Lüftungsanlage. Der Ablauf führt in einen Behälter der aber keinen Tropfen Wasser enthält.

    Schöne Grüße

    Wie, keinen Tropfen Wasser enthält? Blöde Frage: Der Behälter ist dicht? Ehrlich, wenn eine Brennwertheizung läuft, dann kommt da Schwitzwasser zustande und jedenfalls bei mir zu Hause ist das so viel, dass ich jeden 2.Tag einen 10-Liter Eimer entleert habe. Dasselbe ist wie Ralf Dühlmeyer in Beitrag 17 mit der Warmwasserspeicherung, wenn da 60°C heißes Wasser drin im Behälter ist, dann fällt Wasserdampf an, der ja irgendwo sein muß und falls dieser vermutlich auch in diesen Behälter gehen soll, dann wäre das m.E. ein heißer Tip für dein Problem!

    Grüßle

    Dachser




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  • danke für diesen Beitrag, werde dies kommende Woche an den Bauträger weitergeben.

    Ich kann gerne noch Fotos des HWR und der anliegenden Räume hochladen.


    :thumbsup:

  • Undichtigkeit bei einer Durchführungen durch die Bodenplatte wäre sehr gut möglich!


    Dazu passt auch, dass das Phänomen an allen Wänden auftritt (Bei einer Undichtigkeit an einer Stelle des Sockels/ Tür, würde ich an eben dieser Stelle das Auftreten als erstes bemerken, vielleicht wäre es dort auch am Stärksten). Hier scheint sich Wasser gleichmäßig auf der Bopla, unter dem Estrich auszubreiten und dann kapillar aufzusteigen. Innen wie außen.

  • Das Wasser kann nur von außen kommen.

    das kann sein . nur auf welchem wege ....


    eine möglichkeit : schwitzwasser von der wasserleitung . da fällt im winter durchaus einiges an .

    ausserdem das gästebad direkt im HWR eingelassen , ->waschbeckenabfluss ,


    garage an HWR anschliessend =>dachanschuss nicht richtig dicht (im porenbeton zieht wasser in alle richtungen ....)


    was ist über dem HWR im obergeschoss ? wahrscheinlich das bad !!!????

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • In den ersten Monaten eines Neubaus gibt es häufig Probleme mit Undichtigkeiten von Gebäudeeinführungen (Ringraumdichtungen), Abwasserleitungen oder Restfeuchte des Rohbaus.


    Und noch einmal zur möglichen Estrichfeuchte:

    Ist der Estrich selbst (gemessen) nass?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ja, über dem HWR ist das Bad.

    Wenn da etwas nach unten käme, müsste dann nicht auch noch an anderen Stellen Feuchtigkeit zu sehen sein, warum nur an den unteren Wänden oberhalb des Fußbodens und nur im HWR ?

    Im Nebenraum rechts befindet sich die Küche, ob dort auch Feuchtigkeit in den Wänden ist kann man leider nicht sehen, dazu müsste die Küche abgebaut werden 🤔

    Die Entwässerung liegt wie auf der Zeichnung zu sehen ist, im HWR.


    Ich habe den Bauträger per Mail über die in diesem Forum angemerkten möglichen Ursachen informiert.

    Jetzt warte ich ab ob nächste Woche der Bauleiter kommt und was der dazu sagt.


    Auf jeden Fall allen meinen Dank für die vielen Anregungen.

    Ich werde berichten sobald ich etwas erfahren konnte.


    Wünsche allen für Morgen einen schönen 2. Adventssonntag.

  • ja, über dem HWR ist das Bad.

    Wenn da etwas nach unten käme, müsste dann nicht auch noch an anderen Stellen Feuchtigkeit zu sehen sein, warum nur an den unteren Wänden oberhalb des Fußbodens und nur im HWR ?

    Es wäre auch unterhalb des Fußbodens zu sehen, wenn man hinschaute. Wasser läuft durch das Wirken der Schwerkraft bis auf die unterste wasserdichte Schicht. Das ist in Häusern typischerweise die Bodenplatte.


    Wie Wasser von oben dort hinkommt? Es läuft (s.o.) entlang von Leitungen durch Löcher in den Decken und sammelt sich unten am allertiefsten Punkt. Der scheint bei Dir im HAR / HWR zu liegen. Weshalb man davon wenig sieht? Weil Leitungen meist in Wandschlitzen oder Vorsatzschalen geführt werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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