Wasser aus Kellerwand trotz neuer Abdichtung

  • Guten Tag allerseits,


    mein Name ist Matthias, ich bewohne ein Haus in Schöningen, LK Helmstedt.

    Wir haben das Problem das nach Regenfällen Wasser aus einer Kellerwand kommt.


    Das Haus um das es geht ist BJ 1978, Streifenfundamente, schwarze Wanne, Kellerwände aus Poroton Planziegel.

    Wir haben Ende letzten Jahres festgestellt das es im Keller feucht ist. Daraufhin habe Ich den alten Putz entfernt und es zuerst mit Verkieselungslösung versucht. Dank der Poroton Steine war das aber nicht von Erfolg gekrönt, man hat es in ein Loch reingekippt und 2 Löcher weiter kam es wieder raus gelaufen.


    Daraufhin habe Ich mir die Hilfe von Experten gesucht. Die sagte, ganz klar, Vertikalabdichtung außen ist undicht, müssen wir aufmachen. Naja gemacht getan, 12 Meter Keller von außen frei gegraben, bis 2,20 m tiefe.

    Was mir dabei schon spanisch vorkam, obwohl außen an der Wand 70 cm Luft sind und Ich bereits unter Kellerboden war, kam von innen nach Regen noch immer Wasser durch. Es stand somit in der Wand höher als außen. Die alte Vertikalabdichtung war auch an keiner Stelle groß kaputt, der Unterputz war ebenfalls noch heile.


    Ist der Firma dann auch aufgefallen, jaha das kommt doch nicht nur durch die Vertikalabdichtung, das kommt durch das Fundament, 2400 € + MwSt. und verpressen das hübsch mit Harz, danach ist Ruhe.


    Gemacht getan. War auch Ruhe, ganze 10 Tage bis es geregnet hat. 8 Meter wurden verpresst, 3 Meter, die schlimmsten, sind leider noch immer undicht. Leider weigert sich die Firma auch der Gewährleistung nachzukommen und meint haben sie alles ganz toll gemacht, der Poroton Stein ist Schuld.


    Vertikalabdichtung wurde mit Remmers gemacht.


    Auf jeden Fall habe Ich mir dann gedacht das es ja vielleicht von innen bzw. unten an den Kellerboden drückt und dann da raus kommt. Habe deshalb den Kellerboden knapp vor dem Streifenfundament geöffnet und einen 50 cm tiefen Pumpenschacht verbaut. Nach 3 cm Estrich, 8 cm Beton und 20 cm Sand kam sehr feuchter Lehm zum Vorschein.

    Gestern hat es dann mal wieder geregnet, Pumpenschacht trocken, dafür läuft es wieder aus der Wand, 5 cm über Fußboden Niveau raus.


    Wir haben auch, knapp 5 Meter weiter eine unterkellerte Terrasse die nicht mehr 100% dicht ist, dort läuft es aus den Außenumrandung raus. Von dort zur eigentlichen Austrittsstelle sehe Ich aber keinerlei Wasserspuren vom Keller aus.


    Viel Text und Ich weiß das hier bestimmt niemand 100 % sagen kann "Das isses" aber vielleicht hat ja noch jemand Tipps für mich.


    Vielen Dank schon mal im Voraus.

  • 12 Meter Keller von außen frei gegraben, bis 2,20 m tiefe.

    =o;(:pfusch:Man schachtet einen Keller nicht so weit in einem Stück frei.


    Das gelbe Rohr war/ist eine Drainage? Wo ist die angeschlossen, wie wird die entwässert? Für welchen Lastfall wurde die Abdichtung ausgelegt?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo Ralf,


    Jetzt nicht mehr zu ändern aber warum schachtet man nicht soviel frei? Es wurde ja die gesamte Länge neu abgedichtet.


    Ja das war die alte drainage. Jetzt ist neue drin samt Pumpenschacht. Ist aber kaum 5 cm drin.

    Ansonsten wird sie aber auch in den Regenwasser Kanal entwässert laut Plan.

    Die alte Dichtung war vermutlich für nicht drückendes Wasser, die neue für drückendes.


    Muss vll auch noch dazu sagen das wir am Hang wohnen und die undichte Seite Hangaufwärts ist.

  • Das spricht ja auch nicht gerade für die Firma das die mir das dann so gesagt hat. Sind aber auch keine 12 m gerade sondern 8 und 4m mit Ecke dazwischen.


    5 cm steht es im drainage Pumpenschacht.

  • Habe keine Bodenplatte bzw über die Sauberkeitsschicht wurde nur 8cm Beton gegossen. Zwischen dem und Streifenfundament ist keine Abdichtung. Zwischen Fundament und Mauerwerk sind Bitumenbahnen.

  • ach so .. keine abdichtung. tja ..


    wenn aussen schon aufgegraben ist, wäre auch eine konsequente abdichtung ohne unterbrechungen die richtige lösung gewesen. was nicht ist, kann ja noch werden.

    wie das geht, wissen die quacksalber nicht. die ganzen injektionsbohrungen hättest du dir sparen können.

    zumindest gelegentlich steht das wasser über oberkante fundament, also ist klar, wo deine wanne innen und aussen sein muss.


    geh zu einem fachmann .. zu einem, der nicht verpresst, rumdichtet und flickt, sondern zu einem, der peilung hat und hirnschmalz einsetzt, statt konzeptlos rumzuwerkeln. zuerst solltest du aber die standsicherheit der fundamente bewerten lassen. dann sind belastbare angaben zum wasserstand erforderlich und danach kann man sich etwas schönes überlegen ..

  • Es wurde ja von außen abgedichtet. Mit Remmers Zeug was verputzt wurde.

    Komisch ist das es außen niedriger stand. Es scheint als ob es von unten durch das Fundament drückt. Innen kommt auch kein Wasser hoch durch den Fußboden. Also im Grunde nur aus der Wand.


    Warum sollte die Standsicherheit des Fundament beeinträchtigt sein? Eigentlich ist es doch der Sinn etwas Wasser ab zu halten. Wand hat auch keine Risse oder so.

    Wasser kommt auch nur nach Regenfällen. Es läuft wohl unterirdisch den Hang runter und kommt da nicht weiter.


    Und die Firma die da war, war eigentlich drauf spezialisiert. Aber hinterher ist man immer schlauer...

  • Die neueWanne außen ist auch 10 cm über Streifenfundament gemacht worden. Vorher war sie nur bis ran und das Fundament unbehandelt.

  • Zitat

    Nach 3 cm Estrich, 8 cm Beton und 20 cm Sand kam sehr feuchter Lehm zum Vorschein.

    Hast also keine funktionsfähige Bodenplatte gegen den an Deinem Keller anstehenden Lastfall " aufstauendes Sickerwasser " ---> nur sehr schlecht versickerungsfähiger Lehmboden mit Wasseraufstau am Fuß des Kellers. Wenn ich es außerdem richtig verstanden habe, stehen die tragenden Außenwände auf den Streifenfundamenten und nicht auf der " Bodenplatte ". Die Pseudo-Bodenplatte wäre dann nachträglich zwischen die fertiggestellten Kellerwände eingebaut worden. Die Leckagen wären dann an der Fuge zwischen nachträglich eingebauter " Bodenplatte " und den Kellerwänden.


    Das eindringende Wasser dürfte man bei stärkeren Regenfällen sehen, wenn man zuvor den auf Bild #1 zu erkennenden Estrich längs zu den Außenwänden in einem 20 cm breiten Streifen entfernt.


    Der vor Ort tätige " Experte " hat nicht den geschuldeten Erfolg - Abdichtung des Kellers gegen eindringendes Wasser - erbracht und damit mangelhaft gearbeitet. Ergo hat er auch keine Vergütung zu fordern bzw. bereits geleistetes Geld für die völlig abwegige Verpressung ( siehe bereits @ mls ) zurückzuerstatten. Ob er das Geld für die Freilegung und Vertikalabdichtung der Außenwände mit Remmers behalten darf, hängt davon ab, ob diese Maßnahme einen eigenständigen Wert hat ( jetzt und nach ordungsgemäßer Sanierung der Bodenplatte ).


    Schadensanalyse und Ursachenerforschung hat offensichtlich gefehlt. Es wurde " wild drauflos saniert ".


    Wenn ich richtig liegen sollte, wird die Sanierung sehr aufwändig und teuer ----> Einbau einer funktionsfähigen Bodenplatte mit druckwasserdichtem Anschluß an die (??) Streifenfundamente.


    Klärung durch einen " echten " Experten für Bauwerksabdichtung unter Hinzuziehung eines Tragwerksplaners erforderlich!

  • Guten Morgen,

    Ja genau die Wände stehen auch den Streifenfundamenten, der Keller Boden muss nur sich selbst tragen und was halt im Raum steht.


    Ansonsten glaube ich aber wir reden etwas aneinander vorbei. Es kommt nicht aus dem Spalt zwischen Fußboden und Wand. Unter dem Fußboden ist es auch nicht feucht, dann würde es ja auch wahrscheinlich in meinen Pumpenschacht laufen - tut es leider nicht.


    Es kommt nur aus der Wand raus und läuft dann runter.


    Und ja da er der Gewährleistung nicht nachkommen wollte haben wir die Rechnung gekürzt. Die Innenwand(die linke auf dem Bild) war damals auch feucht und ist jetzt nach dem Verpressen komplett trocken. Da hat es bspw funktioniert.


    Mein weitere Plan ist jetzt nach dem erneuten abtrocknen die aktuell feuchten Löcher mit Tangit zu füllen. Sollte es dann immer noch oder woanders raus kommen bohre ich durch die erste Fuge ins Fundament und versuche nochmal zu verkieseln.

  • Achso und der Estrich wurde schon als Streifen entfernt. Kommt trotzdem noch immer aus der Wand.


    Damit auch niemand denkt das es da raus spritzt. Da kommen 1-2 Tage nach Regenfällen circa 1-3 Liter Wasser innerhalb eines Tages raus.

  • Übersende mal Fotos, die die Stellen zeigen, wo Wasser aus der " Wand " kommt. Auf den Fotos sollte man auch den Anschluß Bodenplatte an Außenwände sehen.


    Falls die Baugrube noch nicht verfüllt sein sollte: Baugrube bewässern und Fotos anfertigen, sobald das Wasser kommt.


    Nach unten offener Pumpensumpf mit Pumpe im Keller ( Foto? ) war keine gute Idee.