Kran bedienen

  • hallo,


    Muss man in Deutschland einen Kranschein haben um einen Baukran mit Fernbedienung zu steuern oder reicht eine Einweisung der Kranverleihfirma bei der Übergabe ?

  • Was für ein Kran?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Reicht aus aber stell es Dir nicht zu leicht vor. Wenn Du ungeschickt mit der Laufkatze hantierst, kannst Du die Last derart aufschaukeln, dass es richtig gefährlich wird.

    Ich fände es besser, wenn dazu etwas mehr Schulung und Übung notwendig wäre (ähnlich wie beim Staplerschein).




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Also nein, wenn es nicht die Nachweise gibt.



    Turmdrehkranführer gelten als unterwiesen, wenn sie an der Prüfung nach der „Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss geprüfter Baumaschinenführer (Hochbau)“ oder an einem Kranführerlehrgang nach den DGUV Grundsatz 309-003 „Auswahl, Unter- weisung und Befähigungsnachweis von Kranführern“ mit Erfolg teilgenommen haben. Siehe auch VDI 2194 „Auswahl und Ausbildung von Kranführern“.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Interessiert das wenn die Last jemand auf den Schädel fällt? Da BG zählt es nur gewerblich. Der Privatmann wäre jedoch dumm sich nicht dran zu halten. Jeder der mal Last am Haken gefahren hat wird wissen welche Verantwortung da auf einem ruht.

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  • Ich musste vor 15 Jahren als Bauleiter den Kran übernehmen, weil wir völlig unterbestzt waren. Nach 15 min Einweisung durch den Verleiher musste ich loslegen und am nächsten Tag kam die BG. Kein Wort zum Kranschein.

    War aber ein rel. Kleiner (1000 kg am Ende des Auslegers bei 12m).

    Wie gesagt, ich habe mich sehr unwohl gefühlt und hätte höhere Anforderungen gut gefunden.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Interessiert das wenn die Last jemand auf den Schädel fällt? Da BG zählt es nur gewerblich. Der Privatmann wäre jedoch dumm sich nicht dran zu halten.

    ja, würde schon sagen dass es für Staatsanwalt und Richter relevant ist, ob das Handeln legal war oder nicht.

    Würdest du einen Personenbeförderungsschein machen, wenn du mal im Kleinbus 8 Leute mitnimmst? (ist nur gewerblich nötig ab 8 Pers.) ?


    Grundsätzlich sollte man natürlich keine Maschinen bedienen, die man nicht beherrscht...

  • Grundsätzlich sollte man natürlich keine Maschinen bedienen, die man nicht beherrscht...

    Dass es mit der Beherrschung nicht weit her war, stellt sich meist erst hinterher heraus. Und das ist ohne Schein genau das Problem.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • man kann doch auch ohne den Formalismus Schein gründlich und gewissenhaft von einem erfahrenen Kranführer eingewiesen werden..

    Mir ging es nicht um die formale Qualifikation. Ich wollte darauf hinaus, dass Unwissende / relativ inkompetente Menschen eher dazu neigen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen, als Wissende / relativ kompetentere Menschen, also den sog. "Dunning-Kruger-Effekt". (Ja, ich weiß, dass der Originalveröffentlichung oft die Ernsthaftigkeit abgesprochen wird. Ich als Laie kann dies nicht nachvollziehen, auch wenn der Schlussabsatz einige aus der Fragestellung resultierende ironische Formulierungen enthält, die aus meiner Sicht aber nur konsequent den Inhalt dieser Untersuchung auf diese selbst anwenden.)


    Insofern sollte die zentrale Frage nicht sein: "brauche ich einen Schein?", sondern: "kann ich die beabsichtige Nutzung sicher bewerkstelligen?". Aber die Antwort auf die letzte Frage fällt typischerweise falsch positiv aus, siehe oben!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Kranführerschein?? Ich kenne hierzu keinerlei Verpflichtung.

    Der Kranführer muss Befähigt sein.

    Nur wer will das abschätzen was damit gemeint ist. Insbesondere im Falle des Falles.

    Daher schicke ich unserer Leute zum Kranlehrgang. Muss ja nicht gleich der ganz große sein.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Dass es mit der Beherrschung nicht weit her war, stellt sich meist erst hinterher heraus. Und das ist ohne Schein genau das Problem.

    Das ist zwar korrekt, aber die erste Frage die sich stellt ist, ob das Handeln rechtswidrig war, und da spielt die Befähigung eine untergeordnete Rolle, wenn sich eine Privatperson einen Turmdrehkran kauft und auf dem eigenen Grundstück aufstellt und selbst nutzt.

    Ist der Kran geliehen, dann gibt es unabhängig davon eine Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter geben, in der auch solche Punkte wie die "Befähigung" enthalten sein können.


    Die Sachlage ist völlig anders wenn der Kran im Rahmen einer gewerblichen Nutzung eingesetzt wird, sei es auf dem eigenen Werksgelände, oder auf fremden (privaten) Grundstücken (inkl. öffentlichem Raum).


    Es geht also (leider) nicht darum, was wäre "nice to have", sondern wie sieht das Pflichtprogramm aus.


    Die Frage der Befähigung/Eignung stellt sich an sich bei allen Maschinen und Fahrzeugen. Natürlich denkt man dabei immer zuerst an die "großen" Maschinen/Fahrzeuge, wie Bagger, Radlader, Kran, Gabelstapler usw. aber oft sind es die vielen kleinen Maschinen von denen eine erhebliche Gefahr für den Bediener und Umgebung ausgeht. Ich darf mir eine Kettensäge kaufen und mich damit auf meinem Grundstück austoben, ohne irgendwelche Nachweise, ich muss noch nicht einmal die Bedienungsanleitung mit den darin enthaltenen Sicherheitshinweisen lesen.

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  • Dazu müsste man die Herstellerhinweise des jeweiligen Krans kennen.

    Schreibt der Hersteller vor, das der Kran nur durch geschultes Personal zu bedienen ist, sollte dies auch nur so geschehen.

    Ein Kran lebt auch davon wie er aufgestellt wird/wurde und wie sich der UNtergrund verhält, sowie die Regelmäßige Kranprüfung.

    Off-Topic:

    Nebenbei: Dur darfst dir zwar kein Windrad in den Garten stellen, aber ein Mobiler Kran zum Rasenmäher umsetzen, kann dein Nachbar nicht bemängeln, auch wenn er noch so viel Schatten wirft. (Bedingt natürlich) Ebenso darf ein Entmilitarisierter Panzer bei dir im Garten stehen, muss aber sich bewegen können (Fahrbereit), ansonsten pruacht er eine Genehmigung.


    Edit: Lustig ist es bei Hebebühnen:

    Für Hebebühnen wollen die Vermieter eigentlich keine konkreten Schulungsnachweise sehen für die Bediener. Einweisung 5 min

    Vertreiben aber das IPAF Schulungssystem zum bedienen von allermöglichen Hebebühnenvariationen.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • aber ein Mobiler Kran zum Rasenmäher umsetzen, kann dein Nachbar nicht bemängeln,

    Sehe ich auch so. Ich darf im Garten einen Kran aufstellen und damit die Tomatenernte von der Terrasse in den Garten heben. Liegen die Tomaten dann auf Nachbars Dach, dann habe ich zwar ein Problem, aber noch lange nicht rechtswidrig gehandelt. Man kann mir Dummheit vorwerfen, Fahrlässigkeit, aber nicht rechtswidriges Verhalten.


    Interessant wird es, wenn mein Kran über Nachbargrundstücke schwenkt, oder der Nachbar beim Sonnenbaden auf der Terrasse unter meiner Tomatenernte begraben wird. Aber dann könnte ich ja immer noch argumentieren, "besser Tomaten als Beton". :D


    Wenn es um Sicherheit geht, dann werden solche Themen aber auch von Firmen gerne mal ignoriert. Das kenne ich primär aus dem industriellen Bereich, da gibt es zwar eine Menge Listen und Papiere, aber die Praxis sieht etwas anders aus.

    Es würde mich wundern, wenn es auf den Baustellen anders wäre. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der Bauleiter oder Kranführer jeden Morgen die Fundemente, Hydraulik und Elektrik am Baukran überprüft. Auf Großbautellen mag es noch entsprechendes Personal geben, auf Kleinbaustellen........ich weiß nicht.

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  • Sehe ich auch so. Ich darf im Garten einen Kran aufstellen und damit die Tomatenernte von der Terrasse in den Garten heben. Liegen die Tomaten dann auf Nachbars Dach, dann habe ich zwar ein Problem, aber noch lange nicht rechtswidrig gehandelt. Man kann mir Dummheit vorwerfen, Fahrlässigkeit, aber nicht rechtswidriges Verhalten.

    das stimmt nicht. Der Kran darf andere Grundstücke überstreichen, man darf jedoch nicht mit Last über diese schwenken.

    Jochen

  • Interessant wird es, wenn mein Kran über Nachbargrundstücke schwenkt, oder der Nachbar beim Sonnenbaden auf der Terrasse unter meiner Tomatenernte begraben wird. Aber dann könnte ich ja immer noch argumentieren, "besser Tomaten als Beton". :D

    Ganz so einfach ist es nicht. Die Benutzung des Luftraumes über einem Grundstück ist zustimmungspflichtig.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Größere Baustellen haben ja einen SiGeKo, der sich um solche Dinge kümmert. Auf Kleinbaustellen juckt es niemanden. Wie war das nochmal mit einer Sendung des investigativen Journalismus? Deutschland ist in Sachen Sicherheit Schlußlicht in Europa! Die Nutzung eines Kranes und wer es darf gehört auch zur Sicherheit.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ganz so einfach ist es nicht. Die Benutzung des Luftraumes über einem Grundstück ist zustimmungspflichtig.

    Das hinderet die vielen Flugzeuge aber nicht wirklich daran. :lach:

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Haha. Ich glaube es geht um 100 m oder so...

    Jedenfalls müssen sie die örtliche Mindestflughöhe einhalten.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Größere Baustellen haben ja einen SiGeKo, der sich um solche Dinge kümmert. Auf Kleinbaustellen juckt es niemanden. Wie war das nochmal mit einer Sendung des investigativen Journalismus? Deutschland ist in Sachen Sicherheit Schlußlicht in Europa! Die Nutzung eines Kranes und wer es darf gehört auch zur Sicherheit.

    In nunmehr 37 Jahre aufm Bau, davon fast 25 Jahre Selbstständig von keinen der üblichen verdächtigen Institutionen jemals hierzu befragt. Auf einer unserer Baustellen haben wir zur Zeit 3 Krane stehen. Wichtig ist das die Akkubetriebenen Geräte die Jährlich wiederkehrenden Prüfungen unterzogen wurden.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk