Abgeltung Wertsteigerung

  • Wir haben ein Grundstück in einem Baugebiet. Wir haben den Verkauf an die Stadt abgelehnt. Soweit sind wir mit der Stadt einig, wir erhalten ein entsprechendes Grundstück ohne Bauverpflichtung.

    Die Stadt verlangt aber eine Abgeltung der Wertsteigerung i.H.v 25€ pro Quadratmeter, die als Ausgleich dafür zu bezahlen ist, dass das Ackerland durch die Ausweisung als Bauland eine Wertsteigerung erfahren hat.

    Ist das rechtmäßig und was ist die Rechtsgrundlage?

  • Ich vermute, es geht um Baulandumlegung nach §§45ff BauGB.

    wir erhalten ein entsprechendes Grundstück

    Entscheidend ist hier wohl das Wort "entsprechend". Bei einer Verteilung nach Werten (§57 BauGB) wollt Ihr ein größeres Grundstück, als es eurem Einwurfswert entspricht, was zu Nachzahlungen führt. Ich halte Verteilung nach Flächen (§58 BauGB) für wahrscheinlicher und bei Euch trifft vermutlich der letzte Satz des ersten Abschnitts zu:

    Soweit der Umlegungsvorteil den Flächenbeitrag nach Satz 1 übersteigt, ist der Vorteil in Geld auszugleichen.

    Ist das rechtmäßig

    Die Vorgehensweise ist grundsätzlich also rechtmäßig. Das Zustandekommen der Werte kannst Du Dir ausführlich von der Umlegungsstelle erklären lassen. Wenn Du zweifelst, mache Dir Notizen und lasse die Berechnung von einem unabhängigen Gutachter für Wertermittlung überprüfen.

    Eine grobe Orientierung findest Du im Geoportal RLP (Geoportal RLP), Thema Bodenrichtwerte Basis. Bei einem großen örtlichen Bekanntenkreis kannst Du Dich auch selber mal umhören, was in letzter Zeit so in eurer Gegend für Acker-, Bauerwartungs-, Rohbauland und erschlossenem Bauland gezahlt wurde.

  • Hallo, schön mal vielen Dank für die ersten Antworten. Der erste link hat schon mal weitergeholfen.


    Zu Escroda:

    Es geht nicht um eine größere Fläche i.R. einer Baulandumlegung, da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Wir behalten genau unser Stück minus dem, was uns die Stadt für die Verkehrswege abkauft. Um es klar zu machen, zitiere ich mal aus dem Kaufvertragsentwurf:


    "Durch den Bebauungsplan...... erfährt das Grundstück....... eine hohe Wertsteigerung, da es von Bauerwartungs Land in Bauland umgewandelt wird.


    Bei einer Baulandumlegung würden 52€ / m2 als Grundstückswert für Bauland angesetzt werden. Die Stadt..... verzichtet auf den Erschließungsvorteil von 10€/m2, den sie bei einer Umlegung geltend machen würde. Somit beträgt der Restwert 42€/m2. Bei einem Verkauf als Bauerwartungs Land hätte die Stadt..... 13,50€/m2 gezahlt. Demnach verbleibt eine Wertsteigerung von 28,50€/m2 für das Grundstück."


    Gemäß Verhandlungen werden noch 25€/m2 gezahlt, (wieder Zitat)" Da ohne zusätzliche Vermessungskosten die gesamte Restfläche..... zum Preis von 25€/m2 übernommen wird. "

  • Nein, es geht um die Fläche, die uns gehört und die wir behalten. Für die sollen wir eine Abgeltung für die Wertsteigerung an die Stadt bezahlen.

  • Es geht um die verbleibenden 835m2, die uns gehören und für die wir 25€/m2 an die Stadt bezahlen sollen.