Frage zu armierten Hartschaumplatten zur Laibungsbegradigung

  • Hallo,


    ich möchte armierte Hartschaumplatten zum Begradigen der Fensterlaibung benutzen.

    Diese werden ja mit einem dafür vorgesehenen Mörtel/Kleber vollflächig eingeklebt.


    Sollten diese nun, bei einem Fenster mit Innenanschlag, vollflächig hinter dem Blendrahmen bis zum Innenanschlang geführt werden?


    Und was bietet sich als Abschlußkante für Laibungsinnenputzecke für so eine Hartschaumplatte an?

    Nimmt man dafür ein eigentlich für Fliesen vorgesehenes Profil wie Viertelkreisprofil oder Winkelprofil und kann dann die Tapete darüber in die Laibung tapezieren?


    Danke

  • Hallo und guten Morgen,


    ich hoffe mein schnelles Paint Monster hilft.


    Ansicht von Oben im Riss.

    Links = Innen - Rechts = Aussen


    Das Rote soll die armierte Hartschaumplatte darstellen.

    Einmal hinter dem Blendrahmen bis Innenanschlag

    Einmal bis an den Blendrahmen.


    Und meine zweite Frage bezog sich dann auf den Abschluß der Hartschaumplatte an der Laibungsputzkante zum Innenraum hin.

  • Mehrere Hersteller bieten dafür komplett vorgefertigte Platten an wie bspw. diese: Primus. Ich würde aber auf der warmen Wandseite bei Innendämmungen immer Platten aus Kalziumsilikat wie diese von Redstone bevorzugen.


    Praktische Erfahrungen habe ich nur mit denen von Redstone. Die waren gut.


    Für eine zweilagige Konstruktion sehe ich nur Nachteile. Ich würde deshalb so einbauen, wie im Anhang gezeigt. (ich habe in Deine Skizze hineingepfuscht.)


    Ein detaillierte bauphysikalische Betrachtung habe ich für Leitungsdämmungen noch nicht angestellt, fände sie aber 'mal interessant. ( Alfons Fischer  ;) !?)


    Eckschutzschienen halte ich bei Fenstern in privaten Wohnräumen für entbehrlich und außerdem für meistens häßlich.

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    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,


    auf die von dir gezeigt Einbaulage bin ich auf meiner Recherche auch gestoßen.

    Aber da ging es in eigentlich nur um das Thema Laibungsdämmung.


    Mir geht es um die Begradigung der Laibung damit einmal eine für den Fenstereinbau und Abdichtung optimale Fläche vorhanden ist

    und dann noch der Rest der Laibung zum Innenraum hin gerade ist.


    Zudem sollte eigentlich hier nur eine relativ dünne Platte 6 bis 8 mm eingebaut werden.


    Das mit dem Fliesenprofil habe ich deshalb gefragt weil ich definitiv die Putzkante der Laibung nicht so hin bekomme wie ich es gerne hätte.

    Und da so ein Viertelkreisprofil vielleicht nicht schön ist, aber unter der Tapete verläuft dachte ich es wäre ein durchaus hilfreiches

    ' schöne Kanten Unterstützungshilfe'.

    Auch wüßte ich nicht was ich sonst machen sollte bzw. wie es anders gemacht wird.

  • Mir geht es um die Begradigung der Laibung damit einmal eine für den Fenstereinbau und Abdichtung optimale Fläche vorhanden ist

    und dann noch der Rest der Laibung zum Innenraum hin gerade ist.

    -> Putz auftragen

    Das mit dem Fliesenprofil habe ich deshalb gefragt weil ich definitiv die Putzkante der Laibung nicht so hin bekomme wie ich es gerne hätte.

    Da kommt es auf die richtige Technik an. Ich lasse das immer ganz altmodisch mit Latten und Putzhaken machen, wie hier unter "Ecken verputzen" auf dem oberen Bild dargestellt. Das geht ganz ohne verbleibendes Profil. Und ausdrücklich für Heimwerker gibt es auch "Außeneckspachtel", z.B. von Knauf. Keine Ahnung, wie es sich damit arbeitet. Man kann natürlich auch das Standard-Putzprofil verwenden, weil es damit einfacher gehen soll. Ich finde die immer nervig: Rostflecken schon beim Einbau, schon leichte Stöße führen zu großflächigen Abplatzungen ...

    Das mit dem Fliesenprofil ...

    ... würde ich nicht machen. Das sieht schon bei Fliesen unerträglich aus. Entscheide Dich für eine der Profi-Lösungen!


    Aus bauphysikalischen Gründen sind alle Platten-Lösungen bestenfalls suboptimal, weil sie die Gefahr von Hohlräumen durch Hohllagen bergen. Durch diese kann die Dampfsperrfolie umgangen werden (grüner Pfeil ->) und das ist dann großer Mist. Und in zwei Lagen hat man die Chance gleich doppelt, also besser nicht. Und: Je mehr Lagen starrer Platten aufeinander liegen umso wackliger wird das Konstrukt. Also noch einmal besser nicht!

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  • Ich glaube,das war doch das Projekt, wo die Fensterhöhe zu groß war und diese mit einer Platte verkleinert werden soll.

    D.h. eine Platte wäre ohnehin vorhanden.


    Korrektur, falls ich mich irre.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Hallo,


    danke für die Infos.


    Zum Putz auftragen;

    Ich kann zwar einen Untergrund vorbereiten, aber nicht so wie ich will.

    Dafür fehlt mir einfach die Übung, so das ich min. 1-3 mm Wellen drin habe.

    Deshalb meine Anfrage zu einer, zumindest für mich, praktikableren Lösung.


    Damit kein Missverständnis ensteht; die zwei Platten in meiner Ausgangsgrafik sind keine UND Konstruktion sondern eine ODER.


    Bezüglich der Hohlräume hinter solchen Platten.

    Das sollte doch bei entsprechender Untergrundvorbereitung und vollflächiger Verklebung kein Thema sein.


    Die Abdichtung des Blendrahmens sollte über am Anschlag aufgeklebte Kompribänder und ggf. auf dem Rahmen sitzende

    Kompribänder stattfinden.


    Ansonsten mittig Schaum und innen über Rundschnur und ein dafür vorgesehene spritzbares Dichtmaterial

    entsprechend der Montagevorgaben


    1. innen luftdicht

    2. Dämmung der Anschlußfuge

    3. außen schlagregendicht.


    Dafür ist die Laibung Anschlagseitig schon mit einem Glattstrich vorbereitet worden.


    Grüße

  • Ein detaillierte bauphysikalische Betrachtung habe ich für Leitungsdämmungen noch nicht angestellt, fände sie aber 'mal interessant. ( Alfons Fischer ;) !?)

    ja, habe ich tatsächlich vor einigen Jahren mal angestellt. müsste ich mal raussuchen, schaffe ich aber heute nicht mehr...


    Aus meinem Gedächtnis: bei einer Innendämmung von Wänden mit hoher Wärmeleitfähigkeit kommt zwei Dingen eine entscheidende Rolle zur Vermeidung unzuträglich niedriger Oberflächentemperatur zu:

    1. die raumseitige Überdämmung des Fenster-Blendrahmens. diese ist aber häufig begrenzt, wegen den Fensterbändern.

    2. die Dämmung der Fenstereinbaufuge umlaufend. je besser diese ist, desto weniger wird das Rahmenprofil selbst auskühlen und umso höher werden dessen Oberflächentemperaturen sein.

    3. die wärmetechnische Entkoppelung des Fensterrahmens zum Mauerwerk an dem gezeichneten Maueranschlag nach außen.

  • mit 1. sorgt man trefflich für kühle fensterprofile und *volltreffer* für taupunktunterschreitung.

    deswegen casi - damit wird noch a bissi wärme zum armen fenster hin- und feuchte weggeleitet.


    (mag für neubauten egal sein - im bestand ist so eine pseudobauphysik ursache für tod durch ertränken der bauteile)

  • Anda

    Höhe der Fensteröffnung wird durch Einsetzen von Porenbetonplansteinen verkleinert.


    @Alfons Fischer & mls


    Wird beim Einsetzen einer armierten Hartschaumplatte von 6-8 mm ernsthaft von Überdämmung gesprochen?


    Was ich als Laie noch nachvollziehen könnte wäre der Hinweis das beim montieren der Platte hinter dem Blendrahmen eine Kältebrücke entsteht.

    Das aber dürfte doch aufgrund des verwendeten Materials aber nicht sein.


    Da die alte Einbausituation u.a. darin bestand das bis zum Fensterrahmeneine Hartschaumplatte als Fliesenuntergrund verlegt war.

    Das hat man wohl damals gemacht, weil die Laibung nicht gerade war und ist..

    Diese ganze Mimik mußte aber entfernt werden, da der Altrahmen ca. 1cm in einer Fuge in der Laibung steckte.