Photovoltaik Diskussion

  • Wirst Du nur einspeisen oder auch selbst nutzen/ speichern?


    klar Einspeisen. Eine Anlage in einer Größenordnung die sich lohnt, die Energie bekommst du im Sommer nicht weg.. Und die ~10Cent Vergütung schreiben dir die Anlage sozusagen ab, und mit dem Eigenverbrauch (Ersparnis von 25Cent) macht man die Rendite.


    Ich strebe eine Anlage an, die meinen Haushalts- und Heizstrom im Jahresmittel produziert und noch etwas mehr.. Damit bin ich dann bilanziell autark, real natürlich nicht, der Saisonspeicher fehlt.

    Da gibts ein System, aber der Preis.. aus technischer Sicht toll, aber absolut unrentabel.


    Batteriespeicher sind im häuslichen Bereich fern von jeder Wirtschaftlichkeit. Unter idealen Bedingungen kommt man auf Kosten von ca. 20Cent pro kWh aus dem Speicher (Total Cost Ansatz) Zuzüglich 10Cent entgangener Gewinn durch die Einspeisung bist du bei 30 statt 25 bei Bezug durchs Netz.

    "Kostenlose" Energie von der PV gibts zwar schon (70% Kappung) aber die reicht nicht.


    Ich sehe den Batteriespeicher aktuell maximal für (EFH-)Anlagen sinnvoll, die aus der EEG-Vergütung fallen und nur noch Börsenpreis von 5Cent bekommen. Da wird es mittlerweile gerade so wirtschaftlich.


    Aktuelle Planungen bzgl CO2 Steuer, bei der manche auch von "Öl teurer, Strom billiger" reden, kann das natürlich wieder ändern. Und nächstes Jahr ist auch erstmal Schluss mit PV-Förderung, wenn nicht die Grenze erhöht oder ein Neues Programm aufgelegt wird.

    Sollte da nichts passieren, werden reihenweise Solarteure Pleite gehen - daher mag ich nicht so recht dran glauben.

  • Bei uns ist es eine Auflage. Wir haben Gasheizung mit KWL und somit haben wir etwas erneuerbares (komischer begriff....da war kein Physiker dabei) benötigt.

    Ich werde (wegen Doppelstehfalzdach) mein Carport mit PV versehen. Aktuell tendiere ich zu einer PlugIn-Variante, da hier mein Elektriker (macht selbst kein PV) nur die speziellen Steckdosen setzen muss und ich den Rest selbst erledigen kann. Da kosten mich 10kWp (ich muss ca. 4kWp) knapp 7k€ plus Aufständerung.

  • 10kW über Einspeisedosen?

    Willst Du da ein halbes Dutzend setzen lassen? 3 Endkreise auf 3 Außenleitern?


    Höchst ungewöhnlich und vom Aufwand nicht geringer als eine Leitung in die nächste UV oder den Zählerschrank zu ziehen.

    Bei der Anmeldung wird auch nichts gespart.

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  • wenn mein Flachdach (Garage) nicht so stark verschattet wäre, hätte ich das schon voll... Da könnte man die ganze Montage selbst machen. Keine Haken, kein Gerüst, nur Aluprofile und Balast.


    Ich müsste es fast mal rechnen, ob nicht die Ersparnis bei der Montage die Verschattung ausgleicht.

  • Ich hab am Carport ca 50qm Platz

    Das reicht aber nicht für 10kW.



    bzw. wird angeboten

    Vorsicht. Es werden viele Dinge angeboten, denn verkaufen kann man (fast) alles. Ob Du das Zeug dann in Betrieb nehmen kannst bzw. darfst, das muss den Verkäufer nicht interessieren.


    Leonberg, das ist EnBW Land (bzw. Netze BW). DIe leben diesbezüglich noch im Mittelalter.

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  • OK. Dann kann man die Erträge und den Eigenverbrauch (50%) besser einschätzen.


    Anlagen in Deiner Region erreichten gestern durchschnittlich zwischen 5 und 6kWh/kWp, das wären also für Deine Anlage ein Ertrag irgendwo zwischen 27kWh bis 33kWh über den gesamten Tagesverlauf (der Dank vieler Sonnenstunden schön gleichmäßig war).


    Ich wüsste jetzt nicht, wofür ich, trotz Home-office. diese Menge an Strom verbrauchen könnte.


    Mein "Mehr"verbrauch pro TAG durch Home-Office (10h/d):


    1. Wasser 20-25 Liter

    2. Strom 1,5-2kWh

    3. Heizung ca. 10kWh


    Pos 2. macht sich kaum bemerkbar, da ich zuhause nur Büroarbeit erledige. Bisschen PC, Monitore, ab und zu Drucker, und an wenigen Stunden ein bisschen Licht.


    Pos. 3 ist im Moment schwer zu beurteilen, da es relativ warm ist. Ich habe die Heizzeiten und Zeiten für die WW-Erzeugung nicht geändert. Dadurch kann es sein, dass es am Vormittag im Büro geringfügig kühler ist, aber das spielt keine Rolle. An sehr kalten Wintertagen macht es sich aber bemerkbar. Meine Heizung geht um 08:00 Uhr schlafen und wacht um 12:00 Uhr auch. Dann läuft sie durch bis Mitternacht und schläft dann wieder bis 03:00 Uhr. Müsste man hier PV Erträge verheizen, dann würde man die Zeiten etwas anders wählen.

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  • also WaMa und Trockner, Essen kochen, etc.

    Sorry, ich dachte Dir ging es um den Mehrverbrauch (höherer Eigenverbrauch) durch "Home-Office", und da spielen solche Faktoren, wie WaMa ja keine Rolle.


    Geht es Dir um den kompletten Eigenverbrauch, dann musst Du noch mehr Zahlen liefern, oder es bleibt nur zu schätzen, wie ich es oben mit dem Ertrag getan habe. Für Deinen Fall, geschätzt min. 2kWp zwischen 09:30 Uhr und 17:00 Uhr, in der Spitze um 13:00 Uhr ca. 4,5kWp. Ertrag über den gesamten Tag ca. 30kWh (+-3kWh).


    Zum Vergleich, mein kompletter Stromverbrauch inkl. Home Office belief sich in der Woche 29.03.2020 - 05.04.2020 auf durchschnittlich 9,3kWh pro Tag (inkl. Stromverbrauch für die Heizung, Ölbrennwerter, Pumpen usw.). Für die aktuelle Woche stehe ich bei 9,1kWh pro Tag. Im Hochsommer sind es auch mal nur so 6-7kWh pro Tag, und wenn an manchen Tage gar nicht gekocht, sondern draußen gegrillt wird, sind es noch weniger.


    Um nun Deine 50% zu erreichen, müsste ich geschätzt 15kWh tagsüber verbraten. Ich wüsste im Moment nicht, wie ich das machen sollte. 2-3kWh könnte ich für die WW-Erzeugung verbrauchen, und an den wenigen Übergangstagen mit Heizbetrieb noch ein paar kWh um das Haus mit einer WP zu heizen. Der ganze Rest spielt kaum eine Rolle. Kühl-/Gefriergeräte zusammen in 24h ziemlich genau 750Wh (relativ konstant über den Tag/24h verteilt), Kameras und der ganze Kram kommt im Sommer zusammen auf 250-300Wh max., und die restlichen standby Verbraucher summieren sich auf unter 1kWh in 24h.


    Wie Du siehst, gibt es gewaltige Unterschiede von Haushalt zu Haushalt. Deswegen habe ich oben nach mehr Zahlen gefragt.

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  • Sorry, ich dachte Dir ging es um den Mehrverbrauch (höherer Eigenverbrauch) durch "Home-Office", und da spielen solche Faktoren, wie WaMa ja keine Rolle.

    Natürlich tun sie das. Nicht Mehrverbrauch als absoluter Wert, sondern Anteil des Verbrauchs, der von PV geliefert werden kann.

    Wer sonst normalerweise tagsüber nicht zu Hause ist, kann auch (ohne weitere Automatisierung) nicht einfach die Betriebszeiten von WaMa/Trockner in die ertragreichen Sonnenstunden legen. Ist man sowieso zu Hause, geht das problemlos. Und Kochen tut man vielleicht auch eher mittags statt abends nach Büroschluss.

  • Na gut, wenn ich von mir ausgehe, dann spielt das keine Rolle. Bei mir wird nicht Nachmittags gekocht, nur weil ich zuhause bin, denn ich esse nicht gerne alleine, und auch keine Wäsche gewaschen, nur weil ich da bin. Mag ja sein, dass der AndreR das anders handhabt.


    Ich habe gerade mal nachgeschaut. WaMa + Trockner liegt bei uns zwischen 500Wh und 3,2kWh pro Woche. Wir hatten Anfang März mal eine Woche mit 6,5kWh pro Woche, wobei ich noch nicht weiß, wodurch dieser Ausreißer verursacht wurde. Auch die 500Wh kommen mir etwas gering vor, vielleicht lief das nur einmal ein Kurzprogramm, oder was weiß ich.

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  • Wieviel kWh hat die Anlage erzeugt, wieviel habt ihr davon verbraucht, wieviel habt ihr vom Versorger bezogen?

    9,3 kWp Anlage (4,65 Süd, 4,65 West)





    Und was mich schon wieder tierisch anpisst, ist der Verbrauch von ca. 80W über mehrere Phasen der WP (orange). Da schaltet das Scheißteil bei 20° Außentemperatur die Kondensatwannenheizung ein. :wall::wall::wall:

    Trotz Sommerbetrieb - HK Pumpe ist aus.