Sanierung Terrasse auf Garage

  • Hallo,

    ich habe vor einigen Jahren ein teilsaniertes Haus übernommen. Leider kam ich lange nicht dazu was zu machen.

    Jetzt habe ich etwas mehr Zeit, dafür leider etwas weniger Geld. Hoffe also möglichst viel selbst machen zu können.

    Hier geht es jetzt aber erstmal nur um die Garage/Schuppen mit der ehemaligen Terrasse oben drauf.

    Das Ganze ist an das Haus angebaut und vermutlich auch aus 1963 und leider undicht, die Garage ist sehr feucht.

    Der Vorbesitzer hatte wohl auch schon das Problem, dass es undicht war und hat auf die vorhandenen Platten einfach Bitumenbahnen verlegt,

    gebracht hat es nicht so viel, oder zumindest die letzten Jahre nicht mehr.

    Ich habe die Bitumenbahn entfernt, darunter kommen Terrassenplatten, dann Estrich und dann wieder Dachpappe auf einem Betondach.

    Der Estrich ist nur noch matschiger Sand, noch dazu gibt es ein Vordach, welches einfach auf die Platten "gestellt" wurde.

    Und so wie es aussieht, ist die Betondecke nicht ganz so groß, wie die Wände und es wurde rundherum alles mit Ziegelsteinen aufgefüllt, die zum Teil auseinanderbrechen.

    Ich hatte jetzt zwei Dienstleister da, ein Dachdecker, der will nur Bitumenbahnen aufschweißen, soll dann 2500-3000€ kosten. Für die Ziegel bzw. deren Ersatz müsste ich aber noch einen Maurer beauftragen.

    Der andere saniert mit Flüssigkunstoff, auch hier wäre wieder der Maurer gefragt, plus der Zimmermann für das Vordach und kosten würde mich das dann 10.000 -15.000€, je nach Belag.

    Die erste Lösung spricht mich nicht so an und die zweite kann ich mir gerade nichts leisten.

    Was kann ich denn gegen die „zu kleine“ Deckenplatte tun, spricht was gegen verschalen und ausbetonieren? Dachte sogar daran, auf die Regenrinne zu verzichten und vorne nur einen

    Regenablauf einzuarbeiten.

    Kunstoffbeschichten bekomme ich auch noch selbst hin, aber die meisten die ich gesehen habe, sind nicht als Nutzfläche gedacht, zumal bei mir der Estrich mit dem Gefälle auch mit runterkommt. Kommt der Kunststoff dann auf eine neue Estrich Schicht? Oder vielleicht doch noch was ganz was anderes?

    Nachbar sagt ja, nur abreißen und neu aufbauen wäre das wahre, scheitert aber auch am finanziellen.

  • Nachbar sagt ja, nur abreißen und neu aufbauen wäre das wahre,scheitert aber auch am finanziellen.

    Damit könnte der Nachbar aber Recht haben.


    Die Bilder sehen nicht vertrauenserweckend aus, also sollte man erst einmal die Substanz abklären, bevor man Geld investiert. Auch Eigenleistung kostet Geld, und wenn das Teil später in sich zusammenfällt, ist das Geld auch weg. Sollte es gar bei Belastung (mit Personen) in sich zusammenfallen, dann hast Du ein echtes Problem.


    Ich würde bestenfalls ein Provisorium bauen um das Dach vor eindringendem Wasser zu schützen, aber keinen Euro mehr investieren, bevor nicht geklärt ist, was mit dem Teil los ist, bzw. ob man es noch retten kann.

    Es würde mich nicht wundern, wenn eine ordentliche Sanierung teurer würde als Abriss und Neubau, aber das kann aus der Ferne niemand beurteilen.


    d.h. Zuerst einmal Grundlagen klären, bevor man weiter Geld in die Hand nimmt. Gerade wenn das Geld knapp ist sollte man Experimente vermeiden.


    Sollte dann klar sein, dass Mauern und Decke nur etwas Kosmetik benötigen, dann kann man auch über einen neuen Bodenaufbau nachdenken. Wenn sich die Substanz schon auflöst, dann wird man vermutlich alles bis auf die Rohbetondecke abtragen und entsorgen müssen.


    Was man aber schon sagen kann, ein bisschen Flüssigkunststoff wird nicht ausreichen. Die Überlegung mit den Bitumenbahnen ging in meinen Augen schon in die richtige Richtung, aber das macht man nicht, so lange der Untergrund nicht geklärt ist.

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  • Damit könnte der Nachbar aber Recht haben.

    Der hat auch leicht reden, meiner seiner Firma hier im Ort und seiner Auto Sammlung ;)


    Was der Dachdecker vor Ort nicht ganz beachtet hat, am Haus befinden sich inzwischen 30cm Wärmedämmung, die liegen an Anschluss noch auf der obersten Schicht Bitumen. Das ist nichtmal eben aufgeflammt, wie er er das schnell vorgerechnet hatte.


    Ich hatte auch nicht vor, nur einfach Kunststoff drüber. Die Container Bestellung ist schon geplant, runter kommt alles bis auf den nackten Beton. Was ich dann mache, darum geht es. Ein Abriss steht nicht zur Diskussion, ist finanziell absolut nicht machbar.


    Die Bilder sehen übel aus, hauptsächlich wegen den gesprungen Ziegel und den Platten die ich selbst schon runter gerissen habe. Die Wände selbst sehen eigentlich noch ganz gut aus, wenn die 3-4 Schichten Putz/Farbe/Etc mal runter sind, dazu noch ein Bild auf dem das zu erkennen ist.

  • Der hat auch leicht reden, meiner seiner Firma hier im Ort und seiner Auto Sammlung ;)

    Gerade wenn das Geld knapp ist sollte man sich zweimal überlegen, wofür man es investiert. Was hilft es, wenn Du heute nur 2.000,- € oder 3.000,- € ausgibst, dafür das Geld aber in 2 Jahren abschreiben darfst?


    Deswegen ja mein Vorschlag, bestenfalls ein billiges Provisorium als Schutz, bis geklärt ist, ob der Schuppen stehen bleiben kann, oder wie man ihn einfach ertüchtigen kann. Vorher würde ich kein Geld investieren, egal ob mit oder ohne Eigenleistung.


    Mir erscheint der Schuppen als Laie ziemlich gebastelt, und es kann auch niemand sagen, welchen Schaden das Wasser in den letzten Jahren angerichtet hat (Stichwort: Estrich ist nur noch Sandpampe). Deswegen zuerst klären, was wirklich Sache ist. Kann ja sein, dass ein Fachmann sagt, dass alles in Ordnung ist. Eventuell genügt es auch nur die Decke zu erneuern, oder man entsorgt den Schuppen und lässt sich einen neuen Schuppen aus Holz erstellen (evtl. auch nur die Konstruktion und der Rest in EIgenleistung).

    Es gibt viele Möglichkeiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit langlebiger sein werden, als jetzt nur ein bisschen an der Decke gebastelt.


    Wie schon geschrieben, wirkt der Schuppen auf mich nicht besonders vertrauenserweckend, aber da kann ich mit meiner Einschätzung auch völlig daneben liegen. Solte ich jedoch richtig liegen, dann bist Du auf dem besten Weg (nicht vorhandenes) Geld zu versenken.

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