Wer besucht meinen Sommerflieder?

  • Vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen.



    Mit Schmetterlingen kenne ich mich gar nicht aus.

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  • Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen. :D


    Aber kein Problem, wenn er sich zu stark ausbreitet, dann spritze ich Glyphosat. :lach:

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  • Hallo Ralf,


    der Schmetterling auf Deinem Bild ist ein Distelfalter.

    Und lass Dir von Roth nichts einreden - Sommerflieder ist wunderbar. Er ist Nektarquelle für viele Insekten in unserer ausgeräumten Landschaft. :thumbsup:

    Klar, die Büsche breiten sich zusehends aus, aber wenn ich mir so anschaue, was die Leute sonst in ihre Gärten pflanzen, dann verstehe ich nicht, wieso man sie kaputt machen soll.


    Distelfalter sind übrigens Wanderfalter- sie fliegen sehr weite Strecken und überqueren sogar die Alpen. In manchen Jahren sind sie selten, weil sie es nicht schaffen, in anderen Jahren kommt ihnen das milde Klima entgegen und es können sehr viele sein. Dieses Jahr ist jedenfalls ein gutes Jahr für Distelfalter.


    Falles es Dich interessiert: Distelfalter

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Rose24

    Meine Ironie nicht erkannt? Entsprechenden Smiley vergessen...

    Ich habe selber welche, und zwar auf Anraten des Gartenberaters des LRA, der gemeint hat, Brennnesselecken wären ja da, zu deren Unterstützung wäre Buddleias nicht schlecht.

    Auf den ungeheueren Ausbreitungsdrang von Neophyten wie Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut haben die Schweizer vor längerer Zeit zu Recht hingewiesen. Die sind dort meldepflichtig und werden bekämpft, während bei uns noch einige denken, dass sie so schön blühen und "gut für Bienen" sind.

  • Wir haben auch ein paar Sommerflieder im Garten. Vermehrt haben die sich noch nicht, jedenfalls nicht bei uns im Garten. Allerdings schneiden wir auch die verblühten Blüten ab.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Bei unserem Sommerflieder auf dem Dach konnte ich auch noch keine ungebührliche Ausbreitung feststellen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Sommerflieder auf der Terrasse steht in einem 20l Kübel, und ich schneide ihn natürlich entsprechend. Genau so schneide ich auch den "normalen" Flieder der schon auf dem Grundstück steht.


    Es ist völlig richtig, wenn darauf geachtet wird, was an invasiven Arten auf dem Vormarsch ist. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass Deutschland keine kleine Insel ist, und Pollen und Samen an einer "Staatsgrenze" nicht Halt machen. Die Landschaft verändert sich nun mal und die Pflanzen haben dabei einen großen Anteil. Wo möchte man da zeitlich eine Grenze ziehen? Die willkürliche Grenze" Jahr 1500" die oft verwendet wird?

    Es gibt auch eine Menge Nutzpflanzen die in DE früher nicht heimisch waren (Kartoffeln, Tomaten.....)


    Es wäre ein große Denkfehler wenn man davon ausgehen würde, dass der Status Quo über Jahrhunderte oder Jahrtausende erhalten bleiben muss. DIe Entwicklung/Evolution bleibt nicht stehen, nur weil wir meinen, dass der aktuelle Zustand der einzig richtige wäre.

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  • Richtig! Erstens kommen viele der ursprünglich einheimischen Pflanzen heute auch in zufällig mutierter oder gezüchteter Form vor, zweitens müsste man alles mögliche auf die schwarze Liste setzen, z.B. Pflaume und Kastanie.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Richtig! Erstens kommen viele der ursprünglich einheimischen Pflanzen heute auch in zufällig mutierter oder gezüchteter Form vor, zweitens müsste man alles mögliche auf die schwarze Liste setzen, z.B. Pflaume und Kastanie.

    Na ja, es geht um Neophyten. Die Schweizer haben die Vorkommen genau kartiert und versuchen, ihre Flora im Gleichgewicht zu halten.

  • Na ja, es geht um Neophyten. Die Schweizer haben die Vorkommen genau kartiert und versuchen, ihre Flora im Gleichgewicht zu halten.

    naja, mit den "Neophyten" ist das so eine Sache: Heute werden meist alle nach 1492 nach Europa gekommenen Adventivpflanzen als "Neophyten" bezeichnet. Danach wären aber u.a. auch die Kartoffel und der Mais ein Neophyt und so manche andere heute oft für einheimisch gehaltene Pflanze. Und manches, was heute "einheimisch" ist, was oft vor mehreren Jahrhunderten oder sogar Jahrzehnten noch "fremd".

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Na ja, es geht um Neophyten. Die Schweizer haben die Vorkommen genau kartiert und versuchen, ihre Flora im Gleichgewicht zu halten.

    Da kann man ihnen nur "viel Erfolg" wünschen. Für meine Begriffe ist das ein aussichtsloses Unterfangen.


    Bei uns geht der Sommerflieder übrigens in der ganzen Region wild auf. Sowohl in unserem (ungepflegten) Garten als auch entlang der Flüsse und Bäche. Aber anders als z.B. das Springkraut wächst er nicht flächendeckend und nachdem in den Wiesen immer weniger Blumen blühen, halte ich ihn eher für eine Bereicherung.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • buddleia hat eien grossen vorteil. da wo die sich wohlfühlt wächst ganz wenig anderes zeug. und aufverlassenen bahnstrecken und schutthalden wird ganz wenig andere vegetation verdrängt.


    da fallen mir viele andere neophyten ein , die es gälte zu bekämpfen.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich habe mitbekommen, dass invasive Pflanzen durchaus einheimische verdrängen. Dabei kann eine Pflanze mehrere einheimische Pflanzen verdrängen. Da sie keine natürlichen Feinde haben und sie niemand hier isst, weil sie keiner kennt, verbreiten sie sich extrem, wodurch unsere Flora recht eintönig werden könnte. Außerdem, wenn die einheimischen Tiere ihre Pflanzen nicht mehr finden, sterben sie aus. Es hat schon seinen Sinn, wenn Fachleute davor warnen, genau wie es Sinn macht, was Fachleute hier von sich geben. Ich kann daher Leute nicht verstehen, die trotz besserem Wissen meinen, ach komm schon, meine verbreitet sich nicht, die ist doch soooo schöööön... Die Samen verbreiten sich ohne, dass man selbst etwas bemerkt. Es gibt durchaus harmlose Pflanzen und solche die sich extrem verhalten. Wilde Kartoffeln habe ich noch keine bemerkt, eben so wenig wilder Mais. Es gibt auch solche die extrem gesundheitsgefährdend sind, die keiner wollte, die durch den Welthandel eingeschleppt wurden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Und wie will man dem noch Herr werden:



    So sieht es hier entlang des Inn überall aus. Kanadische Goldrute und Springkraut wohin das Auge schaut. :eek:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Die Goldrute gibts aber schon lange hier.

    Daraus haben wir vor sechzig Jahren schon Pfeile fürs Bogenschiesen gemacht und auch dad Springkraut mit sd wohl schon lange hier herumstehen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Topinambur (Helianthus - Art) steht auch auf der Schweizer Liste der invasiven Neophyten.

    Da ist mir eingefallen, dass meine Mutter mir erzählt hat, sie mussten diese Knollen überall wo möglich zu Kriegszeiten anbauen. (Kartoffelersatz, Zuckergewinnung?) Der Anbau war verheerend für die Fruchtfolge, sie hat Topinambur gehasst. Selbst kleinste Teilchen sprossen immer wieder neu.

  • Topinambur , heraklium , japanischer staudenknöterich , springkraut,armenische traubenhyazinte , himalaja-knöterich, ambrosie .....


    das sind die ganz bösen , die mir einfallen. die sind auch absolut invasiv und kaum zu bekämpfen .


    sommerflieder ist mit zwei rodehackenhieben erledigt ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Dann brauchst Du eine im Handtaschenformat :D


    Da fällt mir ein, ich hätte noch eine übrig, die lässt sich aus 1m Elementen zustammenstecken.

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