Granit-Einzeiler an Asphalt anbauen - Längsfuge mit Kaltasphalt schließen oder mit Betonmörtel

  • Guten Tag

    mein Name ist Pawel und ich bin neu in diese Forum.


    Meine Frage ist: ich möchte eine Einzeiler aus großfomatige Granitsteine 15/17 an eine Asphaltstraße anbauen. Die Kante von Apshalt würde ich schneiden, damit gerade ist und die Steine in eine schöne Linie liegen kann. Steine ich setze dann natürlich in Beton. Aber ich bin nicht sicher, ob ich die Lücke zwischen Steine und Asphalt dann nur als normale Fuge mit Beton-Mörtel verschließen - wie auch die andere Fugen - oder ob besser Kaltasphalt nehme.

    Die Einzeiler wird ca. 15 m lang. Muss ist eine Dehnfuge machen, und wenn ja, welches Material ist zu empfehlen


    Dankeschön für Antworten.:)

    Pawel

  • Achso, das ist sehr nett von Bauhof.

    Bei mir leider Privatstraße und keine Bauhof zuständig. Heißasphalt daher nicht möglich, ich habe kein Thermofahrzeug.

    Aber vielleicht gibt es etwas mit bitumen so wie TOC-Band was ich mit einem gasbrenner einbringen kann.

    Bin ich noch unschlüssig.

  • Achso, das ist sehr nett von Bauhof.

    achnaja, weiß nicht.

    Wenn sich die Gemeinde beim Straßenbau gegen das Setzen eines Bordsteines entscheidet und gegen Private Gartenmauern asphaltiert, müssen sie IMO die entstehende Lücke auch wieder schließen wenn die private Einfassung mal neu gemacht wird... Egal, bei dir sind ja andere Randbedingungen.


    Wäre der Bauhof bei mir nicht bereit gewesen was zu machen hätte ich wohl gar nix gemacht oder 2k Asphalt..

  • der örtliche Bauhof hat dafür aber weder noch verwendet, sondern Heißasphalt mit Handstampfer eingebaut.

    So kenne ich das auch, oder Verguß mit Heißbitumen.

    Heißasphalt daher nicht möglich, ich habe kein Thermofahrzeug.

    Gussasphalt-Verarbeiter haben solche Fahrzeuge und können das.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Gibts keine Asphaltverussmasse in Eimern mehr? Für solch kleinen Fugenkram sollte das doch reichen.

    Überm Holzfeuerchen erwärmen und sauber vergießen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • [...] großfomatige Granitsteine 15/17 an eine Asphaltstraße anbauen. Die Kante von Apshalt würde ich schneiden, damit gerade ist [..]

    Durch das Schneiden wird eine gerade Kante erzielt. Richtig.


    Durch das Setzen der Steine direkt neben der Schnittkante wird aber i.d.R. auch die Schotterschicht freigelegt, wenn man mal von typischen Asphaltdicken aus 4cm Tragschicht + 4cm Deckschicht ausgeht.

    Das heißt; aus der tragenden Schicht Schotter fallen Steine 'raus, und die Hohlräume können durch den Setzbeton nicht gleichwertig verfüllt werden.


    Wird dieser Bereich später nicht überfahren, kann! es funktionieren, beim Überfahren kann es später zu Rissen kommen.


    Im Straßenbau wird in so einem Fall z.B. ca. 30cm weiter nach dem Setzen der Steine/Borde noch einmal geschnitten, der Asphalt ausgebaut, der Untergrund verdichtet und der Asphalt neu eingebaut, die Fugen anschließend neu verfugt.


    Für das Füllen von Kleinflächen gibt es "Kaltasphalt" oder "Reparaturmörtel für Asphalt", für Fugen gibt es "Kaltverguss".

    Diese, bzw. ähnliche Materialien werden auch verwendet, um Schlaglöcher zu füllen - manchmal sogar quasi "unter fließendem Verkehr".

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Durch das Setzen der Steine direkt neben der Schnittkante wird aber i.d.R. auch die Schotterschicht freigelegt, wenn man mal von typischen Asphaltdicken aus 4cm Tragschicht + 4cm Deckschicht ausgeht.

    Das heißt; aus der tragenden Schicht Schotter fallen Steine 'raus, und die Hohlräume können durch den Setzbeton nicht gleichwertig verfüllt werden.


    Im Straßenbau wird in so einem Fall z.B. ca. 30cm weiter nach dem Setzen der Steine/Borde noch einmal geschnitten, der Asphalt ausgebaut, der Untergrund verdichtet und der Asphalt neu eingebaut, die Fugen anschließend neu verfugt.

    Puh das ist großer Aufwand und nix für Selbstbau. Meine Hoffnung war, dass Frostschutzschicht keine großen Schäden bekommt. Aber Argument von Holger stimmt. Das ist die Schwachstelle. Ist übringens eine 12 cm Asphalt-Tragdeckschicht. Denkbar wäre auch kleingranitsteine 9/9/9 cm dann ist Schaden für Schotterschicht nicht so groß, aber schaut nicht so schön aus wie die großen Stein. Anschluss wird gepflastert. Ich überlege mir noch, was für Steine ich nehme, aber Straßenbaufirma beauftragen ist für mich keine Option, weil sehr teuer und es dauert hier Monate bis jemand Zeit hat.

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    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Was ist mit eine Dehnfuge bei Einzeiler? Hat hier jemand Erfahrung?


    Bei 15 m Länge ist wahrscheinlich schon notwendig. Aber welches Material ist zu empfehlen? Ich habe schon gesehen, manche machen hier eine dünne scheibe Styropor zwischen 2 steine, aber ist das fachgerecht oder gibt es best. fugenmasse?

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    Das ist eine sehr sehr kluge und weise Antwort Herr Ralf. Dankeschön.

  • Ist übringens eine 12 cm Asphalt-Tragdeckschicht. Denkbar wäre auch kleingranitsteine 9/9/9 cm dann ist Schaden für Schotterschicht nicht so groß, aber schaut nicht so schön aus wie die großen Stein.

    12cm ist ja schon mal was.

    Dann könnte nach dem Schneiden z.B. auf Steinbreite abgeschalt werden und und mit sehr flüssigem Beton (Fließmittel/Verflüssiger, 8er Größtkorn) eine Art Fundament gegossen werden, wobei der flüssige Beton auch teilweise in die Schottertragschicht laufen wird und sie stabilisieren wird. Die einzeilige Steinreihe wird dann in Mörtel auf den Beton gesetzt.

    Die Steinhöhe muss dann entsprechend passen.

    Nach dem Setzen kann noch bis UK Asphalt (falls erforderlich) mit Mörtel aufgefüllt werden.

    Im Asphaltbereich wird dann mit Sand, Rundschnur und Asphaltfuge der Anschluss hergestellt.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Danke Holger, Das klingt gut und machbar.

    Spricht somit eher für die 9-er steine. Oder siehst Du eine Chance die großen Steine ebenfalls mit Mörtel zu hinterfüllen um den Kies zu stützen?


    Kannst Du mir kurz beschreiben wie das mit dem Sand, Rundschnur und Asphaltfuge funktioniert? Ich bin kein Straßenbauer.


    LG, Pawel

  • ist hier

    Geb.pdf

    auf Seite 33 ganz gut zu sehen.

    (Der Rest ist für hochwertiges Bauen an Dichtflächen)


    Der Dichtstoff ist i.d.R. nur eine dünne Schicht oben auf der Fuge.

    Wird ein Dichtstoff in größerer Höhe eingebaut kann er sich nicht gut dehnen, weil die Dicke der Schicht zu große ist. Der Dichtstoff klebt dann großflächig an den beiden Seiten, deht sich nicht und reißt entweder ab oder er zieht eine der danebenliegenden Schichten mit - z.B. die Steinreihe.

    Gruß
    Holger
    --
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    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Kaltasphalt

    nein

    Verguß mit Heißbitumen.

    wäre eine möglichkeit

    Was ist mit eine Dehnfuge bei Einzeiler?

    blödsinn

    Hat hier jemand Erfahrung?

    ja

    manche machen hier eine dünne scheibe Styropor zwischen 2 steine,

    :wall:

    Dann könnte nach dem Schneiden z.B. auf Steinbreite abgeschalt werden und und mit sehr flüssigem Beton (Fließmittel/Verflüssiger, 8er Größtkorn)

    man kann sich auch einen knopf an die backe nähen ....


    ich würde einen fugenmörtel nehmen .in richtung :ARDEX: Fugenmörtel: ARDEX GK andere hersteller haben sowas auch.


    ist recht fluffig , füllt alle hohlräume aus , auch die im asphaltunterbau ......

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hallo Herr Wesweissich,

    das mit "die Knopf an die backe nähen" ist mir noch nicht klar wie es funktioniert. Haben Sie vielleicht ein Foto?

    OK, Spaß..

    Sie würden also die Fugenmörtel auch so weit reindrücken, dass die Lücken aus dem FrostschutzKiesunterbau, die beim Schneider von Aspahlt und Setzen von Randsteinen rausfallen, gefüllt werden???

    Würden Sie so auch eher die Grpßpflastersteine 15/17 setzen oder eher die 9-er ?

    DankeSchön!!

    Pawel

  • Achso und noch ein Frage: Warum ist Dehnungsfuge für Sie blödsinn?

    Einzeiler reißt dann unkontrolliert im Sommer, oder nicht? Vielleicht aber nicht so schlimm?


    Danke von Pawel

  • Pawel , dafür gibt es ja die Fugen zwischen den Steinen. Wenn die Richtig gemacht sind, dann braucht man nicht noch extra einen Dehnfuge. Wenn man natürlich die Fugen mit dem falschen Material verfugt, hat die Fuge keine Funktion mehr.

    Beim Fliesenlegen werden die Fugen ja auch mit (flex)Fugenmörtel verfugt und nicht mit Zementschlämme.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • auch so weit reindrücken,

    eben nicht. weil das zeug

    ist recht fluffig , füllt alle hohlräume aus

    läuft freiwillig in die fuge und den hohlraum . man sollte es nur nicht bei 35°C in der prallen sonne verarbeiten

    die verarbeitungsanleitung ist eigentlich recht verständlich und funktioniert ...


    das mit dem knopf geht eigentlich weiter : ...... und klavier dranhängen , dann weiss ich , wie schwer musik ist .:D


    und 9er spielzeugsteine nehme ich zum auspflastern (sehr) kleiner flächen und nicht als einfassung .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer