Zentralen Lüftungsanlagen: Enthalpiewärmetauschern, Kühlung, Filter

  • Hallo Forum,


    wir sind beim Neubau eines EFH welches eine zentrale Lüftungsanlage bekommen wird.

    Jetzt wo es um die Details geht, hätte ich einige Fragen an unabhängige Experten:


    Die Wärmerückgewinnung ist wegen der EnEV nötig und auch gewünscht, für den Sommer noch ein Bypass.

    Wo ich mir noch nicht ganz sicher bin, ist bei folgenden Punkten:


    1. Enthalpiewärmetauschern:

    Die Feuchtigkeitsrückgewinnung ist im Winter hilfreich, um keine zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Haus zu haben.

    Wie ist es aber bei folgenden Fällen:


    a) Schwüle Luft / hohe Außenluftfeuchtigkeit

    Wird dann die Luftfeuchtigkeit im Haus weiter erhöht?

    Gibt es auch für den Enthalpiewärmetauschern einen Bypass?


    b) Feuchtigkeit mit Gerüchen aus Küche / Bad / Wäschetrocknung im Haus (alles Räume mit Abluft)

    Wenn die Feuchtigkeit zurückgewonnen wird, werden dann auch die Gerüche aus den Räumen wie der Küche mit der Feuchtigkeit im ganzen Haus verteilt?



    2. Kühlung:

    Kann man an Tagen mit hoher Außentemperatur die Zuluft etwas kühlen?




    3. Filter:

    Oft ist der Filter G4 von Haus aus bei den Lüftungsanlagen dabei.

    Da wir und Nachbarn Kaminöfen haben (werden), wird vor allem im Herbst/Winter Feinstaub in der Luft sein. Aus diesem Grund überlege ich, ob ich stattdessen eine andere Filterklasse nehmen soll, z.B. F9. Hat jemand Erfahrungen mit Lüftungsanlagen und Feinstaub?




    Vielen Dank im Voraus!


    Viele Grüße

  • Habt ihr diese Punkte schon mit dem Fachmann (M/W/D) diskutiert?


    Je nach Gerätehersteller und Typ ist der Tausch von Standart auf Entalphietauscher ein kleiner Handgriff


    Feinere Filterung braucht mehr energie und ggf einen Vorfilter. Platzbedarf einplanen.(Standort der Gerätes)

    AUch der Ein und Auslass spielt hier eine große rolle. (positionierung)


    Kühlung: Das muss man aber dann schon konkreter sehen, wie soll gekühlt werden und warum?

    Auch hier wieder, kann das Gerät das mit implentieren Steuerungstechnisch, Technisch und Wie weit harmoniert die Kühlquelle damit.

    :thumpsdown:

  • Wird dann die Luftfeuchtigkeit im Haus weiter erhöht?

    nein. Im Gegenteil. Ein Enthalpietauscher sorgt mit einem gewissen Wirkunsggrad dafür, dass die Feuchte im Haus konstant bleibt. Bedeutet im Winter, es wird nicht zu trocken, im Sommer es wird nicht zu schwül.

    Das funktioniert auch aus eigener Erfahrung. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Enthalpietauscher.


    Gibt es auch für den Enthalpiewärmetauschern einen Bypass?

    Wenn die Anlage einen Bypass hat, umgeht sie den Enthalpiewärmetauscher, der sowohl für die Wärme als auch die Feuchtigkeit zuständig ist. Es sind nicht 2 WT verbaut (normalerweise).


    Wenn die Feuchtigkeit zurückgewonnen wird, werden dann auch die Gerüche aus den Räumen wie der Küche mit der Feuchtigkeit im ganzen Haus verteilt?

    Konnte ich bei uns nicht feststellen. Wäre bei dem Wirkungsprinzip auch schwer vorstellbar.


    Kann man an Tagen mit hoher Außentemperatur die Zuluft etwas kühlen?

    klar kann man die Zuluft kühlen. Dafür braucht man ein aktives oder passives Kühlregister oder einen Erdregister (wird nicht mehr so gern gebaut wegen Hygenie)


    Da wir und Nachbarn Kaminöfen haben (werden), wird vor allem im Herbst/Winter Feinstaub in der Luft sein. Aus diesem Grund überlege ich, ob ich stattdessen eine andere Filterklasse nehmen soll, z.B. F9. Hat jemand Erfahrungen mit Lüftungsanlagen und Feinstaub?

    Ja. Meine Anlage hat die Möglichkeit eines zusätzlichen F7-Filters. Der ist aber aufgrund der Größe sehr schnell "zu" und außerdem erhöht dieser den Druckverlust (=> lautere Betriebsgeräusche).

    Ich habe mir deshalb eine zusätzliche Filterbox für herkömmliche Taschenfilter selbst gebaut. Sowas kann man aber auch kaufen.

    Die Wirksamkeit eines F9-Filters zu Reduzierung des Holzbrandgeruchs kann ich bestätigen. Sieht man auch am Ruß im Filter...

    Siehe dazu auch: Separate Filterbox(en) nachrüsten?