Nutzungsänderung

  • Hallo Zusammen,

    das Gebäude um das es sich handelt, wurde 1963 als genehmigtes Mehrzweckgebäude/Lager/Magazin/Garagen/Büros für ein Bauunternehmen im hinteren Grundstücksbereich des damaligen Unternehmers errichtet. Infolge dessen ist die Versorgung - Kanal/Wasser/Strom gesichert und Zufahrt vorhanden. Haustüre / Fenster sind ebenfalls vorhanden.


    Ich würde gerne in dem Gebäude energetisch sanierten Wohnraum für mich schaffen.


    Laut Gemeinde liegt kein Bebaungsplan für diesen Teil des Ortes vor.

    Es liegt somit im Paragraph 34 innenbereich nach Aussage der Gemeinde.

    Zuständig ist aber der Kreis und laut dem zuständigen Sachbearbeiter würde einer Nutzungsänderung widersprochen, da sich das Gebäude nicht ins nähere Umfeld einfügen würde.


    Kann das so richtig sein?

    Laut Paragraph 34 wenn Versorgung gesichert ist, oder es sich um Nutzungsänderung eines ehemaligen Gewerbebetriebs handelt dürfte doch eigentlich nicht wie versprochen werden...???

    Und wenn sich ein Gebäude nach 60 Jahren noch nicht in die Umgebung eingefügt hat, wann dann denn...???


    MfG R.Spaniol

  • Was für Nutzungen sind denn in der Umgebung des Grundstücks vorherrschend? Kann es sich um ein faktisches Gewerbegebiet handeln? Dann würden sich Wohnungen nach der Art der Nutzung nicht einfügen. Möglicherweise geht es ja gar nicht um die Gebäudeabmessungen (und damit um das Maß der Nutzung).

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • ...dann sollten Wohnungen möglich sein. Da nur eine Nutzungsänderung geplant ist, kann die Größe des Gebäudebestands nicht ausschlaggebend sein.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Aha - aber das Haus steht doch schon!?

    Ich würde es drauf ankommen lassen und einen Antrag auf Nutzungsänderung stellen. Gehört Dir das Anwesen schon?

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Erschließung sind einerseits Medien, aber auch die Erreichbarkeit für die Rettungsdienste / Feuerwehr und allgemeinen die Zufahrt.


    Würde möglicherweise das zulässige Maß der Nutzung heute überschritten?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • War das eine telefonische Auskunft? oder eine persönliche ohne jegliche Unterlagen?

    Falls ja, dann wars wahrscheinlich so unverbindlich das nix genaues auf deine Fall bezogen gesprochen wurde.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Laut Gemeinde liegt kein Bebaungsplan für diesen Teil des Ortes vor.

    Es liegt somit im Paragraph 34 innenbereich nach Aussage der Gemeinde.

    Ich denke hier liegt das Problem...vielleicht sieht das der Sachbearbeiter im Landkreis wohl eher als Außenbereich.

    Jochen

  • Ich denke hier liegt das Problem...vielleicht sieht das der Sachbearbeiter im Landkreis wohl eher als Außenbereich.

    Jochen

    Um das beurteilen zu können, wäre ein Lageplan des weiteren Umgriffs notwendig. Gerne per PN.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • BTW, so exorbitant anders schaut das für mich als baurechtlicher Anfänger nicht aus. WEstlich lauter Reihenhäuser, Wohnen pur, entlang der Straße Mischmasch. Zumindest was man so per Geoportalen sehen kann.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: OT-Text nach Anonymisierung des Kasterauszuges entfernt)

  • Der Sachbearbeiter hat auch nicht die Gebäudegröße mokiert, sondern sprach vom Einfügegebot.

    Zweite Reihe...


    Ich kann mir vorstellen, dass mit der Umnutzung der Präzedenzfall für die Genehmigung für Wohnen in einer zweiten Reihe geschaffen wird, weil sich das neue Wohnen nicht mehr straßenseitig der von mir eingezeichneten roten Linie "einfügt".

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Ich würde auch einfach einreichen. In der zeichnerischen Darstellung evtl. die Nachbarbebauung auch darstellen. Per Telefon kann man als Laie durchaus missverstanden werden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • GRZ/GFZ bei Wohnnutzung überschritten? (Bei Gewerbe/Industrie größer?) (§ 17 BauNVO)

    ...zählt im Innenbereich nicht. Das wäre nur ein Einfügekriterium, wenn die Grundstücke sehr homogen wären. Das sehe ich hier nicht.


    Und zweite Reihe ist es jetzt auch schon - egal ob Wohnen oder Gewerbe.


    Tornado2005 :

    wenn Dir das Grundstück bereits gehört, stelle einen Antrag auf Nutzungsänderung. Wenn nicht, dann einen Vorbescheidsantrag (dafür brauchst Du nicht einmal einen Planer).

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • den Antrag auf einen Vorbescheid habe ich heute eingereicht, direkt beim zuständigen Sachbearbeiter.

    Hat mir keine großen Hoffnungen gemacht.

    Müsste zwar Aufgrund der Umstände in größerer Runde besprochen werden aber ich sollte eher mit Ablehnung rechnen, weil wie oben erwähnt sonst ein Präsenzfall für alle Nachbarn mit entsprechend großem Grundstück geschaffen würde...