Warm- und Kaltwasser bei Dusch-Drehthermostat vertauscht - was nun?

  • Hallo miteinander,


    unser Sensationsbau liefert ja beinahe wöchentlich neue Probleme und Mängel.


    Jetzt ist mir aufgefallen, dass sowohl im Kinderbad als auch im Gästebad der Warm-/Kaltwasseranschluß der Dusche wohl vertauscht wurde, da es beim Drehen nach links zwar wärmer wird - aber auf dem Drehknauf rot/warm eigentlich rechts ist.

    Das ist bei beiden Armaturen der Fall - was mir leider erst jetzt - nach drei Jahren - aufgefallen ist. In der Elterndusche wird die Wassertemperatur digital eingestellt - da stimmt es, daher hab ich es nicht gemerkt...


    Wir waren nach dem Einzug erstmal damit beschäftigt, die verdreht eingebauten Einhebel-Mischbatterien im Elternbad drehen zu lassen! Hat natürlich niemand bemerkt - der Architekt auch nicht, weil er, wie er damals gesagt hat, sowas noch nie geprüft habe...


    Nun gut - jetzt stellt sich mir die Frage, was wir jetzt tun sollen - gefallen tut mir das nicht - vor allem nicht bei dem Preis der Duschen!


    Bezahlt ist die Rechnung natürlich schon.

    Analog zu unseren anderen Themen stellt sich die Frage, ob es eine förmliche Abnahme gab oder ob ich es durch "Gebrauch" abgenommen habe.

    Wäre das ein Mangel, den es zu beseitigen gilt - oder muss ich jetzt damit leben, dass bei uns die Duschen warm werden, wenn man gegen den Uhrzeigersinn dreht?

    Oder gäbe es zur Not noch eine andere technische Lösung, die es uns erspart, die Fliesen von der Wand zu demontieren, was bei einer Plattengröße von 2,50 x 1,00 kein Vergnügen ist - rein kostentechnisch meine ich...

  • Sind das wirklich Thermostatarmaturen?

    Kann ich mir bei der Beschreibung nur schwer vorstellen.

    Die namhaften Hersteller haben Pfuscherkartuschen für vertauschte Anschlüsse. Mängelrüge dürfte erfolgreich sein.

    Hast Du schonmal geprüft, ob Eure WC mit warmen Wasser spülen?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • LINKS ist wie auch bei den Waschtischarmaturen IMMER Warm.


    Daher ist enweder die Warnhenehmung verspiegelt oder der Griff falsch montiert.... Ich tendiere zum zweiten teil.

    Aber als Mangel nicht sehr verwertbar, da die Armaturen problemlos verwendbar sind....seit drei jahren.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Nein - WC zum Glück mit Kaltwasser - aber den Luxus hatte ich auch schon mal in einer Eigentumswohnung - hab mich schon damals gewundert/gefreut, woher das sanfte warme Gefühl kommt, wenn man die Spülung betätigt hat. Das hat dazu geführt, dsas wir jetzt eine Toilette mit "Dusche" haben. Aber das ist ein anderes Thema...


    Ich weiß nicht, ob ich das richtige Wort dafür habe:


    Aber es steht IMO UP-Thermostat, 2-Wege Mengenregelung auf der Liste.


    Ja, das mit den Waschbecken glaub ich schon - das stimmt - aber dann hat irgendwie die Firma Dor....cht. da was falsch gemacht. Weil auf dem Drehrad rechts "+" steht und links "-" - was auch irgendwie wieder logisch wäre...


    Ja, ich weiß schon - ging drei Jahre gut - weil ich nie darin geduscht habe...

  • Daher ist enweder die Warnhenehmung verspiegelt oder der Griff falsch montiert.... Ich tendiere zum zweiten teil.

    Es gibt mindestens noch eine dritte Möglichkeit, die ThomasMD bereits andeutete: Warmwasser liegt rechts und Kaltwasser links an. Deshalb die Frage nach dem WC.

    Aber als Mangel nicht sehr verwertbar, da die Armaturen problemlos verwendbar sind....seit drei jahren.

    Auch wenn sich dieser Glaube bei Handwerkern hartnäckig hält: Ein Mangel muss in der Gewährleistungszeit angezeigt und seine Beseitigung eingefordert werden. Auch, dies erst am letzten Tag vor Fristablauf zu tun, macht den Mangel nicht kleiner oder weniger kritisch. Insofern ist zumindest das kein Hinderungsgrund, die Mangelbeseitigung einzufordern!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wenn es Thermostatarmaturen sind und die falsch angeschlossen wären, wäre eine Gradeinstellung unmöglich, da das innenleben kontroproduktiv darauf reagiert. Ergo: Entweder der Griff falsch montiert, Herstellerfehler oder die gesamte Armatur (Unterputz) verdreht eingebaut.


    Ein Mangel muss in der Gewährleistungszeit angezeigt und seine Beseitigung eingefordert werden. ...

    und ich schrieb "nicht SEHR verwertbar";)

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Ich darf ja hier keine Produktnamen oder so nennen? Oder? Dann könnte ich ja gleich sagen, um welches Produkt es sich handelt.


    Und ja, das Problem ist ja, dass es aufgrund der wohl etwas konfusen Temperaturregelung jetzt dazu geführt hat, dass meine Kinder nicht mehr im Kinderbad duschen wollen.

  • Und: Nein, ich hatte das als Architekt nicht überprüft, ob da nicht zufällig warmes Waser im Spülkasten landet.

    Wenn nicht beauftragt.....das gehört doch sicherlich zur LPH10, inkl. probesitzen und so.;)

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  • Und: Nein, ich hatte das als Architekt nicht überprüft, ob da nicht zufällig warmes Wasser im Spülkasten landet.

    Musst Du ja auch nicht, TGA ist ja keine beauftragte Leistung.

    ...das gehört doch sicherlich zur LPH10, inkl. probesitzen und so.;)

    Nö, eben nicht, wird aber trotzdem immer erwartet ...

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Hallo, also wie gesagt, die Toilette ist richtig angeschlossen - da hatte ich auch nichts Übermenschliches vom Architekten erwartet.

    In wieweit die korrekte Montage von Leitungen etc. zu den Leistungsphasen 1-9 gehört kann ich nicht beurteilen - hätte aber erwartet, dass man mir das zumindest mitteilt - im Sinne von: Achtung: da schauen wir nicht drauf. Allerdings wäre es dann auch wünschenswert, wenn die Kosten die das Sanitärunternehmen dafür berechnet hat auch nicht den anrechenbaren Kosten zugeschlagen wird. Einerseits soll ich also Honorar dafür bezahlen - andererseits kommt da keine Leistung für mich dabei raus? Wirklich?

  • Die Frage ist natürlich:


    1. gehört es überhaupt zu den Leistungen des Architekten? Gem. HOAI gehört es nicht dazu, wird auch nicht entlohnt (dennoch gehen die TGA-Gewerke in die honorarfähigen Kosten. Das hat auch insoweit Sinn, weil der A. ja nicht nichts damit zu tun hat, sondern sehr wohl die TGA koordinieren und in seine Pläne einpflegen muss). Dem A. fehlt auch die Wissenstiefe um TGA so zu überwachen/ beurteilen, wie es ein Fachmann könnte. Ein A. ist ein Generalist. Er muss entwerfen können (= ein bisschen Künstler), er muss sollte konstruieren können (Techniker), er muss kalkulieren können (Kaufmann), er muss sich in Baurecht auskennen und er sollte theoretisch besser informiert sein, als die Handwerker(/ Handwerksmeister der 15 Schlüsselgewerke. Das geht natürlich nicht!

    Insofern ist TGA, was dann nochmals zum teil hochkomplex ist (zB Thema Heizungstechnik), wirklich nicht die Kernkompetenz des A.


    2. Darüber sollte der Bauherr natürlich informiert worden sein!


    3. IdR macht der A. ja TGA irgendwie mit, koordniert die Handwerker, schaut drauf was, wie gemacht wird, plant auch Deckendurchbrüche und Trassen mit. Sicher aber keine LVs, sondern (im EFH-Bereich!) dann Angebote der Firmen.


    4. Ja...man kann so etwas bemerken, man kann es aber auch übersehen. (Ich wäre seinerzeit auch nicht auf die Idee gekommen, dass der Sani die WW-Leitung an den Spülkasten anschließt. Man darf von einer Fachfirma auch eigenverantwortliches Arbeiten erwarten.)


    5. Es ist unzweifelhaft ein Mangel, der aber zu beheben ist. Dem A. würde ich daraus jetzt wirklich keinen Strick drehen. Zumal: Wieso sollte hier der A. "schuldig" sein? Erstmal würde ich die "Schuld" beim Verursacher suchen.

  • ... da hatte ich auch nichts Übermenschliches vom Architekten erwartet.

    "übermenschlich" sind diese Leistungen (Dusche aufdrehen, Warmwasser ins Hanswaschbecken laufen lassen) nun auch nicht, nur eben in ca. 99 von 100 Fälle nicht beauftragt.

    In wieweit die korrekte Montage von Leitungen etc. zu den Leistungsphasen 1-9 gehört kann ich nicht beurteilen

    Sie sind definitiv keine Grundleistung nach HOAI und damit auch im Regelfall nicht vertraglich vereinbart. Die HOAI ist übrigens zum größten Teil nicht besonders schwer zu lesen und zu verstehen.

    ... hätte aber erwartet, dass man mir das zumindest mitteilt - im Sinne von: Achtung: da schauen wir nicht drauf.

    Das wäre sinnvoll gewesen, wird aber von Bauherrn nicht gerne gehört ("Dann machen Sie das halt "so" mit!").

    Allerdings wäre es dann auch wünschenswert, wenn die Kosten die das Sanitärunternehmen dafür berechnet hat auch nicht den anrechenbaren Kosten zugeschlagen wird.

    Doch, das sieht die HOAI (in definierten Grenzen) genau so vor.

    Einerseits soll ich also Honorar dafür bezahlen - andererseits kommt da keine Leistung für mich dabei raus? Wirklich?

    Ja, das gibt die HOAI, mit gewissen Grenzen) so vor. (inhaltliche Erklärung: Koordinierung der "fremden" Leistungen für die anderen Gewerke.)


    Doch das rechtfertigt nicht die insgesamt mangelhafte Leistung Deines Architekten.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ja, das gibt die HOAI, mit gewissen Grenzen) so vor. (inhaltliche Erklärung: Koordinierung der "fremden" Leistungen für die anderen Gewerke.)

    aber so ein bisschen ungerecht ist das schon, oder?

    Die Technikkosten (gern mal 25% der Gesamtbaukosten) werden ja allen LP zugeschlagen, oder?

    In LP1-4 z.B. ist jetzt der Koordinationsaufwand für die anderen Gewerke doch eher überschaubar

  • Naja, wollte an dieser Stelle ja auch nicht den Architekten in die Verantwortung nehmen - sondern eher klären, inwieweit das - auch drei Jahre nach Bezug noch zu melden ist.


    Abnahmen hat es ja mit den Unternehmen - entgegen des Vertrages nicht gegeben. Der Handwerker ist auch schon informiert - mal sehen, was da kommt.


    Es ist für mich dennoch nicht zu verstehen, welche schier unendliche Liste von Problemen sich wie eine Perlenkette aneinander reiht.

    Viele Aspekte habe ich hier gar nicht ausgebreitet - wie z.B. einfache Netzwerkleitungen statt Duplex; fehlerhafte Fassadendämmung an Terrassenunterseite; Kostenmehrungen durch Nachträge in beinahe allen Gewerken, da essentielle Leistungen/Maßnahmen schlicht nicht geplant waren; Gerüstmiete für 9 Monate über Winterpause hinweg mit Begründung "vielleicht geht ja im Januar was..."; Mauerbacken 1m zu lang - an anderer Stelle 50cm zu kurz; rechte Winkel sind sowieso ein Fremdwort und laut Architekt noch nie von ihm geprüft worden;...


    Zurück zum Thema:


    Wie gesagt, hoffe, dass man es durch ein technisches Umbauteil gelöst bekommt.


    Hab´ heute früh mal in der Elterndusche geschaut - die ist ja digital - da muss man das Rädchen aber auch im Uhrzeigersinn drehen, damit es wärmer wird. Scheinbar ist das so "standardisiert" - obwohl - wie oben geschrieben, der Warmwasserhahn immer links zu finden ist...

  • aber so ein bisschen ungerecht ist das schon, oder?

    NEIN - Die Bauleitung muss ja die Vorgaben des TGA Planers einarbeiten (z.B. Dachaufbauten bei B-Plan Höhenbegrenzung einplanen/prüfen, Leitungstrassen einplanen, Durchbrüche berücksichtigen, Räume für die TGA schaffen, usw.)

    Warum sollte er das ohne Honorar tun?


    Auch Deine interpretation der TGA Kosten und deren Anrechnung beim Honorar ist schlicht falsch.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • In LP1-4 z.B. ist jetzt der Koordinationsaufwand für die anderen Gewerke doch eher überschaubar

    In LP 1 - 4 machst Du Dir als Architekt sehr wohl Gedanken was für eine Haustechnik reinkommt, wieviel Platz diese benötigt und wo man diese am besten einbaut (Technikraum, Hausanschlussraum). Du planst Deine Bäder nach Möglichkeit so, dass kurze Installationswege entstehen (= Bäder übereinander, Nähe Installationsschacht), planst Deine Installationsschächte nach Möglichkeit so, dass diese durch Nebenräume führen usw. usf.


    Auch fütterst Du Deinen Bauherren mit Zahlen (Kosten), die natürlich auch die Haustechnik beinhalten. Du holst Dir Kanalauskünfte/ Spartenpläne, berätst den BH im Rahmen deiner Möglichkeiten über die verschiedenen Arten der Beheizung (FBH/ konv. HK; WP/ Holzpellts/ Gas/…).


    Ich denke sehr wohl, dass der Architekt auch in LP 1 - 4 sehr viel zu leisten hat, was die Hautechnik anbelangt.


    Koordinieren tust da natürlich noch nichts. Ich koordiniere in der LP 1 - 4 auch andere Gewerke nicht.

  • aber so ein bisschen ungerecht ist das schon, oder?

    "Gerechtigkeit" ist ein sehr großes Wort, zumal es ja sogar das Rechtssystem allein schon oft nicht als "gerecht" erlebt wird. Ich finde die Preise von Handwerkern und Zahnärzten mir gegenüber auch oft "ungerecht" hoch. Aber das war jetzt nicht die Frage.

    aber so ein bisschen ungerecht ist das schon, oder?

    Nein, ganz klar, nein. Die Integration und Koordination der TGA stellt einen erheblichen Planungsaufwand dar.

    Die Technikkosten (gern mal 25% der Gesamtbaukosten) werden ja allen LP zugeschlagen, oder?

    Ja.

    In LP1-4 z.B. ist jetzt der Koordinationsaufwand für die anderen Gewerke doch eher überschaubar

    Nein, das ist sie in der Entwurfsphase nicht. (Bevor jetzt wieder die Diskussion über die Honorarsätze der HOAI anfängt: Nein, ohne die wird es - bei mir - auch nicht billiger.)

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Auch fütterst Du Deinen Bauherren mit Zahlen (Kosten), die natürlich auch die Haustechnik beinhalten. Du holst Dir Kanalauskünfte/ Spartenpläne, berätst den BH im Rahmen deiner Möglichkeiten über die verschiedenen Arten der Beheizung (FBH/ konv. HK; WP/ Holzpellts/ Gas/…).


    Ich denke sehr wohl, dass der Architekt auch in LP 1 - 4 sehr viel zu leisten hat, was die Hautechnik anbelangt.

    Hahaha - also über Heizung etc. wurde Seitens des Architekten kein Wort verloren! Habe ich mir alles selbst zusammenlesen müssen.


    Egal - es soll ja jetzt hier nicht um die Architektenleistung gehen - sondern vielmehr um die Arbeit des Sanitär-Unternehmens.


    Am Rande möchte ich aber dennoch sagen, dass die ganze Regelung/HOAI dann für den Alltag unzureichend ist und auch erklärt, weshalb es allenthalben Probleme auf den Baustellen gibt. Dem Bauherren - vor allem den privaten - wird der Eindruck gemacht, man kaufe sich im Rahmen der Beauftragung eines Architekten die Leistungen ein, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines Hauses (und dazu gehören nunmal auch Stromleitungen; Wasserinstallationen bzw. -armaturen) stünden und stellt dann im weiteren Verlauf fest, dass wohl nur ein Teil dessen überhaupt über den Architekturvertrag mit LP 1-9 abgedeckt ist.


    Stellt euch vor, ihr kauft euch ein Auto und das Autohaus sagt, dass es für die Lackierung und die Passgenauigkeit der Polsterung nicht zuständig sei, weil man ja nur das Zusammenschrauben des Autos begleitet... Ist schon etwas Lückenhaft...

  • Stimmt schon, was Du schreibts.


    Tatsache ist (leider) auch, dass das Bauen immer komplexer geworden ist.


    Vor 50 Jahren:

    Mauerwerk? weiß oder rot (Hlz, 24cm, später auch mal 30cm)

    Heizung? Öl o. Gas


    Heute:

    Mauerwerk? KS + WDVS (WLG 040/ 035/ 032/ Achtung 023 -> Phenolharzplatten), EPS/ XPS/ MiWo, oder Ziegel (wahlweise mit WDVS oder) monolithisch mit MiWo-Füllung, Perlite oder ganz ohne Füllung (Achtung hier Druckfestigkeitsklasse beachten), Untergrund benötigt nun, da wenig wärmeleitend ggf. Armierung des Putzes,....


    Heizung? Gas Brennwert, Öl Brennwert, Holzpellets, Hackschnitzel, Fernwärme, WP mit Erdkollektor/ Tiefenbohrung/ Luft-Wasser, Wärmerückgewinnung, Solarkollektoren (mit Heizungsunterstützung oder eben nicht), usw. usf.

  • Hahaha - also über Heizung etc. wurde Seitens des Architekten kein Wort verloren! Habe ich mir alles selbst zusammenlesen müssen.

    Stellst Du wirklich das gesamte BGB (als gesetzlichen Rahmen) in Frage, weil Dein einer Vertragspartner sehr schlecht gearbeitet hat?

    Am Rande möchte ich aber dennoch sagen, dass die ganze Regelung/HOAI dann für den Alltag unzureichend ist und auch erklärt, weshalb es allenthalben Probleme auf den Baustellen gibt.

    Um es noch einmal klarzustellen: Die HOAI regelt ausschließlich die Preise für darin definierte Planungsleistungen, nicht aber, welche Leistungen vom einzelnen Bauherrn benötigt werden. Die HOAI ist ausschließlich Preisrecht!

    Dem Bauherren - vor allem den privaten - wird der Eindruck gemacht, man kaufe sich im Rahmen der Beauftragung eines Architekten die Leistungen ein, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines Hauses (und dazu gehören nunmal auch Stromleitungen; Wasserinstallationen bzw. -armaturen) stünden und stellt dann im weiteren Verlauf fest, dass wohl nur ein Teil dessen überhaupt über den Architekturvertrag mit LP 1-9 abgedeckt ist.

    Wo genau vermittelt die HOAI diesen Eindruck?

    Stellt euch vor, ihr kauft euch ein Auto und das Autohaus sagt, dass es für die Lackierung und die Passgenauigkeit der Polsterung nicht zuständig sei, weil man ja nur das Zusammenschrauben des Autos begleitet... Ist schon etwas Lückenhaft...

    Den Gegensatz sehe ich jetzt nicht. Ist das BGB mangelhaft, weil mir der Autohändler nicht gesagt hat, dass ich für meinen Wohnanhänger eine Anhängerkupplung benötige und dass diese im Grundpreis ebenso wenig im Grundpreis enthalten ist, wie der rechte Außenspiegel und die Klimaautomatik?


    Ich widerspreche Dir nicht, was die Minderleistung Deines Architekten angeht und denke auch, dass er Dich besser hätte beraten können und auch sollen. Aber auch beim Arzt kann ich mich doch auch nicht darauf verlassen, dass die behandelnde Ärztin mir von sich aus sofort alle für mich persönlich mit meine Risikofaktoren relevanten Informationen vollständig offensiv bereithält. Ein klein wenig unabhängige eigene Information darf ich von einem Patienten auch erwarten. Ich erlebe im Alltag eher, dass meine Bauherrn eigentlich weniger wissen möchten als ich ihnen zur Verfügung stelle und sich von meinen ganzen gesetzlich geforderten Belehrungen und Informationen offen genervt zeigen ... . Sollte ich sie besser weglassen? Der etwas informierte Kunde ist meist unzufrieden, der unwissende aber glücklich. Möchten die Kollegen glückliche oder unglückliche bzw. unzufriedene Kunden? ... Ja, mir steht da das Glück der Kunden manchmal etwas zu sehr im Vordergrund, aber ich würde deshalb trotzdem nicht den gesetzlichen Rahmen verändern.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Heizung? Gas Brennwert, Öl Brennwert, Holzpellets, Hackschnitzel, Fernwärme, WP mit Erdkollektor/ Tiefenbohrung/ Luft-Wasser, Wärmerückgewinnung, Solarkollektoren (mit Heizungsunterstützung oder eben nicht), usw. usf.

    Und dafür willst Du jetzt auch noch Geld haben? Dann plane es aberauch richtig!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Aber auch beim Arzt kann ich mich doch auch nicht darauf verlassen, dass die behandelnde Ärztin mir von sich aus sofort alles für mich relevanten Informationen offensiv bereithält.

    Das ist im Medizinrecht exakt so geregelt. Wir müssen über alle Alternativen, Vor- und Nachteile umfassend aufklären! Tun wir das nicht, haben wir schon wegen unzureichender Aufklärung einen Behandlungsfehler gemacht...



    Du hast sicherlich mit allen Deinen Ausführungen oben, was HOAI angeht recht. Das bezweifle ich nicht. Ich weiß auch nicht, was das mit dem BGB zu tun hat - mir ging es nur darum, dass wohl weit über 90% der privaten Bauherren davon ausgehen, dass sie im Falle der Beauftragung eines Architekten ein gemeinsam geplantes Haus erhalten und nicht nur den Anspruch auf Planung und Überwachung des Baukörpers. Das sollte wohl besser kommuniziert werden, damit es hinterher keine Missverständnisse gibt.


    Sonst würden sich dann wohl, trotz der bekannten Nachteile, wiederum viele für Bauträger etc. entscheiden...

  • Naja - Du sagst, die EFH Bauherren und -damen würden das Kompletpaket erwarten. Im Gegenzug kann ich sagen, OK; dann sollen sie aber auch nicht maulen, wenn man sie aufklärt und ein zweites Honrar ins Spiel bringt. (Das ohne HOAI auh nicht günstiger würde bei vergleichbarem Leistungsumfang)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ja, klar - dass es nicht kostenlos ist, ist schon richtig. Darf auch so sein.


    Mir war jedenfalls nicht bewusst, welche Leistungen alle nicht abgedeckt sein würden.


    Und inwieweit die Kostenexplosion sich auch beim Generalunternehmer oder Bauträger oder welches Modell auch immer gestaltet hätte, kann ich nicht sagen.


    Unterm Strich muss ich sagen, dass ich wohl eben einfach echt richtig Pech mit der Auswahl meines Planers hatte - um wieder zum eigentlichen Thema "Sanitär" zurück zu kommen - ein Griff ins Klo!