Feuchtigkeit bei Wand zur Terrasse

  • Hallo zusammen,


    ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da ich mir ggfs. eine weitere Idee zwecks der Ursache /Lösung unseres Feuchtigkeitsproblemes erhoffe;-)


    Wir haben uns vor zwei Jahren im Mai ein Reihenmittelhaus (ohne Keller) gekauft und dieses hatte bereits beim Einzug an den zwei Wänden zu den Terrassen minimale Feuchtigkeitsspuren ( ca. 10-20 cm lang im Sockelbereich - Salpeterausblühungen...). Die Terrasse war mit dem Haus über eine durchgehende Betonplatte verbunden und gefliest. Die Fliesen und der Sockel war über die Jahre bereits brüchig / lose


    Da die Schäden minimal waren und ggfs. auf falsche Lüftung / wenig heizen ( der Vorbesitzer war selten Zuhause aufgrund Montage) wurden die stellen vom Maler nur optisch bearbeitet und wir wollten die Entwicklung abwarten. Bereits im Oktober hat sich die Wandfarbe wieder gelöst und es haben sich wieder Salze gebildet.


    Daraufhin haben wir im Sommer des nächsten Jahres die Terrasse nach Rücksprache mit mehreren Firmen aufbrechen lassen und zur Hauswand hin neu abdichten lassen.

    Es wurde damals eine "schwarze Wanne", Dickbeschichtung und eine Noppenbahn angelegt und danach die Terrasse wieder mit Beton geschlossen. Als nächsten Schritt haben wir WPC Dielen verlegen lassen.

    Während der schwarzen Wanne und der Dickbeschichtung kam es zu einem Regenschauer aber nach dem Bauunternehmen war das Haus bereits zu der Zeit abgedichtet.


    Nach über einem Jahr breitet sich die Wasserflecken immer weiter aus:-(

    Wir haben erst gehofft, dass es noch abtrocknen muss und nur noch zur Innenseite kann.


    Da sich die nasse Stelle unter dem Heizkörper befindet haben wir über die Versicherung eine Leckortung durchführen lassen aber die Heizung ist soweit in Ordnung. Diese Firma hat auch nochmal oberflächlich die Abdichtung angeschaut und als i.O. eingestuft, eine Regenrinne oder weitere Rohre liegen nicht an.


    Meine Fragen wären:


    Hat der Handwerker beim Abdichten gefutscht?

    Könnte eine Opferputz / Sanierputz ggfs. Abhilfe schaffen, da die Wand noch trocknen muss bzw. ggfs. durch den Salpeter daran gehindert wird? ( die Mauer besteht aus Poroton)

    Aufsteigende Feuchtigkeit?

    Andere Ideen?


    Bereits vorab vielen Dank, für eure Hilfe / Anmerkungen und Ideen:-)


    Ich habe zwei Bilder von der damaligen Abdichtung beigefügt...

  • Hat der Handwerker beim Abdichten gefutscht?

    eigentlich ja . weil das problem der durchgehenden betonplatte so nicht lösbar ist

    Aufsteigende Feuchtigkeit?

    nicht unbedingt oder nicht nur . das grössere problem dürfte die wärmebrücke sein

    Andere Ideen?

    die durchgehende bodenplatte müsste durchgetrennt/abgetrennt(und abgebrochen) werden


    ( und ein streifen dickbeschichtung ist keine schwarze wanne , es ist ein streifen dickbeschichtung.)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Sorry wenn ich Fragen stelle aber ist der vorherige Anstrich mit der schwarzen Flüssigkeit nicht die schwarze Wanne?


    Und die Platte wurde ja mit dieser Dichtung unterbrochen, was sollen wir den alternativ durchführen?

  • Und die Platte wurde ja mit dieser Dichtung unterbrochen,

    und was bitte ist der waagerechte teil , auf dem der anstrich gemacht wurde ?


    ist der vorherige Anstrich mit der schwarzen Flüssigkeit nicht die schwarze Wanne

    nein weil ein streifen keine wanne sein kann

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Das Bild ist von der Qualität nicht sehr gut aufgrund der Auflösung.

    Es wurde komplett die Platte getrennt und die Hausseite vertikal abgedichtet.

    Danach wurde die restliche offene Fläche wieder mit Beton geschlossen.

  • Das Bild ist von der Qualität nicht sehr gut aufgrund der Auflösung.

    Es wurde komplett die Platte getrennt und die Hausseite vertikal abgedichtet.

    Danach wurde die restliche offene Fläche wieder mit Beton geschlossen.

    also erst trennt man die Platte, dichtet die Hauswand ab - soweit verstehe ich das noch - aber dann macht man die thermische Trennung wieder zunichte, weil man mit Beton die Lücke wieder füllt? Wirklich?

  • Es KÖNNTEN folgende Probleme vorliegen:

    1) Kältebrücke mit daraus folgendem Kondensat der Raumluftfeuchte. Thermische Trennung zwischen Haus und Terrassenplatte ist nicht vorhanden

    2) Falsch ausgeführte Abdichtung im Bereich der Terrassentür. Es fehlt die 5/15 cm hohe Aufkantung

    3) Fehlende/falsch ausgeführt Horizontalabdichtung in der Wand

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich verstehe im Nachhinein auch leider nicht, warum die Platte wieder mit Beton verschlossen wurde. :-(

    Die Terrassentür hat bei meinen Nachbarn Ärger gemacht aber bei Ihm ist die Feuchtigkeit direkt neben der Tür aufgetreten.

  • Die Häuser sind alle identisch gebaut aber er hatte im Wohnzimmer optisch andere Schäden als wir und durch die neue Abdichtung wurde die Tür ja auch nochmals mit bearbeitet.


    Zur Wärmebrücke: müsste das da nicht an allen Wänden sein? Gerade bei dieser Wand ist auch der Heizkörper davor bzw. sind die Schäden direkt unter der Heizung.

  • Wenn es ein ebener Ausgang ist, hätte man die Chance nutzen können eine Rinne vor die Tür zu setzen. So wurde nun die Chance vertan. Der thermische Anschluss wurde ja schon genannt. Also kurz, ja es ist Pfusch.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es KÖNNTEN folgende Probleme vorliegen:

    1) Kältebrücke mit daraus folgendem Kondensat der Raumluftfeuchte. Thermische Trennung zwischen Haus und Terrassenplatte ist nicht vorhanden

    2) Falsch ausgeführte Abdichtung im Bereich der Terrassentür. Es fehlt die 5/15 cm hohe Aufkantung

    3) Fehlende/falsch ausgeführt Horizontalabdichtung in der Wand

    Auch mit dem Bild bleibt es bei den 3 Möglichkeiten, auch wenn 2) mein Favorit ist.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Befindet sich der Heizkörper in einer dafür vorgesehenen Nische?

    :thumbsup:


    Ich ergänze: Ist der Bodenaufbau bekannt?


    Ich werfe mal eine mutige Theorie in den Raum. Der Heizkörper sorgt für Konvektion, sprich die Raumluft wird über den Boden geführt und strömt dann von unten in den Heizkörper (wo sie erwärmt wird usw.).


    Diese Raumluft trifft auf eine weitere Schwachstelle, sprich die Wand in der Nische (dünner, schlechterer U-Wert, kältere Oberfläche) und das führt zu Kondensat. Hinter dem Heizkörper reicht die Wärme des Heizkörpers aus, oberhalb vermutlich auch, um die Wand der Nische ausreichend zu erwärmen, ABER unterhalb des Heizkörpers ist die Erwärmung eher gering (nur ein bisschen Strahlung). Die Oberflächentemperatur dementsprechend niedrig.


    Tritt der Effekt mit der Feuchtigkeit im Winter bzw. bei relativ kalter Witterung auf, dann könnte man über diese Theorie weiter nachdenken.

    Bilden sich die Flecken auch im Sommer, nach einem Regenereignis, dann spricht das eher für Durchfeuchtung von außen.


    Ich würde auch mal unter die Sockelleiste schauen. Ist es dort annähernd trocken?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ja und genau deswegen ist es doch Pfusch.

    Ich habe keine Ahnung, ob es "Pfusch" ist. Aber aus technischer Sicht ist es eine Abweichung von den "anerkannten Regeln der Technik" und damit ein Mangel.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Wenn das eine MDS ist, dann fehlen die Bänder, ich sehe zumindestens keine. Haftgrund zu Bestand fraglich, Hohlkehle nicht zu erkennen. Kreative Materialverschwendung. Wenn Feuchtigkeit von unten auszuschließen ist, könnte man den vorhandenen Aufbau beschichten und ein oberflächenfinishing einsetzen. Das wird vermutlich aber nicht wesentlich günstiger als der komplett Abriss. Ein Restrisiko würde ebenfalls verbleiben, da die "Anschlüsse" wieder so schön ausführungsfreundlich sind. (Rolladenschiene etc)

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Hallo,


    ein paar kurze Fragen hierzu:

    Wann genau traten diese Feuchtigkeitsschäden immer auf(das ganze Jahr, nur in bestimmten Monaten)?
    Was genau wurde bei der Leckageortung genau überprüft und mit welchem Ergebnis?

    Wie hoch waren die Feuchtigkeitswerte(innen und außen)?

    Welche Werte wurden denn aufgenommen und von was genau?
    Wurde auch eine Thermografie gemacht?


    Warum wurde im Sockelbereich keine Abdichtung mit Dämmung angebracht, wenn man

    hier schon diesen Aufwand betrieben hat?
    Warum wurden so viele Firmen um Rat gefragt?
    Wurde denn auch professionell getrocknet?


    LG Oliver

  • Hallo zusammen,

    anbei noch einige Bilder von der damaligen Abdichtungsmaßnahme an der Tür und von dem heutigen Stand.


    Es wurde eine Leckortung eine Überprüfung mittels Druckerhöhung (aufgrund Ausdehnung in den Wintermonaten) und auch per Thermokamera vorgenommen. Die Heizung soll defintiv nicht das Problem sein.


    Meiner Meinung verschlimmert es sich kontinuierlich also nicht nur in bestimmten Monaten und subjektiv bei starken Regenfällen mehr (z.B. hatten wir Schlagregen im Mai und danach hat es sich meiner Meinung nach mehr verschlimmert).


    Die Feuchtigkeitswerte Innen sind per Trojtec M31 an der schlimmsten Stelle 89 und danach abbauend in dem Bereich zwischen 60-70.

    Die Dämmung wurde mir nicht angeboten und ich selber dachte leider als Laie das bereits die Beschichtung und Noppenbahn für eibe Trennung führt..


    Ich hatte vier Firmen gefragt, damit ich ungefähr eine passende Übersicht bekomme und keinen Blödsinn durchführen lasse :-(

    Es wurden bisher keine Trockungsmaßnahmen durchgeführt und die Abdichtung ist 1,5 Jahre her.


    Die Nachbarhäuser sind alle Baugleich und haben nach meinen Stand nicht alle die Probleme, nur mein einer Nachbar. Nach diesem ist unter der Terrassentür auch ein 1cm größe Öffnung, welche nur mit Styropor geschlossen wurde-_-

    Aber sein Feuchtigkeitsverlauf war anders als unserer.. Laut dem Handwerker waren die Feuchtigkeitsstellen auch auf der Außenseite im unteren Bereich, deswegen bin ich auch vorerst von einer erfolgreichen Abdichtung ausgegangen.


    Bei der anderen Hausseite von uns mit leichterer Feuchtigkeit wurde keine Maßnahme durchgeführt, da die Terrasse dem Nachbarn gehört und diese Wand ist auch feucht und wurde mit einer Schweißbahn im Sockelbereich abgedichtet.


    Könnte die Schiene für das Außenrolle ggfs. die Schwachstelle sein, dass dadurch ggfs. das Wasser hinter die Abdichtung läuft?

  • Meiner Meinung verschlimmert es sich kontinuierlich also nicht nur in bestimmten Monaten und subjektiv bei starken Regenfällen mehr (z.B. hatten wir Schlagregen im Mai und danach hat es sich meiner Meinung nach mehr verschlimmert).

    Wieder ein Argument für 2)

    unter der Terrassentür auch ein 1cm größe Öffnung, welche nur mit Styropor geschlossen wurde

    X/:eek::rb::nono::pfusch:

    Bei der anderen Hausseite von uns mit leichterer Feuchtigkeit

    Du hast also ne "Seute Deern" gekauft

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Die Außenwand scheint Wind und Wetter direkt ausgesetzt zu sein. Ist das so?
    Hier hätte man Zielführend eine fachmännische Abdichtung und Dämmung im

    Sockelbereich anbringen sollen. Kein Keller, keine Dämmung und ausreichende Abdichtung

    an diesen Stellen, führen hier schnell zu Kälte-Wärmebrücken und dann bei entsprechenden

    Wetterbedingungen(Starkregen/relative Luftfeuchtigkeit usw.) schnell zu entsprechenden

    Folgeschäden an den Wänden. Pflanzen direkt neben der Heizung führen dann natürlich auch

    schnell zu noch höherer relativer Luftfeuchtigkeit und der Taupunkt ist hier dann schnell erreicht.


    Ein Fachmann sollte dann genau zu solch einem Zeitpunkt entsprechende Überprüfungen

    vor Ort vornehmen.


    LG Oliver

  • auf bild f21286560.jpg ist genau das , was ich als problem beschrieben habe deutlich zu sehen .die durchgehende betonplatte wurde nicht getrennt , sondern nur die schicht welche zum verfliesen aufgebracht wurde .

    dann wurde eine wassersammelwanne (keine schwarze , sondern eine mit einer schwarzen wand) erstellt und zur wasserspeicherungmit estrichbeton verfüllt. jetzt zieht das gespeicherte wasser unter der schwarzen pampe in die saugfreudige porotonwand hoch , die kapilaren fähigkeiten von poroton sind ja durchaus ausgeprägt ) dort trocknet es langsam ab und verursacht die beschriebenen ausblühungen . keine salpeter , sondern kalk .zu allem überfluss kam dann die WPCabdeckung drauf , damit wasser in der wassersammelwanne auch blos nicht auf die idee kommt nach aussenhin abzutrocknen sondern schön lange zeit hat sich nach innen zu schleichen ......



    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Die Außenwand scheint Wind und Wetter direkt ausgesetzt zu sein. Ist das so?

    Abgesehen davon, dass naturgemäß fast jede Aussenwand Wind und Wetter ausgesetzt ist, verstehe ich nicht, was konkret hier als Ursache der Feuchtigkeit gesehen wird und was genau der Vorschlag zu ihrer Beseitigung ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Es ist ein Unterschied ob eine ungedämmte Außenwand dem direkten Schlagregen und Wind ausgesetzt ist, oder ob sie Windgeschützt und keinem Schlagregen ausgesetzt ist. Diese ungeschützten und ungedämmten Wände neigen eher zum auskühlen und dementsprechend der

    Gefahr einer überschreitung des Taupunktes.

    Dies sollte aber vor Ort von einem Fachmann mittels den entsprechenden

    Messgeräten überprüft werden.

    Vorschläge und Fragen zu dem Schadenfall und der Annäherung des Problems wurden ja

    oben schon gestellt.

    Die Lösung des Problems kann fundiert nur vor Ort erstellt werden.


    Oftmals führen ja mehrere Ursachen zu einem Problem.


    LG Oliver