Fairer Architektenvertrag?

  • Da gibts nix *nettes* ....
    Harakiri mit Ansage, in Zeitlupe und Großaufnahme gibt immer noch kein "schönes Bild".


    Schönwetterzahlen gepaart mit Wunschdenken ...
    Nen Bänkelsänger der anscheinend im falschen Stück spielt ...
    Nach Ende des Geldes ist noch 48,5% zu bauen über ....
    Bauherr zieht blank und das Geweine ist groß ...
    Braucht kein Mensch und doch will man sich das freiwillig mit Gewalt einschenken.


    Ich komme zum selben Ergebnis wie die Filme War Games 1 + 2
    "Es ist besser dieses Spiel nicht zu beginnen" .....
    Da gibts keine Gewinner in dem Spiel aber jede Menge zu verlieren.


    Wenn man nen toten Gaul reitet sollte man absteigen und laufen.

  • @VomAltenBau: Nochmal die Frage einzeln, damit sie im großen Wuseltext nicht überlesen wird:


    Was hält Dein Mann von der Sache?
    Was sagt Dein Mann zu den Zweifeln, die hier aufgeführt werden?

    Er hatte ganz am Anfang Bauchschmerzen. Inzwischen ist er zuversichtlich. Er vertraut dem Archi und hält ihn für gut, wenn auch manchmal chaotisch. Was seine Arbeit angeht aber penibel, deswegen hat es ja auch so lange gedauert bis wir an dem jetzigen Punkt sind. Mein Mann meint, der Archi ist ein anständiger Kerl, der würde uns nicht absichtlich vor die Wand fahren.


    Zu den Zweifeln sagt er.. , von aussen liest sich das immer anders ..

  • auch aus meiner Sicht passt das nicht und der bisherige Ablauf ist doch der beste Beweis dass die hier nur so hagelnden Bedenken berechtigt sind.

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH

  • Danke an alle für Eure Wortmeldungen.


    Ich habe heute die Rückmeldung eines Anwaltes bekommen, der den Vertrag für " in Ordnung" hält. Einzig alleine die Tatsache das keine Kostengrenze drin steht empfindet er als " suboptimal". Da der Archi sich aber aus Versicherungstechnischen Gründen dagegen wehrt, wird es eine Art Zusatzvereinbarung geben, dass der Archi sich an die max. Grenze von Budget + 20% zu halten hat.


    Die einzelnen Werkplanungen habe ich soweit bekommen und auch diese an einen befreundeten Archi weitergeleitet zur Durchsicht. Seine Rückmeldung war" sauber, da ist nichts auszusetzen". Er hätte vielleicht das ein oder andere persönlich anders gemacht, aber das ist ja im Endeffekt egal , ein bischen persönliche Handschrift ist drin.


    Gerne hätte ich Euch weiterhin teilhaben lassen, ich hatte schon überlegt eine Art Bautagebuch zu führen. Das würde aber nur Sinn machen, wenn man auch Fotos einstellen kann. Da alle Bereiche im Forum jedoch öffentlich lesbar sind, geht dies leider nicht.


    Ich bedanke mich nochmals für die Denkanstösse !

  • Viel Glück und euch alles Gute!

    ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
    Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, was ein Haus ist; sie sind unnötigerweise ihr ganzes Leben lang arm, weil sie glauben, ein gleiches Haus wie ihre Nachbarn haben zu müssen. Thoreau, 1854

  • Ja, hat sich.


    Es wird gerade der Ringbalken gegossen, nächste Woche ist Richtfest;-)


    Kostengrenzen wurden bisher eingehalten, bzw. die Rechnungen die ich bisher bezahlt habe entsprechen genau dem was abgemacht wurde.


    Natürlich gab es hier oder da kleine Dinge die nicht wie geplant gemacht werden konnten, oder es musste Material nachbestellt werden weil zuwenig da war oder sowas. Ich musste mir sagen lassen, dass sowas normal sei, nichts auf dem Bau klappt wohl zu 100%. Da aber alles gut so geregelt werden konnte, bin ich zufrieden soweit. Der Zeitplan wird auch eingehalten, alles Prima.


    Nur hätte ich nie gedacht wieviel Kaffee und Plätzchen Bauarbeiter vertilgen können..;-)


  • Nur hätte ich nie gedacht wieviel Kaffee und Plätzchen Bauarbeiter vertilgen können..;-)

    du hast dich eben für kaffee und kekse und nicht für nachträge entschieden - glückwunsch!

  • :r.b:


    Dabei ist doch R.B. nicht mal mit dabei! Aber es freut mich sehr für Euch, dass es bislang kostentechnisch klappt. Weiter so!

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ja ich bin mal gespannt auf das Richtfest. Gemessen an dem was die Herrschaften hier täglich an Kaffee,Wasser und Kuchen/Gebäck futtern, habe ich dementsprechend jetzt auch die Versorgung für das Richtfest geplant. Ich hoffe alle sind zufrieden.


    Heute ist der letzte Tag von den Rohbauleuten, die räumen gerade auf und schaffen alles auf die Anhänger. Montag geht es dann weiter mit dem Zimmermann, der braucht dann bis Dienstag morgen. Direkt im Anschluss kommt der Dachdecker und dann ist erstmal Richtfest und zwei Tage Pause. Danach die Woche kommen die Fenster.


    Mein Mann war auch fleissig und hat zwei Zimmer im Bestand in den Rohbauzustand versetzt, die Planung für die Elektroinstallation fertig gemacht und den Fußbodenbelag im Flur rausgerissen, ansonsten sieht unser Vorgarten aus wie Sau, in unserer Einfahrt sind an den Stellen wo die Stützen vom Kran rausgefahren wurden, die Pflaster abgesackt...ansonsten aber alles gut ;-)

  • hey,freut mich! Im Forum ist geplant, dass man seine Photos veröffentlichen kann, aber die User einschränken, die darauf Zugriff haben können -> siehe link
    Das wäre was für Deine Bilder. Alles Gute weiterhin!, ich freue mich auf Berichte!

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  • ansonsten sieht unser Vorgarten aus wie Sau, in unserer Einfahrt sind an den Stellen wo die Stützen vom Kran rausgefahren wurden, die Pflaster abgesackt

    auf einer baustelle ging es noch nie zu, wie auf einem ponyhof!


    sorry - ich hatte 3 buchstaben unterschlagen!

    Einmal editiert, zuletzt von Gast1234 ()

  • R.... lies mal bitte deinen letzten Satz, den verstehe ich nicht.


    Anda, ja das wäre eine gute Möglichkeit.
    ---------- 22. Juli 2016, 19:53 ----------
    Hier sind mal zwei Bilder ohne zuviel nebenbei drauf zu haben. Fotografiert aus dem Bestand im 1. OG. Erstes Bild Blick nach links, 2. Bild Blick nach rechts. Zusammen mit dem Grundriss kann man es sich wohl vorstellen. Links und rechts kommen Bodentiefe 3 bzw. 4 Flügelige Fenster hin, nach hinten raus gibt es eine große Fensterfront.



  • auf einer baustelle ging es noch nie zu, wie auf einem ponyhof!
    sorry - ich hatte 3 buchstaben unterschlagen!

    Sondern? Eher wie im Streichelzoo? :D


    Aber ja, solange es im Rahmen bleibt ist alles gut.
    Eurer Rohbau schaut super aus, ich wünschte wir wären schon soweit ;(


    Grüße

  • Ich hab gerade mal nachgeschaut. Vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest waren es genau 4 Wochen :eek:


    Das Richtfest war übrigens super , fast alle sind gekommen , die Stimmung war klasse und viele haben sich bedankt . Hach, hat sich die Mühe und der Stress ja gelohnt, sind die Leute zufrieden bin ich es auch.


    Inzwischen ist das Dach drauf, also Zimmermann und Dachdecker sind fertig , als nächstes kommen die Fenster, Elektro machen wir nebenbei.

  • Aktueller Stand:
    Tatsächlich haben wir das erste Problem, welches nicht "mal eben" so nebenbei gelöst werden kann, denn die bestellten Fenster sind nicht die, die beauftragt wurden, ergo passen nicht, bzw. teilweise doch.
    Aber der Reihe nach.
    Es wurden drei Fenster bestellt. Eine große Fensterfront für das Wohnzimmer, zwei etwas kleinere für Küche und Esszimmer. Die Fenster wurden beauftragt mit den Maßen die der Archi berechnet hat, jedoch mit dem Hinweis das sie noch nicht bestellt werden sollten. Im Nachhinein gab es noch eine etwas größere Änderung bezüglich einer Wand im Esszimmer, und bei den anderen Fenstern änderten sich die Maße um 4 cm weil die Statik nochmal überarbeitet wurde. Diese Änderungen wurden dem Fensterbauer per Email und Telefon mitgeteilt, so Aussage Archi.
    Am Tag des Einbaus kam der Fensterbauer. Anstelle von Fenstern brachte er aber nur die ursprüngliche Beauftragung mit. Laut dieser hätte er die Bestellung getätigt. Von Abweichungen und Änderungen weiss er nichts.
    Nun würde normalerweise kein einziges Fenster passen, es ist jedoch einem der Maurer zu verdanken, dass er mitgedacht hat und die Öffnungen einige Zentimeter größer gemacht hat als im Plan. O -Ton...lieber etwas zu groß als zu klein, hat er selbstständig ein paar Zentimeter mehr Luft gelassen. Diese " Luft" führt nun dazu, dass das große Fenster im Wohnzimmer als auch das in der Küche mit einer kleinen Abänderung ( Austausch Rolladenkasten in einen kleineren und zusätzliches Bodeneinstandsprofil) trotzdem passen wird und somit nicht komplett neu bestellt werden muss. Das Fenster im Esszimmer ist aber einen guten Meter zu groß und kann nicht gerettet werden, muss also nur bestellt werden.


    Laut Archi ein Versäumnis des Fensterbauers, der scheinbar seine Emails nicht gelesen hat. Oder..und das halte ich für des Rätsels Lösung...Emails gingen sowohl an ihn als auch an seinen Kollegen, von dem hat er sich in der gegebenen Zeit aber geschäftlich getrennt.


    Das bedeutet also zum einen , dass wir nun 2 Wochen warten müssen auf die Fenster und zum anderen , dass Archi und Fensterbauer eine Lösung für die zusätzlich angefallenen Kosten finden müssen. Archi sagt, er kann beweisen dass er die Änderungen gesendet hat, weil er die Emails aufbewahrt hat. Wir werden sehen, ich hoffe das gibt nicht noch ein Drama.


    Ansonsten läuft der Rest gut, der Dachdecker war dann doch noch öfter da als gedacht, weil er bei Regenwetter nicht arbeiten konnte/wollte. Nun ist er fertig. Mein Mann macht die Elektroarbeiten und ist damit auch schon ganz gut weit, die lauten Sachen mit der Mauernutfräse und den Bohrkronen sind nun auch vorbei und es geht ans Leitung verlegen.
    ---------- 21. August 2016, 19:39 ----------
    Update .


    Wir waren zwei Wochen in Urlaub. Laut Aussage des Fensterbauers sollten die Nachbestellungen der Fenstersachen keine zwei Wochen dauern, also hätte spätestens Anfang letzter Woche da sein müssen. Er wollte dann auch während unseres Urlaubes schon einbauen.
    Leider kommen wir zurück und es ist nichts geschehen. Keine Email, kein Anruf. Unser Architekt versucht schon seit Mitte letzter Woche ihn zu erreichen, Fehlanzeige. Eigentlich sollte diese Woche der Putzer kommen...das muss dann wohl verschoben werden.


    Irgendwie habe ich ein blödes Gefühl..ich kann das nicht beziffern, aber der Typ hat schon viel Geld bekommen und ist nicht erreichbar..doofe Sache..

  • da bin ich einmal gespannt, ob eine email als zustellbeweis durchgeht.


    grundsätzlich verstehe ich die vorgehensweis nicht, der architekt muss den fensterbauer so beauftragen, dass er rechtzeitig vor ort maß nimmt. die herstellung von fenstern nach planmaßen ist möglich, muss aber in beiden verträgen - rohbau und fensterbau - fest verankert sein und beide müssen auf die risiken hingewisen werden. das risiko des rohbauers gilt es, besonders zu beschreiben. für den architekten heisst das auch, erhöhte wachsamkeit in der bauleitung und maßkontrolle beim anlegen der fensteröffnungen im rohbau.


    ich fürchte, dass dein architekt die veränderungen an den fenstermaßen auf seine kappe nehmen muss!

  • Naja, in der heutigen Rechtsprechung gelten Emails als normales Kommunikationsmittel. Zumindest dann, wenn der Betroffene, in dem Fall der Fensterbauer, auch für gewöhnlich darüber kommuniziert. Darüber hinaus hat er mit dem Archi telefoniert und auch auf Mails geantwortet.


    Die Vorgehensweise ist eigentlich garnicht so schwierig zu erklären. Der Archi hat den Zeitplan aufgestellt, der Fensterbauer sagte....6-8 Wochen Lieferzeit , allein schon wegen der großen Front. Dann hat der Archi in seinen Zeitplan geschaut und festgestellt....wenn man erst abwartet bis der Fensterbauer vor Ort Maß nehmen kann und dann die Lieferzeit draufrechnet, ist da viel Leerlauf wo nichts gemacht werden kann. Leerlauf bedeutet längere Bauphase und längeres Vorhalten der einzelnen Gewerke. Also hat er die Fenster so bestellt, wie sie geplant waren. Bzw. wie ich oben schon sagte...die Fenster wurden bestellt wie geplant, aber da der Archi noch etwas verändert hat wurden sie auch in der Bestellung verändert. Da dies aber mit dem Fensterbauer so abgesprochen war, sehe ich da im Moment erstmal nicht das große Problem. Die Frage ist wohl eher wer da geschlafen hat, aber auch das ist im Moment zumindest noch nicht mein Problem. Im Moment müssen wir den Menschen erstmal erreichen können und ich möchte da noch nicht meinen Optimismus aufgeben und hoffe darauf das es dafür eine logische Erklärung gibt. Die Schuldfrage kann man dann immer noch klären.

  • wenn der architekt nachweisen kann, dass genau auf die besagte email geantwortet wurde, dann sieht das etwas anders aus.


    du musst eins beachten - der architekt muss nachweisen, dass der fensterbauer die planänderung erhalten hat. ob da der sonstige emailverkehr ausreicht?


    hat der bauleiter selbst auf die maßhaltigkeit der rohbauöffnung geachtet, wenn er schon den weg ohne aufmaß einschlägt? ist nicht das erste bauvorhaben, bei dem so etwas schief läuft.

  • Liebe Leute,


    ich wurde per PN gebeten doch den Thread hier abzuschliessen, das möchte ich gerne tun und bitte gleichzeitig um Entschuldigung. Also:...


    Das war der Rohbau von aussen, ähnliches Bild von innen hatte ich ja schon gepostet. Aufgezogen wurde alles mit roten Steinen, darauf kam ein Ringbalken und darein wurde dann die Decke verankert. Diese ist somit in den Ringbalken eingehauen. Von innen hat man also offene Balken, von oben kam das Dach drauf mit einem Gefälle von 7 %. Auf diesem Bild war der Dachdecker noch nicht da.


    ---------- 22. März 2017, 10:54 ----------



    Hier ein Bild von innen, der oberen Ebene, wo Küche und Esszimmer sein sollten. Hier wird gerade der Estrich gegossen, die Fenster sind da bereits drin. Rechts kann man in weiss die alte Aussenmauer des Hauses sehen, da ja nur angebaut wurde, besteht der Neubau quasi aus drei Aussenwänden.


    ---------- 22. März 2017, 10:56 ----------



    Die Zwischenwand um Wohnzimmer und Küche optisch ein bischen zu trennen und um überhaupt Platz zu schaffen für die Einbauwand der Küche. Von Wohnzimmerseite aus wurde diese in Trockenbauweise verkleidet.


    ---------- 22. März 2017, 10:58 ----------



    Hier der Blick vom Wohnzimmer aus in Küche und Esszimmer . Die Zwischenwand befindet sich quasi links. Hier war bereits der Estrich soweit trocken und der Stukkatuer hatte auch schon den Putz an den Wänden. Ärgerlich diesbezüglich war eine extrem lange Trocknungszeit, da wir hier schon im Herbst angekommen waren. Manchmal gab es nochmal den ein oder andern Tag der wärmer war, der hat dann in der Summe mehr gebracht als eine Woche lüften bei kälterem Wetter.


    ---------- 22. März 2017, 11:01 ----------



    Hier sieht man im Hintergrund die trocknende Wand, wobei links die Aussenwand schon gut abgetrocknet war, in der Mitte jedoch die alte Aussenwand des Hauses teilweise mit mehreren cm Putz versehen wurde, das dauerte dann entsprechend länger. Zeitnot gab es hier mit dem Liefertermin der Küche. Dieser war fix. Hätten wir ihn nicht einhalten können, hätte als nächsten Termin erst wieder einen in 6-8 Wochen haben können, dann wären im Januar gelandet. Da machte sich tatsächlich ein bischen Panik breit, über Weihnachten keinen Ort zum sitzen zu haben wäre nicht schön gewesen. Daher kamen zwei Tage bevor die Küche kam, erst die Fliesen rein, der Rest des Baus war noch nicht fertig.


    ---------- 22. März 2017, 11:02 ----------



    Hier nochmal eine andere Einstellung, da kann man das Fenster der Küche besser sehen..


    ---------- 22. März 2017, 11:04 ----------



    Hier war ich mit Streichen fertig, die Zwischenwand wurde durch einen Aubergine farblich abgehoben, die indirekte Beleuchtung in den oberen Kästen gerade frisch angeschlossen. Die Aussparung in der Mitte beherbergt heute den Fernseher, ein Bild davor, so dass dieser nicht auf Anhieb sichtbar ist. Die Treppenstufen waren hier bereits mit Dämmung versehen, einen Belag haben sie heute immer noch nicht.....


    Heiligabend haben wir morgens angefangen das Parkett zu legen, damit wir mit den Kindern überhaupt Weihnachten feiern können.


    ---------- 22. März 2017, 11:08 ----------



    Und das war die Ansicht Heiligabend um 17 Uhr. Mein Mann war da gerade fertig mit dem Parkett, wir haben dann umgehend die Sofas geholt und konnten pünktlich um 18 Uhr anfangen an Weihnachten zu denken.



    Grundsätzlich muss ich sagen, war es aufgrund der Zeitverzögerungen die der Fensterbauer verursacht hat terminlich nicht einzuhalten. Bis dahin lagen wir gut im Plan, und der Architekt hatte ja auch genügend Puffer eingebaut. Offiziell sollten wir im Oktober mit den Fremdleistungen fertig sein, so hätten wir für die Eigenleistungen noch genügend Zeit gehabt.


    Leider hat auch der Stukkatuer keine Uhr und nahm und nimmt es mit Zusagen nicht so genau. Das in Kombination mit der Verzögerung der Fenster hat dann dafür gesorgt, dass wir tatsächlich erst in allerletzter Minute mit den Eigenleistungen die zumindest für ein Weihnachtsfest vonnöten waren, fertig wurden. Der Baum stand zu diesem Zeitpunkt im Esszimmer.


    Nach Weihnachten passierte bis in Januar ersteinmal nichts. Im Januar dann kamen noch die Verputzarbeiten im Aussenbereich des Neubaus, die sind heute abgeschlossen.


    ---------- 22. März 2017, 11:18 ----------


    Was fehlt noch:


    Es sind die Putzarbeiten an der Fassade des Altbaus noch nicht fertig. Hier hatten wir uns entschlossen, den Altbau gleich mit machen zu lassen um Alt- und Neubau anzugleichen. Da der Stukkatuer inzwischen seine Selbstständigkeit aufgegeben hat, arbeitet er bei uns nun nur noch nebenbei.


    Auch noch nicht fertig sind Kleinigkeiten im Neubau, Abschlussleisten und solche Sachen.


    Im Moment sind wir im Altbau beschäftigt neue Wände zu ziehen und damit Kinderzimmer herzustellen, das kann man ganz am Anfang auf der Zeichnung sehen. Auch der EinbauFlurschrank ist noch nicht fertig. Hier gibt mein Mann schon ziemlich Gas, hat ja aber eben nur am Abend und am Wochenende Zeit dafür.


    Ein Resümee was die Kosten angeht: Wir sind im Großen und Ganzen im Budget geblieben. Manches wurde unvorhergesehen dann anders gemacht als gedacht und wurde etwas teurer, aber es war nicht so viel wie befürchtet. Das bezog sich aber eigentlich nur auf die Eigenleistungen. Mit den Gewerken hatten wir ja Festpreise vereinbart, die wurden selbstverständlich auch eingehalten. Da unser Architekt ziemlich genau beschrieben hat was gemacht werden muss, gab es da bis auf einen Fall auch keine Überraschungen. Dieser eine Fall bezog sich auf den Estrichleqer, der musste mehr Dämmung verarbeiten als gedacht, weil bei der Legung der unteren Bodenplatte diese einige cm zu niedrig war. Ausgeglichen wurde dass dann mit mehr Dämmung unter dem Estrich. Da das aber nicht unsere Schuld war, hätten wir das auch eigentlich nicht zahlen müssen, da gibt es noch was zu klären.


    Tja, was soll ich noch sagen? Ich bin ein sehr optimistischer Mensch, ich denke das im Vorfeld eine genaue und detailreiche Planung das A und O ist und vor allem das Aushandeln von Festpreisen uns hier sehr gut getan hat. Die Eigenleistung ist nicht zu unterschätzen, aber das wussten wir ja vorher. Veränderungen diesbezüglich lagen eigentlich nur bei den Fliesen ( da hatten wir eigentlich überlegt das selbst zu machen, haben dann aber aufgrund des Zeitdrucks jemanden dafür geholt) und bei Kleinigkeiten wie zum Beispiel die Treppe, die immer noch nicht drin ist weil derjenige Bandscheibenprobleme hat. So weit.

  • @VomAltenBau : Vielen vielen herzlichen Dank für die ausführlich Antwort mit den vielen Bildern!


    Auch danke für die Auskünfte, wie es abgelaufen ist. Es freut mich wirklich sehr, dass ihr den Kostenrahmen einhalten konntet und da keine Bruchlandung gemacht habt. :thumbsup:


    Alles Gute für die weiteren Arbeiten!

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  • Die Küchengestaltung gefällt. Ich sehe da keine Beschläge. Sind das Schräbke mit Tippbeschlägen oder ist das eine geschlossene Wand wo die Öfen und der Kühlschrank drin sind?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Rabotti: An Wohnfläche haben wir 76 qm gewonnen.


    Frau Maier: Die Beschläge habe ich komplett weggelassen um das "Dranhängen" der Kinder zu umgehen. Die Insel hat Schubladen die eine eingelassene Rille als Griff haben. Die Einbauwand hat Tippbeschläge.Es handelt sich dabei um ganz normale Einbauschränke, wobei die Geräte aus der alten Küche stammen.


    AndyG: Dankeschön. Ja, das war eine Geschichte, ich Versuchs mal kurz ;-)


    Also es war ja so, dass der Architekt die Fenster in Auftrag gegeben hat als der Rohbau noch nicht fertig war. Ziel der Aktion war ja , dass wir keine unnötige Zeit mit Warten auf die Fenster verplempern. Im Nachhinein natürlich völliger Schwachsinn, aber das war ja nicht abzusehen.Der Architekt hatte also die Leistungsbeschreibung erstellt, daraufhin kam das Angebot ( wurde zwar noch zweimal geändert, aber im Endeffekt war es dann korrekt), daraufhin die Auftragsvergabe. Wir haben dann als Bauherren einen Festpreis verhandelt und gut.


    Dann kam das Richtfest und der eingeladene Fensterbauer maß bei der Gelegenheit gleich mal die Rohbauöffnungen aus. Soweit alles gut.


    Dann kam der vereinbarte Termin für die Fensterlieferung, bei dem der Fensterbauer auch auftauchte, jedoch ohne Fenster. Er käme gerade aus der Lagerhalle und hätte dort nochmal nachgemessen und die Daten verglichen mit dem was er am Richtfest vor Ort gemessen hätte. Da würde ja garnichts mehr stimmen. Er hat dann ziemliches Theater gemacht, war auch ne lange Diskussion, schliesslich sind wir dann alles im Detail durchgegangen und es stellte sich heraus, dass das Fenster für die Küche einige cm zu hoch war, das große Fenster für das WZ einige cm zu niedrig und das Esszimmerfenster garnicht passen würde, da ca 1m größer als die Öffnung. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Anzahlungen geleistet hatten ( die zweite brauchte er unbedingt , angeblich wegen Sommerpause und so..) war die Situation damals ziemlicher Mist, vor allem weil sich unser Architekt in Urlaub befand. Wir haben dann vor Ort entschieden, dass wir das Problem der Küche zu lösen wir einen etwas kleineren Rollokasten nehmen, dann bleibt das Fenster unberührt. Für das WZ würde es ein größeres Bodenprofil geben, um die fehlenden Cm auszugleichen und das Esszimmerfenster müsste tatsächlich komplett neu gemacht werden. Wer jetzt Schuld sei..es war damals nicht auszumachen. Ein späteres Telefonat mit unserem Architekten brachte dann die Erkenntnis, dass der Architekt nach Auftragsvergabe noch Änderungen vorgenommen hatte und das per Email und per Telefon mit dem Fensterbauer besprochen hatte. Dieser wusste von nichts. Architekt telefonierte dann mit dem Fensterbauer. Im Endeffekt sagte dieser, dass die Nachbestellung der Teile schnell gehen würde, spätestens in 2 Wochen wäre alles einbaubereit. Vereinbart wurde als Einbautermin ein Datum, welches ca. drei Wochen später lag, wir waren in der Zwischenzeit in Urlaub.


    Als wir aus dem Urlaub wiederkamen, war nichts passiert, an dem Tag an dem eigentlich der Fenstermensch kommen sollte kam..niemand.
    Der Architekt teilte uns dann mit, dass er bereits seit Tagen versucht den Fensterbauer zu erreichen, Fehlanzeige. Bezüglich des falschen Auftrags stellte sich aber heraus, dass der Architekt die Emails zwar rausgeschickt hatte, sie sich aber aus irgendwelchen technischen Gründen noch im Postausgang befanden. Sämtliche Emails, die er an diesem Tag gesendet hatte, waren nicht angekommen. An das Telefonat konnte sich der Fensterbauer nicht mehr "erinnern", weswegen es nicht mehr nachweisbar war, ob der Fensterbauer nun von den Änderungen wusste oder nicht. Damit war es Aufgabe des Architekten die Sache zu klären. Es wurde dann so geklärt, dass die Rohbauöffnung vom Rohbauunternehmer ein paar cm zu klein gemacht worden war, somit passte das Fenster nicht. Den nun nachbestellten Rollokasten sollte dann der Rohbauer tragen. Für das Problem im WZ wurde die zu tiefe Bodenplatte verantwortlich gemacht, dass sollte durch mehr Dämmung beim Estrich ausgeglichen werden, diese Kosten zusammen mit dem zusätzlich höheren Profil sollte eigentlich der Bauunternehmer tragen, der es mit der Höhe der Bodenplatte nicht ganz so genau genommen hat. Einzig allein das neue Esszimmerfenster war niemand Schuld, hier würde wohl der Architekt für aufkommen müssen. Er hatte sich mit dem Fensterbauer auch schon soweit geeinigt, als das die Rechnung dafür direkt an ihn geht.


    Es würden nun noch bestimmt 10 Seiten folgen, in denen ich von Terminen berichte, die nicht eingehalten wurden, von Ausreden angefangen bei Krebserkrankungen , über die gestorbene Oma bis hin zu ausgefallenen Mitarbeitern, es tat sich über einige Wochen nichts, da der Fensterbauer nicht in der Lage war zu den immer wieder neu vereinbarten Terminen zu liefern, abgesehen davon nur schwerlich erreichbar war.


    Ich bin ein sehr freundlicher und lieber Mensch, aber ich kann auch anders wenn ich denke das ich verarscht werden, also habe ich in Absprache mit unserem Architekt ein böses Schreiben aufgesetzt und dem Fensterbauer das zukommen lassen, inkl. Fristsetzung zur Erledigung der Arbeiten. Das wir inzwischen weit über unserem Zeitplan lagen und der eingebaute Puffer schon längst ausgereizt, erübrigt sich .


    Auf das Schreiben reagierte der Fensterbauer dann entrüstet und sagte eine erneut Anlieferung für 4 Tage später zu, die er auch einhielt. In Zwei Tagen waren dann die Fenster eingebaut. Leider nicht so wirklich gründlich. Insgesamt musste unser Architekt mehrere Male um Nachbesserungen bitten, um ein Beispiel zu nennen: Es sollte der Rollokasten von innen luftdicht abgeklebt werden, und damit der Fensterbauer auch genau weiss was gemeint ist, hat der Architekt ihm ein Bild von er Küche geschickt, mit Pfeilen markiert. Der Mitarbeiter hat dann auch abgeklebt...aber nur in der Küche. Den Auftrag zu übertragen auf die anderen Fenster war dann wohl zuviel verlangt.. So also als Erklärung, warum es nochmal fast 4 Wochen dauerte bis endlich alle Arbeiten zur Zufriedenheit erfüllt waren. Schliesslich kam die Krönung, als unser Architekt um Aushändigung des Fehl-Fensters bat, er wolle es bei Ebay einstellen. Daraufhin meinte der Fensterbauer, das dies schon verschrottet sei. Daraufhin meinte der Architekt ,das es nicht sein kann, schliesslich sollte er ja dafür aufkommen, da könnte der Fensterbauer das Fenster doch nicht einfach entsorgen. Schliesslich schickte der Fensterbauer eine Rechnung an den Architekten. Dieser weigerte sich etwas zu bezahlen, was nicht mehr existiert. Dann kam der Tag auf der Baustelle, an dem noch einiges besprochen werden musste, und der Architekt zeigte uns im Innenprofil wo das Fertigungsdatum der Fenster ausgedruckt ist. Alle drei Fenster wurden am selben Tag produziert. Alle drei Fenster ca. drei Wochen nach dem ersten Einbautermin. Ich glaube alles andere erübrigt sich zu erklären, die Fenster gab es also an dem Einbautermin noch garnicht und der Fensterbauer hatte hier versucht auf übelste Art und Weise uns und bzw. oder den Architekten über den Tisch zu ziehen.


    Was haben wir gelernt: Auch wenn jemand auf Empfehlung genommen wird, heisst das nicht ,dass nur weil er bei dem einen gut gearbeitet hat er bei uns auch gut arbeitet.