Photovoltaik - noch interessant?

  • Hallo zusammen,


    ich würde mich hier gerne bzgl. eurer Einschätzung/Erfahrung zum Thema Photovoltaik erkundigen.

    Wie schätzt ihr für die heutige Zeit die Sinnhaftigkeit der Installation einer Photovoltaikanlage ein?


    Gerne würde ich über eine passend zugeschnittene PV-Anlage (unter 10kwh) unsere jährlich anfallenden Stromkosten reduzieren.

    Nun gibt es ja zwei Wege via PV:

    • Reduktion der Stromkosten über Verrechnung aus der Einspeisevergütung (liegt bei rund 10C) oder
    • Stromspeicher

    Dazu folgende Fragen:

    a) Lohnt es sich, hier aus euren Erfahrungen/Kenntnissen, auch noch im Jahr 2019/2020 in eine PV-Anlage zu investieren?

    b) (Falls a) mit ja beantwortet wurde:) Würdet ihr eher den Weg über eine Speicherlösung wählen oder über die Einspeisevergütung?

    c) Würdet ihr grundsätzlich die größtmögliche Fläche mit PV-Modulen bestücken?


    Zuvor zur besseren Einschätzung ein paar Eckdaten:

    • 140m2
    • Derzeitige Stromkosten: rund 5300kwh/1400€/Jahr
    • Dachfläche mit 45m2 (Süd-Südost-Ausrichtung) in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands
    • Luft-Wärmepumpe, Fußbodenheizung - Heizanlage ließe Anschluss an PV problemlos zu
    • Vorbereitung für PV-Anlage ist vorhanden (Leerrohre)
    • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

    Freue mich über jede Rückmeldung!


    Grüße

    Chrisy


    PS: Ich habe das Thema unter "Elektro" eingestellt, vielleicht passt es auch besser unter "Heizung"?

  • a) Ja, (wenn Leitungsverlegung, Zaehlerplatz usw. keine tiefgreifenden Umbauten erfordern)

    b) Speicher amortisieren sich derzeit nicht.

    c) Ja, (wenn die Anlage dann noch unter der 10kWp-Grenze bleibt)

  • a) Lohnt es sich, hier aus euren Erfahrungen/Kenntnissen, auch noch im Jahr 2019/2020 in eine PV-Anlage zu investieren?

    Vorausgesetzt man kann die Investitionskosten niedrig halten, dann ja,

    Ansonsten läuft man Gefahr, dass sich die Anlage erst in 20 Jahren o.ä. amortisiert, und bis dahin kann viel passieren. Bei solchen Anlagen verdienen zuerst einmal der Hersteller, Verkäufer, der Montagebetrieb, (evtl. noch der FInanzierer, sofern nicht aus Eigenkapital bezahlt) und am Ende der Reihe stehst Du. Dafür darfst Du das Risiko tragen.


    Würdet ihr eher den Weg über eine Speicherlösung wählen oder über die Einspeisevergütung?

    Speicher bedeutet erst einmal höhere Investitionskosten. Es gibt zwar auch Fördermöglichkeiten, aber unter´m Strichlassen sich solche Lösungen kaum wirtschaftlich darstellen.


    Würdet ihr grundsätzlich die größtmögliche Fläche mit PV-Modulen bestücken?

    Jaein. Normalerweise würde man versuchen die Anlage möglichst groß zu wählen um die Kosten/kWp niedrig zu halten.

    Es gibt aber auch Konzepte mit kleinen Anlagen, auch als Plug&Play PV Anlagen bekannt. Leider wurde die Inbetriebnahme solcher Kleinanlagen derart verkompliziert, und somit verteuert, dass es sich auch kaum noch rechnet.


    Ob sich eine PV Anlage in Deinem Fall rechnet, dafür solltest Du Papier und Bleistift nehmen und mal nachrechnen. Du kennst ja Deine Nutzergewohnheiten am besten.


    Bei 45m² Dachfläche wirst Du eine Anlagengröße von ca. 5-6kWp aufbauen können. Diese liefert mit etwas Reserve ca. 4.500kWh bis 5.500 kWh pro Jahr (vermutlich etwas mehr, aber lieber konservativ gerechnet). Bei Inbetriebnahme im nächsten Monat kriegst Du 10,18Ct./kWh als EInspeisevergütung. Wir reden somit über einen "Ertrag" (in Euro) zwischen 460,- € und 560,- € pro Jahr.

    Jetzt kommt es also darauf an, was Dich die Anlagen "betriebsbereit" kostet.


    Komplizierter wird es, wenn man die Anlage optimieren möchte. Hier spielt dann der Eigenverbrauch eine entscheidende Rolle, der lässt sich aber nur schwer vorhersagen.

    In einem Haushalt hat man eine Grundlast, also Verbraucher die ständig am Netz hängen und eine (meist) geringe Leistungsaufnahme (genauer gesagt Anschlussleistung) haben. Dann gibt es Verbraucher die zwar ständig in Betrieb sind, deren Bedarf aber variiert, beispielsweise ein Kühlschrank oder Heizungsanlage. Und dann gibt es noch die Verbraucher die manuell gesteuert werden, beispielsweise der Herd/Backofen, der ja nur benötigt wird, wenn man auch Kochen/Backen möchte.


    Das Ziel ist somit, die Verbraucher so zu steuern, dass sie dann in Betrieb sind, wenn die PV Anlage auch (ausreichend) Erträge liefert. Das ist nicht so einfach wie gedacht, denn man kann beispielsweise einen Kühl-/Gefrierschrank nicht für mehrere Stunden oder gar Tage abschalten, bis die PV Anlage wieder Ertrag liefert.


    Ein Speicher wäre zwar sehr hilfreich, aber die Kosten sind auch sehr hoch. Das lässt sich dann nicht mehr wirtschaftlich darstellen.


    Bei einer Heizung könnte man beispielsweise die WW Erzeugung nur dann freigeben, wenn PV Ertrag vorliegt. Die Energie wird dann ja im WW-Speicher eingelagert. In einem normalen Haushalt ist der WW Bedarf jedoch überschaubar, die WP benötigt dafür vielleicht 2-3kWh pro Tag. An einem Sommertag liefert die PV Anlagen aber ein Vielfaches davon.

    Im Heizbetrieb passen der Ertrag und der Bedarf zeitlich nicht zueinander, die Heizung hat ihren höchsten Bedarf im Winter, und da sind die PV Erträge gering.


    d.h. Je mehr Verbraucher Du im Haushalt hast, im Idealfall beliebig steuerbar, um so höher wird Dein Eigenverbrauch sein, und um so besser die Wirtschaftlichkeit Deiner Anlage.


    Ich kenne Leute die investieren viel Zeit und Geld in die Optimierung ihrer Anlage. Sie "verbrauchen" 2.000kWh des Solarertrags und mehr pro Jahr in einem typischen Haushalt. Das wären 50% und mehr des jährlichen Strombedarfs, und manchmal leidet auch der Komfort. Jede selbst erzeugte und verbrauchte kWh "spart" ihnen zwischen 20Ct. und mehr als 25Ct. (je nach Tarif).

    Andere wiederum haben weder Zeit noch Lust sich ständig damit zu befassen, und sie sind auch nicht bereit, ihr Nutzerverhalten anzupassen.


    Wie hoch nun der Eigenverbrauch in Deinem Fall sein wird, das steht in den Sternen, da kann man nur spekulieren.

    Nehmen wir mal an, Du baust eine 5kWp Anlage auf Dein Dach, die 4.500kWh p.a. liefert. Da sollte auch ohne viel Aufwand ein Eigenverbrauch um die 1.000kWh p.a. möglich sein. Das wäre somit die konservative Betrachtungsweise. Was sich nun optimieren lässt, und wie sich das am Ende auswirken wird, das kann man aus der Ferne nicht einschätzen.


    Ich würde bei Betrachtung der Amortisation eher konservativ rechnen und mich darüber freuen, wenn die Prognosen überschritten werden. Besser als ein utopischer Ansatz der sich am Ende nicht erfüllen lässt.

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    .

  • Grob und konservativ überschlagen: 6kWp, 5000kWh/a.

    1000kWh Eigenverbrauch = 250€/a

    4000kWh Einspeisung = 400€/a


    In 15 Jahren spart die Anlage also knapp 10000€ und hat sich dann vermutlich amortisiert (die Kosten deiner Anlage kennst nur du, ich gehe mal von 1500€/kWp aus). Danach spielt sie Gewinn ein.

  • b) Speicher amortisiert sich nie -> Das was nicht selbst verbraucht wird, wird eingespeist

    Einspeisung ist aber nur mit bis zu 70 % der installierten Leistung zulaeesig, dann regelt der Wechselrichter ab, wenn nichts selbst verbraucht wird. (alternativ kann man vom E-Werk seine Anlage per Rundsteuerempfaenger steuern lassen, dann regelt der Versorger ab, wenn er deinen Strom grad nicht braucht...)

    Man sollte also die 30 % um die Mittagszeit tatsachlich nutzen koennen. Ansonsten kann auch ein E-Auto ein Speicher sein.


    Da man damit ohnehin nicht mehr reich wird: Man kann eine Anlage (evtl. auch mit Speicher) als oekologische Investition in die Zukunft (Energiewende selber machen) ohne nennenswerte Gewinnerzielungsabsicht (Vorsicht, nur innoffiziell, sonst beschwert sich das Finanzamt!) betrachten.

    Wir habe eine Anlage (4,6 kWp mit Speicher (7 kWh)) seit 5 Jahren in Betrieb. Autarkiequote bislang 80-83 %, Bezug Strom ~ 300 kWh/Jahr.

    Speicher kann man u.U. abschreiben, evtl. gibts noch KfW Foerderung, Steuertechnisch alles ein wenig komplexer, aber nachdem ich anfangs recht lang hin und her gerechnet habe und mal 17, mal 19 , mal 15 Jahre als Amortisationszeit herauskam (je nach Modell), sehe ich das mittlerweile eher gelassen. Ich hab halt fuer die naechsten x Jahre Strom zum Fixpreis eingekauft. Und gut. Und jede Strompreiserhoehung spielt mir in die Karten.

  • Einspeisung ist aber nur mit bis zu 70 % der installierten Leistung zulaeesig

    Ja richtig. Wieviel Stunden im Jahr kommt denn so eine Anlage auf mehr als 70% der installierten Leistung?


    Man kann eine Anlage (evtl. auch mit Speicher) als oekologische Investition in die Zukunft (Energiewende selber machen) ohne nennenswerte Gewinnerzielungsabsicht betrachten

    :thumbsup:

  • Man kann eine Anlage (evtl. auch mit Speicher) als oekologische Investition in die Zukunft [...] betrachten.

    Oder als eine Art Risikomanagement, falls das Stromnetz in Zukunft weniger stabil läuft oder im Zuge von Computerkriminalität zeitweise ausfallen sollte.

    Diese Art der Nutzung erfordert dann aber noch weitere Steuerelemente, um den gespeicherten Strom im Havariefall zielgerichtet und sparsam zu nutzen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ja richtig. Wieviel Stunden im Jahr kommt denn so eine Anlage auf mehr als 70% der installierten Leistung?


    :thumbsup:

    An fast jedem (ausser vielleicht Dezember / Januar) sonnigen Tag! Im Fruehsommer koennen das schon mal 4-5 Stunden sein. Aber in der Summe gehen natuerlich weniger als 30 % des Ertrags verloren.


    Wir speisen im Jahresmittel etwa 60 % der installierten Leistung (in kWh) ein. Die Verluste durch Abregelung liegen durch Optimierung der Batterieladung und der Verbraucher (Spuelmaschine/ Waschmaschine/ Warmwasser-Heizstab) mittlerweile im Minutenbereich pro Tag

  • Danke, viele interessante Aspekte werden hier genannt.


    Gewinnorientiert sehe ich das ganze auch nicht - eher als möglicher Einsparfaktor.

    Der Gewinn von 500€ aus der Einspeisung würde aber schonmal die bisherigen Stromkosten reduzieren. Zusammen mit der Nutzung des erzeugten Stroms wäre es mein Ziel, dassdie Kosten für den jährlichen Strombedarf vom Netzanbieter nicht mehr bei 1,4k € liegen sondern eher bei 300-400€. In Zeiten von WLAN-Steckern/Zeitsteuerung usw. lässt sich ja an vielen Vernbrauchstellen etwas drehen, sodass der erzeugte Strom aus der PV-Anlage optimal genutzt werden kann.


    Was ich noch genauer einkalkulieren muss ist der Nutzen in Kombination mit einer Wärmepumpe - hier läge der Vorteil doch eher bei einem Speicher - wenn diese nicht so extrem teuer wären. Hat hierzu jemand Erfahrungswerte? Erzeugt die PV-Anlage in den Monaten November bis Februar nennenswert Strom?

  • In Zukunft sollen ja Hauszähler für Strom auf die Smartmeter umgestellt werden.

    Die Freude darüber ist durchaus unterschiedlich.

    Je nach "Grund".

    Verbraucher über 6.000 kWh sollen hier die Pioniere werden.

    Wenn der eigene Stromverbrauch reduziert wird kann man die Umstellung noch etwas hinauszögern.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • In Zukunft sollen ja Hauszähler für Strom auf die Smartmeter umgestellt werden.

    Die Freude darüber ist durchaus unterschiedlich.

    Je nach "Grund".

    Verbraucher über 6.000 kWh sollen hier die Pioniere werden.

    Auch bei PV über einer gewissen Grenze (glaube 7kWp) ist ein "intelligentes Messsystem" Pflicht. Genau wie bei Heizstrom.


    Zur PV:

    Ich überlege aktuell auch.

    Speicher ist wirtschaftlich kaum darstellbar. Einfach viel zu teuer.


    Bzgl Größe - man bekommt die Anlage auch wirtschaftlich, wenn man sie so klein wählt dass der Großteil in den Eigenverbrauch geht, der ja nicht mit 10,.. sondern mit 25 Cent "vergütet" wird.

    Bei der Anlagengröße kann man ggf. auch selbst aufstellen (Garagendach etc..) und viele Kosten einsparen und auch die ganze Bürokratie weglassen und gar nicht einspeisen. Der absolute Effekt ist dann jedoch überschaubar.

  • Ich überlege aktuell auch.

    Ich ebenfalls.

    Vor 3 Wochen 3 Anbieter aus dem Umkreis angeschrieben.

    - Einer hat sich sofort gemeldet und war auch gleich da. Das für letzte Woche versprochene Angebot kam aber noch nicht.

    - Einer hat prinzipiell zugesagt, kann aber nicht vor Ende Oktober ein Angebot erstellen (wie lange dauert dann erst die Ausführung?)

    - Einen gibt es nur noch bei google und den Suchmaschinen, die Firma ist aber wohl inzwischen liquidiert


    Dann vor 1 1/2 Wochen nochmal 3 angeschrieben-

    - Einer hat geantwortet, er kann bei Interesse bis Ende September ein Angebot abgeben.

    - Einer hat geantwortet, die Firma (Dachdeckerbetrieb) hat sich aus dem PV-Geschäft zurückgezogen

    - Auf die dritte Antwort warte ich noch.


    Gleichzeitig ein Vermittlungsportal (das derzeit massiv Werbung macht) mit meinen Daten bestückt, in der Überzeugung, dort passende Anbieter (die vielleicht nicht die günstigsten sind, weil die ja noch Provision an den Vermittler bezahlen müssten) vermittelt zu bekommen.

    Nach einem Tag Rückruf des Vermittlers, der nochmal haarklein alle Daten aufnimmt. 2 Tage später Antwort per Mail: Sie haben keinen passenden Anbieter.


    Ebenfalls meine Daten an einen Internetanbieter für PV-Anlagen durchgegeben, der plant und verkauft, aber nicht selbst installiert. Ergebnis: Er kann für mich nicht planen, weil Gründach nicht in seinem "Profil" ist.


    Ok, es ist derzeit noch Urlaubszeit, trotzdem ist das Ergebnis schon etwas ernüchternd. Muss wohl meinen Suchradius deutlich vergrößern.

  • Bei der Anlagengröße kann man ggf. auch selbst aufstellen (Garagendach etc..) und viele Kosten einsparen und auch die ganze Bürokratie weglassen und gar nicht einspeisen. Der absolute Effekt ist dann jedoch überschaubar.

    Ich hatte oben ja die kleinen Plug&Play Anlagen angesprochen, aber selbst da machen Dir die VNB (und entsprechende "Interessenverbände") einen Strich durch die Rechnung. Von wegen Abbau von Bürokratie und Kosten.

    Entweder Inselanlage, oder es wird teuer.

    Man muss sich nur einmal die Diskussionen zur 600W Grenze, Einspeisedosen usw. anschauen.


    Einfache Lösungen sind nicht gefragt, Rentabilität für den Anlagenbetreiber sowieso nicht, es geht nur darum, möglichst viel Profit abzuschöpfen.....und wenn dann noch ein paar Cent übrig bleiben sollten, kriegt der Anlagenbetreiber auch noch etwas ab.


    Deswegen muss man als zukünftiger Anlagenbetreiber sehr genau rechnen, zumindest wenn man das nicht unter Hobby verbuchen möchte.

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  • Richtig.

    Wobei "Steckdose" hier nicht mehr wörtlich zu verstehen ist. "Steckdose" das war einmal, zwischenzeitlich braucht es dafür In Deutschland eine "Einspeisedose". Die kostet irgendwas um die 20,- €, was ja noch nicht das Problem wäre, aber dann kommen noch die Montagekosten hinzu.

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  • PV auf Gründach (also Flachdach, extensiv begruent)?

    genau. Ist natürlich Quatsch, aber die extensive Begrünung war Pflicht laut Bebauungsplan. Es gibt sogar ein paar Nachbarn im Wohngebiet, die Begrünung und PV sofort beim Bau gemacht haben. Ob da je was drunter gewachsen ist - wer weiss das schon.

  • Ist natürlich Quatsch, aber die extensive Begrünung war Pflicht laut Bebauungsplan.

    Hier habe ich genau den umgekehrten Fall...extensive Begrünung eine Flachdachs (Holzbau, eigentlich weiche Bedachung...) gewünscht, PV wegen ENEV erforderlich...also wird es wohl eine 3,xx kWp Alibi-Anlage werden. Flach auf dem Dach. Mit 8° Neigung gen Süden... und das in Schneelastzone 3. In einer Region, die mit 6 Monaten schlechten Wetter gesegnet ist. Zumindest wird unter der Anlage einen Kiesstreifen vorgesehen...

  • Ich hatte oben ja die kleinen Plug&Play Anlagen angesprochen, aber selbst da machen Dir die VNB (und entsprechende "Interessenverbände") einen Strich durch die Rechnung. Von wegen Abbau von Bürokratie und Kosten.

    Entweder Inselanlage, oder es wird teuer.

    Man muss sich nur einmal die Diskussionen zur 600W Grenze, Einspeisedosen usw. anschauen.

    Die Einspeisedose is natürlich schon vorhanden, der Zweirichtungszähler ebenfalls.

    Dann muss nur noch (vereinfacht) beim VNB angemeldet werden und das Marktstammdatenregister gefüllt werden.


    Im PV-Forum gibt die Kategorie der "Guerilla" Anlagen. Einfach anklemmen. fertig. Beim Zähler ohne Rücklaufsperre finde ich das nicht in Ordnung, das ist Betrug/Diebstahl, aber sonst...

    Berichte über Ertappte gabs noch keine. Wie auch?

  • aber sonst...

    Da bin ich ganz bei Dir. Ich halte diesen Zirkus um die Kleinanlagen für völlig überzogen. Auch die willkürliche Grenze von 600W ergibt keinen Sinn.

    Man darf halt dieses Verhalten (einfach anklemmen etc.) nicht empfehlen, da es schlichtweg rechtswidrig ist. Ich kenne einige Leute die sich 2-3kW installiert haben und damit 1.500kWh bis knapp über 2.000kWh p.a. an Eigenbedarf abdecken. Diese Kleinanlagen amortisieren sich in ca. 5- 7 Jahren (Investitionskosten ca. 900,- € pro kWp).

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  • Das vereinfachte Anmeldeverfahren ist nur für Anlagen bis 600W vorgesehen.

    Findet sich meist auf den Webseiten der Netzbetreiber.

    Siehe auch AR-N 4105.

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  • Mal ein Wasserstand: Derzeit verhandeln wir mit einem Anbieter (unser regionaler Stromanbieter), der ein schlüsselfertiges System anbietet. 12.000€ für 8 kWp inklusive Anmeldung usw. Lediglich einen neuen Stromzähler müsste ich extra berappen.


    Verbaut würden bei Zusage 26 330Watt Module (garantiert fertig bis zum 1. Quartal 2020). Jährlich würden dadurch rund 8000kWh Ertrag erwirtschaftet. Nach 25 Jahren sollten die Module noch 80% der Leistung erbringen. Klingt für mich insoweit positiv. Andere Anbieter lagen preislich ähnlich. Oftmals wollten diese jedoch den Stromspeicher mit verkaufen.

    Ich denke, ich werde dieses Angebot annehmen.

  • Mit 1000kwh/kwp zu rechnen ist optimistisch gerechnet. für mich zu optimistisch.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.