Asbestsanierung und Wohnen bleiben

  • Hallo,


    ich wohne gerade zur Untermiete. Meine Vermieter haben einen Wasserschaden. Dabei wurde Asbest gefunden (Fliesenkleber). Nun werden die ganzen Fliesen entfernt/ausgetauscht. Und ich frage mich wie groß die Belastung bei einer professionellen Entfernung ist. Könnt ihr mir da helfen? Ein Teil des Fliesenbodens ist schon offen da dir Küche ja entfernt wurde etc. Dabei war immer eine Folie um die Baustelle und auch ein Luftreiniger.


    VG


    Daniel

  • Nun - normalerweise wird für den Rückbau von asbesthaltigen Fliesenklebern (wirklich keramische Fliesen mit Zementkleber oder sogenannte Floor-Flex-Platten mit schwarzem asbesthaltigen Kleber) wie folgt vorgegangen:


    1. Einrichten Schwarzbereich (Trennung der zu sanierenden Fläche mittels Lattengerüst, Folie, Unterdruckhaltegerät, Personenschleuse)

    2.) Abschleifen bzw. Abstemmen des asbesthaltigen Klebers

    3.) Nach Beendigung der Arbeiten Feinreinigung des zu sanierenden Bereiches

    4.) Danach Sanierungsfreimessung um die Restfasermenge im Schwarzbereich bestimmen zu können

    5.) nach erfolgreicher Sanierung Freigabe des Sanierungsbereiches und Rückbau/Abbau der Baustelleneinrichtung


    Wenn es sich um die von mir angefragten Floor-Flex-Platten handelt dann kann aufgrund der Anwendung eines sogenannten "BT-Verfahrens" auf die Teile der Abschottung verzichtet werden, eine Sanierungsfreimessung ist dann auch nicht mehr erforderlich.

  • Hallo,


    danke schonmal für die Auskunft. Sicherlich kann man mir keine 100 Prozentige Antwort geben. Aber was würde man denn Klienten sagen wenn man selber Handwerker wäre: Sie können wohnen bleiben?


    Während der Bauarbeiten bin ich nicht da (tagsüber).


    Danke und VG


    Daniel

  • Es gibt für Asbest keine Echtzeitmessung. Beratung würde genau so laufen: Messung!.

    Bei Panik muss man halt ausziehen (Hotel o.ä.), darf aber nicht auf Kostenerstattung hoffen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Die zulässige Konzentration von 500F/m3 nach Sanierung bewegt sich im Bereich der Hintergrundbelastung bzw. deren Schwankung. Während der (fachgerechten) Sanierung besteht durch Unterdruckhaltung ein gerichteter Luftstrom in den Schwarzbereich, so dass keine Fasern nach außen gelangen.

    Natürlich muss der betreffende Bereich leergeräumt werden. Von daher kann es in einer Wohnung eng werden.

    Ansonsten kein Grund zu Beunruhigung.

  • Wen meinst Du mit "Klienten"?

    Ich wollte mich nur erkundigen wie ein aufklärendes Gespräch aus Expertensicht abläuft. Meine Vermieter betonen dass es kein Problem gibt. Dass die das glauben glaube ich auch.


    Also bisher sah das professionell aus. Es wurde mit Folie abgeklebt und es lief eine Maschine. Aber das kann auch der Trockenlegung der Wand gedient haben.


    Auf jeden Fall bin ich jetzt etwas beruhigt.