Wärmepumpe, Umwälzpumpe FBH im Sommer, Neubau. Wärme im Keller "einlagern".

  • Hi,

    macht es eigentlich Sinn, die Umwälzpumpe der Wärmepumpe im Sommer laufen zu lassen, damit die Wärme von den sonnenzugewandten Räumen in andere Räume, speziell in den Keller transportiert wird? Richtige Verschattung ist klar, damit es sich nicht so stark aufheizt. Aber können die Räume im EG und OG mit der noch kühleren Raumtemperatur aus dem Keller ein wenig ausgeglichen werden? Vor allem ist es im Keller im Sommer manchmal doch ein wenig frisch. Fürs Bier ist das natürlich besser, aber manchmal hat man ja doch Hobbyräume etc. im Keller.

    Macht dies jemand so oder wird ab einer gewissen Heizgrenze einfach komplett abgeschaltet?
    Danke

  • Theoretisch ist das machbar, der praktische Nutzen aber eher zweifelhaft.


    Was Du vor hast ist, die im Estrich im EG und DG gespeicherte Wärmeenergie in den Keller zu schicken, dort wird diese abgekühlt, und dann wieder nach oben transportiert, wo sie dann den Estrich kühlen und somit auch die Raumtemperatur senken soll.


    Ein Ausgleich wird mit Sicherheit stattfinden, die Frage ist nur, über welche Energiemengen wir hier reden. Selbst wenn Du im DG eine Raumtemperatur von sagen wir mal 25°C hättest, bedeutet das noch nicht, dass auch der Estrich diese Temperatur hat. Die Durchschnittstemperatur liegt dann vielleicht bei irgendwas über 20°C, vielleicht 22°C. Das gilt analog für den Keller, wo 19°C RT nicht zwangsläufig auf eine Estrichtemperatur von 19°C schließen lassen.


    Der Unterschied zwischen Keller und EG/DG ist also eher gering, dementsprechend gering ist die Energiemenge die man transportieren kann. Man könnte also nur einen Bruchteil der benötigten Kühllast im EG/OG decken, die Auswirkung auf die RT wäre kaum spürbar.

    Es wäre sogar denkbar, dass der el. Strombedarf für die Pumpe höher wird als die tranportierte (Wärme)energiemenge.


    Die "Kühlquelle", hier der Estrich im Keller, verhält sich anders als ein aktives Kühlement mit entsprechender Leistung (Bsp. WP/Klimagerät o.,ä.). Somit lässt sich die Kühlleistung nicht mit den üblichen Verfahren berechnen. Der Estrich kann schneller geladen/entladen werden als dieser wiederum an die Raumluft abgeben bzw. von dieser aufnehmen kann.


    Man könnte jetzt ein konkretes Beispiel rechnen und die obigen Vermutungen bzw. groben Annahmen verifizieren.

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  • wärme tauschen nur mittels passiv-umwälzen .. das wird nix. mittels WP geht scho a bissi, aber wenn die fussbodentemperatur zu niedrig wird, gibts kondensat: da kann man sich rantasten. mit 18°VL sollte eine raumtemperatur von 26° abgesenkt werden können - wenn das nicht hilft, ist was anderes faul (falsche lüftung, fehlende verschattung ...)

  • ... können die Räume im EG und OG mit der noch kühleren Raumtemperatur aus dem Keller ein wenig ausgeglichen werden? Vor allem ist es im Keller im Sommer manchmal doch ein wenig frisch.

    Dabei ist zu bedenken, dass

    1. die beteiligten Bauteile in den zu kühlenden Räume für Konvektion ungünstig liegen, nämlich unten
    2. der Effekt pro Hitzeperiode nur einmalig genutzt werden kann. Man verzögert damit die spürbar unangenehme Aufheizung nach meiner Beobachtung im EFH um vielleicht einen Tag, viel mehr nicht.

    Es ist also möglicherweise sinnvoller über eine Kühlung durch BKT nachzudenken, die aber nur bei waagerechten Massivdecken ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen kann, also beim typischen EFH mit Steildach nicht sonderlich sinnvoll ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hi,

    Ich mache das in der Übergangszeit wenn die Sonne den Estrich am Fenster (8m Raumhoch) aufheizt und im Restlichen Raum/EG der Boden kühl ist.

    Damit sind auf alle Fälle die Temperaturunterschiede am Estrich nicht so stark.

    Ob es wirklich einen Unterschied macht oder ich es mir nur einrede - wer weiß