Feuchtigkeitsschaden die 3! Nach Kellerfenster und Außenfassade ist nun die Garage "dran" - was kommt noch alles!?

  • Hallo miteinander,


    bin gestern aus dem Urlaub gekommen und konnte meinen Augen nicht trauen, als ich die Garage öffnete.


    Der ganze Boden zeigte Feuchtigkeitsstellen, obwohl es hier seit eingen Tagen nicht geregnet hat. Muss erst im Log-File nachsehen, wann der letzte Regen war...

    Ich hatte diese Flecken schon längere Zeit beobachtet, diese aber dann immer darauf zurückgeführt, dass es evtl. durch das Einstellen von regennassen Fahrzeugen verursacht werden könnte. Nachdem in der Garage aber in den vergangenen vierzehn Tagen keine Fahrzeuge bewegt wurden ist das wohl noch auszuschließen.


    Meine zweite Vermutung war auch immer das etwas unsauber montierte Fallrohr der Dachentwässerung. Aber dagegen spricht, dass hier wirklich nur bei extremen Starkregen oder lang anhaltenemd Regen überaupt Wasser abfliesst, da durch die extensive Dachbegrünung bzw. das Granulat das meiste Wasser zunächst auf dem Dach "gehalten" wird. Hab mir dazu auch schon einmal den Schacht oben angesehen - der ist und war staubtrocken. Interessant ist auch, dass exakt um das Rohr herum eigentlich immer alles "trocken" ist.


    Feuchtigkeitsschäden sind auch schon am Putz der Mauern zu sehen. Es ist eine gemauerte Garage mit Kalksandsteinen und Außenputz ohne Dämmung.


    Der Aufbau des Bodens ist - soweit ich das sagen kann: Schotter - Betonplatte - Asphalt.


    Könnt ihr mir sagen, ob sich da schon wieder - analog zu meinen anderen Feuchtigkeitsproblemen - ein großes Problem anbahnt?!


  • Hier noch einige weitere Bilder:


    Zum einen hier die Mauer zwischen Garage und "Schuppen" - links davon ist auch das Fallrohr.





    Hier nochmal ein Bild der rechten Seite - vorne, wo die Sonne drauf kommt, trocknet es natürlich schneller wieder ab. Was vor allem auf dem übernächsten Bild sehr gut zu sehen ist. Hier das linke Fahrzeug rausgefahren.

       




    Das ist jetzt nochmal ein Versuch einer Detailaufnahme des Fallrohrs. Leider ist wohl das Kunststoffrohr (orange) ein paar mm zu "niedrig und vom Durchmesser auch nicht ganz stimmig. Das Blechrohr sitzt jedenfalls nicht bündig drauf. Diese Aufnahme ist übrigens unmittelbar nach dem Gewitter mit Starkregen von gerade eben gemacht worden.




    Ich werde jetzt mal schauen, ob der vordere - trockene Bereich - durch den Regefall von gerade eben auch wieder feucht wird.


    Ist denn der Straßenasphalt so hygroskopisch, dass er eine feuchte Oberfläche bekommt, wenn es außen feucht/naß ist? Auf der Straße selbst ist das ja auch nicht der Fall?!


    Wir haben übrigens trotz Lüftens im Winter auch immer wieder Stockflecken auf dort gelagerten Dingen, die dafür anfällig sind - obwohl diese selbst trocken eingelagert werden/wurden.

  • Das ist ein Bild der rechten Garagenseite von heute morgen. Letzter Regenfall lag mindestens 5 Tage zurück - 21.08.2019 - knapp 2 Liter/QM - Letzer Regen mit mehr als 5 Liter/QM war am 10.08 mit 14 Liter/QM - das war aber ein Tag nach unserer Abreise - daher kann ich nicht sagen, ob der Boden dann schon feucht war - oder seit wann er es ist.




    Detailaufnahme des Feuchtigkeitsbildes am Boden




    In manchen Bereichen ist die Feuchtigkeit am Boden flächig - in anderen Bereichen er fleckig.


     


    Hier eine Detailaufnahme eines Mauerstücks - Außenmauer



    Hier eine Dateilaufnahme des Fallrohrs und der Mauer daneben.


  • Kann Kondensat ("Tau") hoher Luftfeuchtigkeit auf kalter Bodenplatte sicher ausgeschlossen werden?


    Wie sind die Außenwand und der Boden der Garage baulich ausbildet? Gibt es (Detail-) Schnitte oder andere Ausführungspläne, eine detaillierte Baubeschreibung oder Fotos aller Schritte bei der Herstellung?


    Die Bilder vom Sockel(putz) lassen die dauerhafte Einwirkung von Feuchte von unten (Baugrund, Bodenaufbau) vermuten. In einen mehrschichtigen Bodenaufbau könnte auch Feuchte hineingelaufen sein, da keine Hohlkehle ausgebildet und abgedichtet worden zu sein scheint. Ist die Beschichtung des Bodens der Garage bekannt (Estrich / Bodenplatte) ?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Zum Thema Kondensat: Hm - ich selbst kann das nicht ausschließen - wie könnte ich das denn tun? Wobei doch gerade jetzt in der Sommerzeit die Garage am "wärmsten" und auch am "trockensten" ist. Also es wurden seit 14 Tagen keine Fahrzeuge bewegt. Die Fenster stehen auf Kipp - somit erfolgt Luftaustausch.


    Wie könnte ich denn Kondensat ermitteln.


    Fotos/Pläne etc. der Bauphase suche ich gerade zusammen...

  • Wie könnte ich denn Kondensat ermitteln.

    1. Temperatur der Raumluft messen
    2. Feuchte der Raumluft messen
    3. Taupunkt der Raumluft errechnen (lassen -> online-Rechner)
    4. Oberflächentemperatur des Garagenbodens mit dem Infrarot-Thermometer messen
    5. Das Ergebnis von 3. mit dem von 4. vergleichen und bewerten.
    6. 1. - 5. mehrfach zu verschiedenen Zeitpunkten wiederholen: sehr früh morgens, mittags, nachmittags, abends

    (oder gleich ein Messgerät benutzen, dass die Schritte in einem zusammenfasst und das Ergebnis direkt auswirft! :))

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • So, neue Messung habe ich gerade gemacht:


    Auch der vordere Teil, der eigentlich schon wieder abgetrocknet war, nachdem ich heute vormittag das Tor offen gelassen habe, wird wieder feucht/dunkel.


    Im vorderen Bereich (Tor-nah) liegt die Bodentemperatur bei ca. 26°C - im mittleren bei 22°C - Richtung Außenwand z.T. bis zu 19°C


    Ich habe trockene und feuchte Bereiche gemessen - die hatten exakt die gleiche Temperatur.


    Bilder folgen gleich...


    Aber:

    Wenn die Temperatur im "feuchten" Bereich gleich ist, wie die im trockenen Bereich? Kann´s dann noch Kondensat sein? Es ist doch komisch, dass die Flecken zum Teil scharf begrenzt sind.


    Und die zweite Frage ist, warum ist das Mauerwerk bzw. der Putz auch kaputt?



    1. Meßpunkt - vorne "feucht"

    2. Meßpunkt - mitte "feucht"

    3. Meßpunkt - vorne "feucht"

    4. Meßpunkt mitte "naß"

    5. Meßpunkt mitte "naß"

    6. Meßpunkt hinten "trocken"

    7. Meßpunkt hinen "trocken"

    8. Meppunkt hinten "feucht"


    Außerdem hab ich noch zwei Meßpunkte hinen/Randberich jeweils trocken und feucht - beide 20,1°C.

  • Rein logisch und ohne Detailkenntnisse Deiner Garage tippe ich, dass es eher kein Kondensat ist (was inzwischen die Fotos der Messungen zu belegen scheinen).


    Eine dielektrische Feuchtemessung des Bodenaufbaus Deiner Garage mit einem Gerät wie diesem wäre sinnvoll. Die gibt es von verschiedensten Herstellern. Damit lässt sich qualitativ abschätzen, ob der Bodenaufbau nur oberflächlich oder tiefergehend mit Feuchte belastet ist. Je nach Baustoff lässt sich damit teilweise auch grob das Maß der Durchfeuchtung des Bodens abschätzen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Aufbau der Garage sollte folgendermaßen sein:


    Mineralbeton ca. 20cm

    Bodenplatte WU C25/30 entweder 25cm stark

    Trennschicht aus Vlies 60g/m²

    Gußasphaltestrich DIN 18560-AS-IC 40 (40mm)


    Soweit konnte ich die Infos aus den Unterlagen gewinnen.

    Fotos der Bauphase suche ich noch...

  • Kalksandstein


    Aber mal vorab die Frage:


    Das oder derartige Erscheinungsbilder sollten doch bei einem Bauwerk von gerade 36 Monaten nicht vorliegen oder?


    Es fügt sich halt alles in ein gemeinsames Bild:

    Wasser hinter der Dämmung im Keller

    aufsteigende Feuchtigkeit am Außenputz

    Feuchtigkeitsschäden in der Garage


    Aber unser Architekt ist immer noch der Ansicht, dass unser Haus auf einem Berg in der Wüste steht und daher NIEMALS Feuchtigkeit ausgesetzt sei...

  • ... unser Architekt ist immer noch der Ansicht, dass unser Haus auf einem Berg in der Wüste steht und daher NIEMALS Feuchtigkeit ausgesetzt sei...

    Und weshalb hat er dann eine WU-Bodenplatte - na gut, Bodenplatte aus "Beton mit erhöhtem Wasser-Eindringwiderstand" (hoffentlich) - vorgesehen?


    Da hatte man ja dann auch schon den ersten Punkt, an dem eine mögliche Ursache des Problems zu finden sein könnte: Der Beton hat genau diese Eigenschaft nicht. Oder er hat diese Eigenschaft, aber keine ausreichende rissbeschränkende Bewehrung oder beides, aber keine wasserdichten Anschlüsse an diese Konstruktion oder all das, aber es kann trotzdem Wasser von außen / oben / innen in das Mauerwerk eindringen. Es gibt noch viele Möglichkeiten.


    Ich denke, ohne Sichtung von Detailplänen (wenn es denn welche gibt) und örtliche Kontrollen kommt man da kaum wesentlich weiter.

    Das oder derartige Erscheinungsbilder sollten doch bei einem Bauwerk von gerade 36 Monaten nicht vorliegen oder?

    Ganz klar: Nein, allenfalls bei einem Havariefall wie bestimmungswidrig austretendem Leitungswasser.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es wurde Beton mit Metallstiften verwendet - der Begriff fällt mir gerade nicht ein - steh vor der Garage.


    Anbei zwei Fotos von 19.15 - also gut 3,5 Stunden nach dem Gewitter.

    Jetzt ist annähernd die gesamte Garage feucht.


    Wenn es von unten kommt - wie lässt sich das Sanieren?

  • Ja, genau - Stahlfaserbeton war das Wort...


    Das hat mir damals schon in der Bauphase "Sorgen" gemacht, weil ich der Sache nicht so recht traue - ist aber schon zu lange her, dass ich mich mit der Thematik beschäftigt habe, daher weiß ich davon nichts mehr.

  • Wie ist denn der GENAUE Fußbodenaufbau???

    WU (?)Beton

    Abdichtung/Dampfsperre?

    Und dann ??? (Estrich als Verbundestrich, auf Dämmung)?

    Oder wurde der Beton einfach nur flügelgeglättet?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also soweit ich das aus Aufträgen/Leistungsverzeichnissen/Rechnungen und Bildmaterial ersehen kann,

    wurde wie folgt gearbeitet:



    Mineralbeton ca. 20cm

    Bodenplatte WU C25/30 entweder 25cm stark

    Trennschicht aus Vlies 60g/m²

    Gußasphaltestrich DIN 18560-AS-IC 40 (40mm)


    Auf den Beton selbst kam kein weiteres Material im Sinne von Estrich oder so - da wurde direkt das Vlies und der Gußasphaltestrich drauf gemacht.

  • OK - aber warum sind dann auch die Wände so feucht bzw. zeigen diese Schäden?


    Und wie kann ich das Problem beheben?


    Wir haben zwei Fenster in der Garage - die stehen eigentlich ständig auf Kipp!

  • die stehen eigentlich ständig auf Kipp

    Doofe Idee.

    Die ganze Luftfeuchtigkeit (Gewitterluft) kommt in die Garage und kondensiert auf den erdkühlen Bauteilen. Stell mal ne Glasflasche aus dem Kühlschrank nach draussen. Die beschlägt. (= Kondensat)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wir haben zwei Fenster in der Garage - die stehen eigentlich ständig auf Kipp!

    Das sorgt natürlich für Luftaustausch auch zu Zeiten, zu denen man besser keine Außenluft in die Garage leiten sollte. Wenn es draußen 28°C hat, vielleicht auch noch nach einem Gewitter mit hoher rel. Luftfeuchtigkeit, dann ist es keine gute Idee, diese feuchte Luft in die Garage zu leiten. Da genügen bereits Oberflächentemperaturen <25°C damit es zu Kondensat kommt.


    Aus diesem Grund sind bei mir im Sommer die Kellerfenster immer zu, und werden höchstens mal bei Bedarf geöffnet. DIe Verhältnisse in einem Keller lassen sich aber nicht so ohne Weiteres auf eine Garage übertragen.


    Sollte sich der Verdacht mit dem Kondensat erhärten, dann wäre vielleicht eine kontrolliere Lüftung angebracht. Es gibt Steuergeräte mit 2 Fühlern (außen, innen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) die dann kontrolliert einen Lüfter aktivieren, wenn die Umgebungsbedingungen das möglich machen (Kostenpunkt Steuerung ca. 150,- € + Lüfter ca. 50,- €).


    Ich muss gestehen, dass ich von der Theorie mit dem Kondensat noch nicht so richtig überzeugt bin. Es gibt gute Argumente dafür, die Bilder lassen mich aber eher zweifeln. Im Moment habe ich keine plausible Erklärung, bestenfalls Vermutungen, also lese ich weiter mit. Vielleicht kommt mir noch eine zündende Idee.

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    .

  • Achso - noch was zur Information:

    Die Garage bzw. das Tor steht in Südrichtung - die Süd- und Westseite liegen in der vollen Sonne - die Ostseite ist durch Wald/Bäume beschattet - auch das Dach eher beschattet.


    Ich muss jetzt natürlich noch die Raumtemperatur messen - aber vom Gefühl her meine ich, dass die Garage im Sommer eher zu warm ist. Es steht auch im "Nebenraum", sprich im hinteren Teil der Garage ein Kühlschrank der auch Wärme produziert.


    Das könnte die These mit Kondensat ja durchaus stärken - aber die Decke zum Beispiel ist ja noch viel kälter als der Boden und da habe ich keinerlei Kondensat oder ähnliche Flecken.

  • Wir haben aber auf dem Dach eine extensive Begrünung und darüber noch PV-Anlage - und die Bäume beschatten die Anlage leider bis 12 Uhr! Die Bäume kommen erst in drei Jahren weg, wenn das Nachbargrundstück dort umgestaltet wird.


    Ja, messen muss ich´s tatsächlich noch - werde das nacholen...

    Und klar könnte die Decke wärmer sein, weil die warme Luft nach oben aufsteigt...


    Leider habe ich von der Bauphase der Garage keine Fotos, weil wir genau in den 14 Tagen im Urlaub waren.

    Muss mal nachsehen, ob ich noch Fotos habe, als der Gußasphaltestrich eingebracht wurde. Kann mich nicht erinnern, ob da der Beton vorher noch mit irgendwas behandelt wurde... Außer dem Besen!

  • Kondensat im Sommer kann doch nicht diese Wassermengen erzeugen, dass es fühlbar nass ist. In meiner Garage sind auch die Fenster offen und hier ist nichts, obwohl die halb in der Erde ist, ungedämmt. Hier müsste es jede Menge Kondensat geben, tut es aber nicht, bzw wird gleich weg geblasen. Dort muss etwas undicht sein. Von irgend wo dringt direkt Wasser ein, vor allem weil das gleich nach Regenfällen sichtbar wird. Mein erster Verdacht wäre das Regenrohr.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Mein erster Verdacht wäre das Regenrohr.

    Er schrieb doch, dass aufgrund seines Retentionsdachs da kein Wasser kam...


    Vielleicht kommt das Wasser von außen, Sucht sich einen Weg zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe oder so?

    Wie ist denn das Gelände rund um die Garage?


    Bindiger Boden? Aufstauendes Sickerwasser?

    Was wurde außen gemacht bzgl. Sockelabdichtung?