Heizestrich für Gewerbehalle, welche Komponenten?

  • Servus allerseits,



    aktuell ist der gesamte Bodenaufbau für die Fussbodenheizung in einer Gewerbehalle abgeschlossen,
    aktueller Aufbau:

    - 0,2mm PE Folie auf Fundamentplatte

    - 80mm Jackodur KF700 (dicker war nicht mehr möglich)

    - 0,2mm PE Folie auf Dämmung

    - 3,5cm Abstandshalter Kunststoffhalter

    - Lagermatte Q335 A / B (8mm Stabstärke)

    - FBH-Rohre auf der Baustahlmatte
    - Estrichgitter (Kaninchendraht :))



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    Verbaut werden insgesamt 9cm Estrich auf knapp 250m², die Estrichfugen sind bereits geplant.

    Aktuell schwanke ich noch an der Mischung des Estrichs, wären folgende Komponeten ok?

    - 17,25 m² Estrichkies

    - 9000 KG Zement CEM I 42,5 N
    - 24KG Polypropylenfasern 18mm

    - Estrich Zusatzmittel Plastifizierer 60l


    Ziel ist es einen möglichst robusten Untergrund für den Verkehr mit Hubwagen zu schaffen.

    Wenn der Estrich nach 30 Tagen trockengeheizt wird, so soll er mit einer Epoxidverlaufsbeschichtung versehen werden. (damit habe ich wiederrum Erfahrungen :))

  • und? was ist die frage?


    die Estrichfugen sind bereits geplant

    dann ist ja alles gut :)


    wie gut der estrichkies ist (gesteinsqualität und sieblinie) weisst du?

    gemeint sind m3? das wären gewogen 17x1,7=29to kies

    9 to zement und 29 to kies .. hmm .. 1:3? nä. zu fett. zuviele nebenwirkungen.

    ist die sieblinie so schlecht?

    mit pp-fasern kenn ich mich nicht aus - das ist eher was für MiLeb

    aber .. pp + hasengitter? wtf ..

    plastifizierer? kommt auf den w/z-wert und die einbauart an.


    anforderungen an biegezugfestigkeit/oberfläche sind geklärt?

  • Danke schon einmal für die Ideen, also runter auf 350kg Zement pro m3, somit nur noch 8050kg. (umso besser für den Geldbeutel)


    Schlussendlich soll der Estrich ordentlich werden, da dachte ich lieber 500 Euro mehr als das nachher der Estrich mir wegbröckelt.


    Plastifizierer ist aber ok, oder?

  • Das hört sich an, als ob Du es selber machen willst. 250 qm selber Estrich legen da muss man schon was können. Ansonsten sollte dein Estrichleger es ja selber wissen was er macht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Sowohl statisch (Schwerlastregale) als auch dynamische Lasten durch Hubwagenverkehr sind anzunehmen.
    Eine Tausalzbelastung liegt nicht vor, die Tragfähigkeit sollte schon bei ca. 1.000 - 2.000 kg pro m2 aufnehmen können, wenn z.B. ein schweres Werkstück
    abgestellt wird.


    Für die statische Tragfähigkeit sollte primäre ja die Dämmschicht ausschlaggebend sein und die hat eine ausreichende Druckfestigkeit von 700 kPa.

    Die dynamischen Lasten sollten ebenfalls durch die Stahlmatten und zusätzlichen Armierungen aufgenommen werden können, das bewegt sich nachher ja kein Stapler mit Vollgas durch, sondern alles in Schritttempo.

  • D.h. Du hast keinerlei statische Berechnungen. Nur Vermutungen. Sollte, müsste... X/


    Und was sollen wir dir da zum Bodenaufbau sagen, bzw raten?


    Geh zu einem Planer/Statiker und lass dir das planen und berechnen, um Schaden zu vermeiden!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • *hust* (laienmeinung)

    Schwerlastregal.... mit wahrscheinlich Paletten bestückt die bis zu 1,5 to haben?

    Deine Dämmung mag zwar 7 to pro m² verkraften. aber nicht wenn es über 4 einzelne Stützfüsse mit je 1dm² in den Estrich abgeleitet wird.

    Das wären dann 4 x 70kg fürs Regal.(bei 4 Füssen mit je 1dm² )

    unterstelle ich dem Estrich eine Kraftverteilung von 1:8 = 1dm² einleitung zu 8dm² ableitung wären es 4 x 560kg je fuß. = 2,24to


    Lustig wirds bei dem Elektro Ameisen, die haben furzkleine Rollen aus PU oder Hartgummi. Da werden die Flächen noch kleiner und das Gewicht des Ameise kommt noch mit dazu, unabhängig von der Geschwindigkeit.


    (Ich kenn zumindest keine Firmen die sich freiwillig schwimmenden Estrich in den Halle kippen lassen um damit später mit Staplerverkeher darüber zu brettern.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Über Estriche weiß ohne Zweifel in diesem Forum @lebski am meisten. Ich beschränke mich deshalb darauf, nach dem Vorliegen eines rechnerischen Nachweises der Aufnahme der horizontalen Verkehrslasten und der Punktlasten im Estrich zu fragen - und danach, ob die Oberflächenqualität des Estrichs ist bereits definiert wurde.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ohne jetzt eine Angabe gefunden zu haben, wie dick das werden soll, kann ich wenig sagen.


    Auch fehlt die Angabe, welche Festigkeit und Biegezugfestigkeit geplant sind. Eigentlich fehlt noch mehr, z. B. was die Faser da drin soll, ob die Verlaufsbeschichtung geeignet ist, aber auch, ob die notwendig ist? Je nach Dicke kann die Epoxibeschichtung eine mehrmonatige! Trockenheizphase benötigen.


    Basierend auf den Angaben oben:

    - 0,2mm PE Folie auf Fundamentplatte

    - 80mm Jackodur KF700 (dicker war nicht mehr möglich)

    - 0,2mm PE Folie auf Dämmung

    - 3,5cm Abstandshalter Kunststoffhalter

    - Lagermatte Q335 A / B (8mm Stabstärke)

    - FBH-Rohre auf der Baustahlmatte

    - Estrichgitter (Kaninchendraht :))

    würde ich über folgendes nachdenken, wobei ich noch eine Anmerkung machen möchte: was zum Geier macht der Kaninchendraht auf den Rohren? Sowas stört doch nur.


    Ich komme auch rund 15 cm Höhe, das macht man nicht mit Estrich, sondern mit Beton.

    C 30/37 GK 16 mit Splitt wegen organischer Verunreinigung als Industriebodenrezeptur zum Glätten und Einstreuen, Oberflächenfertig mit LK 1,5/1,2 oder 25 kg Stahlfasern, Endverankert mit 60 mm Länge und 0,9 mm Drahtdurchmesser. Konsistenz F5, Einbau mit Pumpe und Schlauchleitung (100 mm)

    Hartstoffeinstreuung Gruppe A DIN 1100 mit 3-4 kg/m² und Glätten.

    Falls gewünscht: Imprägnierung mit Wasserglas

    Alternativ; Versiegelung diffusionsoffen

    Fugen nur wo konstruktiv nötig, am besten mit Stahlkantenschutz und Profilen.

    Als Estrich wäre mir die Sache nicht geheuer.

    Vernünftige Industriebodenfirmen gibt es auch im Norden. Wir haben auch eine Zweigniederlassung da oben.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Igitt.


    Da fällt mir nur noch schwindreduzierter Sonderbeton mit Rheorapidzement ein. Der Kostet aber ein Vermögen.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Kurzes Update:


    Der Betonprofi (super freundlich und kompetent) hatte sich den Aufbau angeschaut und nur mir dem Kopf gewackelt.


    Meinte vom Aufbau wäre alles in Ordnung und sehr sauber ausgeführt, seiner Meinung nach wäre der Beton fehl am Platz und guter Estrich würde locker reichen.


    Gesagt getan, Estrich mit 42,5er Zement, Fasern und Zusatzmittel relativ trocken eingebracht (Anfang November) und nach knapp 3 Wochen langsam begonnen die FBH hochzufahren.


    Mittlerweile sind wir zigfach mit nem 5t Spapler und Hubwagen drübergefahren, absolut keine Risse, bis auf einen Spannungsriss an einer unproblematischen Stelle, welchen wir verharzt haben.


    Über das WE haben wir in Eigenleistung die Verlaufsbeschichtung aufgebracht.


    Der Estrich ist schlussendlich nur so stabil wie der Untergrund, wenn man da keine druckfeste Dämmung drunter hat, bringt auch der beste Beton nichts, zumal 10er Pflastersteine sicher kaum stabiler als ein guter Estrich sein werden.


    Poste morgen mal ein paar Bilder wenn das Epoxy trocken ist. :)