Asbest gefunden?

  • Hallo,


    ich bin vor ein paar Tagen erst in Ostdeutschland in eine Altbauwohnung gezogen (ca.1969). Dort hat mich zum Einen ein für mich nicht unangenhmer, aber für Bekannte von mir hingegen doch unangenehmer Geruch (leicht muffig/chemisch/alt aber nicht auf eine eklige weise, auch nicht beißend, eher "dumpf") beunruhigt, da dieser permanent in der Wohnung liegt und auch nach lüften innerhalb von minuten wieder da ist. Bei der Besichtigung dachte ich die Wohnung wäre lediglich lange nicht gelüftet worden. Ich habe irgendwie den Bodenbelag im Verdacht. Der schaut mir nach billigem PVC o.ä. aus.


    Nun habe ich in der Küche meine Elektrogeräte anschließen wollen und habe in dem Loch in der Wand neben dem Herdanschluss und Abwasserrohr ein faseriges grün-graues Material entdeckt. Ich habe es versucht zu fotografieren, habe aber leider keine guten Bilder hinbekommen, da die Nische sehr eng ist. Auf dem zweiten Bild ist es mittig zu sehen. Die farbe kommt nicht ganz rüber, es schaut ganz leicht matt grünlich aus im licht, aber hauptsächlich ist es grau. Könnte es sich dabei um Asbest handeln?


    Grüße,


    yasu

  • Asbest riecht nicht. Asbest-Fasern sind silbrig grau. Auf den Bildern kann ich nicht überhaupt nichts erkennen, auch keine losen Fasern. Aber das lässt man sinnvollerweise bei begründetem Verdacht von einem Labor untersuchen. Nur so bekommt man Sicherheit.


    Der beschriebene Geruch könnte eventuell im Zusammenhang mit Schimmelpilzbefall stehen. Bei einem Holz-Fertighaus aus dieser Zeit wäre auch an eine Formaldehyd-Belastung zu denken, bei einem Haus mit massiven mineralischen Wänden weniger.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das Haus ist aus Betonwänden gebaut.


    Wo würde ich denn auf Asbest prüfen lassen? Gibts es da spezielle Labore und was würde mich das kosten? Da ich nur Mieter bin habe ich da im Falle eines positiven Ergebnisses wenig Handlungsfreiheit. Welche Pflichten hätte da der Vermieter und müsste dieser die Kosten übernehmen?

  • Vorausgesetzt es gäbe tatsächlich asbesthaltige Teile, was anhand der Bilder nicht erkennbar ist:


    Gibts es da spezielle Labore

    Ja



    und was würde mich das kosten?

    typ. knapp 100,- €.




    Welche Pflichten hätte da der Vermieter

    Er hätte nicht mehr oder weniger Pflichten als sonst auch.

    Selbst wenn asbesthaltige Materalien verbaut wären, geht davon keine Gefahr aus, so lange man sie in Ruhe lässt.



    und müsste dieser die Kosten übernehmen?

    Nein. Das wäre Dein Privatvergnügen.

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  • Da ich nur Mieter bin habe ich da im Falle eines positiven Ergebnisses wenig Handlungsfreiheit.

    Wenn Asbest nachgewiesen wird (anhand der Fotos kann man zur Wahrscheinlichkeit nichts sagen) gibt es auch eine Aussage über den Grad von dessen Bindung. Sofern dieses fest gebunden ist, was außer bei Stahlskelettbauten im Bauwesen der Regelfall ist, geht davon keine akute Gesundheitsgefahr aus und es gibt meist keine Notwendigkeit, das Material (sofort) auszubauen und zu entsorgen.

    Welche Pflichten hätte da der Vermieter ... ?

    Bei fest gebundenem Asbest: Warnhinweise zu Einschränkungen bei der Bearbeitung, sonst weiter keine.

    ... müsste dieser die Kosten übernehmen?

    Die Kosten eines nicht notwendigen Ausbaus? Nein, müsste er nicht, weshalb auch?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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