Elektromobilität

  • In einem anderen thread hatte ich mal geschrieben:


    Wer nun hofft, dass in China zukünftig nur noch Kleinwagen mit Elektroantrieb unterwegs sein werden, der wird schnell enttäuscht. Auch da zeigt sich bereits, dass die leistungsstarken Modelle gefragt sind, sowohl von Kundenseite, also auch bei den Herstellern (da damit einfach mehr Geld zu verdienen ist als mit einem Kleinwagen.)



    und sie lernen schnell, die Chinesen.


    Auto – Byton M-Byte: Neues China-SUV steht vor Deutschland-Start


    Wer erinnert sich noch daran, wie chinesische Autos beim Crash-Test mit wehenden Fahnen untergingen? Ist noch gar nicht so lange her. Zwischenzeitlich steht nicht nur die nächste Generation Fahrzeuge in den Startlöchern, sondern bereits die über über übernächste Generation, und die braucht sich vor "Made in Germany" schon lange nicht mehr verstecken.


    Man darf zudem nicht vergessen, dass diese "No-Names" immer auch den Preisvorteil im Rücken haben, das hat bei Dacia auch schon funktioniert.


    Tja, und was kriegt mein "LIeblingshersteller" mit den 4 Ringen auf die Reihe? Er kramt ein Konzept raus, das er vor 5 Jahren eingemottet hatte, und stellt ein Auto in der 100T€ Klasse auf die Beine. Tolle Leistung :wall:

    und völlig am Markt vorbei.


    Wenn man schon den Anschluss verpasst hat, dann sollte man keine Experimente wagen. Wer das dennoch versucht, muss schon mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit ausgestattet sein.

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  • na da schauen wir uns mal die Zahlen der chinesischen Autos in D so in 1-3 Jahren ... an ... mein Tipp: eine sehr kleine Nische ...

    Das galt auch mal für Koreaner...


    Das Auto gilt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer weniger als Statussymbol. Hochwertige BMW, Audis und Benz mit 4 oder 6 Jahren auf dem Buckel kann man mit wenig Wertverlust für ein Jahr fahren, daher sind Handys, gerade Topmodelle für 1.000€ und mehr (ich habe Autos gefahren, die waren billiger...) angesagter.


    Natürlich wird es immer eine Autobegeisterten und Tunerszene geben. Reiter und Kutschen gibt es ja auch noch. Der SUV-Trend wird auch noch einige Jahre anhalten, aber ob es immer ein deutsches Modell sein muss, das sei mal dahin gestellt.


    Es gibt durchaus einen markenunabhängigen Markt für halbwegs brauchbares Autos. Da sind viele Leute unterwegs, die sich keinen Benz, BMW oder gar Volkswagen leisten können oder wollen.


    Da zählt Preis / Leistung. Wenn der Chinese da mithalten kann, warum muss es dann ein Koreaner sein?


    Ich persönlich fahre das Auto, welches mir die Werkstatt des Vertrauens anbietet. Wenn die die mal Marke wechseln sollten, wechsele ich mit.

  • mein Tipp: eine sehr kleine Nische ...

    Da bin ich mir nicht so sicher. Wie so oft wird der Preis entscheiden.


    Ein VW Käfer war kein besonders tolles Auto, im Vergleich zu seinen damaligen "Mitbewerbern", eher einfach gestrickt. ABER er war für die Masse bezahlbar, und das hat ihn zum Erfolg geführt.


    Bei E-Autos wird es sich ähnlich verhalten. DIe ersten Modelle wurden als günstig versprochen, und am Ende waren/sind sie doch ganz schön teuer. Damit kann man sicherlich einige Käufer ködern, aber das genügt nicht für die Masse. Tesla hat nicht umsonst das Modell 3 in den Ring geworfen, die Nachfrage ist darauf hin deutlich gestiegen, und es würde mich nicht wundern, wenn auch ein noch kleineres Modell angekündigt wird.


    Wer sich wirklich am Markt etablieren will, der hat nur 2 Möglichkeiten. Entweder er beschränkt sich auf eine kleine Stückzahl hochpreisiger Modelle, und schafft diese als "Trendy" an eine eher kleine Käuferschicht zu verkaufen, oder er muss sich breit aufstellen und in Masse gehen.


    Wer nur das Premium Segment im Visier hat, der muss sich fragen, wieviele Menschen ein Auto für 100T€ aufwärts kaufen, und wieviele Käufer man aus dieser überschaubaren Menge für einen E-NAtrieb begeistern kann. MIt Sprit sparen kann man da nicht argumentieren, denn wer ein Auto in dieser Klasse kauft, denn interessieren die Spritkosten bestenfalls am Rande.


    Tja, und wenn dann Hersteller meinen, man könnte E-Autos nur im Premium Segment bauen, oder selbst ein Kleinwagen müsste 50T€ kosten, nur weil er einen E-Antrieb hat, dann werden sie erfahren, wie schnell man Marktanteile verlieren kann.

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  • Es gibt durchaus einen markenunabhängigen Markt für halbwegs brauchbares Autos.

    und dieser Markt wächst und wächst.

    Nach über 30 Jahren "Audi" frage ich mich, ob das nächste Auto wieder von diesem Hersteller kommt, ja ob es überhaupt aus deutscher Fertigung kommt. Als ich mir vor einigen Wochen einen aktuellen Audi angeschaut habe, hatte ich das Gefühl, dass man immer weniger Auto für sein Geld bekommt.

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  • Als ich mir vor einigen Wochen einen aktuellen Audi angeschaut habe, hatte ich das Gefühl, dass man immer weniger Auto für sein Geld bekommt.

    Aber es ist doch "Made in Germany", wertbeständig und vor allem "Vorsprung durch Technik"!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das "Made in Germany" stimmt zumindest.

    Wobei ich nicht weiß, welche Baugruppen wo und wie gefertigt werden. Zumindest werden sie in DE zusammengesteckt.

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  • Sie fertigen eben gerade nicht in D, sondern in Tschechien, Bulgarien, Rumänien, dem Baltikum, Marokko, Algerien, Brasilien, China, ... wo einige der Modelle auch schon endgefertigt werden. Welche Industrien produzieren denn noch überwiegend in D?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Welche Industrien produzieren denn noch überwiegend in D?

    Spezialmaschinenbau, Medizintechnik....dann wird es schon eng.


    Nebenbei bemerkt, hinter einem "deutschen Namen" muss nicht zwangsläufig auch ein deutsches Unternehmen stehen, auch wenn dessen Wurzeln hier in DE sind. Durch Käufe, Verkäufe, Holdings, Beteiligungen, blickt kaum noch jemand durch, wer wirklich hinter einem Markennamen steht. Duch solche Aktionen wird der Kapitän ersetzt, oder zum Steuermann degradiert, und der neue Kapitän sitzt irgendwo auf dieser Welt.


    Andererseits muss man wissen, dass alle Branchen mehr oder weniger auf den globalen Handel angewiesen sind. Auch die beiden von mir oben genannten Branchen wären ohne internationale Lieferanten schon längst Geschichte. Wichtig ist dabei die Balance zwischen Im- und Export.


    Gerade bei der Elektromobilität zeigt sich diese Abhängigkeit extrem. Da genügt es eben nicht nur ein paar Bleche zu dengeln, die Zeiten sind schon längst vorbei.

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  • Sie fertigen eben gerade nicht in D

    na gut, wenn du meinst. Dann verrate ich das auch nicht meinen paar tausend Kollegen, die hier in der Fertigung beschäftigt sind, nicht dass die sich morgen einen neuen Job suchen...


    Selbst in allermodernste Hightec wird hierzulande investiert, auch wenn das zugegebenermassen eine Ausnahme ist:

    Bosch investiert in Halbleiter-Standort Dresden und hofft auf starkes Wachstum | heise online

  • na gut, wenn du meinst. Dann verrate ich das auch nicht meinen paar tausend Kollegen, die hier in der Fertigung beschäftigt sind, nicht dass die sich morgen einen neuen Job suchen...

    Bei Continental arbeiten wieviele Mitarbeiter in der Fertigung in D und wieviele in anderen Ländern?P Wieviele Deiner produzierenden Kollegen arbeiten in D, wieviele in anderen Ländern? Oder genauer gefragt: Wie der Wertschöpfung findet in D statt, wieviel woanders? Bei Bosch Siemens Hausgeräte produzieren von offiziellen 60.000 Mitarbeitern noch rd. 10.000 in deutschen Werken. In B gibt es praktisch keine Produktion im industriellen Maßstab mehr, allenfalls Manufakturfertigung sehr aufwändiger Produkte. Wenn man den Anteil des industriellen Sektors am BIP anschaut, fällt auf, dass D mit 30 % im weltweiten Vergleich immer noch einen relativ hohen Anteil hat, der aber mit Sicherheit noch weiter herunter gehen wird, sicherlich mittelfristig auf 20 %, wo also noch ein weiterer Strukturwandel bevorsteht.


    Schau Dir als weiteres Beispiel an, wo die Komponenten der Fahrräder hergestellt und montiert werden, die unter deutschen Namen verkauft werden wie Diamant, Herkules, Kettler ... und wie sie alle heißen! Außer dem Namen ist da nichts mehr "deutsch", auch nicht der Eigentümer!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Es gibt glücklicherweise noch Fertigungsstätten in DE, und die brauchen wir auch dringend. Es werden aber immer weniger FIrmen die den Großteil der Wertschöpfungskette in DE belassen. Es ist gar nicht so selten, dass nur noch (im Ausland) vorgefertigte Baugruppen zusammengesteckt werden. Ohne diese kostengünstige Vorfertigung, wären aber auch viele Jobs hier in DE nicht mehr zu halten.

    Die Frage ist, wie lange die Firmen das noch durchhalten, oder ob irgendwann ein Ober-Optimierer kommt, der dann alles im Ausland fertigen lässt, und nur noch die fertigen Geräte, Maschinen usw. nach DE importiert.


    ABER, es gibt auch schon Bewegungen wieder zurück zur heimischen Fertigung. Das funktioniert aber nicht bei allen Produkten. Es gibt nun mal Produkte, die ausschließlich über den Preis verkauft werden können. Da kann man hier automatisieren soviel man will, man wird den Preiskampf mit Billiglohnländern verlieren. Es gibt aber auch Produkte bei denen sich eine Fertigung in DE noch lohnt, entweder weil die Transportkosten relativ hoch wären, oder weil man Marktnischen bedient, oder.......

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  • Bei Continental arbeiten wieviele Mitarbeiter in der Fertigung in D und wieviele in anderen Ländern?P

    Das kann ich dir nicht sagen, und zum Suchen bin ich gerade zu faul. Ich kann dir aber versichern, dass es gerade im Automotive-Umfeld (um das es hier geht) erheblich viel mehr ist, als Du wohl annimmst.

    Wie der Wertschöpfung findet in D statt, wieviel woanders?

    Gerade teure, hochwertige Technik, z.B. Einspritzsysteme, ABS/ESP-Systeme u.ä. werden zum überwiegenden Teil (teilweise auch ausschliesslich) in D gefertigt.

    Aber selbst so vermeintlich einfache Dinge wie Lenkungen kommen noch zur deutlichen Mehrzahl aus D: Robert Bosch Automotive Steering – Wikipedia

  • Ohne jetzt zu viel zu sagen:


    Die Autohersteller fordern die Produktion im Ausland.

    Für Kunststoffbauteile müssen die Produktionsmittel in z.B. Portugal hergestellt werden. Mit einer Produktion in D hat man aktuell fast keine Möglichkeit einen Auftrag zu bekommen....


    Made in Germany gibt es bei Autos fast nicht mehr.

    Wer sich etwas auskennt sieht auf der Autobahn viel bekanntes: Schnellecke, Ewals ect. haben ganze Flotten die nur die Osteuroparouten fahren.




    Das größte VW Werk - Bratislava, Jaguar kann bis zu 150.000FZG/Jahr in der Nachbarschaft von Bratislava bauen und so weiter......

  • Das kann ich dir nicht sagen, und zum Suchen bin ich gerade zu faul. Ich kann dir aber versichern, dass es gerade im Automotive-Umfeld (um das es hier geht) erheblich viel mehr ist, als Du wohl annimmst.

    Ganz so ahnungslos bin ich nicht. Ich bin in Wolfsburg aufgewachsen und habe zahlreiche Jahrgangsstufen-Kolleginnen und -Kollegen die dort bei einem kleinen Automobilhersteller oder der kleinen Spedition am Ort arbeiten und mir bei Treffen ganz offen erzählen, was sie wo in Osteuropa einkaufen oder von dort auf welchen Wegen nach Niedersachsen transportieren (lassen). Insofern muss ich wenig annehmen, sofern die ehemaligen Mitschüler nicht alle Blender und Angeber sind.


    Automotive ist neben dem (Spezial-) Maschinenbau eine der letzten echten Industrien in D. Die anderen sind schon lange weg oder tot. Deshalb ist es auch so verhängnisvoll, dass die dt. Automobilkonzerne allesamt den Einstieg in die Elektromobilität verschlafen haben. Die ehemaligen Mitschüler haben heute mit Anfang Fünfzig massive Zukunftsängste für sich selbst, weil sie sich auf einer Insel der Seeligen wähnten und früher nicht verstehen konnten, weshalb man über einen unsicheren Beruf außerhalb des „Werks“ überhaupt nachdenken konnte.

    Gerade teure, hochwertige Technik, z.B. Einspritzsysteme, ABS/ESP-Systeme u.ä. werden zum überwiegenden Teil (teilweise auch ausschliesslich) in D gefertigt. Aber selbst so vermeintlich einfache Dinge wie Lenkungen kommen noch zur deutlichen Mehrzahl aus D: Robert Bosch Automotive Steering – Wikipedia

    Ich habe mir die Mühe gemacht, überschlägig nachzurechnen: An den dt. Standorten der Auflistung dort arbeitet ziemlich genau die Hälfte der Mitarbeiter des Unternehmens. Wenn wir annehmen können, dass die Zahl der Mitarbeitenden mit der Produktionsmenge korreliert, so wird nicht "die deutliche Mehrzahl" der Systeme in D produziert, sondern ziemlich genau die Hälfte.


    Und wenn nun eine zunehmende Anzahl von Elektrofahrzeugen gebaut werden wird, wird das kein bisschen besser werden. Dafür sind die Arbeitsplätze in D deutlich zu teuer. In Niedersachsen und in Hessen war das in den letzten Wochen schon Thema im Landtag. Man will den Erhalt von unwirtschaftlichen Arbeitsplätzen nun erzwingen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ........ ich weiss , einer der nicht jubelt ist ein ewig gestriger ....... Das Elektroauto – wirklich eine saubere Alternative?

    Der Punkt, den Du vermutlich meinst: "Zwei Millionen Liter Wasser für eine Tonne Lithium". In der Tat, das ist erschreckend. Allerdings nur, solange man es nicht in Bezug zu beispielsweise Lebensmitteln setzt:


    erzeugter Rohstoff / Gegenstand Rohstoffmenge benötigte Menge Wasser
    kg Liter
    Lithium 1.000 kg 2.000.000
    Lithium (umgerechnet!) 1 kg 2.000
    zum Vergleich:
    kompletter PKW mit Ottomotor * 1.400 kg 400.000
    kompletter PKW mit Ottomotor (umgerechnet) ** 1 kg 285
    Kakao (Quelle ***)
    1 kg 27.000
    Röstkaffee (Quelle ***) 1 kg 21.000
    Rindfleisch 1 kg 15.000
    Schweinefleisch
    1 kg
    4.700
    Eier 1 kg 3.300
    Sojabohnen 1 kg 2.050
    Avocado 1 kg 1.500
    Weizen 1 kg 1.400
    Milch 1 kg 600
    * Quelle
    ** Quelle
    *** Quelle


    Ich habe das schnell einmal nach dieser Quelle gemacht, weil die so schön grafisch ist und ich sie damit sofort verstehe. Ich habe sie nicht mit weiteren Quellen abgeglichen, kann man aber natürlich tun.


    Ich fasse kurz zusammen:


    Der Wasserverbrauch zur Erzeugung von 1 kg Lithium entspricht dem von 1 kg Sojabohnen, etwa 2 Avocados, gut 3 Litern Milch oder dem Kakao einer 100 gr-Tafel Schokolade mit 70 % Kakaogehalt. Allerdings kann die mit dem Lithium produzierte Batterie etwa 1000 mal wieder geladen werden. Der Vergleich mit dem gesamten PKW hinkt ziemlich, da die Produktion des Motorblocks und der Reifen anteilig erheblich mehr Wasser verbrauchen dürfte, als die des Auto im Mittel.


    :sarkasmus:


    Ich nehme an, Du isst ausschließlich ungezuckerte Breis aus Weizengrütze und Milch? Das finde ich echt super von Dir!


    Ja, ich habe heute schon Kakao, Röstkaffee und Schweinefleisch verzehrt. Hätte ich aus ökologischen Gründen besser Lithium essen sollen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ja , da gibt es aber feine unterschiede .


    wenn ich in hessen für ein kilo rindfleisch 15000 l wasser verbrauchen sollte (die menge zweifle ich jezt an , aber egal) sind 10 000 davon regenwasser , welches auf die wiesen prasselt . dann kämen noch 3000 l aus irgendeinem brunnen , und 2000 l aus irgendeinem fluss ,bach , see ... wwi .

    2000 l aus dem spärlichen grundwasser einer wüste , wo der nachschub völlig fehlt ist , meine ich , eine andere nummer ...


    aber wenn man will , kann man sich alles schönreden ....;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ...und das "Grundwasser" aus der Atacama ist völlig versalzen und für jeden sonstigen Gebrauch ungeeignet.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ja , da gibt es aber feine unterschiede .


    wenn ich in hessen für ein kilo rindfleisch 15000 l wasser verbrauchen sollte ...

    der Kakao, der Kaffee, die Sojabohnen, alles in Hessen?

    aber wenn man will , kann man sich alles schönreden ....;)

    „Schönreden“ kommt doch immer nur von anderen, „schlechtreden“ auch. Nur die eigenen Argumente sind neutral und sachlich. Ja, so ist das bei echten Gläubigen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nur die eigenen Argumente sind neutral und sachlich

    das ist eine unterstellung , die ich so nicht hinnehmen mag .


    ich sehe mich eher als jemand , der euphorie nicht kann . mir ist eine alseitige betrachtung wichtig . und nur deswegen werfe ich ab und an einen löffel salz in das so leckere süppchen .....


    es sind ja nicht meine argumente . es sind nur sachen , die gerne mal zur seite geschoben werden , weil sie das schöne bild stören würden .


    und nein , ich bin kein gegner der elektromobilität . nur , dass der strom aus der steckdose kommt ist zwar schön, aber der muss da auch irgendwie reinkommen .

    und der schöne wasserkraftstrom aus österreich z.b. hat durchaus radioaktive/kohlenstaubanteile .


    und nein , ich bin kein braunkohleverfechter . nur finde ich es scheinheilig , braunkohleverstromung zu bekämpfen und die alternativen dazu einfach nicht zu betrachten . sibirische kohle macht genauso CO2 wie das amerikanische flüssiggas oder erdgas aus der nordsee....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Der Wasserverbrauch zur Erzeugung von 1 kg Lithium entspricht

    EIn Vergleich mit Lebensmitteln oder Tieren führt hier nicht zum Ziel. Wieviel Wasser benötigt ein Pferd jeden Tag oder pro Jahr? Welchen Nutzen hat man? So gesehen müsste man alle Pferde zur Schlachtbank führen.

    Kann ich mit einer Avocado jeden Morgen in die Firma fahren, um meine Brötchen zu verdienen?


    Wenn ich für einen bestimmten Zweck, hier beispielsweise die Fahrt zur Arbeit, mehrere Optionen habe, dann sollte man diese Optionen miteinander vergleichen, wobei die Anzahl der verfügbaren Optionen von Fall zu Fall verschieden sein kann.


    Fakt ist, für die Herstellung von Waren benötigen wir Rohstoffe, und deren Gewinnung belastet in irgendeiner Form die Umwelt. Es gibt Rohstoffe die lassen sich relativ einfach gewinnen, der Einfluss auf die Natur ist gering, und es gibt Rohstoffe, die nur mit viel Aufwand gewonnen werden können, und die mehr oder weniger große Schäden an der Natur hinterlassen. HIer spielt dann auch die benötigte Menge eine Rolle.

    Man sollte aber auch daran denken, dass nicht jeder Rohstoff für jedes Produkt geeignet ist. Es macht wenig Sinn, einen Baum im Amazonasgebiet mit der Herstellung von Stahlblechen für den Automobilbau zu vergleich, auch wenn bei beiden Transport, Energie für die Bearbeitung usw. anfällt.


    Ob Lithium zukunftsfähig ist, das werden wir sehen. Es ist aktuell eine gute Wahl für die Speicherung el. Energie, und hat alte Akkukonzepte, wie beispielweise NiCd oder NiMh, inzwischen vollständig abgelöst. (nebenbei bemerkt, NiCd. waren auch alles andere als umweltfreundlich).

    Es ist aber nicht auszuschließen, dass durch den Druck der massenhaften Verbreitung, neue Konzepte auf den Markt kommen werden. Wie der Akku der Zukunft aussehen wird, das weiß heute noch niemand. Es würde mich nicht wundern, wenn die Länder in denen heute Lithium gewonnen wird, dann jammern weil sie "arbeitslos" sind und keine Einnahmen mehr erzielen können.


    Wenn wir also vergleichen wollen, dann müssen wir ein E-Fahrzeug mit der Größe x mit einem konentionellen Fahrzeug gleicher Größe vergleichen, und zwar von der Rohstoffgewinnung, über die Verarbeitung und Herstellung des Fahrzeugs, und während der Lebens-/Nutzungsdauer, bis hin zum Ende des Fahrzeugs inkl. Recycling.

    Diese Betrachtungsweise wird für viele Produkte angewandt, gestaltet sich aber gerade bei KFZ aufgrund deren Komplexität, außerordentlich schwierig.

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  • ...und das "Grundwasser" aus der Atacama ist völlig versalzen und für jeden sonstigen Gebrauch ungeeignet.

    Mag sein, dass das Grundwasser darunter es ist. Aber es zieht anderes Grundwasser nach sich, wenn man es raus pumpt. Die Bauern rundherum beklagen sich, dass die Gegend austrocknet. Ehemals blühende Flecken trocknen zunehmend aus, seit dort Lithium abgebaut wird. Leider ist Natur etwas komplexer.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wenn man schon den Anschluss verpasst hat, dann sollte man keine Experimente wagen

    sondern?

    claimmanagement? das läuft doch eh super. halt nicht für alle und nicht überall. sonst wär´s kein claimmanagement ;)

  • jetzt muss ich doch mal ganz vorsichtig fragen, wer von den E-Mobilitätsfans hier im Forum fährt denn nun ein Elektroauto?

    Ausreden wie es gibt keine Modelle lass ich nicht mehr gelten, denn es gibt genug. Natürlich kosten die auch was, aber wenn man hinter einer Idee steckt, sollte diese einem doch auch was wert sein?

    Ich halt ganz offen nichts von E-Antrieb und lass mich gerne zu den ewig gestrigen zählen, aber die E-Idee ist ein schlechter Kompromiss, nichts mehr.

    Leider wird aber gerade von den Forderungen nach E-Autos, dass man doch endlich investieren müsste, usw. die anderen, viel besseren Konzepte schlechtgeredet oder oft auch gar nicht in der Diskussion mangels Wissen beachtet.

    Ich will hier niemand überzeugen, weil es in einer solchen Diskussion nebenbei gesagt einfach unmöglich ist, will mir aber auch andersherum nicht vorschreiben lassen, was wir machen sollen und gleichzeitig fahren diejenige, die das vorschreiben, selbst nicht mal das, was sie so anpreisen.

  • Ich fahre kein E-Auto, und werde es wohl auch auf Jahre nicht tun. Bin zufrieden mit meinem Diesel, und solange es sich nicht rechnet oder deutliche Komfortvorteile bringt, bleibe ich das auch.

    Man muss alles mal auch etwas ganzheitlicher betrachten.. Ein Elektroauto reißt es auch nicht mehr raus, wenn man 5 Flugreisen im Jahr unternimmt oder mit den schwimmenen Schwerölverbrennern die Meere verpestet.


    sibirische kohle macht genauso CO2 wie das amerikanische flüssiggas oder erdgas aus der nordsee....

    Nö, bei der Gewinnung von elektrischer Energie aus Kohle wird deutlich mehr CO2 erzeugt als bei Gas als Brennstoff.

    Das liegt zum Einen daran, das Kohle praktisch reiner Kohlenstoff ist und einfach mehr "C" pro Energie enthält als der Kohlenwasserstoff Methan, zum Anderen ist der Wirkungsgrad eines GuD-Kraftwerks (bis zu 60%) deutlich besser als der eines Kohlekraftwerks (bis zu 45%).


    Deshalb ist es auch so verhängnisvoll, dass die dt. Automobilkonzerne allesamt den Einstieg in die Elektromobilität verschlafen haben.

    .. oder stellt sich als Wettbewerbsvorteil heraus, wenn das Pferd mal togeritten wurde.

    Gabs schon öfters mal, siehe z.B. die Nachtspeicherheizungen vor 50 Jahren...

    Wobei, bei der leider nicht technologieneutralen Mindset in fast allen Köpfen, ist es fast zum Erfolg verdammt. Es hat ja Charme, ich gebs ja zu, aber irgendwie ist mir zuviel Hype um das Thema..

  • Ich hab keins. Was ich charmant finde, sind Hybridantriebe. Bekannte fährt so ein Auto und ich konnte das mal für 2 Wochen fahren. Für längere Strecken nicht so mein Fall, aber gerade in der Stadt sehr angenehm.


    Unser aktuelles Auto ist mittlerweile 12 Jahre alt, 120.000km. Wir überlegen, was wohl der passende Nachfolger wäre. Leider gibt es hier keine Autovermietung, sonst wäre die Antwort: kein Auto. WIr tanken 1x/mtl. , brauchen es meist für Transport über längere Strecken.


    PS: Ein Dienstauto steht hier auch noch rum, aber als 2 Sitzer nicht als "Ersatz" geeignet. Aber das meiste fahren wir mit Bahn und Bus, auch in die Ferien.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung