Planungen vom Architekten anfordern

  • Guten Morgen,


    ich bin mir bezüglich Titel und auch Unterforum etwas unschlüssig, bei Bedarf gern ändern.


    Ich hatte mich hier


    Darf ein Architekt in der Kostenschätzung/berechnung so sehr daneben liegen


    ja schon mal über meine Problemchen ausgelassen.


    Dem Tiefbauer hatte ich damals die Summe ausgezahlt die ursprünglich geplant war für ausschachten und wieder verfüllen. Die Mehrkosten für das entsorgen, was ja ohne mein Wissen angeordnet wurde, habe ich nicht bezahlt. Ggf. wären noch Mehrmengen zur Planung offen, dafür müsste ich aber wissen wie viel wir nun zum verfüllen wieder benötigen. Der Tiefbauer hat seinen Anwalt einmal schreiben lassen, meiner hat geantwortet und um Zusendung des vereinbarten Bautagebuchs gebeten und um Angabe wer den Auftrag verändert hat, jetzt habe ich seit über einem Jahr nichts mehr gehört.


    Der Architektin hatte ich vorgeschlagen, dass sie sich mit dem Tiefbauer abstimmt, damit der von einer anderen Baustelle den zu entsorgenden Teil bei mir einbaut (ähnliche Qualität vorausgesetzt) und dann abrechnet als wäre wie ursprünglich vereinbart gelagert worden. Dies wurde von ihr abgelehnt, ob in Absprache mit dem Tiefbauer kann ich aktuell gar nicht sagen.


    Ihre zweite Abschlagsrechnung habe ich dann in Absprache mit dem Anwalt nicht bezahlt. Er hat ihr mitgeteilt, dass der Betrag bezahlt wird, sobald sie sich um das leidige Thema gekümmert hat.

    Ausreden waren bislang:

    1) Lagern nicht mehr möglich aufgrund des Böschungswinkels und der Baggerarm wäre dafür zu kurz gewesen (die Frage warum wir dann nicht den Nachbarn mit dem leeren Grundstück gefragt haben konnte nicht beantwortet werden)

    2) Die Erde wäre zu lehmhaltig (Bodengutachten besagt dass das für den Verwendungszweck sehr wohl möglich gewesen wäre und sie wollte verfüllen in dem sie den oberen Teil des Grundstücks in die Grube schiebt. Da ist genauso Lehm wie im unteren Bereich auch. :wall:)

    3) Als letztes war die Erde jetzt zu nass als sie ausgebaut wurde und daher musste sie entsorgt werden und konnte nicht gelagert werden.....


    Tja und seitdem hab ich so gut wie nichts mehr gehört. Kurz vor Einzug gab es ein Schreiben das sie keine Abnahmen für Maler, Treppenbauer, Fliesenleger .... machen könnte, da die ja nicht über sie beauftragt wurden. Danach gab es ein paar Schlussrechnungen, die alle fragliche Positionen hatten. Hauptsächlich Nachträge die ich nicht beauftragt habe. Auf Nachfragen hierzu gab es keine Reaktion. Es wurde bislang keine Abnahme mit ihr zusammen gemacht. Ich habe zwar sowieso das Vertrauen verloren, aber ich hätte ihr Anwesenheit nie verweigert. Ich vermute aber, dass ich eh quasi abgenommen habe, weil ich bereits ein halbes Jahr drin wohne. Es gab dazu aber nie offizielle Termine mit den Handwerkern.


    Soweit zur Geschichte. Mich stört der große Krater ums Haus zwar nicht so sehr, mein Nachbar möchte jetzt aber seine Außenanlagen machen und weil meine Seite ja nur leicht abgeböscht ist, trauen die sich nicht mit schwerem Gerät dort hoch zu fahren. Und zu recht fragt er also wann das Loch denn mal zugemacht wird.


    Mein Anwalt sagt jetzt ich soll den Tiefbauer auffordern seine Arbeit fertig zu stellen. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird er das nicht tun, so das wir den bestehenden Vertrag kündigen können. Gleichzeitig soll ich die Architektin auffordern mir mitzuteilen was in dem Bereich noch gemacht werden muss, bevor verfüllt wird. Ich weiß das eine Drainage geplant war, der Rohbauer hat auch Positionen für eine Ringdrainage abgerechnet. Wenn ich nun andere Unternehmer beauftrage das Loch zu verfüllen und irgendwas wird nicht beachtet und später kommt es zum Schaden, dann wäre sie ja aus der Haftung raus.


    Nur nach was frage ich denn genau? Der Anwalt ist da technisch nicht im Thema und ich hab Sorge alles nur noch schlimmer zu machen.


    Muss es dafür Planungsunterlagen geben die ich anfordern könnte?


    Was wären die Fragen die ihr in einem solchen Fall bezgl. des Sachstands stellen würdet?


    Den neuen Unternehmer werde ich ja auf jeden Fall bezahlen müssen. Geld was eigentlich nicht mehr da ist. Daher werde ich auf jeden Fall versuchen müssen das als Schaden ihr gegenüber geltend zumachen. Ob das klappt bleibt noch ein Fragezeichen. Ich will mir den Weg aber nicht durch irgendwelche dummen Aktionen jetzt verbauen sondern zumindest offen halten.


    Vielleicht habt ihr noch mal ein paar Gedankenanstöße für mich.