Terrassentür - Beseitigung Sockelschäden und Herrstellung einer Abdichtung

  • Hallo liebes Experten-Team,


    ich habe ein paar Fragen zur korrekten Abdichtung meiner Terrassenschiebetür. Anbei dazu einige Bilder vom aktuellen Ist-Zustand. Wie auf diesen zu sehen ist, löst sich unter der Tür einiges vom Sockelputz so dass der Bauschaum unter der Tür zum vorschein kommt. Außerdem ist unterhalb der Tür keine wirkliche Abdichtung gegen Wasser vorgenommen worden.


    Grundsätzlich stelle ich mir jetzt die Frage, wie die bestehenden Schäden "behandeln" muss, damit ich die Grundlage für die Abdichtung (gleichmäßige und plane Oberfläche) habe. Nach Herstellung der Abdichtung soll dann im Endergebnis Bundsteinputz unter die Terrassentür. (Wie um das gesamte Haus)


    Anbei meine Fragen/ Ideen:


    Muss der komplette bestehende Sockelputz unter der Tür ab oder reicht es wenn ich alle losen Stellen entferne?

    Mit welchem Material verfülle ich die offnen Schlitze und Löcher bei denen der Bauschaum zu sehen ist? Gibt es dafür speziellen Mörtel?


    Nachdem das erledigt ist würde ich wie folgt vorgehen:

    - Ordentliche Kehle/Winkel mit Hohlkehlenspachtel herstellen

    - Abdichten der Kehle mit Abdichtungsmasse inkl. Dichtfolie

    - Dann Sockelputzleichtputz aufbringen als Grundlage für den Bundsteinputz


    Grundsätzlich würde ich mich freuen von euch grundlegende Infos zu der fachgerechten Ausbesserung zu erhalten.

    (Ggf. auch welche Materialien (Hohlkehlenspachtel/ Abdichtungsmassen/ Sockelputze) man dafür nutzen kann.)


    Ich danke euch schon mal im Voraus für eure Hilfe.


    Liebe Grüße

    Paul

  • Hinweis/ Ergänzung zu meinen Fragen:


    Ich möchte darauf Hinweisen, dass ich die Ausführung der Reparaturarbeiten nicht selbst (Do-it-Yourself) durchführen möchte, sondern gerne wissen würde, wie die fachgerechte Ausführung solcher Arbeiten erfolgt.


    Hintergrund dieses Anliegens ist, dass wir eine Baufirma für die Erneuerung des Sockels beauftragt hatten. Diese wollte jedoch direkt auf die auf den Bildern dargstellten Schäden Bundsteinputz raufputzen. Deshab haben die Arbeiter der Firma, wie auf den Bildern zu sehen, schon Universalgrundierung auf den defekten Sockelputz aufgetragen um darauf dann den Bundsteinputz raufzuputzen. Dies erscheint mir aber als nicht fachgerecht, zu mal aus meiner Sicht nicht mal eine Abdichtung vorliegt. Deshalb habe ich mich mittlerweile ein wenig selbst schlau gemacht, komme an manchen Stellen jedoch an meine Grenzen, weshalb ich hier nach einem Rat frage.


    Wegen weiterer Baumängel durch die Firma haben wir im Übrigen die Arbeiten vorerst einstellen lassen.


    Liebe Grüße

    Paul

  • Moin,


    ganz ehrlich? Das wird so nichts werden.

    Selbst wenn man irgendwie unterhalb des Wetterschenkels eine Abdichtung dranpfrimelt, spätestens in den Ecken/an den Laibungspunkten ist Schluss.

    Die erforderliche Abdichtung muss an die Abdichtung der Fundamente/der Kelleraußenwand angeschlossen werden. Im vorliegenden Fall reicht der Klebeflansch unterhalb des Wetterschenkels wahrscheinlich nicht aus, eine ausreichende Fügebreite für einen wie auch immer gearteten Anschluss einer wie auch immer gearteten Abdichtung zu erstellen.


    Der nachfolgende VORSCHLAG ist mit VORSICHT zu genießen und stellt keinerlei Planung dar:
    Lassen Sie ein ebene Fläche ohne Löcher etc. erstellen. In den Laibungsbereichen wird der vorhandene Putz in Teilbereichen zurückgebaut werden müssen, um einen ausreichenden Anschluss an das Mauerwerk hinter dem WDVS zu erhalten.

    VERMUTLICH wird ein Flüssigkunststoffanschluss die beste Variante sein, um einen einigermaßen brauchbares Ergebnis zu erreichen.

    Vor dem Fenster-/Türelement muss dann eine Entwässerungsrinne mit Rost angeordnet werden, die selbständig entwässern kann. Um den Anteil an Spritzwasser so gering wie möglich zu halten, sollte das Rost schmale Stege aufweisen, also kein Rost wie es z. B. gern bei Entwässerungen von Garagenzufahrten vor den Gehwegen genutzt wird, das breite Stege hat.


    M. f. G.

    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld