Dachdeckung

  • in meinem Hof sitzen immer noch 300 Dachziegel. Nach dem Regen habe ich festgestellt, daß das Tropfblech unterhalb der Rinne stellenweise tropft. Ich habe meinen Dachdecker herbestellt. Er findet das Dach in Ordnung. Er findet das Dach in Ordnung auch nach dem ich ihm gesagt habe das je Dachseite 2 Reihen Dachpfannen gegenüber der alten Deckung eingespart wurden . Die Dachneigung ist 27 Grad (Satteldach) und die Lattweite jetzt zwischen 34,5 und 35 cm vorher war die Lattung 31,5 cm. Bei den Ortgängen ist nur jeder 3. geschraubt. Die alten Ortgänge , bei den gleichen Dachpfannen hatten einen Ausstich von 110mm , die jetzigen nur 88mm. Bei über 300m² Dachfläche (Dach ist abgesetzt und geht noch über Garage mit kleinem Giebel) wurden so insgesamt 11 Ortgänge und besagte 300 Ziegel gegenüber der alten Dachdeckung eingespart. Ich sehe das ganze als Murks an. Der Dachdecker sieht es anders. Er wollte mir die Ziegel zum Einkaufspreis verkaufen.:pfusch:

  • jetzt zwischen 34,5 und 35 cm vorher war die Lattung 31,5 cm.

    Das könnte zulässig sein. Ein Blick in die technischen Daten (Verlegeanleitung) zeigt dann, ob der neue Lattenabstand zu groß ist. So lange der Lattenabstand im zulässigen Bereich ist, wäre alles in Ordnung.

    An der Traufe darf der Lattenabstand größer gewählt werden als in der Fläche, aber auch hier gilt die Verlegeanleitung.


    Die entscheidende Frage ist daher, was wurde wo und wie gemessen, und entspricht das Ergebnis den technischen Vorgaben des Herstellers (Verlegeanleitung), wobei ich mir ein Messen mit der "Schieblehre" verkneifen könnte. Es geht hier um ein Hausdach und nicht um chirurgische Präzisionsinstrumente.


    Mir wäre es egal, ob da nun 2 Reihen mehr oder weniger auf dem Dach liegen, Hauptsache ich habe eine fachgerechte Dacheindeckung bekommen.


    Zum Ortgang und Blech, das weiß ich jetzt nicht auswendig, aber dazu werden sicherlich noch Antworten kommen.

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  • Bei Betondachziegel ist das max Lattenmaß 33,5 bei 27 Grad, und Ortgang mit 110 Ausstich. Hier muss ich nicht mit der Schieblehre messen. die Ziegelüberdeckung ist bei manche Reihen 6,5 cm.

  • . Die Dachneigung ist 27 Grad (Satteldach) und die Lattweite jetzt zwischen 34,5 und 35 cm vorher war die Lattung 31,5 cm. Bei den Ortgängen ist nur jeder 3. geschraubt.

    Mir fällt dazu nur die Frage ein, wer die Bauaufsicht hatte und was der/die dazu sagt?

    Wenn die Antwort jetzt niemand und nichts lautet, dann investier schon mal ein Vielfaches des gesparten Honorars in eien Anwalt

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Bei Betondachziegel ist das max Lattenmaß 33,5 bei 27 Grad, ...

    Welches Lattmaß gibt der Hersteller Deines Betondachsteines für diesen Stein an? Oder ist es ein Tondachziegel? Eigentlich ist das egal, denn auf das angegebene Lattmaß solltest Du Dich erstmal konzentrieren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei Betondachziegel ist das max Lattenmaß 33,5 bei 27 Grad,

    Wenn das für die bei Dir eingesetzten Dachsteine gilt, dann OK. Ansonsten würde ich das so pauschal nicht unterschreiben. Schaue ich mir die verschiedenen Verlegeanleitungen an, dann finde ich da alle möglichen Varianten, auch Formate mit 380mm Lattenabstand und mehr.


    Wenn also die 335mm in den technischen Unterlagen stehen, dann wäre der nächste Schritt nachzuprüfen, was, wo, wie gemessen wurde und welche Toleranzen zu berücksichtigen sind. Daraus ergibt sich dann die Abweichung vom Soll, und man kann feststellen, ob ein Mangel vorliegt, und wie schwerwiegend dieser ist.


    Daraus lässt sich dann wiederum ableiten, ob nachgebessert werden muss (Verhältnismäßigkeit beachten) oder ob eine Wert(Preis)minderung in Frage kommt.


    Ob der Dachdecker mit seiner Aussage, dass das so korrekt ist, richtig liegt, das kann man anhand der bisherigen Infos nicht sagen. Es wäre möglich, dass er das falsch einschätzt.

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  • Moin,


    welche Betondachsteine sind denn eingedeckt? Großformat wie z.B. Harzer Big o.ä. oder Normalformat mit ca. 10 Stück/m²? Für Betondachsteine mit hochliegendem Seitenfalz ist die Höhenüberdeckung nach Fachregeln bei einer Dachneigung von 27° >= 8,5 cm, d.h. Lattmaß 33,5 cm bei Normalformat. Bei den Giebelsteinen muß jeder befestigt sein. Welche Zusatzmaßnahmen sind denn noch verbaut? Unterspannbahn o.ä.?

    Zu den Giebelsteinen nochmal: Die verschiedenen Ausschnitte sind für die verschiedenen Überdeckungen gemacht, dass z.B. bei einem Lattmaß von 34,5 cm der Ausschnitt im Schenkel des Giebelsteines nicht so groß ist, nimmt man die Giebelsteine mit 8,8 cm Ausstich. Bei einem Lattmaß von 33,5 cm kann man beide Variante verwenden, jedoch ist man bei 8,8 cm Ausstich auf der sicheren Seite, dass man z.B. wenn das Lattmaß mal 33,4 oder 33,3 cm ( das kommt manchmal vor, wenn die Schnur etwas verschlägt ) ist, den Ausstich nicht nacharbeiten muß.

  • Die Dachdecker die das Dach vor fast 40 Jahren eingedeckt haben, haben sich ja auch was bei ihrer Arbeit gedacht. Der Dachdecker jetzt hat die Ortgangsziegel abgezählt aber mit anderem Ausstich bestellt. Der Arbeiter der die Lattung eingeteilt hat war schon mal an den Ortgang gebunden. Der sieht mit 88 er Ausstich eine Lattung von 33,5 bis 34,5 vor laut Braas, für die Dachneigung von 27 Grad wird der Ortgang mit 110er Ausstich eingebaut. Was nützt es mir, wenn er mir Kohle nachlässt, deswegen wird mein Dach bei Sturm auch nicht dicht. Zumal 300 Ziegel bringen auch noch einmal gutes Gewicht. Richtig dicht scheint es nicht zu sein, sonst wäre die Tropfkante unterhalb der Rinne an allen Stellen trocken. Es handelt sich um die Taunus Pfanne

  • Richtig dicht, im Sinne von wasserdicht, ist kein geneigtes Dach. Regensicher muß es sein. Was ich damit sagen will, je nach Menge des Niederschlages und Wind oder feiner Pulverschnee, kann es schon vorkommen, dass etwas Feuchtigkeit unter die Dacheindeckung gelangt, dann aber über die Unterspannbahn o.ä. und Tropfblech sicher nach aussen abgeführt wird. Das kommt bei einem Betondachstein eher vor, als bei einem Tonziegel mit Kopfverfalzung. Der Betondachstein hat nur eine seitliche Verfalzung, keine Kopfverfalzung.

    Wieviel der Fläche ist denn mit 34,5 oder 35 cm Lattmaß eingelattet?

  • Die Dachdecker die das Dach vor fast 40 Jahren eingedeckt haben, haben sich ja auch was bei ihrer Arbeit gedacht.

    Das mag schon sein, aber das muss heute nicht automatisch richtig sein. Wer würde heute ein Auto ohne Sicherheitsgurt und Airbag kaufen?


    Was zählt, das ist die aktuelle Verlegeanleitung, aktuelle Normen usw. Was einmal vor 40 Jahren war, das interessiert nicht. Deswegen in die Verlegeanleitung schauen, mag ja sein, dass die 335mm korrekt sind (ist sogar sehr wahrscheinlich). Dann hätte man einen verlässlichen Ansatzpunkt. Die 345mm wären für DN > 30°, soweit ich das bei vielen "Standard" Dachsteinen gesehen habe,

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  • Kurt Tucholsky: Erfahrung heisst gar nichts, man eine Sache auch 35 Jahre falsch machen

    Der Dachdecker arbeitet auch schon seit fast 30 Jahren. ca 240m² Dachfläche sind 22x mit 34,5 eingelattet, Trauflatte 30,5 cm, Sparrenlänge 7,95m = 23 Ziegelreihen. Die andere Dachfläche ca 80m² Sparrenlänge 4,15m, jeweils incl Konterlatte etc., Trauflatte 30,5cm, 11 Ziegelreihen 35 cm.

  • Trauflatte 30,5 cm, Sparrenlänge 7,95m = 23 Ziegelreihen. Die andere Dachfläche ca 80m² Sparrenlänge 4,15m, jeweils incl Konterlatte etc., Trauflatte 30,5cm,

    Wenn die einzuteilende Länge richtig auf der Konterlatte gemessen ist, ergibt sich folgender Lattabstand:


    7,95 m - 4 cm ( Lattabstand First ) - 34 cm ( Trauflatte ) = 7,57 m einzuteilende Länge / 33,5 cm = 22,59 aufgerundet 23

    7,57 m / 23 Reihen = 32,9 cm Lattmaß


    4,15 m - 4 cm - 34 cm = 3,77 m / 33,5 cm = 11,25 aufgerundet 12

    3,77 m / 12 = 31,4 cm Lattmaß


    und alles wäre im grünen Bereich

  • so war es auch vorher bei den 4,15m bei den 7,95 war früher noch eine Reihe draufgepackt

  • Moin,


    das Lattmaß oder die Einteilung ist NICHT das Maß der Dinge bei Betondachsteinen!! Wichtig ist die real vorhandene/erfordreliche Höhenüberdeckung!! Und die gibt nicht der Hersteller vor, die gibt unser Regelwerk (Fachregel für Eindeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen) vor.


    Grüße


    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Die Höhenüberdeckung liegt bei 6,5 cm bis 7,7 cm. Stichprobenartig über die Dachfläche genommen

  • Ich bin ja normalerweise nicht so kleinlich, aber er hat keine verzinkten Schrauben für die Konterlatten/Unterdeckplatten/35mm, sondern nur Spanplattenschrauben ,"billig", galv. verzinkt 6x120 genommen. "Das machen wir immer so" und im Aussenbereich Traufschalung/ Giebel auch keine Nageldichtbänder.Auch keine Konterlattung 40x60 über den Unterdeckplatten wie vorher besprochen,sondern 30x50

  • Moin,


    es geht hier nicht um das, was ich mir wünsche oder vertraglich verifizierbar vereinbare, sondern es geht hier um die Einhaltung der relevanten Fachregeln.

    Und da steht in der Tabelle 3.4 "Höhenüberdeckung" bei einer DN zwischen 22° und 30° als Höhenüberdeckung 8,5 cm. D. h. für die Einteilung: mehr geht immer, weniger nimmer.


    Normale Spanplattenschauben sind m. E. nicht für den vorhandenen Einsatzzweck zugelassen. Hinsichtlich des Korrosionsschutzes: Verbindungsmittel als Schrauben D > 4 mm SOLLTEN einen Korrosionsschutz von mind. 5 µm (Fe/zn-Verzinkung) besitzen. (vergl. Hinweise für Holz und Holzwerkstoffe 2.4)


    Grüße


    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Wenn Du was willst, dann muss das in den AUftrg (schritlich) und nicht hoffen, glauben, erwarten, .....

    ,


    .........und mit kon

  • Danke Herr Ibold, das ist mal eine Ansage,

    Was raten Sie mir, wie ist normalrweise der nächste Weg. Ich habe dem Dachdecker am 3. Mai eine Mängelanzeige zukommen lassen , mit einer schriftlichen Äusserung zu den Mängeln bis zum 20. Mai und die Beseitigung der Mängel bis zum 20. juni mitgeteilt.Schriftlich hat er mir nichts zukommen lassen. Er war nur hier und hat die Mängel nicht aktzeptiert . Ich will jetzt das Dach von einem Sachverständigen begutachten lassen.

  • Moin,


    Sie sollten sich entweder an Ihre zuständige Handwerkskammer wenden und dort nach einem geeigneten SV (öbuv) für ihr Anliegen fragen oder aber einen öbuv-SV Ihrer Wahl kontaktieren und mit der Besichtigung Ihres BV beauftragen. Bei ihm konkret zunächst Ihre Bedenken aufzeigen und ggf. nach weiteren nicht fachgerechten und/oder regelkonformen Ausführungen befragen.
    Dann ergibt sich u. U., dass ein gemeinsamer Termin mit dem Dachdecker und dem SV sinnvoll ist/wird. Hierbei wid sich der Dachdecker bei begründeten Reklamationen selten gegen den SV stellen.


    Grüße


    stefan ibold

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • danke Herr Ibold für Ihren Rat, so werde ich vorgehen.

  • Ich bin ja normalerweise nicht so kleinlich, aber er hat keine verzinkten Schrauben für die Konterlatten/Unterdeckplatten/35mm, sondern nur Spanplattenschrauben ,"billig", galv. verzinkt 6x120 genommen. "Das machen wir immer so" und im Aussenbereich Traufschalung/ Giebel auch keine Nageldichtbänder.Auch keine Konterlattung 40x60 über den Unterdeckplatten wie vorher besprochen,sondern 30x50

    Hallo,


    Was sind Unterdeckplatten?

    Was wurde alles erneuert (nur rein informativ)?

    Gab es schon eine Abnahme?


    Ob ausgemacht oder nicht, was sagen die Fachleute zu 6er Schrauben und 50mm breite Konterlattung?

    Stichwort: Abstände der Verbindungsmittel zum Rand.


    Gruß

    Helmut

  • nein, eine Abnahme erfolgte noch nicht, weil noch mehrere halbe Ziegel fehlen und ein schräger Abschluß noch nachgeschnitten werden müsste. Es kam auf die vorh. Zwischensparrendämmung (ist noch keine 20 Jahre alt, Spitzboden und Zwischendecke sind auch gedämmt). 35mm Holzfaserdämmplatten, dann Konterlattung , Lattung und Dachpfannen. Ich habe lange überlegt, eine Aufsparrendämmung draufzupacken. Bei 600 euro Heizkosten für 100m², die mein Mieter jetzt zahlt, Haus wird mit Erdwärme geheizt, bekomme ich die Investition ja fast nie rein. Deswegen zusätzlich nur die 35mm. Geplant ist Photovoltaik auf eine Seite zu packen wo ich dann auch davon profitiere.