Unterschreitung der Regelneigung bei einem Vordach

  • Hallo in die Runde,


    wir sind gerade bei den Vorüberlegungen für ein Vordach, das an eine Garagenseitenwand angeschlossen werden soll. Da das Haus mit Braas Betondachsteinen Harzer Pfanne gedeckt ist, ist eine Überlegung, das Vordach auch so auszulegen. Wie gesagt... das ist nur eine Option von mehreren, aber zu genau dieser habe ich eine Frage:


    Das Dach (4,2 x 1,8m in der Draufsicht, Traufseite ist eine der langen Seiten, die gegenüberliegende lange Seite soll an der Garagenwand angeschlossen werden) kann eine maximale Neigung von 15 Grad bekommen (sonst wird es auf der Traufseite zu niedrig oder der anderen Seite zu hoch). Nun beträgt die Regeldachneigung der Harzer Pfanne 22 Grad. Darunter sind diverse Maßnahmen nötig, die ihr sicher besser kennt als ich.


    Frage: Ist das bei einem VORDACH wirklich nötig? Wenn ich das Problem richtig verstanden habe, geht es ja darum, dass Wind aus Traufrichtung Wasser zwischen die Ziegel schieben kann und das Dach damit leckt. Da das "Bauwerk" aber entsprechend der Natur eines Vordachs in dieser Richtung ohnehin offen ist (da steht ja keine Wand), würde der Bereich unter dem Dach ohnehin nass werden, wenn Wind und Regen aus dieser Richtung kommen. Das Dach könnte man ja so bauen lassen, dass es nach unten gut trocknen kann, sprich, für eine gute Belüftung sorgen oder von unten gar nicht verkleiden.


    Wie seht ihr das? Sind da noch andere Gründe oder gibt es noch anderes, das dagegen spricht, solche Dachsteine mit dieser Dachneigung für sowas zu verwenden?


    Das Dach ist wettermäßig nicht exponiert - in Hauptwindrichtung ist es durch Haus und Garage gut abgeschirmt.


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan

  • Hallo noch einmal,


    mal anders gefragt: Welche Mindestdachneigung würdet ihr bei solchen Dachsteinen (Braas Harzer Pfanne) für ein VORDACH denn für sinnvoll halten?


    Wie gesagt... ich "klebe" nicht an dieser Lösung, möchte aber die Machbarkeit klären, ehe ich mich in das schwierige Unterfangen stürze, einen Dachdecker zu finden, der für so ein Miniprojekt überhaupt den Fuß vor die Tür setzt.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hallo,


    laut Hersteller ist die Regeldachneigung 22 grad die man mit Zusatzmassnahmen runter auf 10 grad bringen kann


    in dem Fall also Schalung auf die Sparren (Nut/Feder wenns Sichtbar bleiben soll)

    Unterdeckbahn auf die Schalung (Möglichst vom Hersteller ) + Tropfblech

    Konterlatten mit Nageldichtband

    Dachlatten

    harzer pfanne


    Auch ein Vordach sollte Regensicher sein , ständiges nass werden der Schalung und des Holzes ist weder gut noch sieht es schön aus

  • Hallo,


    Auch ein Vordach sollte Regensicher sein , ständiges nass werden der Schalung und des Holzes ist weder gut noch sieht es schön aus


    Da hast du natürlich recht.


    Meine Überlegung ging in die Richtung, dass das Eindringen geringer Wassermengen in dem Fall eher ein sehr seltener Vorgang ist (weil nicht in Hauptwindrichtung und im Windschatten des Hauses), aber deinen Worten entnehme ich, dass das quasi andauernd passieren würde, also vermutlich auch bei anderen Wind- und Regenrichtungen.


    Unterdeckbahn auf die Schalung (Möglichst vom Hersteller ) + Tropfblech


    Der beschriebene Aufbau wäre dann quasi "regensicheres Unterdach", nicht aber "wasserdichtes Unterdach"?


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan