Neuer Heizkörper pfeift nach Sanierung! Kermi

  • Hallo zusammen,


    wir wohnen nun 1,5 Jahre in unserer frisch renovierten Wohnung.

    Eckdaten: 85m², 2-Zimmer im Mehrfamilienhaus. Zu unserem Hauseingang gehören 4 Wohnungen (inkl. unserer) plus 4 kleine Dachwohnungen die jeweils zu einer der "großen" gehört.

    Somit habe ich Zugang zur Wohnung über uns.

    Die Wohnung unter uns wird von einem sehr sehr sehr alten Mann bewohnt. Dort ist also alles möglich.


    Zum gesamten Gebäude gehören 2 weitere Eingänge die Identisch sind. Im Keller vom Eingang neben uns steht die Heizungsanlage.

    Ich habe bis auf die Sanitär arbeiten und Fliesen alles selber saniert.


    Nun habe ich folgendes Problem, welches schon im letzten winter sporadisch aufgetreten ist:


    Durch die scheinbar etwas kältere Nacht muss die Heizungsanlage angegangen sein. Obwohl unsere Heizkörper nicht eingeschaltet sind, fängt das Thermostat im Bad morgens gegen 5 Uhr an zu pfeifen, sodass ich im dahinterliegenden Schlafzimmer kaum schlafen kann.


    Öffne ich das Thermostat komplett verschwindet das pfeifen.


    Ich habe aktuell ein Homematic IP smartHome Thermostat verbaut, aber auch schon 2 manuelle getestet und es zeigt die selben Symptome.


    Es handelt sich um einen Kermi quadris.


    Habt ihr eine Idee was ich machen kann?

    Vielen Dank und lieben Gruß

    Kevin

  • Voreinstellung des Ventils überprüfen, Pumpendruck überprüfen (reduzieren?), Druckhaltung überprüfen (Systemdruck). Entlüften. Was für Ventile sind im Einsatz?


    Wenn die Hydraulik nicht abgeglichen ist, dann kann es passieren, dass beim Öffnen und Schließen der Ventile ein Pfeifen auftritt.

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    .

  • Das wäre meines Wissens nach ein Hinweis auf einen nicht erfolgten hydraulischen Abgleich.


    So ganz checke ich aber die Ortsbeschreibung nicht, bzw was die mit dem Thema zu tun hat.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Voreinstellung des Ventils überprüfen, Pumpendruck überprüfen (reduzieren?), Druckhaltung überprüfen (Systemdruck). Entlüften. Was für Ventile sind im Einsatz?


    Wenn die Hydraulik nicht abgeglichen ist, dann kann es passieren, dass beim Öffnen und Schließen der Ventile ein Pfeifen auftritt.

    Danke für die Antworten.

    Welches Ventil?

    Entlüften am Heizkörper habe ich bereits versucht ohne Erfolg.

    Was für Ventile?


    Wo gleicht man die Hydraulik ab?

  • Das wäre meines Wissens nach ein Hinweis auf einen nicht erfolgten hydraulischen Abgleich.


    So ganz checke ich aber die Ortsbeschreibung nicht, bzw was die mit dem Thema zu tun

    Ich habe nur versucht so viele Infos zu geben wie möglich bzw nötig.

    Es ist halt ein Mehrfamilienhaus wo die Heizungsanlage in einem Anderen Hauseingang steht und ich somit nicht direkt Zugang dazu habe.


    Danke schonmal!

  • Ventil: Das Unterteil vom Ventilkopf, das direkt in den Heizkörperanschluß eingeschraubt ist. Du meinst wahrscheinlich den Ventilkopf, also das "Ding", an dem Du die Raumtemperatur einstellst.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Das Abgleichen macht der Heizi, berechnen könnens auch Energieberater.


    Funktionsweise eines Thermostatventils


    Hydraulischer Abgleich


    Heizungsentlüftung


    Und bei wiki wird der hydraulische Abgleich auch ganz gut erklärt

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  • Ich habe nur versucht so viele Infos zu geben wie möglich bzw nötig.

    Es ist halt ein Mehrfamilienhaus wo die Heizungsanlage in einem Anderen Hauseingang steht und ich somit nicht direkt Zugang dazu habe.


    Danke schonmal!

    Lässt Dein Ausrufezeichen auf eine gewisse Grundgereiztheit schließen?

    Die Lagebeschreibung mit der Wohnung zu der IhrZugang habt, ist schon erklärungsbedürftig und was der Opa unter Euch mit dem Pfeifen zu tun haben soll, verstehe wer will.


    Mit Ventil ist Dein Heizkörperventil gemeint, falls das voreinstellbar ist, ansonsten die einstellbare Rücklaufverschraubung.

    Ich vermute aber als Ursache eine nicht selbstregelnde Pumpe und nicht vorhandene Strangregulierventile. Beides sorgt, besonders in der Übergangszeit, für viel zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten und lautem Pfeifen an öffnenden odet schließenden Thermostatventilen.

    All diese Möglichkeiten sind aber kein Tummelplatz für Selbermacher. Die richten nur mehr Schaden an. Die Hausverwaltung ist hier gefordert.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich habe bis auf die Sanitär arbeiten und Fliesen alles selber saniert.

    Dann ist das Dein Haus? Oder Deine Wohnung? Oder meinst Du mit "saniert" vielleicht renoviert?

    Bist Du Eigentümer des Gebäudes? Der Wohnung? Mieter?


    Mach mal ein Bild vom Heizkörper bzw. den Anschlüssen.


    Eine mögliche Ursache haben wir ja oben schon geschrieben. Ob sich dieses Pfeifen so einfach abstellen lässt, das werden wir sehen.

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    .

  • Danke schonmal für die Antworten!

    Ich bin Eigentümer der Wohnung.


    Ich weiss die genaue Definition von dem Begriff Sanierung nicht. Aber wir haben folgendes neu gemacht:

    Elektro, Böden, Wände, Decken, Badezimmer, Abwasserrohr und eben die Heizkörper.


    Anbei Fotos davon und hier noch ein Link mit Video:


    Dropbox - Video 29.09.19, 02 00 22.mov - Machen Sie sich das Leben leichter


    LG Kevin


  • Danke schonmal für die Antworten!


    Nochmal: Das Ausrufezeichen nach dem Dank irritiert mich doch etwas. Ein Dank, der im Kasernenhofton heruntergeschnarrt wird, wirkt nicht sehr von Herzen kommend.

    Ich weiss die genaue Definition von dem Begriff Sanierung nicht. Aber wir haben folgendes neu gemacht:

    Elektro, Böden, Wände, Decken, Badezimmer, Abwasserrohr und eben die Heizkörper.



    Der Hahnblock am Heizkörper ist wunderschön verkleidet. Könnte von Colani sein, lässt aber keinerlei Schlüsse auf seine ventiltechnische Beschaffenheit zu. Schade. Falls das Video das Pfeiffen dokumentieren sollte: Bei mir ist kein Ton angekommen. Ich kann mir das Geräusch aber sehr gut vorstellen.

    Ob es Dein Ventil ist, welches nicht vollständig schließt, kannst Du mit einem Schraubenzieher als Stethoskop (Griff ans Ohr) herausfinden. Ansonsten mal die Nachbarn, einschl. des "sehr alten Mannes" fragen, ob sie das auch hören.

    Wenn Dein Ventil die Ursache ist, weil es nicht vollständig schließt, musst Du es reparieren oder austauschen lassen (nicht das weiße Kunstoffgebilde, was Du fotografiert hast, sondern das metallene Teil darunter.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Na bitte. Geht doch!

    Auf der thermostatkopfabgewandten Seite sitzt der Einstellimbus für die kV-Wertverstellung. Dort kann man den zulässigen Durchfluss für den Heizkörper einstellen.

    Wenn aber das Ventil, trotz Geschlossenstellung nicht vollständig schließt, ist die Durchflussmenge nicht die Ursache.

    Die Hauptprobleme bei Euch dürfte die ungeregelte Heizkreispumpe und die fehlenden oder nicht eingestellten Strangregulierventile sein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Guten morgen!


    Heute morgen war es wieder soweit, ca halb 6 fängt das Ding an wie ein Dampfkessel zu pfeifen Sodas ich kaum noch schlafen konnte.


    Ich habe nun nochmal ein paar Fotos gemacht.


    Danke Leute.

  • Hast Du schon einmal versucht, nochmals eine Adaptierungslauf zu machen?

    Ich weiß nicht auswendig, wie das bei Deinem Thermostatkopf gemacht wird, aber alle die ich kenne haben so eine Funktion. Dabei wird der Ventilstift von Anschlag zu Anschlag bewegt, und der Thermostatkopf merkt sich die Grenzen (ganz geschlossen, ganz auf).


    Evtl. ist es so wie von Thomas vermutet, dass das Ventil nicht richtig schließt oder nicht richtig öffnet.


    Die Hauptprobleme bei Euch dürfte die ungeregelte Heizkreispumpe und die fehlenden oder nicht eingestellten Strangregulierventile sein.

    Das befürchte ich auch. Wenn während der Übergangszeit die meisten Thermostate geschlossen sind, und eine ungeregelte Pumpe versucht ihren Nenn-Volumenstrom zu produzieren, dann ist in den wenigen "geöffneten" Heizkörpern ein Pfeifen kaum zu vermeiden.

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  • Hast Du schon einmal versucht, nochmals eine Adaptierungslauf zu machen?

    Ich weiß nicht auswendig, wie das bei Deinem Thermostatkopf gemacht wird, aber alle die ich kenne haben so eine Funktion. Dabei wird der Ventilstift von Anschlag zu Anschlag bewegt, und der Thermostatkopf merkt sich die Grenzen (ganz geschlossen, ganz auf).


    Evtl. ist es so wie von Thomas vermutet, dass das Ventil nicht richtig schließt oder nicht richtig öffnet.


    Das befürchte ich auch. Wenn während der Übergangszeit die meisten Thermostate geschlossen sind, und eine ungeregelte Pumpe versucht ihren Nenn-Volumenstrom zu produzieren, dann ist in den wenigen "geöffneten" Heizkörpern ein Pfeifen kaum zu vermeiden.

    Muss ich mal schauen wie das bei meinem Funktioniert. Das es mit einem per Hand zu bedienenden Thermostatkopf auch spricht doch aber eher dafür das die Idee nicht hilft oder?!

  • Der Heizkörper wird unter diesen Bedingungen immer pfeifen, und zwar dann, wenn das Ventil leicht geöffnet ist. Das könnte man nur vermeiden, wenn der Volumenstrom durch die Pumpe reduziert wird (oder ein entsprechendes Strangregulierventil eingesetzt wird).


    Wenn der Volumenstrom nur so hoch ist, dass das Pfeifen nur während des Öffnens auftritt, dann könnte man den Effekt ein wenig entschärfen, indem man diesen Zustand vermeidet. Dazu muss sichergestellt sein, dass das Ventil korrekt schließt. Das ist aber keine echte Lösung des Problems.


    An sich kann man am Heizkörperventil selbst nicht viel unternehmen, wenn die Hydraulik der kompletten Anlage nicht passt. Die PUnkte hatte Thomas schon genannt.

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  • Guten morgen,


    heute trat das pfeifen wieder auf. Ich habe nun versucht am Einstellimbus etwas zu ändern aber egal bei welcher Einstellung war es kaum Verbesserung.

    (Adaptierlauf habe ich durchgeführt ohne Erfolg)


    Das heisst ich muss den Heizungsmonteur unserer Heizanlage kommen lassen und der muss den Voulmenstrom der Heizkreispumpe verringern?

    Oder ein entsprechendes Strangregulierventil einsetzen, da die Heizkreispumpe ungeregelt ist/läuft.


    Dann werde ich mich mal mit der Hausverwaltung auseinandersetzen. Ist das Sache der Eigentümerverwaltung oder meine?


    Danke schonmal! (mit Ausrufezeichen, da ich wirklich schon ein Stück weiter bin ;-) )

  • Es ist Angelegenheit des Eigentümers. Wer das ist, hast Du noch nicht dargelegt .

    Die Pumpe zu drosseln, wird vermutlich nur in der Übergangszeit etwas bringen. Bei höherer Heizlast könnte es dann zu Unterversorgung kommen.

    Es ist ein komplexes Herangehen erforderlich. Die Heizkreispumpe muss sich den wechselnden Bedarfen anpasen, die einzelnen Stränge müssen eingeregelt werden und die einzelnen Heizkörper müssen auf denn erforderlichen Volumenstrom eingestellt werden.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • So gut wie immer sind die Heizungsanlagen von MFH bei Teilung nach WEG Gemeinschaftseigentum, so dass Arbeiten an der Heizungsanlage lt. Teilungserklärung dann nur über die Hausverwaltung oder in Abstimmung mit ihr veranlasst werden dürfen. Insbesondere bei Arbeiten wie den von ThomasMD beschriebenen, deren Folgen die Gesamtanlage beeinflussen, ist das aus meiner Sicht aber sowieso in jedem Falle empfehlenswert.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Okay, dann werd ich das mal angehen...

    Mit meiner Frage nach dem Eigentümer meinte ich den Eigentümer der Heizungsanlage, nicht den der Wohnung. Tut mir leid, wenn das bei Kevin89 falsch ankam.

    Du, oder ein von Dir beauftragter Installateur hat an den Steigleitungen und der Pumpe nichts verloren.

    Mit "mal angehen" kannst Du nur den Weg zur Eigentümergemeinschaft über den Vetwalter einschlagen.




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    M.G.Wetrow