Regentonne verstößt gegen Baugenehmigung?

  • Hallo,


    ich bin in eine WEG mit 3 Parteien eingezogen, die eine Regentonne/ einen Regenwasserauffangbehälter im Garten hat, der ca. 5000L Wasser auffangen kann.


    Bei uns ist nun das Problem, dass die Tonne in einem Abstand von unter einem Meter neben der Hauswand steht und bei Unwetter schnell vollläuft und dann potentiell auch überläuft/ die Hauswand gefährdet.


    Ein Fachmann meinte bei Beratung nun, dass sich die Regentonne so nicht an die Bauvorschriften hält, da Tonnen nicht in Hausnähe von unter 3-5m gebaut werden dürfen.


    Die Tonne wurde wahrscheinlich 2002-2003 eingebaut. Wenn damals eine Baugenehmigung fehlte, ist die Tonne dann sozusagen "illegal" eingebaut worden? Ich dachte, dass ich heute mal beim Landratsamt anrufe und nachfrage. Sollte mir das von dieser bestätigt werden, müsste die WEG die Regentonne dann entfernen lassen und ggf. eine Strafr zahlen? Ich hätte mit dem Einbau der Regentonne damals ja nichts zu tun gehabt.

    Oder falls das damals ok war, wie steht es mit jetzt?


    Falls da jemand irgendwie Bescheid weiß oder eigene Erfahrungen hat, würde ich mich über Antworten freuen. Lg

  • Bist Du nur "eingezogen" oder bist Du Miteigentümer geworden. Als Eigentümer bist Du mit allen Rechten und Pflichten innerhalb der WEG mitverantwortlich.

    Ob eine "Regentonne" (bei 5000l fällt mir die Vorstellung schwer) ein Bauwerk ist und einer Genehmigung bedurfte, könnten ein paar Fotos evtl. helfen aufzuklären.

    Frag doch Deinen Fachmann mal, woher er die 3-5 m Abstandsregelung hat und wie er darauf kommt dass Eure WEG einen Rechtsverstoß begangen haben soll


    Wäre es nicht vernünftiger, Du würdest gemeinsam mit Deinen zwei Miteigentümern nach einer Lösung suchen, das Wasser schadlos vom Haus wegzuleiten anstatt den anderen (und Dir selbst) den Streit zu verkünden? Oder meinst Du das Landratsamt verknackt nur die anderen beiden ohne ihnen mitzuteilen, bei wem sie sich bedanken müssen?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ach, ich würde gerne noch hinzufügen, dass es auf dem Grundstück nicht möglich ist, eine Sickergrube/ 2. Regentonne zu bauen. Man könnte das Wasser höchstens in den Vordergarten leiten und bei Starkregen dauerpumpen lassen. Ob das als Regenwasserentsorgung zulässig ist, weiß ich aber auch nicht genau.

  • Bist Du nur "eingezogen" oder bist Du Miteigentümer geworden. Als Eigentümer bist Du mit allen Rechten und Pflichten innerhalb der WEG mitverantwortlich.

    Ob eine "Regentonne" (bei 5000l fällt mir die Vorstellung schwer) ein Bauwerk ist und einer Genehmigung bedurfte, könnten ein paar Fotos evtl. helfen aufzuklären.

    Frag doch Deinen Fachmann mal, woher er die 3-5 m Abstandsregelung hat und wie er darauf kommt dass Eure WEG einen Rechtsverstoß begangen haben soll


    Wäre es nicht vernünftiger, Du würdest gemeinsam mit Deinen zwei Miteigentümern nach einer Lösung suchen, das Wasser schadlos vom Haus wegzuleiten anstatt den anderen (und Dir selbst) den Streit zu verkünden? Oder meinst Du das Landratsamt verknackt nur die anderen beiden ohne ihnen mitzuteilen, bei wem sie sich bedanken müssen?

  • Miteigentümer. 5000L stimmt schon. Die steht in ca. >1m Abstand zu den Hauswänden und dem Grundstück der Nachbarn. Wie und wieso das damals verbaut wurde ist meiner Meinung nach fragwürdig, aber ich verstehe von der Sache auch noch nicht besonders viel.


    Wir haben in der Hausgemeinschaft schon über eine Lösung gesprochen und haben Angebote von Firmen eingeholt, wie man das lösen kann. Aufgrund der Baulage, zu nah an unserem Haus und kein Platz für eine Lösung wie eine Sickergrube/ 2. Regentonne (Kanalisation nicht möglich bei uns), haben wir aber keine Angebote bekommen, da sich die Lösungen nicht an die gesetzlichen Vorschriften halten, wurde uns schriftlich mitgeteilt.


    Wenn der Verbau damals nicht rechtmäßig war und man das auch nicht besser lösen kann, sollte man die Regentonne doch entfernen, anstatt Schäden am Haus zu riskieren. Man müsste dann eine andere Lösung finden, dass Wasser womöglich im dem Vordergarten zu leiten oder dort eine Regentonne einzusetzen.


    Und an den Lösungen und auch Strafen beteilige ich mich finanziell wenn notwendig mit.

  • Du scheinst Schwierigkeiten zu haben, den Sachverhalt nachvollziehbar zu beschreiben. Warum machst Du dann nicht einfach ein paar Fotos und stellst nicht einen Plan des Grundstücks ein, damit man Dir helfen kann?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Bei uns ist nun das Problem, dass die Tonne in einem Abstand von unter einem Meter neben der Hauswand steht

    also oberirdisch?



    und bei Unwetter schnell vollläuft und dann potentiell auch überläuft/ die Hauswand gefährdet.

    Warum gibt es keinen Überlauf, der überschüssiges Wasser kontrolliert ableitet?



    Ein Fachmann meinte bei Beratung nun, dass sich die Regentonne so nicht an die Bauvorschriften hält, da Tonnen nicht in Hausnähe von unter 3-5m gebaut werden dürfen.

    :haue: Keine Ahnung worauf sich der Fachmann da berufen hat. Evtl. gibt es hier ein Missverständnis (Abstandsflächen, LBO etc.).


    Wird die "Tonne" bzw. die angeschlossene Fläche zur Reduzierung der Niederschlagswassergebühr herangezogen?


    Ich würde mir Gedanken über einen Überlauf machen. Im Idealfall wird das überschüssige Wasser einer Fläche zugeführt wo es versickern kann. In manchen Städten/Gemeinden sind solche Regenwassersammel"anlagen" nur zulässig, wenn der Überschuss auf dem eigenen Grundstück versickern kann, ansonsten ist der Überlauf an das öffentiche Kanalnetz anzuschließen. Bei einer Versickerung sind Abstände zum Gebäude einzuhalten, die Versickerungsfähigkeit ist vorher zu prüfen, usw..



    Ich dachte, dass ich heute mal beim Landratsamt anrufe und nachfrage.

    Ich weiß nicht wie das bei Euch geregelt ist. Nachfragen kostet nichts. Die Regelungen können von Stadt zu Stadt, Gemeinde zu Gemeinde, höchst unterschiedlich sein. Bei uns glänzte das Bauamt mehr mit Unwissenheit, oder man wollte einfach nicht antworten, und das LRA hat bei Anfragen auf die Gemeinde verwiesen.

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    .

  • Danke für deine Antwort erst einmal.

    also oberirdisch?

    Ich glaube, ich habe mich wahrscheinlich wirklich unklar ausgedrückt. Wir nennen das im Haus Regentonne, es ist aber ein unterirdischer Erdtank/ das nennt man dann Wassertank? Der umfässt ca. 5000L. Ich habe ein Foto angehängt, der Abstand vom Rand der Öffnung bis zur Hauswand beträgt ca. 50cm. Die Wände des Wassertanks sind nicht gerade sondern gebogen/ nach außen gewölbt, falls man das auch bei der Messung des Abstandes zur Hauswand berücksichtigt.


    Warum gibt es keinen Überlauf, der überschüssiges Wasser kontrolliert ableitet?

    Es gibt schon einen Überlauf. Links von der Tonne ist etwas mehr Platz als rechts zur Hauswand, so +/- 2m bis zum Grundstück des Nachbars (versteinte Fläche/ kein Gras, Erde). Dort ist ein unterirdischer Überlauf gebaut worden. Ich weiß nicht, ob dieser noch in das Grundstück des Nachbars unter den Gehweg geht oder vor der Grenze stoppt. Der Überlauf leitet das Regenwasser aber nicht gut ab. Die Firma, die vor Ort war, um sich anzugucken, was für Möglichkeiten es bei unserem Haus gäbe, hat keinen Ausbau/ Umlegung des Überlaufes vorgeschlagen. Wahrscheinlich hätte ich da noch einmal nachhaken sollte. Vielleicht ist auch ein Faktor, dass wir ziemlich lehmhaltigen Boden haben und die Häuser links und rechts sehr dicht gebaut worden sind, weshalb es kaum Grünfläche/ Versickerungsfläche gibt.

    Vielleicht als kleines Beispiel: Letzte Woche in Berlin gab es ja ein starkes Unwetter. Der unterirdische Wassertank war vor ca. 2 Wochen total leer gepumpt worden, danach hat es vereinzelt schwächer geregnet, d.h. der Tank hat sich wieder etwas gefüllt. Am Mittwoch musste dann neben dem Unwetter gleichzeitig gepumpt werden, damit die Tonne nicht zu voll wird. Es ist früher schon passiert, dass der Deckel während starken Regens hoch gedrückt wurde. Das Wasser fließt dann aus der kreisförmigen Öffnung in alle Richtungen. Letztes Jahr gab es auch eine Kellerüberflutung, jedoch ist das Wasser von einer anderen Hausseite eingetreten. Das Haus ist ca. 51 Jahre alt und hat einen Keller, bzw. eine Kellerwohnung.


    Keine Ahnung worauf sich der Fachmann da berufen hat. Evtl. gibt es hier ein Missverständnis (Abstandsflächen, LBO etc.).

    Worauf er sich berufen hat, weiß ich auch nicht um ehrlich zu sein. Habe versucht, mich im Internet einzulesen und es scheint keine genaue Gesetztesregelung für den Abstand, den ein Wassertank zur Hauswand haben soll, zu geben? Man muss sich vor dem Bau eines unterirdischen Wassertanks aber eine Baugenehmigung holen, wie ich es verstanden habe. Ich weiß nicht, wie die Standards dafür in Berlin sind, frage mich aber, ob 50cm Abstand zur Hauswand reichen.

    Wird die "Tonne" bzw. die angeschlossene Fläche zur Reduzierung der Niederschlagswassergebühr herangezogen?

    Also da es ein unterirdischer Erdtank ist, ja. Wir gießen damit gelegentlich die Rasenflächen.

    Ich würde mir Gedanken über einen Überlauf machen. Im Idealfall wird das überschüssige Wasser einer Fläche zugeführt wo es versickern kann. In manchen Städten/Gemeinden sind solche Regenwassersammel"anlagen" nur zulässig, wenn der Überschuss auf dem eigenen Grundstück versickern kann, ansonsten ist der Überlauf an das öffentiche Kanalnetz anzuschließen. Bei einer Versickerung sind Abstände zum Gebäude einzuhalten, die Versickerungsfähigkeit ist vorher zu prüfen, usw..


    Anschluss ans öffentliche Kanalnetz leider nicht möglich in der ganzen Straße. Habe bei den Berliner Wasserbetrieben nachgefragt. Andere Häuser in der Straße haben entweder einen größeren Garten, wo eine Sickergrube genügend Platz hat oder ein Haus leitet Regenwasser bei Unwettern auf den öffentlichen Gehweg/ Straße.

    Die einzige Möglichkeit für eine Sickergrube/ Ableitung wäre im Vordergarten. Zwischen dem Erdtank und dem Vordergarten verlaufen aber Gasleitungen. Wir haben dafür also kein Angebot bekommen.


    Muss eine Sickergrube oder wie du meintes Regenwassersammel"anlagen" eigentlich unterirdisch angeschlossen werden? Oder wäre es auch zulässig, einen oberirdischen Schlauch zum Vordergarten zu leiten und dort das Wasser, bevor der Wassertank überläuft, oberflächlich abzupumpen. Dabei würde aber wahrscheinlich auch Regenwasser auf den Gehweg laufen.

    Oder man legt eine Sickergrube an und vebindet diese oberirdisch? Die ganze Situation erscheint mir derzeit irgendwie aussichtslos.

    Gibt es denn außer eines Anschlusses an die Kanalisation oder einer Sickergrube Möglichkeiten, sich um das Regenwasser zu kümmern? Jemand meinte zu mir, man könne das Rohr, das vom Dach zum Tank führt, einfach schließen, ich frag mich dann aber, ob sich nicht Druck im Rohr aufbaut und das Wasser einfach irgendwo anders vom Dach fließt.


    Ich weiß nicht wie das bei Euch geregelt ist. Nachfragen kostet nichts. Die Regelungen können von Stadt zu Stadt, Gemeinde zu Gemeinde, höchst unterschiedlich sein. Bei uns glänzte das Bauamt mehr mit Unwissenheit, oder man wollte einfach nicht antworten, und das LRA hat bei Anfragen auf die Gemeinde verwiesen.

    Ok danke für den Hinweis. Jemand hatte in diesem oder einem anderen Forum auch eine Frage zu Wassertankbehältern/ Sickergruben gestellt und jemand meinte, er solle am besten beim LRA anrufen. Außer dem Bauamt, weißt du vielleicht noch Stellen, wo man nachfragen kann?

  • Du scheinst Schwierigkeiten zu haben, den Sachverhalt nachvollziehbar zu beschreiben. Warum machst Du dann nicht einfach ein paar Fotos und stellst nicht einen Plan des Grundstücks ein, damit man Dir helfen kann?


    Einen Plan des Grundstücks, auf dem auch die Regentonne verzeichnet ist, gibt es nicht... Nur einen von vor 2000, bevor die Regentonne gebaut wurde.

    Die Situation auf dem Grundstück ist ziemlich kompliziert, weshalb die üblichen Lösungen bei uns nicht durchführbar sind. Ich habe die Situation genauer in meiner Antwort an R.B. beschrieben. Vielleicht beschreibt die Antwort die Sachlage etwas klarer? Für jede Anregung deinerseits wäre ich dankbar.

  • Du hast eine unterirdische Zisterne. Bitte benutze der Klarheit halber diesen Begriff. Diese Zisterne muss über einen Überlauf in eine Rigole oder in das öffentliche Kanalnetz verfügen. Eine Rigole benötigt ggf. einen Mindestabstand zu Gebäuden, Zisternen nicht, sie sind ja dicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es geht also um eine (unterirdische) Zisterne mit 5m³ Inhalt.


    Überlauf ableiten auf Nachbar´s Grundstück ist nicht zulässig. Bei uns muss der Überschuss auf dem eigenen Grundstück versickert werden.


    Jemand meinte zu mir, man könne das Rohr, das vom Dach zum Tank führt, einfach schließen, ich frag mich dann aber, ob sich nicht Druck im Rohr aufbaut und das Wasser einfach irgendwo anders vom Dach fließt.

    Das hast Du vielleicht falsch verstanden. Wie wird das Wasser vom Fallrohr in die Zisterne geleitet?

    Es gibt Sammler bei denen kann man einfach eine Klappe schließen, dann fließt das Wasser direkt weiter in den Kanal.

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  • Es ist also eine innerstädtische enge Bebauung und die Nachbarn entwässern ihre Dächer also alle über Sickergruben? Bzw müssen sogar über Sickergruben entwässern? Und wie werden die Straßen entwässert? Es ist eigentlich üblich Zisternen mit einem Notüberlauf zu versehen, das dann in eine Sickergrube oder die öffentliche Kanalisation läuft. Einfach nur Zisterne und nix dahinter habe ich nie gesehen und dürfte kaum üblich sein. Ich kenne kein Baugebiet, das nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen ist, oder zumindest eine Versickerungsfläche, eine Rigole oder sonst etwas in der Richtung anbietet. Deine Beschreibung ist etwas wirr. Kann es sein, dass der Abfluss der Zisterne schlicht und einfach nicht funktioniert und repariert oder gewartet werden muss? Oder die öffentliche Kanalisation ist bei Starkregen überfordert und kann die Mengen der Häuser in der Straße nicht aufnehmen. Bei den heutigen Starkregenereignissen inzwischen auch nichts ungewöhnliches mehr...


    Mach doch mal mehr Bilder über die Gesamtsituation!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Einen Plan des Grundstücks, auf dem auch die Regentonne verzeichnet ist, gibt es nicht... Nur einen von vor 2000, bevor die Regentonne gebaut wurde.

    ...

    Dann male doch die Zisterne in den Plan ein =o und zeig uns das Bild. Schlimmer als Deine Beschreibungen kanns kaum werden.

    Für Eure Zisterne ist weder ein Mindestabstand zum Gebäude noch eine Baugenehmigung notwendig. Die könnte sogar im Haus aufgestellt werden. Falls es in Eurer WEG Leute gibt, die schon vor 2000 da wohnten, dann frag die doch mal, was bis dahin mit dem Regenwasser passierte.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Eben. Ich vermute deswegen MIssverständnisse.

    Es gibt Hersteller die empfehlen einen Mindestabstand zur Haus(keller)wand. Ein mangelhafter Überlauf ist aber kein Grund, denn das überschüssige Wasser darf ja nicht direkt an der Zisterne versickert werden.

    Auch der Abstand zum Nachbar sollte kein Thema sein, man muss halt sicherstellen, dass das benachbarte Grundstück nicht durch die Zisterne negativ beeinflusst wird (Stichwort Überlauf). Wenn der Hersteller um die Zisterne einen Mindestabstand vorgibt, beispielsweise wenn 2 Zisternen nebeneinander platziert werden sollen, dann ist dieser Abstand auch zum Nachbargrundstück einzuhalten, denn der Nachbar hätte ja auch das Recht so eine Zisterne zu verbuddeln, und dann muss der Mindestabstand zwischen den beiden Zisternen gewahrt bleiben.


    Wieviel Dachfläche ist an die Zisterne angeschlossen?

    Es gibt auch Städte mit einer "Zisternensatzung". Dort steht dann beispielsweise, dass das Volumen der Zisterne (in m³) min. 0,03 *A (angeschlossene Fläche) betragen muss. In dieser Satzung ist dann auch festgelegt, wie mit dem Überlauf zu verfahren ist.

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  • Wo wird denn das Wasser hingepumpt? wenn ihr pumpt?


    Wenn die Abwassersatzung sagt, kein Regenwasser in die Kanalisation, dann ist das nicht zulässig!

    Vielleicht gibt es ja auf der Straße einen Regenwasserkanal, aber dem Grundstück fehlt der anschluß dazu, weil vorherdas Haus gebaut wurde als der Regenwasserkanal erstellt wurde.


    Zusammenfassung:

    1. Es gibt eine Zisterne mit 5000 Ltr.

    Fängt diese das Gesamt Wasser des ganzen Hauses auf? JA /Nein /nicht bekannt

    2. Es wird Wasser regelmäßig aus der Zosterne gepumpt um Platz für Regenwasser (Regen) zu schaffen.

    Wohin wird das gepumot?

    3. Hat die Straße in regenmäsigen Abständen 1 oder 2 solcher Kanaldeckel?

    Beispiel eines Kanaldeckels


    Beispiel, wie man erkennt, das ein Trennsystem von Regen & Schmutzwasser vorhanden ist.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Was mich interessieren würde: Wie wäre die Situation ohne Zisterne? Irgendwohin musste ja damals das Regenwasser geflossen sein.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das hast Du vielleicht falsch verstanden. Wie wird das Wasser vom Fallrohr in die Zisterne geleitet?

    Es gibt Sammler bei denen kann man einfach eine Klappe schließen, dann fließt das Wasser direkt weiter in den Kanal.

    Ok ich verstehe. Das gibt es bei uns dann nicht und wäre wahrscheinlich auch nicht möglich. Ich habe gestern noch einmal bei den Berliner Wasserbetrieben angerufen, um noch einmal nachzufragen. Ein Anschluss an die Kanalisation ist in der ganzen Straße nicht möglich.


    Es ist also eine innerstädtische enge Bebauung und die Nachbarn entwässern ihre Dächer also alle über Sickergruben? Bzw müssen sogar über Sickergruben entwässern? Und wie werden die Straßen entwässert? Es ist eigentlich üblich Zisternen mit einem Notüberlauf zu versehen, das dann in eine Sickergrube oder die öffentliche Kanalisation läuft. Einfach nur Zisterne und nix dahinter habe ich nie gesehen und dürfte kaum üblich sein. Ich kenne kein Baugebiet, das nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen ist, oder zumindest eine Versickerungsfläche, eine Rigole oder sonst etwas in der Richtung anbietet. Deine Beschreibung ist etwas wirr. Kann es sein, dass der Abfluss der Zisterne schlicht und einfach nicht funktioniert und repariert oder gewartet werden muss? Oder die öffentliche Kanalisation ist bei Starkregen überfordert und kann die Mengen der Häuser in der Straße nicht aufnehmen. Bei den heutigen Starkregenereignissen inzwischen auch nichts ungewöhnliches mehr...


    Mach doch mal mehr Bilder über die Gesamtsituation!

    Nach einer anderen Lösung, die angeboten werden könnte, habe ich bei den Wasserbetrieben auch gefragt: also ob es neben dem Kanalsystem, Mulden/ Mulden-Rigolen gäbe, an die wir das Regenwasser leiten könnte. Das wurde mir verneint. Wir leben aber in einer abgezweigten Nebenstraße, vielleicht ist das der Grund, welhalb das mit der Kanalisierung nicht möglich ist.


    Ich habe dann mal ein paar Fotos gemacht:

    1. Foto: unterirdische Zisterne, Abstand links bis zum Nachbarsgrundstück beträgt 1,5-2m, Abstand rechts bis zu unserer Hauswand 0,5m. Hinten (Garten und dann Nachbargrundstück + Haus sehr nah an der Grenze gebaut) können Versickerungsmöglichkeiten aufgrund des Mindestabstands zum Nachbarhaus nicht gebaut werden.

    Der Überlauf, falls man das als solch einen bezeichnen kann, ist links: das heißt innerhalb dieser 1,5-2m. Dort ist ein Rohr, das glaube ich einfach in die Erde führt ohne Sickerblöcke, Sickergrube, Rigole. Das wäre in dem Abstand wahrscheinlich gar nicht möglich. Nach der Hecke, die innerhalb der 1,5-2m steht, links fängt dann die Ausfahrt/ das Grundstück des Nachbars an.


    Vorne, wo dann der Steinweg anfängt, muss man ein paar Schritte weiter gehen bis zum Vordergarten, falls man das Garten nennen kann. Ist wahrscheinlich eher eine kleine Rasenfläche. Dort sind die Gasleitungen (Foto 2 und 3).


    Deswegen kann man die Zigole nur schwer mit dem Vordergarten (Foto 4) verbinden, wo es ja eigentlich möglich sein sollte, eine Sickergrube oder so anzulegen? Könnte man die Zisterne vielleicht entfernen und stattdessen eine Rigole/ Sickergrube im Vordergarten bauen und diese mit dem Dach verbinden? Das hängt wahrscheinlich auch stark von der Größe des Vordergartens, der Rigole ab. Ich weiß es nicht.


    1. Es gibt auf der einen Seite die Zisterne ohne Verbindung an die Kanalisation oder Rigole/ Sickergrube. Auf der anderen Seite des Hauses ist eine Sickergrube. Von der Seite der Sickergrube gab es letztes Jahr die Kellerflutung. Der Nachbar meint übrigens, dass er sich um das "Abpumpen" (natülich pumpt er nie, das tut man doch bei Sickergruben auch gar nicht?) der Sickergrube kümmert und ich mich deshalb alleine um das Abpumpen der Zisterne/ eine Lösungsfindung alleine kümmern muss, weil das mein Problem ist.


    2. Den vorderen oder hinteren Garten, d.h. wir nehmen den Gartenschlauch, der an die Pumpe angeschlossen ist und pumpen das Wasser direkt auf die Rasenfläche. Manchmal aber auch in ein kleines Waschbecken im Keller, wenn die Rasenflächen schon durchweicht sind vom Regen.


    3. Ja, in der Straße gibt es Kanaldeckel. Die Berliner Wasserbetriebe sagten mir aber, dass in der ganzen Straße kein Anschluss an die Kanalisation möglich ist. Ob dabei zwischen Straße( --> Verantwortung des Staates und deshalb wird Schmutzwasser und Regenwasser vielleicht verbunden abgeleitet?) und Privatgrundstücken (--> eigene Verantwortung, also keine Verbindung und selber auf dem Grundstück versickern lassen) unterschieden wird, weiß ich nicht. Ich rufe dann wohl am Montag noch einmal an.

    Wenn die Abwassersatzung sagt, kein Regenwasser in die Kanalisation, dann ist das nicht zulässig!

    Infern nicht zulässig wenn ich fragen darf? Wenn die Berliner Wasserbetriebe sagen, wir bieten in der gesamten Straße keinen Anschluss an die Kanalisation für Privatgrundstücke und auch keine anderen öffentlichen Absickerungsmöglichkeiten, können wir dagegen doch nichts machen. Die Person am Telefon meinte, die Grundstückbesitzer müssen sich selber um eine Versickerung auf dem Grundstück kümmern. Sie hat mich an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz verwiesen, um mit jemandem sprechen zu können, der von unserer Situation Ahnung haben könnte. Der Experte war aber nicht da, weil Freitag 16 Uhr, ich rufe also am Montag noch einmal an.


    Was mich interessieren würde: Wie wäre die Situation ohne Zisterne? Irgendwohin musste ja damals das Regenwasser geflossen sein.


    Ich war, als die Zisterne gebaut wurde, so ca. 5 Jahre alt, kann also nur von Erzählungen erfahren, wie das früher war. Der Vorbesitzer hatte davor wohl exakt die gleiche Situation nur mit einer noch kleineren Zisterne, d.h. weniger Volumen. Die Zisterne wurde 2003/4 durch die jetztige ersetzt.


    Im Moment versuche ich nur, eine Lösung zu finden, bei der ich nicht jedes Mal wenn es regnet, denken muss, ob ich von der Uni oder Arbeit nachhause fahren muss, um die Zisterne abzupumpen. Oder man, wenn es abends bei Unwettern schüttet, nicht stundenlang abpumpen muss. Für mich wäre die Lösung, Zisterne entfernen und im Vordergarten eine Sickergrube, Mulden-Rigole oder in der Art anzulegen die weitaus angenehmere Variante.

  • Ok ich verstehe. Das gibt es bei uns dann nicht und wäre wahrscheinlich auch nicht möglich.

    Aber irgendwie muss das Wasser doch in die Zisterne kommen.


    Wurden einfach die Fallrohre vom Dach direkt mit der Zisterne verbunden? Das wäre eher unüblich, schon gar nicht ohne Überlauf.



    Im Moment versuche ich nur, eine Lösung zu finden, bei der ich nicht jedes Mal wenn es regnet, denken muss, ob ich von der Uni oder Arbeit nachhause fahren muss, um die Zisterne abzupumpen.

    Schwimmerschalter. Sobald der Pegel in der Zisterne über eine Höhe von xxx cm steigt, aktiviert der Schwimmer einen Schalter, der wiederum die Pumpe aktiviert. DIese pumpt dann Wasser aus der Zisterne, bis der Grenzpegel unterschritten wird, dann öffnet der Schwimmerschalter wieder, und die Pumpe geht aus.

    Funktioniert natürlich nicht bei Stromausfall, aber ohne el. Strom kannst Du auch nicht manuell abpumpen.

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  • Wurden einfach die Fallrohre vom Dach direkt mit der Zisterne verbunden? Das wäre eher unüblich, schon gar nicht ohne Überlauf.

    Ok, ich habe mich wieder unklar ausgedrückt, sorry. Ich meinte, es gibt keinen Überlauf/ Anschluss an den Kanal bei unserer Zisterne.

    Und ja, die Fallrohre vom Dach sind bei uns direkt mit der Zisterne verbunden.


    Schwimmerschalter. Sobald der Pegel in der Zisterne über eine Höhe von xxx cm steigt, aktiviert der Schwimmer einen Schalter, der wiederum die Pumpe aktiviert. DIese pumpt dann Wasser aus der Zisterne, bis der Grenzpegel unterschritten wird, dann öffnet der Schwimmerschalter wieder, und die Pumpe geht aus.

    Funktioniert natürlich nicht bei Stromausfall, aber ohne el. Strom kannst Du auch nicht manuell abpumpen.

    Die Lösung hatte mir auch jemand vorgeschlagen. Bei uns ist aber die Frage, wohin verbinden wir den Schlauch. Wäre es illegal, das in ein Waschbecken zu leiten? Würde dann ja als Schmutzwasser gezählt werden und soweit ich das verstanden habe, durfen Häuser das Schmutzwasser und Regenwasser nicht vermischen. Ich frag das aber mal auch am Montag wenn ich anrufe.

    Das in den Vordergarten zu leiten, wäre, denke ich, die beste Variante. Unterirdisch würde bei uns wegen der Gasleitungen wahrscheinlich problematisch werden. Und wenn wir das überirdisch verbinden, stellen sich die Nachbarn quer, weil ein Schlauch/ eine Leitung für sie das äußere Anbild des Hauses zerstört. Wegen 2/3 Mehrheit habe ich auch keine Chance, meine Vorschläge irgendwie durchzusetzten.

  • Und irgendwie muss doch das Wasser der Nachbarn irgendwohin fließen/versickern


    R.B. s Vorschlag finde ich prima

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  • Und irgendwie muss doch das Wasser der Nachbarn irgendwohin fließen/versickern

    Die, die wir gefragt haben, haben Sickergruben in ihren Gärten. Genaue Maße habe ich nicht, deren Gärten sehen aber weitaus größer als unserer. Und andere weiter die Straße runter leiten das direkt auf die Straße/ überfluten den Gehweg.

  • Ich wundere mich immer wieder was so gibt... :wall:


    Es wurde ein Haus gebaut, wo es weder einen Kanalanschluss für das Regenwasser gibt, noch die Möglichkeit der Versickerung. Weiß der Geier, wie man dort eine Baugenehmigung bekommen hat. Jetzt sehe ich nur noch die Möglichkeit einen Sickerschacht zu bauen, der tiefer geht als die Lehmschicht. Oder die Zisterne auspumpen und das Wasser mit Tankwagen weg fahren. Letzteres gibt es eher in der Dritten Welt (naja, Berlin), aber eher umgekehrt.


    Wobei mich interessieren würde, wohin besagtes Rohr geht. Einfach in die Erde gesteckt funktioniert ja nicht wirklich. Vielleicht ist doch ein Sickerschacht vorhanden, der oberirdisch zugewachsen ist und von dem keiner mehr was weiß? Kann doch nicht sein, dass es nichts gibt... :eek:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Als Miteigentümer hast Du doch auch das Recht auf Einsicht in die Bauunterlagen. Da muss doch was vorhanden sein. Von wann ist das Haus nochmal? Handy zum abfotografieren hast Du ja sicherlich.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Irgendwie fehlt mir gerade der Durchblick. DU bist in eine WEG gezogen, gehört Dir nun das komplette Haus? Oder Teileigentum?

    und warum musst DU Dich um das Abpumpen kümmern? Es ist doch nicht Deine Zisterne, oder hat jede Partei in der WEG eine eigene Zisterne? Du schreibst von "Nachbarn", meinst Du damit von Nachbargebäuden oder Nachbarn in der WEG?. Den "Nachbarn" in den Nachbargebäude könnte Eure Fassade doch ziemlich egal sein.


    Ich hatte bereits gefragt, wieviel Dachfläche über die Zisterne entwässert. Wird das komplette Dach über die Zisterne geführt? Oder nur eine Dachhälfte? (oder handelt es sich um ein Flachdach?Pultdach?)

    Wenn nur ein Teil der Dachfläche über die Zisterne geführt wird, dann stellt sich doch die Frage, wohin die restliche Dachfläche entwässert. Evtl. kann man den Überlauf dann dort anbinden.


    Thomas hat nun das zweite Mal nach einer Skízze gefragt. Die könnte hilfreich sein um abschätzen zu können, ob man vielleicht doch irgendwo eine Fläche hat über die man versickern kann, evtl. in Verbindung mit einem Schacht oder wie auch immer.


    Wie schon geschrieb, sollte die Versickerung oberste Priorität haben. Ob das auf dem Grundstück machbar ist, dazu fehlen alle notwendigen Informationen. Man kann noch nicht einmal abschätzen, wieviel Wasser hier überhaupt anfällt bzw. anfallen könnte.


    Wenn Du heute manuell abpumpen musst, wohin wird das Wasser gepumpt? oder habe ich das überlesen?

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  • Kurz zu den lokalen Besonderheiten der Berliner Stadtentwässerung und den heutigen Bedingungen zur Grundstücksentwässerung:

    1. Das Berliner Stadtgebiet ist in der Summe schon seit Jahrzehnten so stark versiegelt, dass es innerstädtisch fast keine Versickerung von Regenwasser in die Grundwasser führenden Schichten mehr gibt.
    2. Berlin hat auf rd. 3/4 seines Siedlungsgebietes eine Trennkanalisation, auf 1/4 eine Mischkanalisation (meist EFH-Gebiete an den Stadträndern).
    3. Da es bisher keine ausreichenden Regenwasserrückhaltung gibt, läuft bei jedem Starkregen die Regenkanalisation in die Vorfluter (Kanäle, Spree) über, die dann von unerträglich schlechter Qualität sind, so dass dort bspw. generell nicht gebadet werden darf.
    4. Wegen der vorstehenden Punkte gibt es in B mittlerweile nahezu flächendeckend für Neubauten eine Einleitungsbeschränkung bzw. ein Einleitungsverbot für Niederschlagswasser. Außerdem sind alle Versiegelungen zu vermeiden. In machen Straßen / Stadtbereichen besteht wegen rechnerischer Vollauslastung der Kanäle ein völliges Anschlußverbot für weitere Regenentwässerungen.
    5. Im Regelfall ist deshalb heute in B Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern - oder dieses wenigstens zu speichern und zur Gartenbewässerung / Toilettenspülung / Wäsche zu verwenden.

    Das beschriebene Szenarium ist also grundsätzlich nachvollziehbar und kann so völlig korrekt sein.


    Aber nun noch zum Funktionsprinzip von Zisternen und Rigolen / Mulden, falls es noch nicht allen hier Diskutierenden bekannt ist:

    1. Bei Einleitungsbeschränkung oder Einleitungsverbot von Regenwasser muss dieses logischerweise zwischengespeichert werden. Dies kann mit einem Retentionsdach beginnen und geht in jedem Falle mit einer Zisterne weiter.
    2. An die Zwischenlagerung des Regenwasser in einer Zisterne schließt sich zwingend eine von zwei Möglichkeiten an:
      1. Regenwassernutzung (Garten, Toilettenspülung, s.o.)
      2. Versickerung
    3. Für den Überlauf von Zisternen ist bei Einleitungsbeschränkungen immer eine Rigole vorzusehen, damit überlaufendes Wasser nicht in die Umgebung austritt. Ein Überlauf in die Kanalisation ist meines Wissens in B verboten.
    4. Eine Zisterne ist ohne irgendeine Nutzung des Regenwassers sinnlos. Dann sollte stattdessen ein Rigole eingesetzt werden.
    5. Die direkte Einleitung von Regenwasser in eine Rigole ist meines Wissens ebenfalls unzulässig. Es muss jedenfalls in B eine belebte Erdschicht durchlaufen werden.

    Deshalb sind momentan miteinander kombinierte Mulden / Rigolen das Mittel der Wahl zur Regenwasserentwässerung von Grundstücken in B.


    Ich habe den Eindruck, dass im geschilderten Fall einfach eine Nutzung des aufgefangenen Regenwassers und auch ein Überlauf fehlen. Außerdem wird anscheinend das Regenwasser direkt eingeleitet. Die Anlage funktioniert so natürlich nicht.


    (Die Betrachtung der Eigentumsverhältnisse dürfte insofern kaum weiterhelfen, ebensowenig die genaue örtliche Situation.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Darum möchte ich ja nun endlich mal den angeblich existierenden Plan von 2000 sehen, um überlegen zu können, ob man in die bestehende Zisterne nicht eventuell eine Retentionsdrossel einbauen könnte um die gedrosselte Ablaufmenge durchs Haus nach vorn in den Vorgarten zu leiten und dort in einer Rigole zu versickern. Hinter dem Haus gehts ja angeblich nicht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hinter dem Haus gehts ja angeblich nicht.

    das ist mmn das problem .

    TE weiss (als laie durchaus nachvollziehbar ) garnicht , was genau vorhanden ist , was möglich wäre , bzw was nicht geht .


    die position eine zisterne ist im grossen ganzen ziemlich egal . wichtig ist , dass eine gescheite weiterleitung/verwendung des regenwassers stattfindet .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer