L-Steine und Carport

  • Guten Abend, ich bin neu hier. Wir haben an einem leichten Gefälle L-Steine setzen lassen. Diese sind nicht bis auf gewachsenem gesetzt worden. Jetzt wurde diese Woche ein Carport mit 8 m Länge dort aufgestellt (direkt vor die L-Steine). Jetzt droht der letzte Stein abzuschmieren. Wir haben schon unter den L-Steinen Beton unterfüttert. Reicht das? Eine Statik gibt es hierfür nicht. Der Plan des Architekten wurde durch einfaches Genehmigungsverfahren durchgewinkt. Was sollen wir tun, dass das alles hält. Der Nachbar hat Angst, alles bricht zusammen. Er liegt 1,20 m tiefer. Hilfe hier wäre schön.

  • Wurde der Carport an den L-Steinen befestigt oder haben dessen Stützen ein eigenes "Fundament"?

    Wie steil ist die Böschung?


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hat man einfach die Oberkante der Böschung ein wenig begradigt und dort die L-Steine hingesetzt. Liege ich damit richtig, dann wird ein bisschen unterfüttern nicht ausreichen. Je nach Druck der hier auf die Oberkante der Böschung ausgeübt wird (deswegen die Frage nach der Befestigung des Carports) wird die Böschung mitsamt L-Steinen beim Nachbarn liegen. Das kann bevorzugt dann passieren, wenn die Böschung aufgrund von Wasser (Regen, Schnee) aufgeweicht ist.


    Beste Lösung (in meinen Augen): alles neu.

    Denkbar wäre auch, dass man die Böschung irgendwie befestigt, aber dafür fehlt mir im Moment die Phantasie. Ein bisschen "Bepflanzung" dürfte hier nicht ausreichen.


    Unnötig zu schreiben, was mit dem Carport passiert, wenn dessen Fundament nachgibt. Das wird immer wieder unterschätzt.

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    .

  • mit der mageren info kann man nur sagen :

    mit glück hält es .

    ohne .... weiss man nicht oder es hält nicht .


    Fotos ??


    fundamente für carport wie von wem ausgeführt ??

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Für die L-Steine gibt es i.d.R. Einbauhinweise der Hersteller.

    Je nachdem ob es

    a) Winkelsteine oder

    b) Mauerscheiben sind

    ist auch die Belastung der oben liegenden Fläche begrenzt. Unter ungünstigen Umständen nur Fußgängerverkehr, bei korrekt eingebauten Mauerscheiben auch LKW-Verkehr.


    Wenn es - wie oben geschrieben - möglich ist, mit "Beton zu unterfüttern", dann kann auch Wasser drunterlaufen, den Boden aufweichen und im Winter gefrieren. Keine guten Voraussetzungen für ein stabiles Bauwerk.


    Kannst Du den "Plan des Architekten" anonymisiert (ohne Namen des Architekten) hier als Kopie einstellen, damit wir mal ein "Bild" von der Situation bekommen?

    Hast Du noch die Lieferscheine / genaue Produktbezeichnungen der L-Steine?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Guten Abend,


    vielen lieben Dank für die Antworten. Nachdem mein Mann in der acht nicht mehr zur Ruhe kommt haben wir heute beschlossen, einen Statiker hinzuzuziehen. Der kommt am Freitag. Ich werde mal berichten, zu welchem Ergebnis er gekommen ist. Vielleicht mal interessant zu wissen für andere Menschen,

    Die L-Steine wurden von der Firma, die das ausgeführt hat, geliefert. Ich kann nichts dazu sagen, welcher Güte sie entsprechen. Und alles raus und von vorne, dazu warten wir noch ab. Wir haben auch das Kreisbauamt in Bad Schwalbach eingeschaltet. Es wurden L-Steine mit 1,04 m eingebaut.

    Der Böschungsabfall liegt bei ca. 10 % (2,60 m) auf 26,60 m Länge und die ersten 10 m sind noch im 1-m-Bereich und auf gewachsenem Boden. Der Nachbar hat dann tiefer ausgehoben. Im Grunde wäre es seine Sache, bis zum Ende dieser 10 m zu stabilisieren, zumal er den Grund unter gewachsenem Boden abgetragen hat. Mit ihm ist aber nicht zu reden. Leider.

    Nochmals ein dickes Dankeschön an alle hier und ich melde mich, wenn ich etwas weiß.


    Marianne