Handtuchheizkörper in Kombination mit einem Flachheizkörper

  • Hallo,

    wir haben in unserem Badezimmer einen bestehenden Flachheizkörper.

    Nun würden wir gerne noch einen Handtuchheizkörper dazu montieren. Nach langem Suchen bin ich nun fündig geworden und hätte einen Handtuchheizkörper mit Seitenanschluss gefunden. Die Nabenabstände würden passen.

    Da ich heizungstechnisch wenig bewandert bin, weiß ich nun nicht, ob hier die Wasserkreisläufe korrekt sind. Ich habe skizzenmäßig den gefundenen Handtuchheizkörper ins Foto rein kopiert, um meine Vorstellung etwas näher zu erläutern.

    Kann dies so funktionieren, wie ich mir das vorstelle?


    Vielen Dank und viele Grüße aus Österreich!

    Reini

  • Du möchest den Rücklauf des Handtuchheizkörpers von oben durch den Flachheizkörper führen? Oder verstehe ich Dein Bild falsch?

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  • Du hast das Bild schon richtig interpretiert. Ich müsste wahrscheinlich den Rücklauf des Handtuchheizkörpers direkt an den Rücklauf des Flachheizkörpers ankoppeln, oder (D.h. rechts unten) ?

  • Wie alt ist die Installation? Wurde zwischenzeitlich schon mal etwas verändert?

    Schau mal ob es sich um ein Zweirohr- oder Einrohrsystem handelt (auf den ersten Blick würde ich sagen, es handelt sich um ein Zweirohrsystem).


    Gehen wir davon aus, dass es sich um ein Zweirohrsystem handelt, dann beide Heizkörper parallel schalten und den jeweiligen Volumenstrom mit Hilfe der Ventile abgleichen. Bei einem Einrohrsystem wird das nicht so einfach, denn da bringt der zweite Heizkörper die Hydraulik so durcheinander, dass nachfolgende Heizkörper unter Umständen deutlich an Leistung verlieren.


    Ich weiß nicht, ob es jetzt sinnvoll ist, über Anschlussvarianten, Rohrsysteme etc. zu diskutieren, wenn Du, wie Du selbst schreibst


    Da ich heizungstechnisch wenig bewandert bin,


    Das schafft wohl mehr Verwirrung.


    Wenn Du Dir unsicher bist, dann jemanden holen der sich auskennt und das vor Ort anschaut. Ich setze voraus, dass es sich um Dein Haus handelt, ansonsten vorher mit dem Vermieter abklären. Auch bei einer Eigentumswohnung darfst Du nicht so einfach die Installation ändern.


    Wozu soll der Handtuchwärmer dienen? Fehlt es an Heizleistung? Nur zum Aufhängen von Handtüchern?


    Im Zweifelsfall könnte man den Handtuchwärmer mit einer el. Heizpatrone betreiben, also unabhängig vom normalen Heizkreis. Mit einem Thermostat ausgestattet, evtl. noch in Kombination mit einer "Zeitschaltuhr", lässt sich auch der el. Energieverbrauch in Grenzen halten. Zudem kann man den Handtuchwärmer unabhängig von der restlichen Heizung betreiben, beispielsweise während der Übergangszeit wenn die normale Heizung noch im Sommermodus ist.


    Diese Lösung kostet etwas Strom pro Jahr (je nach Betriebsweise) könnte aber deutlich einfacher realisiert werden und wäre flexibler.


    Bei fehlender Heizleistung sollte man zuerst einmal die Ursache ergründen. Steht fest, dass die Heizfläche nicht ausreichend dimensioniert ist, dann wäre es denkbar, den Heizkörper durch ein größeres Modell (3 Lagig usw.) zu ersetzen. Liegt ein Einrohrsystem vor, dann wäre der Einfluss auf die nachfolgenden Heizkörper zu berücksichtigen.

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  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

    - Es handelt sich um ein Eigenheim (=Haus) somit bin ich völlig frei in meiner Gestaltung.

    - Die Heizleistung hat bisher ausgereicht, aber so ein warmer Handtuchhalter wäre eben ein "nice to have"-Feature (meine Frau wünscht es sich so sehr :-) ).

    - Elektrisch würde ich hier ungern "zusätzlich heizen", wenn ja schon die Wärme im Heizsystem vorhanden.

    - Es handelt sich um ein Zweirohrsystem; d.h. Vorlauf und Rücklauf

    Ich habe mich nun auch ein wenig anderweitig umgehört und dabei ist noch eine Idee entstanden, die eigentlich funktionieren müsste.

    Die beiden Heizkörper in Serie schalten!

    Bedeutet: Den Vorlauf direkt in den Handtuchheizkörper einspeisen; den Rücklauf des Handtuchheizkörpers für den Vorlauf des Flachheizkörpers verwenden; der Rücklauf aus dem Flachheizkörper bleibt unangetastet. Das müsste dann ja funktionieren, oder?

  • Ich dachte nur, dass es rein von der Optik her besser passen würde, da wenig extra Verrohrung. Und zum anderen müsste ich da sicher den Volumenstrom (wie du ja schon oben erwähnt hast) schön gleichmäßig aufteilen.

  • in 2D varnte ist das immer alles schön und toll. Aber sobald daraus eine 3D Parxis wird, kommen so viele Fragezeichen.


    Warum den Heizkörper nicht austauschen? gegen einen passenden Badheizkörper?

    Und wenns nur um das erwärmen von Handtüchern geht, reicht meistens schon eine Zubehörstange die an den vorhanden Heizkörper montiert werden kann.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • - Es handelt sich um ein Zweirohrsystem; d.h. Vorlauf und Rücklauf

    Woran siehst Du das? Liegen VL und RL im Boden?


    Und zum anderen müsste ich da sicher den Volumenstrom (wie du ja schon oben erwähnt hast) schön gleichmäßig aufteilen.

    Nö, da Handtuchwärmer und Flachheizkörper den gleichen Volumenstrom abbekommen. Das hat mit Abgleich nichts zu tun.

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  • Ja, über das angefügte Bild ersieht man, dass hier Vor- und Rücklauf vorhanden sind.

    Zitat

    Nö, da Handtuchwärmer und Flachheizkörper den gleichen Volumenstrom abbekommen. Das hat mit Abgleich nichts zu tun.

    Ok, ich dachte, wenn die Widerstände unterschiedlich, dann auch unterschiedliche Ströme. so wie auch in der Elektrotechnik ….

    Aber Danke für den Hinweis!

  • Auf dem Bild sieht man nur den VL und RL Anschluss des Heizkörpers. Das sagt noch nicht, dass es sich um ein Zweirohrsystem handelt.

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  • Ich dachte nur, dass es rein von der Optik her besser passen würde,

    Wenn Optik oberste Priorität hat dann kann man alles mögliche machen.

    MIt welchen Temperaturen (Heizkurve) wird der Heizkreis betrieben?

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  • Ja, über das angefügte Bild ersieht man, dass hier Vor- und Rücklauf vorhanden sind.

    ...

    Oh weh. Wer so unbedarft ist, sollte die Finger von jeglicher Bastelei an wasserführenden Systemen oberhalb einer Gießkanne lassen.

    Hast Du jemals einen Heizkörper mit nur einer Anschlussleitung gesehen, der trotzdem funktioniert hat?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich bleib trotzdem dabei, dass es sich um eine Zweirohrleitung handelt. D.h. Rücklauf wird eigens geführt.

    Vorlauftemperaturen sind zumeist relativ niedrig, max. 40-45 Grad. Eigentlich selten darüber, da Warmwasseraufbereitung über Wärmepumpe passiert.

    Geheizt wird mit Pellets.

  • Ich bleib trotzdem dabei, dass es sich um eine Zweirohrleitung handelt. D.h. Rücklauf wird eigens geführt.

    Vorlauftemperaturen sind zumeist relativ niedrig, max. 40-45 Grad. Eigentlich selten darüber, da Warmwasseraufbereitung über Wärmepumpe passiert.

    Geheizt wird mit Pellets.

    Wirklich? das passt jetzt so nicht ganz zusammen.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Ganz ehrlich?

    Die einfachste Lösung und meines Erachtens die beste Lösung hat R.B. vorgeschlagen:

    Nimm einen Handtuchheizkörper mit Heizpatrone, ran an der Stecker, fertig.


    Dann passieren keine seltsamen Dinge an den Heizkörpern, Dir zerschiesst es nicht die Hydraulik, Du bist unabhängig von der Heizperiode. Das ganze mit Zeitschaltuhr kombiniert.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich bleib trotzdem dabei, dass es sich um eine Zweirohrleitung handelt. D.h. Rücklauf wird eigens geführt.

    An Selbstbewusstsein mangelt es Dir schon einmal nicht. Ich sehe auf den Bildern nichts was für eine Entscheidung tauglich wäre, aber Deine Röntgenaugen sind anscheinend besser. Es könnte sich beispielsweise um einen reitenden Anschluss einer Einrohrheizung handeln. Kannst Du das wirklich ausschließen?

    Was schief laufen kann, wenn Du Dich verschätzt hast, das habe ich oben bereits geschrieben.


    Eigentlich selten darüber, da Warmwasseraufbereitung über Wärmepumpe passiert.

    Das hat mit der Heizkreistemperatur gar nichts zu tun.,


    Die Frage ist, ob Du irgendwas basteln möchtest, Hauptsache der Handtuchwärmer wird warm, oder ob die zusätzliche Heizfläche sinnvoll und fachgerecht eingebunden werden soll. Im ersten Fall kannst Du den Handtuchwärmer irgendwie an den alten HK hängen, warm wird der immer (mehr oder weniger) und den Einfluss auf den Rest der Anlage kann man ja durch eine höhere Heizkurve ausgleichen. Hat vor 50 Jahren auch schon funktioniert Spätestens bei 60°C VL hast Du das wieder ausgeglichen, den Rest machen dann die Raum- bzw. Heizkörperthermostate. Bei einer Pelletheizung halten sich auch die höheren Betriebskosten in Grenzen.


    Ich würde eine fachgerechte Lösung/Einbindung bevorzugen, oder halt die elektrische Variante, aber jeder so wie er´s mag.


    Die höheren Investitionskosten für eine el. Heizpatrone halten sich in Grenzen, und nach Abzug des Materials das man für die Verschaltung des Handtuchwärmers mit dem HK benötigt, bleiben vielleicht noch 50,- € an Mehrkosten übrig.

    Die Betriebskosten hängen dann von der Nutzung ab.


    Als Wohnort hast Du "Nicht BRD" angegeben, somit ist es schwierig die Betriebskosten zu berechnen, da die Stromkosten völlig unbekannt sind. Es gibt Länder da kriegt man die kWh Strom für unter 10Ct., in den meisten Ländern unter 20Ct, oder halt wie in DE irgendwas um die 25Ct. bis 30Ct. (Tendenz weiter steigend).


    Ein el. Heizkörper ist als Vollheizung ungeeignet, aber als Zusatzheizkörper für die Übergangszeit, oder wie in Deinem Fall, um Handtücher zu erwärmen, ist das ideal. Das wichtigste Argument für solche Lösungen ist in meinen Augen die Flexibilität, denn man kann während der Übergangszeit, wenn die Hauptheizung noch aus ist, mal schnell das Badezimmer auf Temperatur bringen. Der Energiebedarf hierfür ist gering, und bei einem niedrigen Strompreis, macht sich das auch im Geldbeutel kaum bemerkbar.


    Um die Handtücher zu wärmen reicht ein 300W Heizstab. Selbst wenn der 2h im Dauerbetrieb ist, reden wir nur über 600Wh, und dann abhängig vom Strompreis von 5-15Ct. pro Tag. Das reicht noch nicht einmal um die Verluste einer Pellethauptheizung während der Übergangszeit zu bezahlen.


    Soll der Handtuchwärmer während der Übergangszeit den Raum ein bisschen auf Temperatur bringen, dann sind 600Wh vielleicht nicht ausreichend. Keine Ahnung wie groß das Badezimmer ist, aber der vorhandene HK, der angeblich ausreicht, deutet eher auf ein kleines Badezimmer hin. Wenn Du oben schreibst, dass die VL Temperatur irgendwo um die 45°C liegt, dann liefert der kleine HK sowieso nur ein paar hundert Watt. Wenn das ausreichend ist, dann liegt auch die Heizlast des Badezimmers niedrig.


    In meinen Augen hast Du nun 3 Möglichkeiten.


    a.) Herausfinden ob Ein- oder Zweirohr, HK fachgerecht einbinden

    b.) Handtuchwärmer irgendwie an den HK hängen

    c.) Handtuchwärmer elektrisch betreiben.


    Du favorisierst Variante b.), das ist OK, mein Favorit wäre das nicht. Begründung siehe oben.

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  • Und meiner auch nicht, da andere Vorteile zulasten eines nicht kalkulierbaren Risikos verschenkt werden.

    Eindeutig Variante c)!

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