Betonkeller Ausbau zu Büro

  • Wir haben uns eine Doppelhaushalte gekauft und renovieren fleissig. Nun ist die Überlegung einen Teil des Kellers als Büro und Gästezimmer zu nutzen. Der Fussboden hat eine Dämmung und darauf ist Estrich. Die Wände sind Betonschalelemente die in der Mitte mit Beton vergossen worden sind.

    2 vorhandenen Kellerfenster sollen gegen normale Fenster getauscht werden.

    Da die Wände sehr kalt sind, stellen wir uns die Frage was wir dagegen tun können um nicht enorme Heizkosten zu haben. Ein Heizkörperanschluss ist vorhanden und ein kleiner Kaminofen soll folgen.

    Gibt es eine Empfehlung wie man kostengünstig den Keller dämmen kann?

  • Gibt es eine Empfehlung wie man kostengünstig den Keller dämmen kann?

    (außenliegende) Perimeterdämmung


    Wie steht's mit der Zulässigkeit der Nutzung zu Aufenthaltszwecken und der Abnahme des Kaminofens durch den Schornsteinfeger?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was bedeutet das?

    Dass Du das nicht gleich morgen übereilt in Eigenleistung selbst machen, sondern Dich mindestens vorher über die richtige Vorgehensweise (Verbau, Pilgerschritt ...) informieren solltest oder am besten gleich von einem qualifizierten und versicherten Handwerker machen lassen solltest, es geht schließlich nicht nur um Wärmedämmung, sondern auch um Abdichtung und Standsicherheit!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Gibt es eine Empfehlung wie man kostengünstig den Keller dämmen kann?

    Befindet sich der Keller komplett im Erdreich?


    Die beste Lösung wäre eine Außendämmung . Der Aufwand hierfür ist aber nicht zu unterschätzen, und Aufwand kostet Geld.

    Die zweitbeste Lösung wäre dann eine raumseitige Dämmung. Diese Variante sollte aber nicht ohne einen Bauphysiker ausgeführt werden, denn das kann schnell in die Hose gehen. Bei geringen Dämmstärken könnte das machbar sein, ob es für EnEV reicht, das zeigt sich bei der Planung. Da stellt sich dann auch die Frage, welches Material zum Einsatz kommen soll. Mit ein bisschen Styropor an die Wand kleben ist es nicht getan.

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  • Betonschalelemente klingt

    Die könnten auch schon eine Dämmlage enthalten. Ich hatte mal Pläne für ein Haus auf dem Tisch für die Heizlastermittlung, dürfte Bj. 80er Jahre oder so gewesen sein, und wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es dort eine Lage EPS o.ä.

    Ist aber schon lange her.

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  • Kerndämmung meinst Du. Aber ich denke er meint Fertigteile die dann vergossen werden. Spart die Schalung und ist schnell montiert.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Befindet sich der Keller komplett im Erdreich?


    Die beste Lösung wäre eine Außendämmung . Der Aufwand hierfür ist aber nicht zu unterschätzen, und Aufwand kostet Geld.

    Die zweitbeste Lösung wäre dann eine raumseitige Dämmung. Diese Variante sollte aber nicht ohne einen Bauphysiker ausgeführt werden, denn das kann schnell in die Hose gehen. Bei geringen Dämmstärken könnte das machbar sein, ob es für EnEV reicht, das zeigt sich bei der Planung. Da stellt sich dann auch die Frage, welches Material zum Einsatz kommen soll. Mit ein bisschen Styropor an die Wand kleben ist es nicht get

    Ja zu 95% im Erdreich

  • Dann wird es aber mit den Fenstern nicht so einfach. Hier sind Mindestabmessungen einzuhalten (lichte Breite 90cm,. lichte Höhe 120cm), vor dem Fenster braucht es einen großen Schacht, und die Lichtverhältnisse sind auch zu beachten. Ein Aufenthaltsraum muss über ausreichend Tageslicht verfügen. Das funktioniert im "Keller" nur mit einem großzügigen Lichtschacht (Ausrichtung, Sonnenstand beachten).


    Zur Dämmung, geht man davon aus, dass die EnEV einzuhalten ist, dann wäre ein U-Wert < 0,3W/m²K das Ziel (bitte nachlesen). Das wiederum bedeutet bei einer Betonwand eine Dämmstärke > 10cm, (je nach WLG der Dämmung). Besonders kritisch könnte der Übergang zur Decke werden. Dieser Bereich grenzt ja direkt an Außenluft. Innenwände zu unbeheizten Räumen sollten ebenso genau betrachtet werden.


    Diese Punkte sollte man beim Vergleich Innen- mit einer Außendämmung im Hinterkopf behalten.


    Ganz wichtig wird in diesem Zusammenhang auch das Thema Lüftung. Ich weiß nicht, ob man es riskieren sollte, hier auf manuelle Lüftung zu setzen, denn wenn die vernachlässigt wird, dann könnte das ziemlich viel Ärger geben.


    Unter´m Strich also eine Menge Details an die man denken sollte (und das ist erst der Anfang).


    Kannst Du noch das Baujahr des Gebäudes nachreichen?

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  • 1995 schrieb er. Da müsste er nicht nach EnEV dämmen m. E.

    Ich fände hier ausnahmsweise mal eine Innendämmung zielführender, da es auch um das Thema Behaglichkeit geht. Aber auf jeden Fall dann rechnen lassen, nicht dass man Schimmel reinholt.


    Thema Ofen: Schon den Schorni gefragt?


    Bzgl Fenster und Lüftung hat schon Ralf Dühlmeier geschrieben. Kann sogar sein, dass eine Vergrößerung der Fenster nicht möglich ist.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • 1995 schrieb er.

    Das Datum hatte ich gesucht, und immer nur die ersten Beiträge und den Beitrag mit meinem Zitat noch einmal nachgelesen. :wall:

    VIelleicht sollte ich 2 Brillen gleichzeitig aufsetzen.

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  • Off-Topic:

    Mehr Gummibärchen essen, die orangefarbenen mit Karotin sind sicher gut für die Augen.:D


    Wie groß sind aktuell die Fenster?

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  • 1995

  • Ja, Schorni hat sein OK gegeben. Was meinst du mit "rechnen lassen"

  • Off-Topic:

    Mehr Gummibärchen essen, die orangefarbenen mit Karotin sind sicher gut für die Augen.:D


    Wie groß sind aktuell die Fenster?

    70x50


    Fenster werden nur getauscht, aber nicht in der Größe geändert.

  • Wenn man innen dämmt, KANN es sein, dass man sich Feuchtigkeit in die Wand holt, Stichwort „Taupunkt“.

    Diesen Taupunkt kann man berechnen.


    Das hängt natürlich auch vom eigenen Nutzerverhalten ab: Wieviel Feuchte trägt man ein, wie warm ist es im Raum, wie wird gelüftet...


    Ist der Wandaufbau bekannt? Also wieviel Dämmung aussen dran ist ( mit welcher Wärmeleitgruppe, vermutlich 035) und wie dick der Beton ist? Verputzt ist es vermutlich auch.



    70x50


    Fenster werden nur getauscht, aber nicht in der Größe geändert.

    Oioi, da sehe ich dann hier Probleme, aber das sollen die beantworten, die im Baurecht richtig firm sind:

    Sind die zwei Räume überhaupt als Aufenthaltsräume zulässig? Rettungsweg, Mindestgröße, Belichtung, Belüftung (beides natürlich) Raumhöhe?

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  • Fenster werden nur getauscht, aber nicht in der Größe geändert.

    Dann wird das nichts. Ich hatte oben die Maße für BaWü angegeben, würde mich wundern, wenn in Sachsen deutlich kleinere Fenster zulässig wären. 70x50 taugt weder als Rettungsweg noch für ausreichend Tageslicht.



    1995 schrieb er. Da müsste er nicht nach EnEV dämmen m. E.

    Hier soll aber ein Kellerraum (Nicht-Aufenthaltsraum) in einen Aufenthaltsraum umgewandelt werden. Wenn ich mir das genau überlege, dann dürfte die Ausnahme mit dem Baujahr hier nicht greifen, denn es entsteht ein neuer Aufenthaltsraum. Bitte nachlesen, bin mir jetzt nicht sicher.


    Ich würde die Wände keinesfalls ungedämmt lassen, denn auch wenn sich diese größtenteils im Erdreich befinden, sind die Wandoberflächen kalt. Bei einer Nutzung als Aufenthaltsraum mit entsprechendem (Luft)Feuchteeintrag ist Ärger vorprogrammiert. Dem könnte man zwar mit viel Heizen und massivem Lüften zwar entgegenwirken, aber der Energieaufwand wäre erheblich.


    Die Frage wird sein, wie man die Dämmung dann ausführt, und auch welches Material zum Einsatz kommt. Da kann man einige interessante Varianten rechnen.

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  • Ich fände hier ausnahmsweise mal eine Innendämmung zielführender,

    wenn wegen der fenstervergrösserung/lichthoferstellung sowieso ein grossteil weggeschachtet werden müsste , wäre eine aussendämmung die bessere lösung .


    wenn , wäre , hätte , könnte ...

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • wieso geht eigentlich jeder hier davon aus, dass das durch die angegebene Nutzung zwingend ein Raum werden muss, der die Anforderungen an dauerhaften Aufenthalt erfüllt?

    Nun ist die Überlegung einen Teil des Kellers als Büro und Gästezimmer zu nutzen

    ich gehe davon aus, dass mit "Büro", ein Zimmer gemeint ist, in dem man die privaten Bürosachen erledigt und man sich temporär/gelegentlich darin aufhält und bei der Nutzung als Gästezimmer auch das wirklich ein Zimmer nur für Gäste ist, die darin gelegentlich übernachten.

    Wenn dem so ist, dann müssen an den Kellerraum nicht die baurechtlichen Anforderungen an einen Raum zum dauerhaften Aufenthalt (vulgo: Wohnraum) erfüllt sein.

    Nicht zu Wohnzwecken dienende (Speicher-)Räume können als Hobbyräume oder Gästezimmer genutzt werden | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe


    würde z.B. das Kind dauerhaft darin schlafen/wohnen (Kinderzimmer), dann würde das anders ausschauen.


    Der Fussboden hat eine Dämmung und darauf ist Estrich.

    und außen ist sicher nicht auch schon etwas Dämmung auf den Wänden? Bei unbeheizten Kellerräumen, fühlen sich auch gedämmte Kellerwände erst mal "kalt" an.

    Wenn schon was drauf ist (6cm?), würde ich gar nicht dämmen und nur eine Heizung installieren, die schnell warm macht. Entweder HK mit entsprechender Vorlauftemp (und dann je nach Nutzungsdauer dauerhaft den Raum temperieren/heizen oder nur bei Bedarf), oder eben gleich nur IR Panele für die temporäre Nutzung, wenn ab und an mal Abends wer 2h im Büro sitzt oder 3x im Jahr jemand da übernachtet.