Wenn die Stadt-Webseite nicht mehr der Stadt gehört ...

  • wie verbindlich sind dann noch die Inhalte - zum Beispiel davon abrufbare Vorschriften ?


    laut

    Impressum – Berlin.de

    gehört berlin.de nicht der Stadt Berlin (Senat, Senatsverwaltung, whatever), sondern einer Marketing-GmbH, der auch

    berlinonline.net und berlinonline.de gehört



    Beispiel:

    Rechtsvorschriften: Gesetzestexte, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften zur Bautechnik / Land Berlin


    Über uns:

    "Der Bereich „Wirtschaft“ wird gemeinsam vom Land und der privaten
    Betreibergesellschaft BerlinOnline gestaltet. Die übrigen
    Themenbereiche werden durch BerlinOnline betreut.
    "


    Heißt das, nur die Inhalte des Bereiches "Wirtschaft" werden vom Senat überwacht und geprüft??

    Es steht ja nicht geschrieben, das BO die Seiten nur gestaltet, sondern betreut. heißt für mich, dass sie auch für Inhalte verantwortlich sind.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Das steht im Text, Zitat:

    "Die Angebote des Landes sind im Themenbereich "Politik, Verwaltung, Bürger" zusammengefasst. Sie werden von den jeweiligen Behörden selbst erstellt und gepflegt. Die redaktionelle Zuständigkeit ist durch ein jeweils gesondertes Impressum ausgewiesen.

    Die Angebote der einzelnen Landeseinrichtungen werden durch die bei der Senatskanzlei des Landes Berlin angesiedelte "Landesredaktion Berlin.de" koordiniert. Sie bilden das offizielle Internetangebot des Landes Berlin und sind bei Nennung der Quelle dem Inhalt nach von jedermann frei und ohne besondere Genehmigung weiterverwendbar, sofern sie nicht als urheberrechtlich geschützt gekennzeichnet sind."


    Demnach wird alles, was Behörden angeht, von diesen selbst verfasst.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Thomas T.

    Nicht ganz!


    Mit der „Berliner Zeitung“ hat Holger Friedrich auch Anteile an „berlin.de“ erworben. Er sagt nun, wie er darüber Daten nutzen will – zum Ärger des Senats.
    Zum "Berliner Verlag" gehört nämlich auch BerlinOnline, das berlin.de betreibt:

    Es war nur ein kurzer Auszug aus einem Interview der „Neuen Züricher Zeitung“ (NZZ) mit Ex-IM Holger Friedrich, dem neuen Eigentümer des Berliner Verlags, doch seine Vision vom künftigen Umgang mit Bürgerdaten hatte es in sich: „Ganz einfach: Man lädt sich die App der Stadt herunter, scannt seinen Ausweis ein, dann wird in wenigen Sekunden verifiziert, ob das Dokument valide ist oder irgendetwas juristisch vorliegt. Als Nächstes wird die Steueridentifikationsnummer abgeglichen, auch die Rückmeldung erfolgt binnen Sekunden. Fertig“, antwortete Friedrich auf die Frage, wie sich Zugezogene künftig in Berlin anmelden sollten. Längst nicht nur Datenschützer reagierten mit Unverständnis.

  • Das steht im Text, Zitat:

    "Die Angebote des Landes sind im Themenbereich "Politik, Verwaltung, Bürger" zusammengefasst. Sie werden von den jeweiligen Behörden selbst erstellt und gepflegt. Die redaktionelle Zuständigkeit ist durch ein jeweils gesondertes Impressum ausgewiesen.

    Demnach wäre hier das Land "Subunternehmer" des Eigentümers von berlin . de und zuständig für die Themenbereiche P, V, B.

    Es steht nicht da: "eigenverantwortlich".


    Man muss demnach auf jeder Unterseite prüfen, ob die Inhalte vom Land/Senat erstellt und gepflegt werden und auf jeder Unterseite das gesonderte Impressum lesen, um die rechtliche Grundlage der veröffentlichen Informationen zu überprüfen?


    Das scheint mir hier noch undurchsichtiger als die Trennung von T-Online.de (gehört Fa. Ströer) und @T-Online.de (gehört der Telekom).

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • „Ganz einfach: Man lädt sich die App der Stadt herunter, scannt seinen Ausweis ein, dann wird in wenigen Sekunden verifiziert, ob das Dokument valide ist oder irgendetwas juristisch vorliegt. Als Nächstes wird die Steueridentifikationsnummer abgeglichen, auch die Rückmeldung erfolgt binnen Sekunden. Fertig“, antwortete Friedrich auf die Frage, wie sich Zugezogene künftig in Berlin anmelden sollten. Längst nicht nur Datenschützer reagierten mit Unverständnis.

    Ja, viele Leute haben Vorstellungen dazu, wie in Zukunft alles ganz einfach und ganz schnell gehen kann und sie dabei mitverdienen. Ganz so einfach ist das aber beim deutschen Meldewesen nicht. Und wenn jemand in D laut über den Umgang mit sensiblen Daten nachdenkt, darf er sich natürlich sofort anhören, was andere darüber denken - und das ist auch gut so. Da wird noch lange nicht gegessen, nicht einmal gekocht, insofern ist die Sache viel weniger heiß, als sie vielleicht scheint.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es geht eben nicht um eingestellte Inhalte, sondern darum, wie Friedrich sich den Umgang mit Bürgerdaten mittels berlin.de vorstellt (s. Interview NZZ).

    Datenpannen kriegen die Stadtverwaltungen auch selber hin.


    Bei einer Suchmaschine mal die beiden Worte 'datenpanne stadtverwaltung' eingeben und suchen lassen.


    Aber der Austausch von Bürgerdaten klappt ja selbst innerhalb der Verwaltung schon nicht. daten vom Einwohnermeldamt sind nicht einsehbar für MA des Standesamtes. Ergo: Bezahlen, Ausdrucken lassen, eine Etage höher tragen, Daten abtippen lassen, bezahlen, Ausdruck erstellen lassen. So und jetzt kommt noch ein Server einer Drittfirma mit ins Spiel, bei dem Di Verwaltung keine administrativen Rechte hat sondern nur "Forenbeiträge" / Inhalte bereitstellt.


    Hat schon mit dataport nicht 100% funktioniert.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Etwas mehr Kontext findet sich bei Heise

    berlin.de-Modernisierung: Bedenken gegen Ideen der neuen Eigentümer des Berliner Verlags | heise online


    Das ÖPP ist anscheinend seit 2018 zu 2021 gekündigt,

    "Das Portal wird von einem Tochterunternehmer des Verlags mit der Investitionsbank Berlin in einer öffentlich-privaten Partnerschaft betrieben. Wie Staatssekretärin Smentek weiter mitteilte, hat der Berliner Senat den Vertrag allerdings bereits 2018 gekündigt – schon bevor die neuen Eigentümer den Verlag übernommen hatten. "Die Zusammenarbeit endet im Dezember 2021."

  • aber warum muss für ÖPP die Domain an einen Privaten übertragen werden.


    das wäre ja so, als würden die Schulen, die mittels ÖPP saniert werden an die Baufirma übergehen.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Also ich verstehe die Aussage via Heise Meldung so

    Das es beim Vertragsende die Stadt wieder das Portal betreiben will.

    Liegt die Domain nicht bei BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG mit Anteilseigner die stadteigenen Ibb.


    Den Vertrag hat schon jemand via Frag den Staat befreit

    Vertrag Berlin.de - BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG

    direkt

    https://daten.berlin.de/datens…-stadtinformationssystems


    Mir jetzt zu durchforsten was? wie? - zuviel Lesestoff


    Ansonsten ja mei

    Wie kommen ÖPPs zu ungunsten der Bürger zustande

    Wurstigkeit Spezelwirtschaft Hey das wird so viel billiger wenn du mit uns...


    Ixh hätte da gerade einen 40 Mio Versandkostenzuschuss im Angebot, als Dank an die notleidende Zeitungs und Anzeigeblattverleger, weil diesen den Austrägern den Mindestlohn zahlen .:eek:


    "Nach nem Sinn darfst nimmer Fragen" sagte mein Dozent und amtl Schafberater beim gemeinsamen Suchen eines gangbarer und vermittelbarer wege im Vorschriftendschungels des bayr. Agrarwesens.