Balkontüranschluss korrekt?

  • Hallo :)


    hier erstmal ein paar Eckdaten:

    Mietwohnung, 1. OG, Baujahr 1977, zweischaliges Mauerwerk

    Fenster sind erst ein paar Jahre alt, Kunststoff, Rolläden davor


    Wir sind vor einem Jahr in diese Wohnung eingezogen, nun ist mir vor Kurzem zufällig aufgefallen,

    dass der Anschluss des Rahmens der Balkontüren zum Mauerwerk/ Balkon nicht abgedichtet ist.

    Dort ist lediglich ein Schaum unter dem Rahmen, der porös ist und wo ich locker mit einem Zahnstocher von innen nach außen durchkomme. Außerdem sind die Anschlüsse ans Mauerwerk im unteren Bereich nicht abgedichtet und die Bitumen (?) Dichtung rundherum ist rissig.

    Von innen sieht man, dass unterhalb des Rahmens.. nix ist.

    Meine Hausverwaltung ist extra her gekommen um das zu begutachten, hat aber bei Allem erstmal abgewunken - wär nicht schlimm. Erst als ich erwähnte ich komme unten mit einem Holzstab durch, hat man dem Hausmeister jetzt den Auftrag gegeben den Schaum draußen zu erneuern und das Blech korrekt davor zu setzen. Der Bitumen soll wohl auch erneuert werden.

    Aber reicht das wirklich aus? Die Luftfeuchtigkeit innen, unten an der Balkontüre ist teilweise über 70% (je nach Wetter) und damit weit über der Luftfeuchtigkeit 2m weiter auf 40cm Höhe (TV Bank).


    Liebe Grüße

    Nina

  • Neben dem von Dir schon erkannten Problem mit der Luftdichte gibts noch (die ungelösten) Themen - Lastabtragung. Abdichtung (evtl.). Das sind aber keine Themen für DIY - weder in der Mietwohnung noch sonstwo

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Neben dem von Dir schon erkannten Problem mit der Luftdichte gibts noch (die ungelösten) Themen - Lastabtragung. Abdichtung (evtl.). Das sind aber keine Themen für DIY - weder in der Mietwohnung noch sonstwo

    Hallo,

    Danke schonmal.

    Ich möchte hier auf keinen Fall etwas selber machen. Geht mir darum ob ich bei meiner Hausverwaltung nochmal anklopfe und mich nicht mit "neuer Schaum vom Hausmeister" zu Frieden gebe.

  • Du bist als Mieter sicherlich verpflichtet Schäden in deiner Wohnung zu melden, damit diese beseitigt werden können und nicht zu weiteren Schäden führen. Das hast Du nun getan. Wie die Hausverwaltung das angeht, ist ihre Sache. Wenn sie mit ihrem Tun der Immobilie eher schaden und so den Wert mindern, ist das ihr Ding. Du bist mit der Meldung raus aus der Sache.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Du bist als Mieter sicherlich verpflichtet Schäden in deiner Wohnung zu melden, damit diese beseitigt werden können und nicht zu weiteren Schäden führen. Das hast Du nun getan. Wie die Hausverwaltung das angeht, ist ihre Sache. Wenn sie mit ihrem Tun der Immobilie eher schaden und so den Wert mindern, ist das ihr Ding. Du bist mit der Meldung raus aus der Sache.

    Hallo,

    ja da hast du auf der einen Seite Recht...

    Aber die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer ist immer um die 60%, das Laminat hat sich in dem Jahr extrem ausgebreitet..

    sodass ich da die Befürchtung habe es zieht Feuchtigkeit durch das Mauerwerk unter und neben der Balkontüre.

    Das Wasser auf dem Balkon läuft nicht ordnungsgemäß ab (zu hohe Außenkante), Fliesen haben durchgehende Sprünge und die Fugen sind kaputt.. sodass auch hier Feuchtigkeit in das Bauteil zieht.

    Ich finde nicht, dass ich als Mieterin mit Feuchtigkeit und höheren Heizkosten leben muss.

  • Den Einfluss auf die Heizkosten kann man vergessen, aber Feuchtigkeit ist ein Thema, vor allen Dingen wenn es zu Schäden an Deinem Eigentum kommt (wobei es neben materiellen Schäden auch die Möglichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigung gibt, darauf deutet bisher aber noch nichts hin).

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  • Das ist völlig richtig.

    Ich dachte weniger an die Luftfeuchtigkeit, sondern an die Befürchtung


    sodass ich da die Befürchtung habe es zieht Feuchtigkeit durch das Mauerwerk unter und neben der Balkontüre.

    Wenn Wand/Boden durch Wassereintritt von außen durchfeuchtet ist, dann kann das zu Schäden führen die für einen Mieter nicht hinnehmbar sein müssen.

    Dazu muss geklärt sein, woher die Feuchtigkeit kommt (Thema Kondensat).

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  • Sicher richtig. Aber jetzt muss er erst mal abwarten wie weit die Maßnahmen des Vermieters wirken. Als Mieter wird man vom Vermieter prinzipiell nicht ernst genommen, auch wenn man in der Branche steckt. Also erst mal den Vermieter machen lassen und dann gucken wie es weiter geht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ok, Danke, dann lass ich sie machen und warte ab.

    P.S.: Im Zimmer meines Sohnes sind übrigens meist um die 66/67% Luftfeuchtigkeit, finde ich jetzt nicht mehr so normal. Zumal auch beim Lüften das immer nur sehr langsam runter geht. Dann vielleicht auf 56% und danach direkt wieder hoch. Im Wohnzimmer gehts runter und bleibt dann auch unten. Aber anderes Thema, ich schaue ob sich was ändert und sehe dann weiter.

  • P.S.: Im Zimmer meines Sohnes sind übrigens meist um die 66/67% Luftfeuchtigkeit, finde ich jetzt nicht mehr so normal.

    Hängt auch von der Größe des Zimmers ab. Wenn beispielsweise 2 Personen in einem relativ kleinen Schlafzimmer schlafen, dann kann die rel. Luftfeuchtigkeit über Nacht problemlos deutlich über 70% gehen, vor allen Dingen im Sommer.

    Nebenbei bemerkt, die Messung der rel. Luftfeuchtigkeit mit den üblichen Thermometern/Hygrometern ist mit hohen Toleranzen behaftet. Die angezeigten 66% könnten sogar "echte" 60% sein, die Dinger sind also ziemlich ungenau, auch wenn in den Datenblättern oft etwas anderes steht.


    Hat man einen Verdacht, dass Feuchtigkeit von außen in den Raum eindringt, dann müsste man die Feuchtigkeit der Wände, Fensterleibungen usw. messen, und zwar nicht nur überflächlich.

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  • Hängt auch von der Größe des Zimmers ab...

    Nebenbei bemerkt, die Messung der rel. Luftfeuchtigkeit mit den üblichen Thermometern/Hygrometern ist mit hohen Toleranzen behaftet...

    Zimmer ist 15qm und eine Person.

    Das die normalsterblichen Hygrometer nicht unbedingt exakt sind ist mir klar, habe 3 verschiedene Modelle nebeneinander stehen und die zeigen mir heute morgen alle zwischen 66-69%. Heißt natürlich auch nix, ist für mich halt nur ein Indiz das es eventuell etwas feucht sein könnte.

    Es gab vor ca 2,5 Jahren einen Wasserschaden in dem Zimmer, Heizungsrohr oder so war wohl undicht, geplatzt.. war vor unserer Zeit und soll angeblich alles trocken sein.

    Solange ich keine feuchten Stellen habe wird mein Vermieter eher niemanden vorbei schicken um zu messen ob alles ok ist.

    Aber alles gut, ich harre der Dinge die da kommen und sehe das jetzt entspannter: ich habe es gemeldet, ich lüfte regelmäßig (ehrlich gesagt noch nie soviel gelüftet in meinem Leben wie in diesem Zimmer) und ich werde ein Auge drauf haben ob sich irgendwo Feuchtigkeit oder Schimmel bildet.

    Danke nochmal an Alle :)

  • zeigen mir heute morgen alle zwischen 66-69%.

    Heute Morgen ist die Außenluft bei uns sehr feucht, es hat seit ca. 04:00 Uhr geregnet.


    Die rel. Luftfeuchtigkeit in Räumen steigt während der Nacht stark an. Eine Person produziert über die Atemluft während einer Nacht (8h) ca. einen Viertel Liter "Flüssigkeit".


    Nehmen wir einmal an, der Raum mit 15m² und einer typischen Raumhöhe von ca. 2,5m, hätte eine Lufttemperatur von 20°C bei 50% rel. Luftfeuchtigkeit. In der Luft von 37,5m³ befinden sich somit 322gr an Feuchtigkeit.

    Nun kommen während der Nacht noch einmal 250gr hinzu. Das wären dann pro m³ satte 15,26gr.

    Luft kann bei 20°C maximal 17,3gr/m³ aufnehmen (entspricht 100% rel. Luftfeuchtigkeit).


    Die rel. Luftfeuchtigkeit in diesem Raum müsste theoretisch auf 88% (bei konstanter Temperatur von 20°C) ansteigen. Dieser Wert wird in der Praxis aber nicht erreicht weil kein Raum absolut luftdicht ist. Die "natürliche" Lüftung (Undichtigkeiten) sorgt immer für einen mehr oder weniger geringen Luftaustausch.

    Hinzu kommt, dass Bauteile im Raum kälter sein können als der Taupunkt (im obigen Fall ca. 18°C), und es dort zu Kondensat kommt.


    d.h. die von Dir gemessenen 66% sind plausibel. Sie sind deutlich geringer als das was theoretisch (bei einem luftdichten Raum) möglich wäre.


    Falls Du auch während der Nacht die rel. Luftfeuchtigkeit reduzieren möchtest, dann musst Du für einen erhöhten Luftwechsel sorgen. Das funktioniert praktisch nur über eine kontrollierte Lüftung (Lüftungsgerät), schließlich kann man während der Nacht nicht jede Stunde die Fenster öffnen.

    Wie gut so eine Lüftung dann funktioniert hängt auch von den Außenbedingungen und der Funktionsweise ab. Wenn es draußen schon 80% bei sagen wir mal 15°C hat (ca. 10gr pro m³), dann wird es schwieriger, damit für eine trockenere Luft im Schlafzimmer zu sorgen.

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  • Das die normalsterblichen Hygrometer nicht unbedingt exakt sind ist mir klar, habe 3 verschiedene Modelle nebeneinander stehen und die zeigen mir heute morgen alle zwischen 66-69%. Heißt natürlich auch nix, ist für mich halt nur ein Indiz das es eventuell etwas feucht sein könnte.

    Die obere Grenze der rel. Luftfeuchte für eindeutig gefühlte Behaglichkeit in Räumen liegt temperaturabhängig bei Nordeuropäern zwischen 65 und 70 % relativer Feuchte. Insofern sind knapp 70 % nicht per se kritisch.


    Wenn man die von R.B. angesetzte Abgabe von 250 ml Wasser / Nacht (bzw. / 8 h) an die Raumluft betrachtet, ist noch zu bedenken, dass jetzt im Herbst tagsüber die Temperatur der Außenluft noch relativ hoch ist und diese deshalb beim Lüften tagsüber mitunter mehr Feuchte hereinbringt, als abtransportiert. Am Ende des Winters tritt meist der gegenteilige Effekt ein: Unangenehm trockene Luft reizt die Augen.


    Wenn kontrolliert werden soll, ob Tauwasser ausfällt, kommt es allerdings auf die niedrigste Oberflächentemperatur im Raum an. Zur Kondensation an kalten Oberflächen kommt es, sobald der sog. Taupunkt unterschritten wird. Das passiert typischerweise aber dann, wenn die Außentemperatur am niedrigsten ist, also in den Nächsten des Januar / Februar. Dann sollte erneut gemessen werden und das mit Präzisionsgeräten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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