Nur optischer oder auch fachlicher Mangel?

  • Hallo Zusammen,


    die Einliegerwohnung ist vom Grundriss ein weniger größer als der Rest des Hauses. Auf einem Teil des Wohnzimmers im KG ist ein kleiner (ungenutzer) Balkon.


    Hier ein Foto von außen zur Verdeutlichung:



    Dadurch musste ein Stahlträger eingezogen werden und die Decke im "Balkonbereich" ist ein weniger tiefer als der Rest.


    Ursprünglich hatte die Architektin mal geplant eine abgehängte Decke im gesamten Bereich einzuziehen um eine gleichmäßige Höhe zu bekommen. Da uns der Absatz nicht so sehr störte und eine höhere Decke im KG auch angenehm erschien und natürlich auch Geld eingespart werden konnte, haben wir uns gegen die Trockenbaudecke entschieden.


    Dabei kam allerdings zum Vorschein dass ein Auflager des Stahlträgers breiter ist als das Mauerwerk auf dem es liegt. Mit der abgehängten Decke wäre das natürlich nicht aufgefallen. ;-) Hier schaut jetzt (nach dem verputzen) 10-15 cm und zwischen 0,5 - 1 cm etwas raus.


    (Foto anklicken um den Bereich zu sehen. Ist leider das einzige Bild was ich grad auf dem Handy hab, kann aber ggf. heute abend noch eins machen)


    Ist das jetzt eher ein optisches Problem und unsere eigene Schuld weil wir die Planung umgeworfen haben oder kann das Probleme machen (etwas Rost war schon sichtbar) und hätte anders ausgeführt werden müssen?


    Die Architektin hab ich darauf schon angesprochen, krieg aber gar keine Antworten mehr (wohl wegen unseres Disputes hinsichtlich des Tiefbauers). Mit dem Rohbauer hab ich am Wochenende einen Termin wegen anderer Dinge und wüsste gern ob ich das ansprechen sollte oder nicht.


    Ich wäre daher für eine erste Einschätzung dankbar.


    Lieben Gruß

    Isabell

  • So ganz erkennen (und verstehen) tue ich das Ganze noch nicht. Kommt vielleicht noch?


    Für den "Balkon" wurde die Decke "tiefer gelegt". Grund wohl, dass man auf den Balkon Dämmung bekommt und dennoch ohne große Stufe auf den selbigen hinaustreten kann.


    Nun steht bei Dir zu lesen...

    ein kleiner (ungenutzer) Balkon.

    Wenn dieser also ungenutzt ist und bleibt, so hätte man doch diesen durchaus mit einer unbequemen Stufe (= Überzug) versehen können und die Decke dafür unten eben ausführen können. So "tres chique" ist ein Deckenversatz ja nun auch nicht. Für mich wäre die Nutzung eines genutzten Wohnraumes höher zu bewerten als die Nutzung eines ungenutzten Balkones.


    Dass da ein Stahlträger rausguggt kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen. Kannst Du da mal näher herangehen und es fotographieren?

  • Wenn ich es recht verstehe, dann geht es nicht um den Unterzug an und für sich, sondern um die Auflage dieses Unterzugs.

    Richtig?


    Das sieht man (momentan) recht deutlich.

    Allerdings ist die Decke auch noch nicht gemalert und ich denke, dass das danach nicht auffallen wird.

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  • Dass da ein Stahlträger rausguggt kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen. Kannst Du da mal näher herangehen und es fotographieren?

    Nur das Auflager, da hat Anda schon recht.


    Allerdings ist die Decke auch noch nicht gemalert und ich denke, dass das danach nicht auffallen wird.

    Ich mach heute abend noch mal ein Bild, denn inzwischen ist gemalert und man sieht es schon noch. Die Optik ist zwar ärgerlich, aber unter den vielen Dingen auch abzuhaken. Nur waren nach dem streichen schon braune "Stippen" sichtbar (Rost?)

  • Auf dem "Balkon" liegt auf jeden Fall Dämmung. Im Moment tritt man über die Schwelle ein wenig herunter. Da mach ich heute abend auch mal ein Foto von.


    Dass der Bereich nicht genutzt wird war immer klar, weil rechts davon eh die Terrasse auf der Garage anfängt. Da wurde auch von vorneherein keine Absturzsicherung eingeplant. Im Grunde steht da jetzt nur die Sat-Schüssel drauf und irgendwann soll Kies o.ä. drauf.


    Also hätte man das vermutlich auch anders lösen können, wenn man nen cleveren Architekten gehabt hätte. Tja, hatte ich wohl nicht....

  • Und dafür einen Versprung im EG (oder KG?). Jedenfalls Wohnraum. Herr, lass es Hirn regnen.....

    Ändert jetzt zwar nichts mehr, würde mich aber trotzdem interessieren....


    Hier die zwei Grundrisse


    EG



    KG


    Der Wohnraum im KG wäre ohne zu klein gewesen und im EG/DG wurde nicht mehr Grundfläche gebraucht. Ab der Garage fängt die Böschung und der zur KG Wohnung gehörende Abstellraum liegt schon vollständig in der Erde (also soll er mal, wenn das Loch doch noch irgendwann zugeschüttet wird)

  • Im OG einen Überzug, statt eines Unterzuges i KG (der sich dann wohl auch noch optisch brillierend durch das Schlafgemach windet).


    Konsequenz: Natürlich keine so hohen (tiefen) Türen im Wohnbereich; Brüstung evtl. 25 - 30 cm (ab OKR), also effektiv ca. 10 - 15cm. Zum Raussteigen (Wartung) langt's, für Wärmedämmung auch, für saubere Anschlüsse der FD-Abdichtung wohl auch. Und im UG wäre alles paletti. Ja..schade, irgendwie

  • Mich breche mal eine Lanze für den A. denn das versetzen der Decke macht Sinn, wenn es bis zum Ende durchdacht ist. Wenn wir mal von 15cm Fußbodenaufbau ausgehen, dann wäre das fürs Dämmen + Abdichtung zu wenig.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Vielleicht hab ich das auch selbst „verbockt“. Ich weiß es war mal die Rede von Überzug und Unterzug und damals war eben auch noch die Deckenabhängung im KG im Gespräch. Und da wollte ich bodentiefe Fenster ohne Brüstung 😉 also wahrscheinlich hab ich die tiefere Decke selbst zu verantworten.



    Im Moment ist das Niveau des Balkons ca 15 cm unter dem Innenfussboden.


    Aber zurück zu der eigentlichen „Baustelle“. Hier mal neue Bilder vom rausstehenden Auflager.


  • das versetzen der Decke macht Sinn, wenn es bis zum Ende durchdacht ist

    stimmt. beides ;)

    und wenn 2 20er decken um 20 versetzt werden, entsteht ein stb.-uz mit 2x20=40 höhe .. dem traue ich schon einiges zu ;)

    aber wie immer: ohne ortskenntnisse .. und ausserdem: die messe ist gelesen.

  • Sieht nach einer Lastverteilungs-/Verstärkungsplatte im Auflagerbereich aus. Ohne jetzt Panik schüren zu wollen, was sagt die Statik dazu?? Auflager breit genug, Betonpolster erforderlich?? Oder alles easy?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • ralf, in der wand steht eine stahlstütze .. in der wand muss eine stahlstütze stehen .. glaub ich :yeah:

    was da rausguckt, ist die kopfplatte.

    woher ich das weiss? alles schon mal dagewesen :P

    auf eine 11,5er wand lasten selbst brachialstatisten nicht ab, da kommt ein stahlimplantat rein.

  • ralf, in der wand steht eine stahlstütze .. in der wand muss eine stahlstütze stehen .. glaub ich :yeah:

    was da rausguckt, ist die kopfplatte.

    Sieht im Plan auch so aus, oder täusche ich mich?


    Ganz ehrlich? schön ist anders, aber ein Mangel? eher nicht, aber da verlasse Dich bitte mehr auf meine Kollegen.



    Bzgl Rostflecken: Die seh ich schon eher problematisch. sarkas : Das ist doch Dein Revier. Was meinst Du?


    Isabellwe : Kannst Du mal bitte ine Bild von den Rostflecken machen


    PS: Foto vom Stahlträger fand ich aussagekräftig (vorbildlich), da mit Plan, mit Übersicht und dann Detail mit Maßstab.

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  • ralf, in der wand steht eine stahlstütze .. in der wand muss eine stahlstütze stehen .. glaub ich :yeah:

    was da rausguckt, ist die kopfplatte.

    woher ich das weiss? alles schon mal dagewesen :P

    auf eine 11,5er wand lasten selbst brachialstatisten nicht ab, da kommt ein stahlimplantat rein.

    Ich denke Du hast recht ;-)


    Das war jetzt auf Anhieb ein Foto was ich aus dem Rohbau gefunden hab. Unten der Klotz ist im Fußbodenaufbau verschwunden, oben ist halt etwas stehen geblieben.


    Was meint Ihr, ist es nur ein optisches Problem?

  • Ein optisches "Problem" ist es sicherlich. Und wäre auch nicht nötig gewesen (man kann Kopfplatten auch so planen, dass sie hinterher nicht mehr sichtbar sind (versenkt in der Decke zum Beispiel). Wenn hier natürlich ursprünglich eine abgehängte Decke geplant war, dann musste die Architektin auf eine solche, nicht sichtbare, Kopfplatte kein Augenmerk legen, da die Abhängung diese ja verdeckt hätte. Ob sie über die Konsequenzen des Verzichts auf eine Deckenabhängung (-> sichtbare Kopfplatte) hätte hinweisen müssen....?


    Insgesamt nicht gerade schön und man wird immer hingucken (müssen), weil man Dingens jetzt auf dem Radar hat.


    Ist es ein optischer "Mangel"? Wahrscheinlich schon. Aber kann man ihn beheben? Ja mit Deckenabhängung (Achtung, wir drehen uns im Kreis). Schaden? Eher nein. Denn Du hast ja etwas eigentlich Geplantes (Deckenabhängung) eingespart und hast dafür einen optischen Mangel bekommen. Will man diesen beheben könnte man die Decke nun doch noch, wie ursprünglich geplant, abhängen und alles wäre gut.

  • ralf, in der wand steht eine stahlstütze .. in der wand muss eine stahlstütze stehen .. glaub ich

    was da rausguckt, ist die kopfplatte.

    X/X/

    Watt en Krampf. Thomas´Überzug wäre die viel einfachere Lösung gewesen. Aber alles durch. Rostflecke? Nur wenn der Rostschutz nicht ordentlich gemacht wurde.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Na ja, die abgehängte Decke ist ja immer noch möglich, wenn mal wieder Geld da ist.


    Mit der optischen Geschichte kann ich leben.... bzw. muss meine Mama leben ;-) Mir ging es jetzt eher ums rosten, insbesondere weil Muttern bereits Flecke gesehen hat und mich seitdem natürlich immer mal wieder drauf anspricht. Und da der Rohbauer am Wochenende vorbei kommt, wollte ich wissen ob es Sinn macht was zu sagen.


    Danke Euch

  • Rostschutz ist dann kein Problem mehr, wenn die Burg trocken genug ist, dass mit der Baufeuchte an dieser Stelle nix mehr korrodieren kann.

    Dann säubern, bissl anschleifen, Rostschutzfarbe und ggf. noch ein bissl Isolierlack (und gut is)

    Gruß Werner :)

  • stefan ibold Kannst Du mich/uns/community aufklären? Was ist denn alles falsch?

    Stefan Ibold, das würde mich natürlich auch interessieren. Vom Dachdecker gibt es noch keine Endabrechnung, da steht also auch noch ein Termin aus.

    Rostschutz ist dann kein Problem mehr, wenn die Burg trocken genug ist, dass mit der Baufeuchte an dieser Stelle nix mehr korrodieren kann.

    Dann säubern, bissl anschleifen, Rostschutzfarbe und ggf. noch ein bissl Isolierlack (und gut is)

    Ok, danke :-)

  • Moin,


    1. erkennen kann ich nur einen Ablauf. Der ist vermutlich auch noch selbstgebastelt.

    2. die Bahnen der Abdichtung sind aus der Fläche in die Senkrechte geführt, zusätzlich auch noch ohne Keil.

    3. im Bereich des erkennbaren Dachabaufs ist die Bahn gegen den Wasserlauf hochgeführt und nicht gesichert.

    4. und wenn ich mich nicht täusche, dann sind die Bahnen kreuzweise verlegt.

    5. Attikaabdeckung direkt befestigt.


    Das ist das, was ich so im "Vorbeigehen" gesehen habe.

    Grüße

    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Auf der anderen Seite ist noch ein Ablauf. Spontan hab ich nur diese Fotos auf dem Handy gefunden,



    Beauftragt wurde lt. Leistungsverzeichnis:

    -Bitumen-Voranstrich-Beton

    -Dampfsperre Beton SOPRAVAP EGA 40

    -Wärmedämmplatten EPS 035

    -Gefälle Kehlplatten

    -Unterlagsbahn auf EPS - Sopralene Stick 30

    -Oberlage Sopralene Flam Jardin S5

    -Wandanschlüsse mit Flüssigkunststoff auf Bitumen/Polyurethanbasis

    -Attikaanschluss Innenseite wie vor

    -Türanschluss wie vor


    -Holzunterkonstruktion aus OSB auf Attikaaufkantung mit Innengefälle durch einseitige Leistenunterlage anbringen

    -Attikaabdeckung


    Und ich bin nicht ganz sicher was davon schon geliefert ist:

    -Grumbach Attikagully

    -Grumbach Attika-Einsteck-Überlauf

    -Grumbach Stromteilabzweig

  • Moin,


    ich ergänze Punkt 1 ind: ich erahne nun zwei Abläufe und einen Notüberlauf auf der rechten Seite (von außen betrachtet) des Anbaus. Die sind wohl nicht selbst gebastelt.

    Punkt 4 kann ich (noch) nicht streichen, denn das erste Bild zeigt offenbar die Dampfsperre, die parallel zur Straße verlegt wurde, während die Oberlage senkrecht dazu verläuft.


    Grüße

    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld