Feuchtigkeit im WDVS, aber woher??

  • Guten Abend liebe Forenmitglieder,

    an meinem RMH (Bj 2004) gibt es direkt neben der Eingangsvorstufe einen kreisrunden Fleck, der mich schon seit paar Jahren stört und der m.E. (vielleicht auch nur subjektiv wahrgenommen) letzte Zeit etwas intensiver zum Vorschein kam, was jedoch auch am kälteren und feuchteren Wetter liegen kann. Das Haus hat 30-35 cm dickes WDVS wo eben der Fleck drauf ist, auf der gegenüberliegenden Seite und überall anders (Vorder- und Hinterseite des Hauses) gibt es solchen Stellen in keinster Wiese. Auf der Innenseite (also im Haus selbst) liegt das raum hoch geflieste Gästetoilette, es ist zwar ein Heizkörper in der Nähe, aber die Wasserstränge des Heizkörpers gehen in den Boden, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo innen drin ein Rohr geplatzt ist tendiert gegen Null. Des Weiteren irritiert mich, dass der Fleck nicht durchgehend nach unten geht, sondern quasi einen kreisrunden Bogen um die Eingangsvorstufe bildet.

    Beim Fühlen mit der Hand und durch das Klopfen habe ich ebenfalls subjektiv wahrgenommen keinen Unterschied gemerkt. Deswegen habe ich einen Feuchtemessgerät, Messprinzip: dielektrisch (5 - 40 mm) besorgt und gemessen. Der Außenputz scheint vollkommen intakt zu sein - keine Rissen oder ähnliches Ergebnisse sind wie folgt:

    - Auf der gegenüberliegenden Innenseite (also Fliessen der Gästetoilette) keine Auffälligkeiten - alles homogen
    - Auf der Außenseite hat das WDVS ab ungefähr 20 cm - 4-8 digits Feuchtigkeit, also knochentrocken
    - Auf der Außenseite hat das WDVS in Bodennähe durchgehend - 20-30 digits Feuchtigkeit, was vermutlich normal sein sollte (bei den Nachbarn die gleichen Werte)
    - In dem Fleck selbst ergab die Messung Werte zwischen 20 und 70 digits, was offenbar doch auf erhöhte Feuchtigkeit weißt. Wobei das Bewegen des Gerätes um gerade mal 5-10 cm führte dazu, dass der Wert von 70 auf 10 sank - d.h. die feuchteste Stelle scheint eher punktuell zu sein
    - Ich habe ein Biozid drauf aufgetragen in der Hoffnung, dass es sich vielleicht um Algenbefall handelt - kein Ergebnis

    So, jetzt stellen sich mir natürlich folgende Fragen:

    - Wie kommt da Feuchtigkeit überhaupt rein und auch noch in so einem komischen Muster bzw. einem begrenzten Areal?
    - Wie kritisch ist das zu werten?
    - Was soll ich jetzt damit machen bzw. was wären die nächsten Schritte, die vorgenommen werden müssten, um das Problem zumindest vollends zu klären und sodann natürlich zu beseitigen?
    - Je nachdem welche Maßnahmen ergriffen werden sollen - lohnt es dies so schnell wie möglich zu machen, auch wenn das Wetter jetzt deutlich schlechter wird oder dann erst im neuen Jahr?

    Da ich bei dem Thema völlig ahnungslos, wäre ich für die Hilfe und Ratschläge sehr verbunden.

    Beste Grüße

  • Feuchteschutz ( sog. Sockelabdichtung ) gegen Spritz-, Schwall- und Tauwasser im unteren Bereich des WDVS, angrenzend zum plattierten+ gepflasterten Eingangsbereich fehlt. Insofern ist der ungeschützte Oberputz des WDVS ( nicht nur am Eingangspodest -> auch schon links daneben ) durchfeuchtet. Nach Frostperioden werden Risse entstehen und der Putz irgendwann ausbrechen. Siehe hier:


    5_Sockelabdichtung_DIN_18533.pdf