Kleiner Satteldach "Bungalow" am Hang

  • Hallo Bauexperten,


    in anderen Threads hatte ich ja schon von unserem Vorhaben eines kompakten EFH im Hochsauerland erzählt. Die Sache hat sich inzwischen konkretisiert - wir haben das Grundstück gekauft und auch der Entwurf ist schon weit gediehen. Bei dem Projekt geht es um ein unaufgeregtes, stimmiges Haus für uns als naturliebendes und aktives Paar. Das Grundstück ist ein Südhang mit unverbaubarem Blick von Südost bis West. Die Aussicht ist wunderschön mit Bergrücken in Südost, sowie Sicht in ein flaches Tal in West ). Der B-Plan ist ziemlich restriktiv (Satteldach 35-45° mit schieferfarbener Eindeckung, weißer Putz, usw).


    Da wir unser Leben entschleunigen und unsere Ansprüche downsizen wollen, ist der Entwurf recht kompakt. Die Planung geht von einer Etage aus, welche auf verlorenem Mauerwerk gegründet wird. Für den Fall der Fälle ist der Spitzboden Ausbaureserve, und wird auch so erschlossen (feste Treppe, Dämmung, vorbereitete Anschlüße).


    Die Ansichten passen noch nicht ganz zum Grundriss, da z.B. die Fenster sowie der Zugang zum Grundstück selbst noch finalisiert werden. Derzeit gehen wir von zwei Hebe/Schiebetüren im Wohn-Essbereich sowie einem fassadenbreiten Fensterband in den beiden östlichen Zimmern aus. Das Westfenster im Wohnbereich soll als Sitzfenster ausgeführt werden, und ebenfalls im Westbereich wird eine halbhohe Treppe vom Balkon "in die Böschung" zum Grundstück führen.


    In der Zuwegung von Norden gibt es einen Carport mit angeschlossenem Rad- und Geräteschuppen (die Hütte wird abgerissen). Unter den vorgesetzten Balkon ist eine Terasse sowie ein Zugang zu einem Abstellraum im Sockelgeschoß vorgesehen. Die dort anschliessende Böschung müssen wir gestalten um auf den südlichsten Teil des Grundstücks (Arbeitstitel Streuobstwiese :) ) zu gelangen. Das Sockelgeschoß wird so gestaltet bzw "weggepflanzt", dass es später nicht dominant wirkt.


    Laut meiner laienhaften Meinung finde ich das alles recht schlüssig... oder übersehen ich da etwas?

  • Eingang kann nur links oben bei der Treppe sein. Da funktioniert dann ins DG vermutlich auch die Treppe, aber die ins UG?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eingang kann nur links oben bei der Treppe sein.

    Sehe ich auch so. Würde dann auch zu den Ansichten passen.


    Technikraum in der Nähe des Badezimmers und der Küche ist für die Leitungsverlegung sicherlich geschickt. Wenn das Badezimmer aber eine Tür in den Technikraum hat, dieser wiederum eine Tür nach draußen, dann finde ich das nicht so prickelnd. Ich stelle mir gerade vor, da marschiert jemand von draußen durch den Technikraum, dann durch´s Badezimmer, in´s Haus.......vielleicht noch mit Arbeitsschuhen.....


    Tja, und der Raum mit der Schiebetür vom WZ/EZ aus....wozu ist der gedacht?

    Die Tür in der Raumecke.....den Raum würde ich eher vom kleinen Flur darüber erschließen.

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  • durch den Technikraum, dann durch´s Badezimmer, in´s Haus.......v

    Kann toll sein. Unsere Kinder mussten nicht schlamm/sandkastenbeschmuddelt erst durchs Haus. Die sind direkt ins Bad zum Duschen. Mittlerweile nicht mehr (Sandkasten ist out und Festivals sind nicht Trend)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Gefällt Euch das?


    Mir wäre das selbst für ein Schlafzimmer "zu wenig Licht".

    Hmm, im SchlaZi wären dann ca 3 x 1,2m Fensterfläche im Süden sowie zwei Fenster im Osten (letztere können wir auf Wunsch größer ausführen). Finde ich eigentlich nicht zu Dunkel. Es ging mir eher darum die flexible Nutzung/Möblierung nicht durch z.B. bodentiefe Südfenster einzuschränken... das ist ja alles schon kompakt genug.


    Die Gestaltung des Fensterbandes steht noch aus - es können ja auch breite 3-flügelige Fenster oder gekoppelte Einzelfenster o.ä. sein. Sieht man in den dortigen Fachwerkhäusern tatsächlich öfter (siehe Beispiel.

  • Ein paar Anmerkungen zum Grundriss:


    Es ist nur eine Etage (daher der Titel "Bungalow") - es gibt kein UG! Zugang in Nordwest, dort auch eine feste Treppe zum Spitzboden. Letzterer ist Stauraum/Ausbaureserve und für uns ggf Sportraum (Rollentrainer im Winter o.ä.) - feste Treppe um das auch wirklich nutzen zu können. Ein Grundriss mit geöffneten Türen ist zwecks Entwirrung angefügt.


    Der HWR/Technik-Raum hat absichtlich einen Nebeneingang: als Dreck- bzw Müffelschleuse (Sport ;)) und damit evtl Handwerker eben nicht zwingend durchs Haus müssen. Klar, die Badgestaltung wird durch die zusätzliche Tür leider eingeschränkt. Einen Teil der Technik (z.B. KWL, evtl PV Technik) wollen wir auf den Spitzboden verdammen da der HWR/Technik-Raum ja ziemlich klein ist.


    Der Raum zwischen SchlaZi und Wohn/EssZi ist Reserve, z.B. als Arbeitszimmer. Die Schiebetür soll möglichst groß ausgeführt werden und eine weitere Sichtachse Richtung Südost ermöglichen. Wir sind ja nur zu zweit und die Tür wird 90% der Zeit offen stehen, also hoffentlich auch zu mehr Raumgefühl beitragen. Sicherheitshalber werden wir die Wand zum kleinen Flur so ausführen lassen, dass wir bei Bedarf schnell eine Tür nachrüsten können.

  • Also zum Grundriss - mir würde missfallen, dass man quasi durch die Küche in den Wohnbereich gelangt. Recht groß ist die Küche auch nicht, Stauraum fehlt.

    Wenn aber sowieso die Küche kalt bleibt und/oder Sushi bestellt wird, dann... stellt sich nur die Frage, wo man Staubsauger, Bügelbrett und Konsorten hinstellt.

    Was ist mit WaMa und ggf. Trockner?


    TV gibts bei euch nicht?



    Ich würde mal überlegen und rechnen lassen, wieviel es mehr kostet wenn man statt der Gründung auf verlorenes Mauerwerk doch einen Keller baut. Völlig naturbelassen, roher Beton, kein Estrich, keine Elektrik, gar nix, Zugang von außen und fertig. Ggf. die Kellerdecke unter der Treppe so auslegen, dass man nachträglich die Treppe ins UG bauen kann.

  • Ich würde mal überlegen und rechnen lassen, wieviel es mehr kostet wenn man statt der Gründung auf verlorenes Mauerwerk doch einen Keller baut.

    Evtl. könnte man dann die äußeren Abmessungen etwas reduzieren, das spart ein paar Euro ein, die man dann in den Keller investieren könnte.

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  • .. mein Gedanke war primär, eine weitere Ausbaureserve zu haben und wartungsfreundliche Installation von Abwasser, Wasser, Heizung, Elektrik.


    Denkt man aber einen Schritt weiter, könnte man auch die Ausbaureserve im DG streichen, dafür das Haus etwas kleiner, mit Keller. Dann kann Technik/Lager an die bergseite und talseitig hat man bei entsprechenden Fenster auch schöne, helle Räume..

    Evtl. kann dann sogar das "Reserve-Zimmer" im EG weg.


    Der Hintergrund meines Vorschlags ist, dass ich mir vorstellen kann, dass bei eurer Situation ein Keller evtl gar nicht so viel mehr kostet wie die aufwändige "Aufständerung".

  • wie die aufwändige "Aufständerung".

    Das vermute ich auch. Man darf dabei ja nicht nur an die Außenwände denken. Bei den Spannweiten wird das nicht so einfach, und schon braucht es noch ein paar Stützen, Fundamente, tragende Zwischenwände usw. Am Ende ist der Weg zu einen Rohkeller nicht mehr weit.


    Dann werden aus 8m x 15m halt 8m x 12m oder 8m x 10m, und dafür hat man im Keller noch einmal die gleiche Fläche zur Verfügung.

    Das könnte sich unter´m Strich rechnen.

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  • Die nutzbare Fläche im DG ergibt sich nunmal zwingend aus dem vorgeschriebenen steilen Satteldach. Selbst ohne Kniestock und mit dem relativ schmalen Haus kommen wir auf ca 65qm. Das haben wir also ohnehin und müssen es nur dämmen und in die Gebäudehülle nehmen. Also wenn Grundfläche verkleinern, dann mit (Teil)Nutzung des DG. Keller hingegen müssen wir bauen, dämmen, dichten, erschliessen... und selbst dann ist er von der Wohnqualität nach meinem Empfinden weniger wertig als ein schönes DG.


    Das ganze Thema Gründung und verlorenes Mauerwerk muss natürlich noch genau geplant werden. Derzeit ist gedacht (siehe Höhe & Lage im ersten Beitrag) die roten Linien zu mauern, den blauen Bereich aufzufüllen und zu verdichten, und den grünen Bereich als "Ersatzkeller" so wie Du ihn beschrieben hast auszuführen. Obendrauf BoPla und weiter geht´s.


    Problem bei der ganzen Geschichte ist nach meinem Verständnis, dass ein solcher "Ersatzkeller":

    Völlig naturbelassen, roher Beton, kein Estrich, keine Elektrik, gar nix, Zugang von außen und fertig.

    nicht für die Unterbringung von Haustechnik geeignet bzw zugelassen (da außerhalb der Gebäudehülle) ist. Im Prinzip also nur ein Gartenlaubenersatz... und so haben wir es bisher auch gedacht und daher nur den grünen Bereich (ca 20qm) dafür vorgesehen.


    Oder habe ich da einen Denkfehler und es gibt evtl doch einen kostengünstigen Trick die Technik dort unterzubringen? Oder könnten wir ggf eine dieser "Technikboxen" der einschlägigen Kellerhersteller unter Bad/HWR bauen und diese durch den grün markierten Abstellraum von außen erschliessen?

  • Mir ist das zu verschachtelt und vermurkst. Allein der Durchgang HWR und Bad. Die Zugangssituation ins Haus. Der "Reserveraum" im Süden. Da ist nix wirklich ausgegoren. Statt der Tür im Bad wäre eine Badewanne sinnvoller. Noch nie ein beruhigendes Bad erlebt? Heizung und Gedöns kann man um UG machen und hat das EG dann frei für allerlei mehr. Statt HWR hätte ich den Raum für eine Ankleide und größere Küche verwendet. Den Reserveraum hätte ich gleich weg gelassen und statt dessen den Wohnraum vergrößert. Einen Arbeitsbereich kann man nachträglich abtrennen. Lang ist es her, aber im Studium wurde uns vorgebetet, dass ein Haus im Hang gefälligst längs zu stehen hat und nicht quer. In der Praxis hält sich kaum einer daran, bis auf die wirklich guten, entwurfstarken Architekten.


    Das Zeug ist doch DIY, oder? Geplant mit einem Homeplaner aus dem Internet... Gibt es bei eurem Häusleanbieter keiner der das Haus plant?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Lang ist es her, aber im Studium wurde uns vorgebetet, dass ein Haus im Hang gefälligst längs zu stehen hat und nicht quer. In der Praxis hält sich kaum einer daran, bis auf die wirklich guten, entwurfstarken Architekten.

    Du meinst 90° drehen, den First also in Nord-Süd Richtung? Ich fürchte die Ortsgestaltungssatzung steht dem im Weg :(:


    (2) Neubauten in der Zone 1 müssen sich in ihrer Kubatur an der angrenzenden Nachbarbebauung orientieren.
    (3) In der Zone 1 sind nur Gebäude mit einem rechteckigen Grundriss zulässig. Winkelanbauten sind möglich. Abweichungen von diesen Vorgaben sind nur in der Zone 2 durch deutlich untergeordnete Bauteile möglich.


  • Komisch.....


    Die Ansichten sind professionell dargestellt, von einem/ einer der mit einem Stift umgehen kann. Der Grundriss ist wohl als DIY-Ich-mal-mir-ein-Haus-Programm zu verstehen.


    Passt nicht zusammen. Man gewinnt den Eindruck, dass der Grundriss DIY war und, dass dann ein Zeichner das Ganze etwas "in Szene" gesetzt hat.


    Mir kommt der Grundriss etwas uninspiriert vor. Ja...geht schon, man kann schadenfrei darin wohnen...aber sonst? Naja...schadenfrei. Ob man den finanziellen "Schaden" dieses Entwurfs benennen kann?


    Mir erscheint der Aufwand etwas üppig um so wenig Raum/ Wohnfläche zu erzeugen. Ein "Keller", gefüllt mit Erdreich, ein Wohngeschoß (an sich i.O., wenngleich gestalterisch...naja...), darüber nochmals ein Dach, welches ebenfalls nicht benötigt wird.


    Das scheint mir, wenn ich ehrlich bin, keine durchgängig kluge Planung zu sein.

  • Mir erscheint das fast so als ob die Ansichten eine Vorlage von wo auch immer (Hausanbieter im Netz) sind und darauf aufbauend mittels begrenzt geeigneter Software/Können ein Grundriss für ein neues Haus entstand...? Ich mag mich täuschen aber irgendwie hats son "Geschmäckle"...

  • Ja, die Ansichten sind von einem Profi... allerdings hatte dessen Grundriss die beiden Südost-Zimmer anders aufgeteilt (größeres SchlaZi mit Ankleide, sehr kleines Zweitzimmer). Und da uns das nicht so gefiel, habe ich bei identischen Außenmassen diesen Bereich verändert (mit besagtem DIY Programm). Betrifft aber nur die beiden Zimmer.


    Wie dem auch sei, das Ganze ist Ergebnis von äußeren Rahmenbedingungen (z.B. Topologie, B-Plan, Gestaltungssatzung) sowie eigenen Festlegungen (bevorzugt auf einer Etage, Keller nicht als Wohnfläche, Wirtschaftsräume im Norden & Wohn/Aufenthaltsräume im Süden, etc). Vielleicht sind das zu viele, bzw zu harte Vorgaben, vielleicht sind wir inzwischen auch im Tunnelblick. Zumindest die Fixpunkte (steiles Satteldach in Ost-West Ausrichtung, Geländeverlauf/Zuwegung) müssen wir aber beachten. Und da wir uns mit einem ausgebauten Keller nicht anfreunden können, ist eine Wohnetage halt die Planungsvorgabe - der Dachraum ist sozusagen Abfallprodukt des B-Planes.


    In jedem Fall lassen wir mal prüfen ob die Haustechnik doch irgendwie ins Sockelgeschoß kann (was natürlich wirklich praktisch wäre). Und zur Frage einer kleineren Grundfläche bei Teilnutzung des DG tagt in Kürze der Familienrat. Beides gäbe mehr Freiraum in der Wohnetage - noch größer soll die Grundfläche auf keinen Fall werden.

  • der Dachraum ist sozusagen Abfallprodukt des B-Planes.

    … ja und der Keller (oder Nicht-Keller) halt irgendwie auch.


    Hier würde ich halt versuchen etwas geldsparender zu planen:


    1. Verzicht auf Satteldach. Dieses müsste man natürlich prüfen (Bauvoranfrage, Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des B-Planes,...)

    2. Nutzung des KG (z.B. Wohnraum nach vorne hin über die volle Breite, Schlafen im "OG". Wäre dann natürlich nicht mehr alles auf einer Ebene, dafür aber auch einen deutlichen 5-stelligen Betrag günstiger (weil das Haus insgesamt ja kleiner werden könnte). Müsste man abwägen.

    3. Evtl. versetzte Ebenen (Halbgeschoße)

  • Mir erscheint das fast so als ob die Ansichten eine Vorlage von wo auch immer (Hausanbieter im Netz) sind und darauf aufbauend mittels begrenzt geeigneter Software/Können ein Grundriss für ein neues Haus entstand...? Ich mag mich täuschen aber irgendwie hats son "Geschmäckle"...

    Zumindest kannst Du Deine "Wahrnehmungen" ja mal ungefiltert in den Raum werfen... nachdem Du oben schon schwadroniert hast man kommt vom Technikraum über das Bad ins Haus :thumpsdown:

  • Man kann auch niedriger bauen und die Räume zum Dach hin offen machen, mit Galerie oder sonst was. Dann wäre der Dachspitz wenigstens genutzt. Versetzte Ebenen ist auch so ein Ding was ginge usw. Da gibt es so viele Möglichkeiten, aber dazu muss eben einer ran, der entwerfen kann. So ist es nur, wie Thomas schon sagte, eine Verschwendung von Volumen, das man mit bezahlt, aber nicht nutzt, nur weil man unbedingt alles ebenerdig haben will. Wenn es der/die Bebauungsplan/Gestaltungssatzung nicht her gibt, dann muss man sich von gewissen Vorlieben verabschieden oder wo anders bauen. Alles ebenerdig passt zu Flachland, aber nicht zu nem Hang.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Zumindest kannst Du Deine "Wahrnehmungen" ja mal ungefiltert in den Raum werfen... nachdem Du oben schon schwadroniert hast man kommt vom Technikraum über das Bad ins Haus :thumpsdown:

    Ich habe die Erschließungssituation schon beim ersten Anlauf verstanden und lediglich die Anbindung des HWR DURCH das Badezimmer kritisiert. Wenn denn die Ansichten von nem Planer kommen - umso besser! Ich verstehe dann nur nicht warum ihr ihm dann nicht eure Änderungswünsche übermittelt habt damit er seinen Entwurf nochmals nachfasst... Das wäre halt der übliche Weg dieses im Dialog gemeinsam zu entwickeln...


    Aber so what - bevor ich noch mehr rumschwadroniere... :corn:

  • Alles ebenerdig passt zu Flachland, aber nicht zu nem Hang.

    So ist es! Und darauf muss der Entwerfer reagieren.



    nachdem Du oben schon schwadroniert

    Nicht so empfindlich, bitte. Die Grundrissdarstellung verzichtet im Treppenraum auf eine Tür, im Technikraum hingegen gibt es eine nach draußen. Insofern ist die Vermutung nicht verkehrt.


    Was gibt es am Grundriss zu meckern?


    1. Erschließung von einer Außenecke des Gebäudes führt (zwangsläufig) zu langen Wegen im Gebäude. Geschickter wäre eine Erschließung auf der Längsseite.

    2. Erschließung via Küche ist auch eher "ungewöhnlich". Jeder Gast, jeder Bewohner muss immer erst einmal durch die (immer picobello aufgeräumte?) Küche.

    3. Essplatz direkt neben Tür. Es verbleibt ein ca. 1,80m langes Wandstück, an dem der Tisch steht. Bei einem ca. 90cm tiefen Tisch (oder mehr?), sitzt man also immer ein wenig im Flur (zum Schlafzimmer) bzw. vor der Schiebetür. Das ist lädt nicht zum Verweilen bei Tische ein. Besser wäre es den Miniflur Richtung SZ zu schließen und den Flur dann auch gleich bis zur Trennwand SZ gehen zu lassen. So vermeidet man den unsinnigen Appendix im SZ und bekommt etwas mehr Wandfläche um dort den Tisch zu plazieren.

    4. Direkter Zugang zum Bad. Ist man alleine, mag es gehen. Hat man Gäste, empfände ich das Sitzen bei Tisch und die ganz in der Nähe stattfindende Darmentleerung akustisch, wie olphaktorisch, störend. Lösung: siehe Punkt 3

    5. Appendix im SZ macht die Möblierung schwierig. Ein Tischchen neben dem Bett würde gefallen. Das Bett müsste demnach mind. 50cm nach unten rutschen.

    6. Höhenlage. Ich würde lieber auf Gartenniveau wohnen (mein ganz persönlicher Geschmack. Nun hat man ein großes Grundstück, baut sich ein Haus und sitzt auf dem Balkon. Das passt für mich so gar nicht.


    Hat Dir Dein Planer schon mal Zahlen (Geld) genannt was das Ganze kosten soll? Das müsste man dann mal auf die m² umrechnen. Dürfte eher hochpreisig werden.

  • Verzicht auf Satteldach geht nie und nimmer durch... das sind dort alles nette Menschen, aber da verstehen die keinen Spaß :rb:


    Das "verlorene UG" stört uns jedenfalls nicht. Zum einen ist die Nutzung und Aussicht des (von der Zuwegung aus gesehen) ebenerdigem EG schöner, zum anderen ist eine echter Keller mit Sicherheit teurer. Und wenn man den schön macht (was ohnehin nur eingeschränkt geht), sogar noch teurerer ;). Ergo wäre 2. mit Nutzung des DG eine Variante. Also Tagesräume im EG (Wohnetage), und Schlafen/Privat im DG. Widerspricht zwar unserer "alles auf einer Etage"-Präferenz, aber durchdenken werden wir es. Kann ich mir mit Schleppgaube (selbst die ist mit 22° vorgeschrieben) sogar gut vorstellen.


    Übrigens - und das könnt ihr jetzt glauben oder auch nicht - dieses Projekt haben wir im Netz gefunden nachdem wir o.g. Planung hatten. Wir müssen halt weiß verputzen und besagtes Satteldach draufsetzen, aber sonst ist das erstaunlich verglaichbar:


    Hausbesuch: Kompakt Wohnen - DAS HAUS

    Atelier Fischer Architekten GmbH - Haus S - Georgenberg

  • dieses Projekt haben wir im Netz gefunden nachdem wir o.g. Planung hatten.

    Die Unterschiede (Grundriss) fallen Dir aber schon auf, oder?



    aber sonst ist das erstaunlich verglaichbar:

    Finde ich jetzt, ehrlich gesagt, nicht (sieht man einmal von der Art der Nutzung/ Nicht-Nutzung ab).


    Zudem, egal ob nun öff. gelobt und belobhudelt, finde ich die Nutzung zweifelhaft. Kosten? Untere Gartennutzung vom Wohnen abgeschnitten.


    Mein Fazit: Im Detail (Verglasungen usw.) recht schön, das Gesamtkonzept mag mich nicht überzeugen. Muss es aber auch nicht!

  • DANKE, das ist sehr hilfreich :thumbsup:. Kurze Anmerkungen zu Deinen Punkten:


    Zu 1.: die Alternative wäre halt ein weiterer Weg außen, da die Zuwegung zum Grundstück ja ganz in Nordwest erfolgt. Und da es im Sauerland gerne auch mal nasskalt ist, finde ich das OK. Zumal ich im Haus dann ja auch sofort im Geschehen bin.

    Zu 2.: ist ungewöhnlich, finde ich aber sogar gut. Bei Besuch ist die Küche doch eh´ immer der Mittelpunkt, und wenn wir zu zweit sind stört es erst recht nicht. Beide Aussagen gelten freilich nur bei der 1-Etagen Situation. Sollten wir doch das DG mit einbeziehen, müsste man das sicher bedenken.

    Zu 3.-5.: absolut valide, und die Lösung den Flur ganz auszubilden macht auf jeden Fall Sinn! Die Idee war halt die Flurfläche zu minimieren, was hier aber natürlich Blödsinn ist, denn die Fläche ist ja trotzdem da. Im Normalfall lassen wir die Türen zwar ohnehin offen stehen, und ich finde eine Sichtachse auch immer gut... aber das kann man ja durch zwei Schiebetüren zum/vom Flur lösen.

    Zu 6.: komisch, das ist ein Punkt der uns gar nicht stört. Der Balkon ist teilüberdacht/verschattet und damit sowohl bei Sonne als auch bei leichtem Regen nutzbar. Durch den Vorsprung haben wir von Ost bis West beste, unverbaubare Sicht. Und groß ist das Ding auch. Bis zum Grundstück sind es zwar ein paar Schritte; ist mir aber lieber als in einem (und sei es noch so schön) UG zu wohnen. Zudem ist es hier ja auch so, dass direkt im Süden des Hauses eine ca 2,5m hohe Böschung ist - d.h. selbst wenn wir im UG wohnen würden, gäbe es nur im Westen ein direktes Gartenniveau... im Süden purzelt man die Böschung runter (ja, wir können eine Terasse aufständern, aber das ist dann doch auch ein Balkon - nur halt 3m tiefer :P).


    Kosten? Ja, hochpreisig =o Die Frage ist halt wirklich, was die Einbeziehung des DG bei gleichzeitiger Reduzierung der Grundfläche bringt. Die Hüllfläche wird kleiner, dafür steigt der Ausbaubedarf des DG (Dachfenster, Gaube, zweites Bad, Technik, usw) :eek: