Asbest

  • Guten Abend,


    Ich bin neu hier, da ich folgendes Problem habe:


    Vor ca 3 Jahren habe ich in unserer Wohnung ( gebaut Anfang / Mitte 1980)

    den in allen Räumen verlegte und verklebte Teppichboden ( mit

    einer Art Schaumstoffrücken) in Eigenregie mit Spachtel entfernt. Dabei habe ich damals nicht daran gedacht, dass sich darin ( Kleber/ Teppich) womöglich Asbest befinden könnte. Einige Reste verblieben. Es war eine staubige Angelegenheit, die ich zum Glück mit Atemmaße durchgeführt habe. Anschließend habe ich von einer Firma darüber Parkett inkl. Trittschalldämmung verlegen lassen.


    Mittlerweile bin ich etwas nervös , ob damals eine Probeentnahme und Test auf Asbest sinnvoll gewesen wäre. Nun stellt sich für mich die Frage, was ich tun kann, um herauszufinden, ob sich womöglich noch zahlreiche Asbestfasern in der Wohnung befinden. Da der Kleber etc dich das Spachteln zerstört wurde, habe ich die Sorge, dass sich die Fasern weiterhin im Raum, trotz Parkett, verteilen könnten.


    Habt ihr einen Rat?


    Im Anhang ein Bild von einem Teil des Teppichs , der noch im Keller lag, inklusive Klebereste .


    Vielen Dank für Eure Hilfe


    Manuel

  • Beitrag von Manuel2408 ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker gelöscht ().
  • Oder aber einfach eine qualifizierte Raumluftmessung machen lassen, diese wird nach Asbestsanierungen ebenfalls durchgeführt und gibt Aufschluss über evtl. sich noch in der Luft befindliche Fasern (die allerdings genauso von draußen kommen können). Es gibt dazu definierte Grenzwerte welche Fasermenge als unbedenklich einzustufen ist.

  • Danke für Eure Hilfe und Einschätzung. Wie komme ich an Firmen, die vertrauensvolle Luftanalysen durchführen? Ich wohne im Raum Donaueschingen. Im Internet habe ich bislang noch nichts gefunde Sind Staubtests, die von inlabo und derartigen Firmen angeboten werden, denn sinnvoll?


    Liebe Grüße

  • Luftanalysen sind nur als Erfolgskontrolle einer Sanierung sinnvoll und außerdem 10 mal so teuer wie eine Materialuntersuchung. Die geben einen Wert für den Moment und sind nicht für eine Gefährdungsabschätzung zu verwenden.

  • Luftanalysen sind nur als Erfolgskontrolle einer Sanierung sinnvoll und außerdem 10 mal so teuer wie eine Materialuntersuchung. Die geben einen Wert für den Moment und sind nicht für eine Gefährdungsabschätzung zu verwenden.

    Wenn denn aber schon alles vor geraumer Zeit ausgebaut und entsorgt wurde und die Frage ist, ob sich zum jetzigen Zeitpunkt noch Fasern in der Luft befinden halte ich dieses schon als eine sinnvollere Herangehensweise.


    VOR oder (im schlechtesten Fall während) der Arbeiten natürlich Materialprobe ins Labor und Ergebnis abwarten...

  • Und noch eine Zusatzfrage: In der Küche war der angehängte Boden verlegt. Es sieht für mich als Laien verdächtig nach Cushion-vinyl aus. Mir ist auch hier bewusst, eine Fernanalyse ist schwer. Die Rückseite hat einen Gelbstich. Sieht auf dem Bild deutlich grauer aus als in echt. Du Struktur ist aber gut erkennbar.



    Vielen Dank.

    Danke erneut für die zwei Meinungen.

    Wie ist eure Einschätzung zu dem oben ergänzten Vinyl Boden , der in der Küche verlegt war?


    Darüberhinaus interessiert mich eure Meinung zu einer Staubprobe. Diese wurde mir von einem Baubiologen empfohlen. Ich bin diesbezüglich aber immer skeptisch.


    Vielen Dank

  • Das mit den drei Jahren war mir entgangen.

    Dann ist weder das eine noch das andere und auch keine Staubprobe sinnvoll. Es ist ja davon auszugehen, dass nach drei Jahren alle Flächen gesaugt und überwiegend auch feucht gewischt worden sind.

    Wenn irgendwelche ehemals versiegelten Ecken aufgemacht werden sollten - feucht wischen.

  • Lieber Kat Mat.


    Zusammengefasst: muss ich also gar nichts unternehmen? Besteht keine Gefahr, dass noch Fasern entlang der Sockelleiste in den Raum gelangen?



    Und zuletzt: Wie sieht eure Einschätzung zum oben photographierten Küchenboden aus? Cushion-vinyl?


    Noch eine kurze Anmerkung, warum ich so sehr an einer Lösung interessiert bin: meine Frau ist schwanger und ich mache mit natürlich Sorgen...



    Vielen Dank für eure Antworten.

  • Das mit den drei Jahren war mir entgangen.

    Dann ist weder das eine noch das andere und auch keine Staubprobe sinnvoll. Es ist ja davon auszugehen, dass nach drei Jahren alle Flächen gesaugt und überwiegend auch feucht gewischt worden sind.

    Wenn irgendwelche ehemals versiegelten Ecken aufgemacht werden sollten - feucht wischen.

    Bei der Raumluftmessung wird vor Messung mit einem Handgebläse die Raumluft zum zirkulieren gebracht, so dass sämtliche sich in dunklen Ecken befindlichen Fasern etc. aufgewirbelt werden und für die Messung erfasst.


    @ Manuel2408: Wenn du nach wie vor besorgt bist, dann lass halt eine Messung machen (kostet halt). Diese gibt dir dann zuverlässig eine Info darüber ob sich noch etwas schadhaftes in der Luft befindet (hier bspw. Asbestfasern). Beim Aufwirbeln könnte man ja explizit auf wenig genutzte/frequentierte Ecken hinweisen...


    Wir können dir aber keine Unbedenklichkeit oder Ähnliches hier ausstellen, dass musst du mit dir selber ausmachen...

  • Dankeschön. Auch wenn ihr keine entgültige Aussage treffen könnt, so helfen eure Einschätzung zumindest, das weitere Vorgehen zu planen. Dafür vielen Dank!


    Zuletzt würde mich noch eine Einschätzung zum obigen Vinyl interessieren. Sieht es verdächtig nach Asbest aues?


    Als Laie sieht man irgendwann leide überall Asbest, lach....

  • Der Rücken weist definitiv winzige Prägungen auf und fühlt sich wie Plastik an . Wenn man das Photo vergrößert, sind die kleinen Prägungen erkennbar...wie winzige Rauten/Quadrate...

  • Noch einmal eine Nachfrage:

    Wie würdet ihr jetzt an meiner Stelle vorgehen, um herauszufinden, ob noch eine Belastung vorliegt? Hilft hier nur eine LuftMessung?

  • Ach, ich würde mir da keinen so großen Kopf drüber machen. In den 80ern war Asbest kein so großes Thema mehr und nur vereinzelt in Produkten zu finden. In Teppichklebern aus der Zeit habe ich bisher nix gefunden. Also erst mal Ruhe bewahren. Du kannst aber einfach, um die Nerven zu beruhigen, einen Abstrich von deinem Hausstaub machen und in ein Labor einschicken und testen lassen. Mit Sicherheit wird da kein Asbest enthalten sein. Du wirst bei einer vollen Tankfüllung bestimmt mehr zahlen als der Test kostet. Also alles ruhig...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Klingt ja alles erstmal beruhigend.

    Dennoch die hypothetische Frage: angenommen, es wurden Asbestfasern freigesetzt, wie sieht es heute ( 3.5 Jahre danach) bezüglich der Belastung in der Wohnung aus? Sind da noch Fasern in der Raumluft vorhanden? Oder unter Schränken etc . Und werden bei Windzug aufgewirbelt und gelangen in die Atemluft? Oder ist dieses Risiko vernachlässigbar? Wie schätzt ihr die Gefährdung ein? Wie lange bestand wohl die Gefährdung nach dem Rausreißen...?

  • Wir haben dir doch jetzt schon tlw. mehrfach geantwortet, die Aussagen gehen in versch. Richtungen und sind eindeutig zu verstehen. Mir scheint es du möchtest gerne einen Freibrief alá "da kann eigentlich nix mehr sein, sämtliche Sorgen/Bedenken können wir hier ausräumen"... Das kann aber über ein Forum nie geleistet werden. Wenn du deine Bedenken schlussendlich ausgeräumt haben möchtest dann mach eine Analyse, wenn nicht musst du weitersuchen bis dir irgendwer sagt "wird schon alles ok sein"...