Muss der Rechtsanwalt in eigenen Worte Schreiben ans Gericht verfassen

  • Da Eric schon lange nicht online war, hoffe jemand anders kann das beantworten.


    Auf den Entwurf würde Stellung genommen, würde dem Anwalt in den Briefkasten geworfen.


    Der Anwalt hat das Schreiben so für gut empfunden und es 1:1 ans Gericht geschickt. Ob er es bearbeitet hat, weiss ich nicht. Hab ihm schon eine Email geschrieben.


    Die Gegenseite ist nun der Meinung, daß Schreiben muss als ungültig verworfen werden, da der Anwalt es nicht verfasst hat.


    Können Sie ja erstmal nicht beweisen.


    Muss der Anwalt alles selber verfassen wenn der Bauherr oder SV ihm was aushändigt?

  • Bin zwar kein Anwalt, aber Dein Text sollte ja zumindest lesbar sein.Habe meine Fragen mal in Fett reingeschrieben.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Also wenn Bauherr oder SV 2 DIN A4 und zwei Zeichnungen dem Anwalt übergeben, muss hier auf jedes Blatt seine Kanzlei angegeben sein???

    Nein, nicht auf den Unterlagen, die der Bauherr oder SV dem Anwalt übergeben. Diese werden im Schriftsatz des Anwalts ans Gericht "Beweise" genannt und nummeriert, damit man sie im Verfahren leichter findet und sich darauf beziehen kann.

    (So wird es bei mir gehandhabt)


    Ältere Versionen?? Ich habe den Satz in Klammern ergänzt, das ist alles.

  • Also wenn Bauherr oder SV 2 DIN A4 und zwei Zeichnungen dem Anwalt übergeben, muss hier auf jedes Blatt seine Kanzlei angegeben sein???

    Nein muss er nicht. Aber er muss ein Anschreiben, sinngemäß mit den Worten: "Hiermit reichen wir unsere Stellungnahme zum Sachverhalt xyz ein. Einzelheiten sind den Anlagen 1 - 3 zu entnehmen."

    Hilfreich wäre auch, wenn der Anwalt kurz den Inhalt der Stellungnahme zusammenfassen könnte. Das würde dem Gericht die Arbeit erleichtern und es Eurer Sache gewogener machen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Pin Cho - und wie ist der Stand allgemein bei euch so? welche Pläne haben die Richter für die nächsten Jahre, was muss noch untersucht werden und über was sollen "Verhandlungen" geführt werden?

  • Einmal ist es der Entwurf.

    Hier versuchen Sie gerade das Schreiben von meinem Anwalt als ungültig durchzubringen.


    Fundamenterder, Bodenplatte, Sauberkeitsschicht und Abwasserleitungen sind gerade ein weiteres Thema. Das danach begutachtet wird.

  • Muss begutachtet werden?

    Sowohl GÜ und Rohbauer haben doch eine Aufbewahrungsfrust von 10 Jahre.

    Lieferscheine müssten vorhanden sein.

    GÜ behauptet er hat keine.

  • OK. Dann macht es nichts aus, wenn das öffentlich zu sehen ist. Ich wollte nur darauf hinweisen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Pin Cho - habe ich es richtig verstanden?: Also die Betonqualität ist anders als vom Statiker vorgeschrieben, minderwertiger.


    Was ist jetzt die Argumentation der Gegenseite? Hält auch so, alse Leistung mangelfrei?

  • Nein sie Behaupten, der Rohbauer hat sich an die Statikpläne gehalten.

    Lieferscheine haben sie nicht. Da er kurz vorher Insolvenz war. Ihnen wurde keine mehr übermittelt.


    Der Rohbauer hat nie Statikpläne erhält. Laut seiner Aussage hat er laut Werkpläne den Beton bestellt.


    Der Architekt hat aber fälschlicherweise die falsche Beton Güte ausgeschrieben.


    Der Rohbauer war der letzte Handwerker bis zur Kündigung. Er hat die Dachrinnen mit den Regenwasserrohre verbunden.

    Rechnung wurden vom GÜ ja weiterhin für die Arbeit gestellt.

  • rodop

    Hier wird die Frage sein, wer den Vorschuss zu zahlen hat.

    Wir sind in der Beweis last. Soweit ist alles klar. Wir haben nun aber anhand der Werkpläne nachgewiesen, daß der falsche Beton ausgeschrieben war.

    Als Laie würde ich sagen, nun hat der GÜ anhand von Lieferscheine nachzuweisen, welcher Beton geliefert wurde.


    Der wiederum redet sich raus, das er keine hat. Da der Rohbauer vorher Insolvenz war.


    Ist zwar eine Lüge, aber der Rohbauer müsste die noch haben.

    10 Jahre lang muss er sie aufbewahren.

    Nun kann man viel Geld für Begutachtung en ausgeben, oder den Rohbauer ins Spiel bringen.


    Muss das Gericht nicht den günstigsten und schnellsten Weg wählen.

    Das ist definitiv der Weg über die Lieferscheine.


    Sauberkeitsschicht ist das gleiche Problem. Da haben wir aber schon von außen gemessen.

    Es müssen 16cm+5cm =21cm sein

    Gemessen wurden an der dünsten Stelle 13cm.


    Eigentlich auch klar das keine sks erstellt wurde.


    Der Weg über einen G-SV ist lang.

    Bis der mal hier ist, ist das Jahr rum.

  • Die Frage nach dem zu zahlenden Vorschuss habe ich mir vor kurzer Zeit auch gestellt:

    Das Gericht hat noch Klärungsbedarf, da der G-SV eine Beweisfrage unzulänglich beantwortet hat. Es hat deshalb auf meinen Schriftsatz hin zwei Ergänzungsfragen formuliert, die der SV dem Gericht beantworten soll. Auflage ist, dass ich innerhalb von drei Wochen weiteren Vorschuss einzahle.

    Als ich über die Höhe erschrocken war, sagte mir mein Anwalt auf meine Nachfrage: Ja, der Vorschuss sei schon ganz normal so. Einen Vorschuss unter 5k habe er schon seit längerer Zeit nicht mehr erlebt...

  • Als ich über die Höhe erschrocken war, sagte mir mein Anwalt auf meine Nachfrage: Ja, der Vorschuss sei schon ganz normal so. Einen Vorschuss unter 5k habe er schon seit längerer Zeit nicht mehr erlebt...

    Hüstel, das entspricht bei dem nach § 9 JVEG in Honorargruppe 3 inkl. der zu erstattenden Mwst. abzurechnenden Honorar von 89,25 € / Std. 56 Arbeitsstunden bzw. bei zwei Fragen 28 Std. pro Beweisfrage. Das kommt mir relativ viel vor., wenn es nicht eine ganz umfangreiche Frage ist. Oder rechnet der SV mit Zustimmung der Parteien gegenüber dem JVEG deutlich erhöhte Sätze ab?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Nein, nach JVEG. Der Anwalt ist sogar der Meinung, dass der G-SV die beiden Fragen vom Schreibtisch aus beantworten könne.

    Dann kommt mir das viel vor, aber es kommt natürlich wirklich auf die Fragestellung an.

    Aber unter 5k laufe eh nix mehr.

    Aha. Wenn er das so sagt. Im Gerichtsumfeld fehlt mir die Erfahrung, aber typische Schreibtisch-Gutachten sind bei mir pro Frage deutlich schneller bearbeitet und damit kürzer. In rd. 60 Stunden habe ich die vorhandenen Risse bei einer Mitnahme-Setzung an einem 6-geschossigen Wohnhaus umfangreich dokumentiert oder mehrmals je einen großflächigen Wasserschaden. Und dabei hatte ich dann schon ein schlechtes Gewissen, weil es nicht schneller ging.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Skeptiker

    Dieser G-SV hat im Unterschied zu Ihnen kein Gewissen. Ich weiß nicht, wie das Gericht auf den Vorschussbetrag kommt, vielleicht in Absprache mit dem SV. Von den Telefonaten "hinter der Bühne" erfährt man ja nichts.