Holzbalkendecke aus den 50er Jahren sanieren

  • Hallo zusammen,


    ich bin Besitzer eines Einfamilienhauses aus den 50er Jahren. Das Haus wurde klassisch mit Holzbalkendecken versehen. Nur die Kellerdecke ist aus Beton. Unterhalb von der Decke wurde Raufaser tapeziert. Ich vermute, dass man unter der Holzbalkendecke Schilfmappen o.ä. verbaut hat die dann mit Putz überlegt wurden. An einige Stellen sieht man nun, dass sich Rissen in diesem Putz gebildet haben. Außerdem hängt die Decke in einem Raum etwas durch. Intensives Springen auf dem Boden verursacht aber keine Schwingungen in der Decke. Zudem ist das Anbringen von Lampen ein Grauen :-).


    Ich würde gerne (ohne die Schüttung anzustasten) die Unterseite der Decke mit Rigips versehen und neu verputzen. Jetzt bin ich mir nur unsicher wie der Aufbau einer solchen Holzbalkendecke aussieht. Ich habe im Internet häufiger den Aufbau mit einem Blindboden entdeckt. Hier liegt die Schlake ja auf einem Zwischenboden. Demnach müsste dürfte diese ja nicht runterkommen wenn ich den Putz der Unterseite entferne? Meine Idee ist nun entweder in einer oberen Etage in einem kleinen Abstellraum den Boden mal freizulegen um den Aufbau kennenzulernen oder von unten ein Loch in die Ecke zu bohren (Durchmesser ca. 5 cm) um von unten den Aufbau zu erkennen.


    Gibts hierzu Erfahrungen oder Dinge die ich beachten sollte?


    Danke im Voraus.

    Grüße

    der Grünkohl!

  • Die wesentlichen Aufbauten sind in den technischen Unterlagen von Knauf sehr schön dargestellt (S. 40). Welchen Du genau hast, ist dabei von eher untergeordneter Bedeutung, aber natürlich immer interessant zu wissen.


    Grundsätzlich solltest Du wissen, dass Trockenbau-Abhangdecken üblicherweise nicht verputzt werden. Sie sind auch ohne ausreichend glatt. Geht es Dir nur darum, eine möglichst ebene und glatte Deckenuntersicht zu bekommen, oder willst auch gleich noch den Schall- oder Brandschutz verbessern? Auch dafür musst Du die Putzschichtz eigentlich nicht rückbauen. Das Aufhängen von Leuchten wird auch nur etwas einfacher mit einer GK-Decke ...


    Die verschiedenen technischen Möglichkeiten sind in der verlinkten Broschüre auch dargestellt. Die entkoppelten Varianten bieten durchweg einen besseren Schallschutz.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,


    Danke für die schnelle Reaktion. Bei Knauf meinst du vermutlich das D150A System, richtig. Verstehe ich es richtig, dass ich hier im Prinzip die Rigips Platten direkt auf den bestehenden Putz verlege? Das wäre natürlich sehr komfortabel und man verliert wenig Raumhöhe. Allerdings frage ich mich, wie man bei ggf. durchhängenden Balken die Höhenunterschiede ausgleicht? Außerdem muss ich dann natürlich auch wissen wo die Balken liegen. Vermutlich von oben anhand der Vernagelung in den Holzdielen?


    Ziel ist in erster Linie eine glatte und saubere Deckenunterschicht. Schall und Brandschutz wären natürlich auch nicht verkehrt.


    Gruß

    der Grünkohl 🥬

  • Ich würde zuerst einmal den Deckenaufbau klären. Balkenabmessungen, Abstände usw.


    Dann frage ich mich, ob GK Platten direkt montiert hier wirklich die richtige Wahl sind. In einer Holzbalkendecke steckt immer etwas Bewegung, und selbst wenn wir nur von Millimetern reden, reicht das um für Risse zu sorgen. Eine entkoppelte Montage (Aufhänger) kostet hingegen Raumhöhe.


    Ich bin mir nicht so sicher, dass das Vorhaben gelingen wird, und zu einer dauerhaften Lösung führt.

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  • Vorsicht lieber TE.

    MAch erstmal eine Diagnose

    Finde heraus wie der Aktuelle Aufbau ist und wieviel Deckendurchhang auszugleichen ist.

    Dann kann man anfangen darüber nachzudenken wie man vorgeht.

    Du hast ja selbst schon festgestellt wie unklar die BEfesitgugnsmöglichkeiten sind. Solang das nicht bekannt ist, brauchst du garnicht anzufangen. die GK Platten halten ja nicht von alleine an der Decke.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.