Vigour LED Spiegelschrank brummt

  • Hi Leute,


    wir sanieren seit zwei Jahren unser Haus.


    Gegenwärtig haben wir einen Spiegelschrank für das Bad gekauft.

    Kaum angeschlossen fing er an zu fiepen, brummen, und surren. Betätige ich den Taster im Spiegelschrank

    geht das LED Licht an den Seiten an und es wird ruhiger.

    Schalte ich es wieder aus kommt das brummen wieder.

    Die Fachfirma, die ihn installiert hat kann da nix machen gegen.

    Selbst der Elektriker ist nicht in der Lage.

    Ich komme also jedesmal in das Bad und höre mir das fiepen an

    und das die nächsten Jahre lang.

    Ihr habt doch bestimmt eine Idee, wie ich da was machen kann.

    Hier noch ein paar Eckdaten:

    Vigour

    230/50hz

    Steckdose max: 10 A

    IP20


    Vielen Dank im voraus.

  • Spannungsversorgung (Netzteil) für die LED.

    Es besteht eine geringe Chance, dass das Fiepen durch die Montage verstärkt wird (unzureichende Befestigung), sehr wahrscheinlich ist aber das Netzteil für sich schon so laut.


    Lösung: Zuerst Montage des Netzteils überprüfen. Dann Netzteil austauschen, evtl. durch ein anderes Modell. Bei der Montage darauf achten, dass sich das "Brummen" nicht über den Korpus des Spiegelschranks verstärkt.


    Man könnte auch einen Umbau in Erwägung ziehen, mit einem Schalter, der das Netzteil primärseitig abschaltet. Dann würde man nur noch ein Geräusch hören, wenn das Licht eingeschaltet wird, und unter Last ist das Geräusch ja nicht so laut (evtl. auch nicht mehr störend?)

    Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Übung.


    Die entscheidende Frage wird sein, ob das noch im Rahmen der Gewährleistung erfolgen muss. Ich würde dafür plädieren, dass es sich dabei um einen Mangel handelt der vom Lieferanten zu beseitigen ist. Man kann wohl als Käufer davon ausgehen, das man beim Kauf einer Beleuchtung von "Lärm" verschont bleibt. Aber, meine Meinung wird nicht jeder teilen. Wird in der Produktbeschreibung darauf hingewiesen, dass solche Geräusche auftreten können, dann hat man durch den Kauf diese Schwäche bewusst mit eingekauft. In diesem Fall würde/müsste man so argumentieren, dass man als Käufer das Produkt zwar so gekauft hat, aber der Hersteller/Lieferant nicht darauf hingewiesen hat, dass das Geräusch so laut sein kann (fehlende Angaben zu einem möglichen Schallpegel).

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  • Erst einmal vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.


    Hab ich es richtig verstanden, dass dieses Brummen vielleicht entsteht, weil

    der Spiegelschrank falsch auf den Fliesen montiert wurde (zu geringer Abstand/fehlende Filzgleiter)?


    Das Netzteil schaue ich mir mal an.

    Nehmen wir mal an, ich tausche den Schalter. Welche Lichtfarbe wird mir dann eine LED dann geben,

    die eigentlich mehrere Farben wiedergeben kann?


    Als erstes werde ich wohl noch einmal an den Lieferanten herantreten.

  • Hab ich es richtig verstanden, dass dieses Brummen vielleicht entsteht, weil

    der Spiegelschrank falsch auf den Fliesen montiert wurde (zu geringer Abstand/fehlende Filzgleiter)?

    Nein. Ich dachte eher an die Montage des Netzteils. Die werden irgendwo im Schrank verschraubt, manchmal nicht richtig befestigt, oder sie übertragen das Brummen auf den Korpus, so dass dieser ebenso zum Schwingen angeregt wird, und das Geräusch verstärkt.

    Bei einem hochfrequenten Fiepen ist die Entkopplung des Netzteils eher nicht das Problem.



    Als erstes werde ich wohl noch einmal an den Lieferanten herantreten.

    Richtig, denn der ist für die Gewährleistung zuständig.

    Bei Eigenmontage könnte er darauf verweisen, dass das Teil nicht korrekt montiert wurde. Dann darf man sich halt mit dem Lieferanten streiten.

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  • Ich kenne es von billigen Netzteilen so (Steckernetzteilen mit USB Ausgang) dass diese Dinger hörbar fiepen / Brummen wenn sie im Leerlauf sind. Also ohne Last. Stecke ich ne Lampe / Alexa dran, verschwindet das Geräusch. Die Teile sind Schaltnetzteile

  • hörbar fiepen / Brummen wenn sie im Leerlauf sind.

    Das ist gut möglich. Es gibt auch Schaltnetzteile bei denen die Schaltfrequenz nicht konstant ist usw.


    Das zeigt sich auch wenn solche Produkte auf EInhaltung der EMV Grenzwerte geprüft werden. Der Hersteller definiert die Nennleistung, und dann wird das Netzteil mit Nennlast betrieben und Störspannung etc. gemessen. Werden die Grenzwerte eingehalten, dann gilt die Prüfung als bestanden.


    Man kann die Formulierungen in den Normen (repräsentativ) aber auch so interpretieren, dass ein Produkt unter allen Betriebsbedingungen die EMV Grenzwerte einhalten muss. Wenn also ein Netzteil für verschiedene Lasten vorgesehen ist, dann muss man dieses auch mit verschiedenen Lasten prüfen. Dabei zeigt sich oftmals, dass das Störverhalten bei Teillast höher ist als bei Volllast.


    Das Problem dabei ist, man kann nicht alle theoretisch denkbaren Betriebsbedingungen überprüfen, das würde Wochen dauern. Diesen Aufwand bezahlt niemand, zumindest nicht bei Produkten im Consumer Bereich. Also muss man eine mögichst sinnvolle Auswahl treffen. Leider machen es sich manche dann zu einfach.

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  • So liebe Leute,


    ich wollte euch nicht im Unklaren lassen, was im Endeffekt bei rum gekommen ist.

    Von Anfang an hatte ich wie gesagt das fiepen, brummen, surren. Von dem Sanitäter kam keine Reaktion. Nach 4 weiteren Wochen ist die LED durch geknallt.
    Nun hat sich das sanitätsunternehmen, welches zum anbringen beauftragt wurde, erbarmt sich uns die Nummer zu geben von dem Unternehmen des Spiegelschrankes zu geben.

    Dann brauchte es weitere 6 Wochen bis die Handwerker von denen kamen. Der hat einfach das Trafo getauscht! Jetzt funktionieren die festverbauten LED wieder.

    Es gibt auch nicht das geringste fiepen, brummen, surren oder sonstiges. Einfach

    Fantastisch.


    Vielen Dank jedenfalls für eure Beiträge

  • Also doch ein fehlerhaftes Netzteil. Danke für die Rückmeldung. :thumbsup:


    Diese Probleme werden leider immer häufiger, da solche Netzteile als Massenware hergestellt werden, Einzelprüfungen gibt es da so gut wie nicht mehr, es werden nur noch Stichproben genommen. Es ist billiger ein einzelnes Netzteil vor Ort austauschen zu lassen als während der Produktion auf eine intensivere Qualitätssicherung zu achten.


    AUf jeden Fall freut es mich, dass Dein Problem gelöst ist.

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  • Es ist billiger ein einzelnes Netzteil vor Ort austauschen zu lassen als während der Produktion auf eine intensivere Qualitätssicherung zu achten.

    Das ist akzeptabel, solange Kleingeräte durch den Kunden problemlos zurückgegeben werden können, wenn man mal die Nachhaltigkeit völlig außer acht lässt. Wenn aber Großgeräte und Möbel wochen- und monatelang ausfallen, weil die Handwerker und Dienstleister unfähig sind, die Probleme kurzfristig im Sinne ihrer Kunden zu lösen, werden die Grenzen dieser Entwicklung schnell deutlich.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wenn aber Großgeräte und Möbel wochen- und monatelang ausfallen, weil die Handwerker und Dienstleister unfähig sind, die Probleme kurzfristig im Sinne ihrer Kunden zu lösen, werden die Grenzen dieser Entwicklung schnell deutlich.

    Unser Bürodrucker - deutlich unterbeschäftigtes Großgerät - wird just in diesem Augenblick zum 7. Mal innerhalb von ca. 3 Wochen repariert. Bisher dauerte der Reparaturerfolg noch nie länger als einen halben Tag ... Die Wartezeit bis zum nächsten Servicetermin war jeweils länger.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • weil die Handwerker und Dienstleister unfähig sind, die Probleme kurzfristig im Sinne ihrer Kunden zu lösen, werden die Grenzen dieser Entwicklung schnell deutlich.

    Ich finde diese Entwicklung auch nicht gut, aber es muss ja alles immer billiger werden.


    Kompliziert wird es leider, wenn wie im obigen Fall, mehrere Baugruppen verschiedener Zulieferer verarbeitet werden. Der Möbelhersteller kauft die Netzteile auch nur zu, und es wäre an sich seine Aufgabe, hier den Qualitätsstandard seiner Zulieferer zu definieren. Andererseits muss aber auch er immer billiger produzieren.


    Ich habe einen Kunden der genau vor diesem Problem steht. Er investiert Monate in die Qualitätssicherung und Freigabe von Zukaufteilen. Zieht er das Qualitätsniveau zu sehr an, dann fallen ihm reihenweise die Lieferanten aus, am Ende kriegt er gar keine Baugruppe mehr. Setzt der die Grenze zu locker, dann läuft er Gefahr. dass er sich massenhaft mit Reklamationen herumärgern muss. Hier einen vernünftigen Mittelweg zu finden ist sehr schwierig.

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  • MUSS er wirklich? Oder ist die Angst vorm "Billichwillich" Kunden nicht so was wie die Angst vorm eigenen Schatten?

    Wie hoch ist der Anteil der Kunden, die nicht unbedingt "billig" wollen? Wieviele Anbieter trauen sich, über sich zu sagen: "Ich biete hohe Qualität, ich bin meinen höheren Preis aber mehr als wert!"

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • MUSS er wirklich?

    Ja, muss er. MIt wenigen Kunden die bereit sind einen höheren Preis zu bezahlen, kannst Du die Firma kaum über die Runden bringen. Zudem wird der Betrieb anfälliger für Umsatzschwankungen. Man darf nicht vergessen, so eine Produktion kann man nicht mit einer Kleinfirma fahren, macht braucht eine Mindestgröße. Mit 10 Leuten und ein paar Mascinchen funktioniert das nicht.


    Ein typisches Beispiel haben wir doch gesehen, in der TV Branche. Der Hersteller hat sich im High-End Bereich positioniert, und sowohl Geräte als auch Service waren gut. Das hat nicht ausgereicht, denn er konnte den Betrieb nicht beliebig schrumpfen um die Betriebskosten niedrig zu halten, und so gingen die Lichter aus.

    Wem gehören heute Marken wie Metz, Grundig, Blaupunkt usw. ?

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  • Wie hoch ist der Anteil der Kunden, die nicht unbedingt "billig" wollen?

    Genau DAS ist die Frage. Ich GLAUBE (aber auch nur glaube) nicht gerade sehr klein.

    Selbst wenn ich es mir leisten kann und will, ich kriege ja fast nur noch billig.

    Firmen wie Manufaktum machen ja genau darauf ein Geschäftsmodell.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Genau DAS ist die Frage. Ich GLAUBE (aber auch nur glaube) nicht gerade sehr klein.

    Selbst wenn ich es mir leisten kann und will, ich kriege ja fast nur noch billig.

    Firmen wie Manufaktum machen ja genau darauf ein Geschäftsmodell.

    Ich glaube, dass auch da der Markt einigermaßen funktioniert - das Angebot (z.B. Manufaktum) passt zum Kundenkreis.

    Wäre der Kundenkreis größer, gäbe es mehr Anbieter oder die existierenden würden entsprechend wachsen.

  • Genau DAS ist die Frage. Ich GLAUBE (aber auch nur glaube) nicht gerade sehr klein.

    Was ist eine große Anzahl? Was ist eine kleine Anzahl?


    Natürlich gibt es immer wieder Nischen, in denen ein "1 Mann Betrieb" überleben kann, aber wie möchte man eine Firma mit mehreren hundert oder gar tausend Mitarbeitern über die Runden bringen?

    Die Kleinbetriebe haben es immer schwerer, und Ideen und Innovation reichen schon lange nicht mehr aus. Am Ende muss immer auch ein marktfähiges Produkt stehen, und da spielt der Preis nun mal eine zentrale Rolle.


    Man darf das nicht verwechseln mit einem Handwerker, der ein Unikat für einen bestimmten vermögenden Kunden herstellt, und der dann beten muss, dass er im nächsten Jahr wieder einen vergleichbaren Kunden findet (ansonsten muss er verhungern).


    Um im Baubereich zu bleiben, wieviele Menschen lassen sich ein Badezimmer von einem Schreiner bauen? Also nicht aufbauen, das kann jeder Monteur der nicht gerade 2 linke Hände hat, sondern richtig bauen?

    Dann davon diejenigen Kunden selektieren, die wirklich bereit sind viel Geld in die Hand zu nehmen, so dass ein Schreiner genügend Zeit hat, um auf beste Qualität zu achten. Wir reden dann über Badmöbel im Wert irgendwo zwischen einem sehr gut ausgestatteten Mittelklassewagen und der Oberklasse.


    Wenn es darum geht solche Kunden zu finden wird die Luft sehr dünn.

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  • Selbst wenn ich es mir leisten kann und will, ich kriege ja fast nur noch billig.

    Firmen wie Manufaktum machen ja genau darauf ein Geschäftsmodell.

    Manufaktum verkauft relativ billiges Zeug für teuer Geld. Einmal bestellt, kommt regelmäßig ein aufwändig gedruckter Katalog ins Haus. Das finde ich schon recht dekadent. Aber wer sich unbedingt von seinem Geld trennen möchte, kann gerne da einkaufen.

    Beispiel: hier, und eine der Billigalternativen

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Manufaktum verkauft relativ billiges Zeug für teuer Geld.

    Der selbe Eigentümer, die Otto-Gruppe, bedient mit Manufactum das hochwertige und hochpreisige, mit "Otto" und anderen auch das "niedrig- und mittelpreisige" Marktsegment. Bei Bahn und Fliegern zahlen die Käufer mit dem höchsten Preis auch bis zum drei- oder fünffachen des niedrigsten Preises. Das an sich finde ich nicht verwerflich. Lebensnotwendig ist keines der Güter. Der "Mehrwert" ergibt sich anscheinend überwiegend aus den den Produkten in den Texten zu den schönen Fotos zugeschriebenen Eigenschaften. Das muss man so erfolgreich erstmal hinbekommen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Manufaktum bedient doch das gute Gewissen etwas besonderes gekauft zu haben. Der Kunde verlässt sich darauf und schaut gar nicht, dass man wo anders genau gleiches für weit weniger Geld bekommt. Das gibt es im Mode-Business auch. D gibt es Versender, die zwei Labels haben, für die gehobene Klasse und dem typischen Schnäppchenjäger. Da werden teilweise die gleichen Sachen für unterschiedliches Geld verkauft. Es gibt anscheinend genug Menschen, die sich gar nicht groß umschauen ob es Alternativen gibt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Manufaktum verkauft relativ billiges Zeug für teuer Geld.

    Ob das bei dieser Firma der Fall ist, das kann ich nicht sagen, aber ich stimme Dir vollkommen zu, dass der Preis allein noch nicht viel mit Qualität zu tun hat. Oftmals wird eine Ware einfach entsprechend angeprießen und überteuert verkauft.


    Im technischen Bereich kann man das täglich erleben, da die verwendeten Teile sowieso global gehandelt werden. Die Wahrheit zeigt sich dann meist, wenn man die Produkte zerlegt.


    Es gibt aber auch Hersteller die wirklich hochwertige Waren produzieren, doch die finden eher selten die richtigen Kunden dafür.

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  • Wir haben auch einen Vigour Spiegelschrank und hatten dasselbe Problem. Wurde dann über den Sani, der den Schrank montiert hat reklamiert. Hersteller des Schranks ist übrigens Burgbad.

    Der Trafo musste 3 Mal (!) getauscht werden, bis dass Fiepen aufgehört hat. Der zuständigen Außendienstmitarbeiter meinte nur, dass Sie quasi jeden zweiten Trafo tauschen müssten, weil das die billigste Ware aus China ist. Aber etwas höherwertige Trafos zu kaufen und dafür entsprechend weniger Vor-Ort-Einsätze zu haben ist dem Management wohl noch nicht eingefallen...

  • Darum wundert mich die Tatsache mit den Billigtrafos aber umso mehr.

    Mich wundert das nicht.


    Der Denkfehler ist, dass man billig mit schlecht und teuer mit gut gleichsetzt. Preis und Qualität hängen aber nur indirekt zusammen.

    Das Problem dieser Hersteller ist eher, dass sie in diesen Bereichen "Laien" sind. Im Prinzip geht es ihnen genau so wie Endkunden die ein Haus bauen.


    Das betrifft viele Hersteller, beispielsweise auch den Klein-/mittelständischen Maschinenbau.


    Aber bleiben wir mal bei den Möbeln. Da kommt es auf Design an, und die Kontrukteure befassen sich mehr mit der Stabilität von Spanplatten und irgendwelchen Beschlägen. Irgendwann sollte eine Beleuchtung rein, also Lampe und ein Schalter, das hat der Hauselektriker noch auf die Reihe gebracht. Dann kamen immer mehr Wünsche, die umfangreiche Elektronik erforderlich machen, und an diesem Punkt sind manche Hersteller dann gescheitert.


    Manche Hersteller haben das erkannt und technisch und personell aufgerüstet, oder kaufen sich zumindest das Know-How zu, manche Hersteller denken heute noch, dass es auch so irgendwie geht (ein fataler Fehler).


    Schaut man heute in ein modernes Maschinenbauunternehmen, dann arbeiten dort bald mehr Leute in der Entwicklung und Produktion der Elektrik/Elektronik, als echte Maschinenbauer, die sich darum kümmern, ob man da nun eine Schraube M8 oder M10 braucht.


    Wie es bei dem obigen Hersteller ist, das weiß ich nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man dieses Zukaufteil einfach unterschätzt hat. MIt Absicht würde kein Hersteller so etwas machen, denn jeder weiß, dass Service und Folgekosten sehr schmerzen können.

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