der Spitzboden nervt

  • Vorhaben: Dachsanierung - Problem: Spitzboden


    Alte Situation: Kehlbalkendach, 23° Dachneigung, Dämmung in der Kehlzangenlage, undichte alukaschierte Glaswolle (habe ich entkernt),

    Spitzboden mit 2,5 m² war nicht bewusst belüftet, sondern anscheinend nur über Undichtigkeiten. Die Wände der Zimmer gehen nur bis

    zur Kehlzangenlage.


    Geplant: Ausflockung der Schrägen mit Zellulose bis zur Kehlzangenlage und Kehlzangenlage offen ausblasen, feuchtevariable Dampfbremse (0,5 - 30 m)

    unterhalb der Kehlzangenlage (34 Anschlüsse lassen wohl keine saubere Ausführung über die komplette Schräge zu), 6 cm starke Holzfaserunterdeckplatte bis

    zum First und zusätzlich eine LDB über die Sparren über die komplette Schräge, natürlich unter der Holzfaserunterdeckplatte.


    Befürchtung: Die Dämmung der Kehlzangenlage lässt keine ausreichende Erwärmung des Spitzbodens zu und es kommt zur Taupunktunterschreitung

    trotz unterseitig angebrachter Dampfbremse.


    Alternative 1: Ausführung als Kaltdach - aber ob da die Belüftung wirklich klappt? Bei der Neigung würde ein Firtschnitt ohne gleichzeitige Zuluft vermutlich

    nicht ausreichen. Und die Zuluft lässt sich wohl nicht so einfach herstellen. Auf Insekten habe ich auch wenig Bock. Die Gitter finde ich nicht gerade sehr sicher.


    Alternative 2: Auf die Dämmung der Kehlzangenlage verzichten und dafür zusätzlich die Schräge im Spitzboden dämmen. Dann ohne die LDB über den Sparren?

    Und mit einer weiteren Dampfbremse oder nur fixieren?


    Habe mich schon lange damit beschäftigt, komme trotzdem zu keiner Lösung.


    In der Praxis habe ich bei Bekannten mit einem Walmdach auch ein unbelüftetes Kaltdach gesehen (Dämmung liegt frei auf dem Dachboden) gesehen, das

    funktioniert. Obwohl es nicht dem Regelwerk entspricht.


    Wäre dankbar für eine Erleuchtung.

  • bei Bekannten mit einem Walmdach auch ein unbelüftetes Kaltdach gesehen (Dämmung liegt frei auf dem Dachboden)

    woher weisst du, dass das unbelüftet ist? wieviel oder wenig luft kommt rein/raus?

    die konstruktion könnte (wenn man alle randbedingungen kennen würde) züge der robustesten lösung aufweisen


    Obwohl es nicht dem Regelwerk entspricht

    wo steht das?


    entweder wird bis inkl. kehlebene gedämmt/geluftdichtet - oder bis zum first.

    im ersten fall gibts keinen grund für probleme (ausser geringem heizmehrverbrauch, hatte ich auch mal in einem früheren thema angerissen)

    der zweite fall ist der kompliziertere.