"Grüner" Beton

  • Gerade gelesen: Die dänische Bauindustrie will ab 2030 den CO² Abdruck von Beton halbieren. :thumbsup:


    Wir haben ein Klimakabinett, dass nur warme Luft produziert

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  • Ging vor 6 Jahren durch die Presse.


    Celitement - Home


    Ich glaube die haben damals auch einen Preis dafür bekommen. Anscheinend wird diese Alternative aber noch nicht eingesetzt, warum auch immer.

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  • kostet zuviel


    Erst wenn CO2 teuer ist, lohnt sich sowas.

    Wieso teurer? Der Ausstoß von CO2 kostet doch nichts? Willst Du darauf etwa eine Steuer vorschlagen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja und nein.


    Es ist doch so, dass man nicht die direkten Folgen spürt. Somit ist es schwierig, eine Verhaltensänderung herbeizuführen. Diese erfolgt dann, wenn beispielsweise es eine Steuer gibt oder andere Dinge, die es wirtschaftlich erscheinen lassen, energiesparend/ ressourcensparend zu handeln.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Grün ist das Zeug aus dem link von R.B. ja auch nicht wirklich. Es wird Sand benötigt und derzeit ist Sand bereits eine knappe Ressource. Ich hab schon Artikel gelesen, da wurde Nachts ein kompletter Strand abgefahren um den Sand zu nutzen. Und wenn ich die Autoklave da sehe....die läuft auch nicht ohne eine Menge Energie.

    Beton ohne Zement herzustellen ist aber auch jetzt schon möglich. Das funktioniert mit sog. Kraftwerksnebenprodukten (Hüttensand, Kesselsand, etc.), die chemisch angeregt werden. Man kann auch Beton nur aus Flugasche herstellen, was aber zunemend uninteressanter wird, da die Kohlekraftwerke, zumindest in Europa und vor allem bei uns in DE, langsam aber sicher abgeschaltet werden (sollen).

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Wenn man Sand vom Strand nimmt, sollte es Sand aus der Wüste auch tun, von dem es genug gibt. Ich meinte eher, dass geeigneter Sand immer knapper wird.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich hab schon Artikel gelesen, da wurde Nachts ein kompletter Strand abgefahren um den Sand zu nutzen

    Wer schreibt denn solche Amenmärchen. Strandsand meist= Strand eines salzigen Gewässers und der ist ohne aufwändige Reinigung für das Bauen ungeeignet (Salzbelastung)

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  • Wenn man Sand vom Strand nimmt, sollte es Sand aus der Wüste auch tun, von dem es genug gibt. Ich meinte eher, dass geeigneter Sand immer knapper wird.

    Sand aus der Wüste funktioniert anscheinend nicht, da die Körner rund geschliffen sind. Deswegen muss der Sand für Bauvorhaben in den Emiraten (als Beispiel) über weite Strecken angekarrt werden.

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  • Mal was gehaltvolles zu Sand und Kies: hier und hier .


    Sand gibt es in D in Hülle und Fülle, nur ist es mit neuen Genehmigungen schwieriger als früher. Eine Bürgerinitiative ist schnell gegründet, und schon beginnt der Hickhack durch alle Instanzen. Das dürfte bei Brechsand nicht anders sein, weil der auch aus dem (endlichen) Steinbruch kommt.


    Es sind auch nicht alle Qualitäten des Sandes für den Betonbau geeignet. Wüsten- und Strandsand schon gar nicht. Was auch knapper ist als Sand, ist Kies.


    die verwendeten Rohstoffe sind praktisch unbegrenzt vorhanden.

    Nur nicht ohne weiteres verfügbar.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Der Sand vom Meer dürfte ja auch rund geschliffen sein (abgesehen vom Salz), weswegen ich ja meinte, geeignet, so wie auch der Wüstensand. Sicherlich gibt es in Deutschland jede Menge Sand, aber kaum sinnvoll abbaubar. Dazu müsste man ganze Städte versetzen, ganze Wälder abholzen, wertvolles Naturland zerstören, fruchtbare Böden beseitigen usw... Irgend wo hat alles seine Grenzen.


    Humusboden ist großflächig auch schwer zu ersetzen, weil es lange Zeit braucht um zu entstehen. Ackerland das in Bauland oder wegen Sand beseitigt wird, ist in menschlichem Ermessen für den Ackerbau verloren.

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  • wertvolles Naturland zerstören,

    Naja - erzähl mal unsere reginoalwn Naturschützern, dass Du alle Kieslöcher wieder in Sauerwiesen verwandeln willst. Geh aber vorher in einem sicheren Bunker in Deckung, bei dem Sturm der dann losbricht.

    Wertvoll ist das auch, was da entstanden ist. Halt nur nicht für Kühe und Pferde.

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  • Keine Sorge, aus den Kieslöchern wieder zu buddeln wird kein Ackerland. Da braucht es schon mehr.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • holzhäuser

    haben (noch) fundamente/bodenplatten aus beton

    Kraftwerksnebenprodukten (Hüttensand, Kesselsand, etc.), die chemisch angeregt werden

    die sind schon länger aus dem rennen , wegen der wechselden/nicht wirklich kontrolierbaren "zusatzleckerchen" (schwermetalle,und und .... )

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • und das ist ja auch ein eingriff in die natur ....

    Alles ist ein Eingriff in die Natur!? Oder sind wir Teil der Natur? Wo fängt sie an, wo hört sie auf?

    Wenn Biber Dämme bauen, ist das Natur, wenn Menschen Dämme bauen ist es Naturzerstörung?


    Aber mal ohne Sarkasmus - die Menge an Gesteinskörnung, die für Betonherstellung, Straßenbau etc benötigt wird ist doch im Verhältnis zu dem, was vorhanden ist, unglaublich wenig. Natürlich brauchts den einen oder anderen Steinbruch - aber auch da entstehen wieder Nischenlebensräume, wenn der mal fertig ausgebeutet ist.

  • Alles ist ein Eingriff in die Natur!? Oder sind wir Teil der Natur? Wo fängt sie an, wo hört sie auf?

    Guter Punkt! Das, was wir in Deutschland heute als "Natur" wahrnehmen, ist in vielen Bereichen, konkret fast der gesamten "Landschaft" außer Meeren in seiner aktuellen Gestalt das Ergebnis früherer und aktueller menschlicher Eingriffe: Rohstoffabbau, Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Umleitung und Fassung von Gewässern, deren Uferbefestigung ... als Beispiele seien nur genannt der Harz (Bergbau, Wasser- und Waldwirtschaft) und die Lüneburger Heide (Rodung und Torfabbau mit nachfolgender Viehwirtschaft). Weshalb auch außerhalb der Städte richtigerweise von einer "belebten Kulturlandschaft" gesprochen werden müsste, welche zumindest in Mitteleuropa weit überwiegend und schon seit Jahrtausenden anthropogen ist, nicht von "Natur".

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Je nach Definition gehört auch die urbane Landschaft zur Kulturlandschaft. In D ist fast alles Kulturlandschaft. Selbst die meisten sog. Wälder sind seit Jahrhunderten keine mehr, sondern eher Plantagen (ja, auch der "vielgeliebte" Hambi ist ein Forst und kein Urwald).


    Es wird sehr viel Geld in die Hand genommen, um große Teile der Kulturlandschaft zu erhalten. Z.B. wären Berg- und Almwiesen mangels ökonomisch sinnvoller Bewirtschaftung schon längst verschwunden, wenn man diese nicht subventionieren würde.


    Eingriffe in die Natur sind das,was den Menschen ausmacht und erst zur Menschwerdung geführt hat. Welche Eingriffe nun gesellschaftlich gewünscht oder vertretbar sind, unterliegt einem ständigen Wandel, wie man am Beispiel Hambi sehen kann.


    Jahre- oder jahrzehntelange Genehmigungsverfahren für Kiesgruben sind in D ein Hauptgrund für die Verknappung von Sand und Kies. Das wird bei Steinbrüchen wohl ähnlich laufen.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Erstmal: Schöne Diskussion!


    Also der Sand vom Strand Klau hat tatsächlich stattgefunden. Um den für Beton nehmen zu können müsste er erstmal entsalzt und gereinigt werden. Mal ganz davon abgesehen, das wie oben schon geschrieben, die Körner rund sind, ebenso wie beim Wüstensand. Das ist für Beton erstmal schlecht; durch entsprechende Mischungsoptimierung und Erhöhung des Zementanteils könnte man grundsätzlich aber Beton draus machen - wird sich aber nicht lohnen kaufmännisch.


    Brechsand ist für die Statik gut, da sich die gebrochenen Körnungen mit den rauen und oft spitzen Oberflächen gut miteinander "verkrallen" können. Aber Brechsand ist nicht GRÜN, worum es hier ja eigentlich geht. Erstens muss man dafür in die Natur eingreifen und zweitens wird für das Brechen Energie benötigt, ergo SCHLECHT SCHLECHT SCHLECHT =o=o:D.


    Was die Kraftwerksnebenprodukte anbelangt möchte ich noch hinzufügen, dass z.B. in einem CEM III A - B oder C zwischen 36 und 95% Hüttensand drin ist. Siehe auch hier: B1.pdf

    In CEM II ist Flugasche enthalten. Dies um z.B. die Hydratationswärme in den Griff zu bekommen, damit sehr massige Bauteile sich nicht selbst zerstören.

    Ich sehe da nicht, das die Kraftwerksnebenprodukte aus dem Rennen sind. Außerdem geht die Entwicklung ja auch weiter. Aus meiner Erfahrung sind wir (die Menschheit) da noch lange nicht am Ende.

    :D Inzwischen machen wir heute aus Scheiße Energie - Stichwort Biogas - :D

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    Steve Jobs

  • Also der Sand vom Strand Klau hat tatsächlich stattgefunden

    Ja, ich meine aber dass dieser Sand vornehmlich zur Landgewinnung eingesetzt wird. Dafür ist er nämlich ideal, da er sich mittels Saugbagger direkt auf Schiff schaffen lässt, relativ effizient.

    Erstens muss man dafür in die Natur eingreifen und zweitens wird für das Brechen Energie benötigt, ergo SCHLECHT SCHLECHT SCHLECHT =o=o:D .

    Ja klar... aber dann bleiben nur mehr Abfallprodukte übrig. Gebrochener Bauschutt etc...

    Nach der Definition ist auch Bauholz nicht grün, weil in die Natur eingegriffen wird, und auch Energie benötigt wird.