Wassereintritt aus kleinem Loch in Sandstein-Kellerwand

  • hallo, ich habe einen Keller mit Sandsteinwänden. An einer Stelle ist ein kleines Loch, aus dem von außen Wasser durchkommt. Es bildet sich nach stärkeren Regenfällen eine 3-5 m² große Pfütze, selten mehr. Das Wasser kommt von den Anhöhen, unter der Erde sind Wasserläufe und einer davon verläuft an dieser Ecke von meinem Haus. Der Kellerboden ist ca. 1,5 Meter tiefer als der Straßenbelag. die Wasserläufe gibt es seit ca. 10 Jahren, weil aufgrund einer großen Baugrube in der nähe sich die unterirdischen Wasserläufe geändert haben.


    jetzt möchte ich das Loch mit Zement befüllen und an der Wand auf ca. 40x40 cm etwas Zement hinmachen und mit einem Heizstrahler trocken. Ist Zement hierfür geeignet? Die ganze wand abzudichten, macht offenbar keinen Sinn, denn der Rest der Wand ist ja trocken zw. etwas mehr als bügeltrocken. eine leichte feuchte gibt es schon, aber gering. Zudem muss Sandstein wohl wasser aufsaugen.

    Kann mir jemand sagen, welches Material und Werkzeug geeignet sein könnnte?

  • Geht es um Sandstein oder um Kalksandstein?

    Ist der Keller außenseitig abgedichtet? (unter der Bodenplatte, außen auf den Wänden?)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die ganze wand abzudichten, macht offenbar keinen Sinn, denn der Rest der Wand ist ja trocken zw. etwas mehr als bügeltrocken.

    Vielleicht ist der Rest der Wand nur deswegen trocken, weil das anfallende Wasser "kontrolliert abgeleitet " wird.

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  • Zement halte ich für ungeeignet, da die Festigkeit und Elastizität nicht zu Sandstein passt.

    Dann schon eher Naturstein-Verpressmörtel oder Naturstein-Ankermörtel.

    Je nach Wasserdruck von Außen kann es passieren, dass trotz "Zement rein" weiter Wasser durchdrückt.


    Die "große" Lösung wäre ein Verpressen mit PU-Harz und eine zusätzliche Injektion zwischen Erdreich und Wand im Bereich des kleinen Loches - wenn Aufgraben nicht in Frage kommt.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • der von janbauherr beschriebene Anwendungsfall entspricht genau dem was das Produkt "puder-ex - reaktiver Schnellzement" leisten soll.

    (laut Prospekt)

    keine Ahnung ob das tatsächlich funktioniert, aber der Aufwand, das auszuprobieren, wäre überschaubar.

  • In einer trockenen Phase in das kleine Loch Epoxidharz reindrücken, z.B. mit einer Spritze, dann ist das dicht - PU geht auch - schäumt im Loch dann auf. Allerdings, wie oben schon gesagt, Wasser sucht sich seinen Weg. Eventuell kommt es dann woanders raus.

    Weiter kann man auch mit entsprechenden Hydrophobierungen arbeiten. Allerdings kann auch das nicht folgenlos sein. Die Feuchtigkeit diffundiert dann nicht mehr nach innen, aber ggf. woanders hin.


    Das sollte sich jemand ansehen, der Ahnung davon hat und dann ein Sanierungskonzept machen.

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    Steve Jobs

  • Das oben beschriebene Puder Ex ist ein sehr schnell mit Wasser reagierendes PULVER, welches im trockenen Zustand auf die stark vorgenässte Austrittsstelle des Wassers ca 10 Sek. massiv aufgedrückt wird uns somit die Leckstelle verschließt. Einsatzbereiche wie Stahlwände, Staumauern sind bereits erfolgreich durchgeführt worden. Ideal als erste Hilfe bei Wassereinbruch, aber auch bei Risserscheinungen einer negativen Abdichtung (also Keller von Innen abgedichtet=Sperrputz) mit Rissbildungen.