Sohlbänke aus Titanzink: Klopfgeräusche durch Regentropfen

  • Guten Tag,


    im vorigen Jahr haben wir an der Giebelseite des Wohnhauses (Wetterseite) eine vorgehängte hinterlüftete Fassadenverkleidung mit Naturschiefer vom Dachdecker installieren lassen. Die 5 Fenster erhielten Sohlbänke aus Titanzink. Seitdem nerven bei Regenwetter die Klopfgeräusche. Nach Aussage des Dachdeckers wurden die Sohlbänke nicht unterfüttert - ein Rückbau, um dies nachzuholen, sei nicht möglich. Nun ist guter Rat teuer ...


    Um die Klopfgeräusche zu mindern, hatte ich zwischenzeitlich noch übrig gebliebene Natursteinplatten auf die Sohlbänke gelegt. Die Geräusche sind weg, aber die locker aufgelegten Platten sind kein Dauerzustand.


    Meine Frage an die Experten: Welche Möglichkeiten gibt es, um dieses Problem nachträglich dauerhaft zu beheben?

  • Wäre es denkbar, evtl. noch 1 oder 2 Lagen "Bleche" drauf zu kleben?

    Dadurch geht das Klopfen zwar nicht komplett weg, aber es ändert sich die Tonlage und Lautstärke.


    Ein weicheres Material aufkleben wäre auch möglich, aber da wäre mir jetzt kein passendes Material bekannt.


    Warum lassen sich die Bleche nicht mehr demontieren? dann könnte man sie von unten bekleben, einen evtl. vorhandenen Hohlraum füllen, und fertig.

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  • Der Sanilöter kennt keine BElüftung, der Flaschner keine AntiDröhnStreifen und die Bauherren keine Planung. Entweder mit der "Blechtrommel" leben oder Sohlbänke demontieren.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Danke - ich werde mich in Zukunft bessern :)


    Besteht evtl. die Möglichkeit, eine Alu-Fensterbank incl. AntiDröhnStreifen auf die Zinkfensterbank zu kleben, schrauben oder anderweitig zu befestigen?

  • Der Dachdecker meint, wegen der Schieferplatten wäre eine Demontage nicht möglich.

    Wenn Handwerker feststellen, dass sie ihre eigene Arbeit rückgängig oder noch schlimmer - kaputt - machen müssen, um ein Problem zu lösen, so ist das Problem generell unlösbar.

    Besteht evtl. die Möglichkeit, eine Alu-Fensterbank incl. AntiDröhnStreifen auf die Zinkfensterbank zu kleben, schrauben oder anderweitig zu befestigen?

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    Antidröhn gehört drunter, nicht drüber ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • auf die Zinkfensterbank zu kleben, schrauben oder anderweitig

    Schrauben auf keinen Fall. Damit würde man den Schall nur wieder auf die untere Bank übertragen. Schrauben könnte man dann machen, wenn man eine massive schwere Bank erstellen möchte. Aber selbst da würde ich die unterste Lage entkoppeln. Das hat den Vorteil, dass der Schall nicht auch noch auf den Fensterrahmen etc. übertragen wird.


    Eine optisch ansprechende Lösung fällt mir jetzt nicht ein, wobei das natürlich auch von den Ansprüchen abhängt.


    Im KFZ Bereich gibt es dünne Matten. Diese werden zur Schalldämmung eingesetzt und sollen gleichzeitig das Schwingen der Bleche verhindern. So eine Matte auf die neuen Bleche geklebt (besser gesagt unter die neuen Bleche), und dann mit dem alten Blech verkleben. Keine feste Verbindung zur alten Bank, Fensterrahmen, Leibung usw. Damit könnte man das Trommeln etwas reduzieren, obwohl das neue Blech auch eine "harte Oberfläche" hat.


    Ideal wäre an sich eine möglichst schwere Bank (Stein). Eine weiche Oberfläche ist praktisch kaum umsetzbar, zumindest wenn man längerfristig denkt.

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  • Vielen Dank für die Vorschläge, allerdings schließe ich mich der Meinung von Herrn Dühlmeyer an, dass die Demontage der Sohlbänke die sauberste Lösung ist. Nicht unwichtig ist dabei die Frage, wer die Kosten trägt. Deshalb interessiert es mich, ob das Fehlen dieser AntiDröhnStreifen einen Ausführungsmangel darstellt oder die Kosten aufgrund der Tatsache, dass von mir nicht gefordert, auf mich übergehen.


    Vor Beginn der Arbeiten wusste ich nicht einmal, dass es so etwas gibt, da bei den alten Sohlbänken dieses Problem nicht auftrat.

  • Fensterbänke aus Zink in 0,7mm Blechstärke gelten als nicht selbsttragend und sind daher auf einer formstabilen Unterlage zu montieren. Damit hätte sich das Geräusch auch erledigt. Warum genau will der Handwerker das nicht demontieren?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Nun ja ihr müsstet damit leben dass Steine ausgetauscht werden müssten und man die neuen Kleben und mit Reparaturhaken verbauen müsste. An einer neuen Fassade ist das schon ärgerlich. Aber da bleibt euch nicht viel anderes übrig.

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  • Um die Klopfgeräusche zu mindern, hatte ich zwischenzeitlich noch übrig gebliebene Natursteinplatten auf die Sohlbänke gelegt. Die Geräusche sind weg, aber die locker aufgelegten Platten sind kein Dauerzustand

    Wenn das optisch vernünftig aussieht und die Geräusche damit nicht mehr stören - warum nicht einfach Verkleben?

  • Nun ja ihr müsstet damit leben dass Steine ausgetauscht werden müssten und man die neuen Kleben und mit Reparaturhaken verbauen müsste. An einer neuen Fassade ist das schon ärgerlich. Aber da bleibt euch nicht viel anderes übrig.

    Ich muss aber noch mal nachfragen: Wer würde in diesem Fall die Kosten tragen?


    Wenn das optisch vernünftig aussieht und die Geräusche damit nicht mehr stören - warum nicht einfach Verkleben?

    Es sieht LEIDER optisch nicht schön aus.

  • Ist das Fehlen der AntiDröhnstreifen ein Ausführungsmangel?

    Nach eher oberflächlicher Betrachtung der Klempnerarbeiten aus der VOB/C und der Fachregeln für Klempnerarbeiten: So direkt nein. Aber da sind die Dachdecker im Forum hoffentlich fitter. Aber wie der eine Meister hier schon schrieb:

    Fensterbänke aus Zink in 0,7mm Blechstärke gelten als nicht selbsttragend und sind daher auf einer formstabilen Unterlage zu montieren.

    Also ist die erbrachte Leistung völlig unabhängig von der nicht montierten Anti-Dröhnmatte mangelhaft. Der Ersteller sollte umgehend zur Beseitigung dieses Mangels aufgefordert werden. Mit der Beseitigung des Mangels verschwindet dann ganz nebenbei auch das Dröhnen. Ja, das ist viel Arbeit und das wird sehr aufwändig oder unschön.


    Ach, wo wir gerade dabei sind und auch, wenn ich mich jetzt bei den Kolleginnen und Kollegen sehr unbeliebt mache: Der Architekt haftet nach einem Urteil des OLG Köln auch dann für seine mangelhafte Arbeit der Bauüberwachung, wenn er sie nur aus Gefälligkeit und ohne Honorierung erbracht hat. Wermutstropfen für den Geschädigten: Der Architekt hat dann aber auch einen nachträglichen Anspruch auf ein Honorar nach HOAI.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich muss aber noch mal nachfragen: Wer würde in diesem Fall die Kosten tragen?

    Prinzipiell der Dachdeckerbetrieb. Bei der Fensterbanktiefe (60mm?) ist die „UK“ kaum vernünftig zu erstellen. Ich würde vorschlagen man macht halbe/ halbe und der DD legt noch n Gewährleistungsverlängerung drauf.


    Wie könnte man es ohne Ausbau kaschieren?:


    Man kanntet sich jetzt ein Winkel aus Zink, der die Laibungstiefe hat, etwas mehr abgekantet ist (mind. 2 Materialstärke + Antidröhn) als die jetzige Abkantung. Macht einen Umschlag an die neue Kantung. Klebt auf EPDM basierende Antidrön auf die jetzige Fensterbank. Stülpt das neu gekantete Blech über das Alte und klebt es mit SMP-Kleber auf und falzt den unteren Umschlag um.


    Das ist sicherlich keine super Lösung aber eine Möglichkeit die Optik zu bewahren. Ob Ihr dem zustimmen würdet müsst ihr allein entscheiden.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Vielen Dank - der Dachdecker hat mitgeteilt, dass er die Fensterbänke unterspritzen will. Womit, das erfahre ich am Montag, aber ich vermute mal mit Bauschaum.

  • Moin,


    ich "liebe" dieses Zeugs. Aber in diesem Fall könnt das eine praktikable Möglichkeit sein. Nur ist hier weniger mehr. Das darf auf gar keinen Fall nach außen quellen, da der Schaum mittelfristig Wasser ziehen wird.


    LG für die Bastellösung


    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld