Garten nach Neubau vorbereiten

  • Hi,

    Wir haben gebaut, sind eingezogen und kümmern uns aktuell um den Aussenbereich.

    Carport ist geplant, Parkplatz wird gepflastert und Terrasse ist in Vorbereitung.

    Aber auf dem Rest kommt aktuell alles mögliche. Gras, Löwenzahn, Disteln und manch anderes.


    Frage - was kann ich sinnvoll als Vorberietung für den Garten machen?

    Vor allem die Disteln und der Löwenzahn?


    Der aktuelle Oberboden ist nicht wirklich muttererde - da wurde im Baugebiet irgendwas aufgeschüttet. Aber einfach neue Erde oben drauf ist ja sicher auch nicht die Lösung.


    Danke für sachdienliche Hinweise.

  • Du schreibst von "Garten vorbereiten":


    - Wie groß ist die Fläche?

    - Aus was besteht der Boden? (Lehm, sandig,......)

    - Was ist auf der Fläche geplant? (Gemüsegarten, Rasen, Steinwüste.....)

    - Gibt es einen Zeitplan? (Bepflanzung noch in diesem Jahr? Gemüseernte?)


    Auf kleinen Flächen lässt sich Unkraut noch von Hand entfernen, auch einzelne Stene lassen sich noch ablesen, bei größeren Flächen sieht die Welt aber anders aus, da könnte man auch über den Einsatz von Chemie nachdenken, Maschineneinsatz usw.


    Wenn der Boden nicht viel taugt, und sowieso xx cm Mutterboden aufgebracht werden müssen, dann wird man anders vorgehen, als wenn der vorhandene Boden tauglich gemacht werden soll.


    Die Vorgehensweise hängt also davon ab, was vorhanden ist, und was in welcher Zeit erreicht werden soll. Gründüngung kann man sich beispielsweise sparen, wenn in 4 Wochen Rasen ausgesät werden soll.

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  • Unsere Nachbarn hatten auch so eine Unkrautfläche. Sie haben einfach regelmäßig gemäht. Disteln sind ein-/zweijährig und verschwinden dann. Löwenzahn finde ich persönlich jetzt nicht schlimm - warum darf denn in so einer Wiese überhaupt nichts blühen? Außerdem - einmal weggemäht kommt auch da Gras nach. Als Kinder haben wir uns über Gänseblümchen und Löwenzahn jedenfalls immer gefreut.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Außerdem - einmal weggemäht kommt auch da Gras nach.

    Es gibt aber eine Menge Unkraut das auch Ausläufer bildet, und innerhalb kürzester Zeit sprießt es wieder. Da kann man mähen so oft man will.

    Man hat mir auch schon empfohlen, den Rasen (soweit sind wir beim TE noch nicht) einfach ständig zu mähen, dann würde das Unkraut von alleine verschwinden. Bei mir hat das nicht funktioniert, ganz im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch die Ausbreitung des Unkrauts beschleunigt wird, weil der Rasen ständig geschwächt wird. Man erreicht zwar ein optisch besseres Ergebnis, aber das Unkraut ist weiterhin vorhanden, und entwickelt sich schneller als der Rasen. Das merkt man spätestens dann, wenn man die Fläche mal etwas genauer beobachtet, oder einmal das Mähen "vergisst". Auch wenn im Spätjahr das Mähen eingestellt wird, oder man im Frühjahr mal später mit dem Mähen beginnt, zeigt sich schnell der Unterschied.


    Man könnte sich auch dazu entschließen, auf den "Golfrasen" zu verzichten, und stattdessen eher auf eine Wiese setzen. Dann lebt es sich entspannter. Das mag halt nicht jeder.

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  • Man könnte sich auch dazu entschließen, auf den "Golfrasen" zu verzichten, und stattdessen eher auf eine Wiese setzen. Dann lebt es sich entspannter. Das mag halt nicht jeder.

    Genau. Und so eine Wiese ist bei meinen Nachbarn durch das mehrmalige Mähen auch entstanden. Aber klar - es kommt immer darauf an, wie der Boden ist und was für Unkraut da gerade wächst.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Auf dem bis jetzt rohen Boden wird so eine Wiese kaum entstehen. Ich hatte ja gefragt, was für einen Boden es dort gibt, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass man diesen erst einmal aufbereiten muss, oder es muss eine Deckschicht drauf.


    Ich hatte so ein Stück hinter der Halle, das wollte ich an sich sich selbst überlassen, weil ich die Fläche nicht benötigte. Nach 10 Jahren gab es ein bisschen Klee und ein paar Disteln, mehr nicht. Gras oder gar Blumen suchte man vergebens. Meine Hoffnung, dass ein daneben brach liegendes Wiesenstück schon für genügend Samen sorgen könnte, hatte sich schnell in Luft aufgelöst.

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  • Ich hab meinen Garten/Außenanlagen fast komplett in Eigenleistung gemacht.

    Wichtig aus meiner Sicht:


    Alle größeren Sachen vorher machen. Einfassungen, Randsteine, Wege, Fundament für Gartenhaus/Schuppen, Sandkasten, Zuan etc...

    Wenn der aktuelle Oberboden nichts taugt, dann muss ein Teil davon weg.


    Sonst: Erstmal fräsen, um die Verdichtungen durch den Bau zu egalisieren. Vorher über eine chem. Unkrautbekämpfung mit einem Totalherbidzid (z.B. Glyphosat) nachdenken. Die sollte 2-4 Wochen vor dem Fräsen stattfinden! Mit Fräsen kann man sich z.B. bei Acherwinde und Quecke auch richtig selbst ins Bein schießen.


    Dann nach Bedarf 10-30cm gesiebten, ordentlichen Humus drauf. Planieren, Verdichten, Rasen ansäen.


    Die Frage ist auch - was willst du selbst machen?

  • Vorher über eine chem. Unkrautbekämpfung mit einem Totalherbidzid (z.B. Glyphosat) nachdenken.

    Ich würde darüber nur dann nachdenken, wenn (Wohn-) Gesundheit für mich, meine Kinder und meine Umgebung überhaupt kein Thema ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ist jetzt nicht Deine Ernst, oder?

    Doch.

    Ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt, Studien gelesen, Risikobewertungen gelesen, mich generell über die wrikungsweise informiert. Ich bin gegen die aktuelle Praxis des massenhaften EInsatzes in der Landwirtschaft, aber gegen eine gezielte, einmalige Anwendung spricht fast nichts.

    Es gibt nach wie vor keinen plausiblen Wirkmechanismus (also eine Erklärung, warum es karzinogen sein soll), das Mittel wird innerhalb weniger Wochen im Boden komplett mikrobisch abgebaut.


    Ich finde es irgendwie doppelmoralig, ein Mittel zu verteufeln, bei dem Einzelmeinung eine Gefahr vermuten, aber von vielen anderen als sicher eingestuft wird, sich dann aber mit voller Absicht etwas, das auf breiter wissenschaftlicher Basis als krebserzeugend gilt, hinter die Binde zu kippen (ja, Alkohol).


    Nein, ich habe keine Bayer Aktien. Ich schließe mich aber ungern allgemeinen Hysterien an, sondern bilde mir selbst eine Meinung auf Basis von Fakten.

    Dann doch lieber Gartenflächen asphaltieren/ betonieren und hinterher grün streichen.

    sorry, aber der Vergleich ist daneben...

  • Ist jetzt nicht Deine Ernst, oder?

    Die Überlegung hat schon etwas für sich, hatte ich ja auch in´s Spiel gebracht. Wir reden hier nicht von großflächigem, industriellen/landwirtschaftlichen Einsatz, sondern von einer Gartenfläche mit vielleicht 100-300m².


    Es gibt einige Unkrautvernichtunsmittel, manche wirken besser, andere eher schlechter, wobei es auch darauf ankommt, welches Mittel man gegen welches Unkraut einsetzt. MIttel mit breitbandiger Wirkung sind hier im Vorteil, und die Belastung ist geringer als wenn man für jedes Unkraut ein eigenes Mittel auf der Fläche versprüht.


    Natürlich könnte man auch Hausmittelchen verwenden, literweise Essigessenz oder Kochsalz versprühen, und damit den Boden für die nächsten Jahre unbrauchbar machen. Da gibt es ja die tollsten Ideen und Ratschläge, deren Wirkung bestenfalls überschaubar, der Schaden aber unkalkulierbar ist.


    Eine weitere Methode wäre der Einsatz von (kochend)heißem Wasser das unter Hochdruck auf die Pflanzen gesprüht wird. DIese Methode funktioniert gut bei einzelnen Unkräutern, vorzugsweise auf befestigten Flächen. Wie man damit eine größere unbefestigte Gartenfläche unkrautfrei bekommen möchte, das ist eine andere Sache. Zeit- und Energieaufwand ist nicht unerheblich, ob das wirklich ökonomisch und auch ökologisch ist, darüber kann man streiten. Anscheinend funktioniert diese Methode zuverlässig wenn sie regelmäßig angewandt wird.

    Vom Zeitaufwand her hätte man das Unkraut in der gleichen Zeit wohl auch von Hand ausgerupft.


    Das o.g. Totalherbizid würde mit 50ml (ca. 15g Wirkstoff) pro 100m² eingesetzt, und besteht stark vereinfacht aus nur aus "Salzen". Das muss man nicht gut finden, die Alternativen sind aber nicht zwangsläufig besser.

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  • sorry, aber der Vergleich ist daneben...

    Das war auch nicht wirklich Ernst gemeint, schon klar, oder?


    Ich verstehe nur die allgemein Abscheu vor sog. Unkraut nicht. Wie sagte mal ein Gartenbauer zu mir "diese Rasenflächen sind Wüsten für Vögel und Insekten!". Da darf ruhig mal was erblühen und "unkontrolliert wachsen (was natürlich bei regelmäßigen Einsatz des Rasenmähers nicht funktionieren wird).


    Golfrasen wäre meines nicht. Der Einsatz von Unkrautvernichtern (egal ob Glyphosat oder was anderes) auch nicht.

  • Da ist doch die Frage, was man will.

    Golfrasen oder Wiese? Ich tendiere zu letzterem.

    Ich beobachte auch Nachbars Superrasen mit dem Mähroboter. Bequem ist das wirklich, aber seitdem wir anders mähen, haben wir lange nicht mehr so viel Arbeit ( Mulchaufsatz+sehr selten mähen+ Meerieinsatz)


    Das andere: Das „Unkraut“ hat man damit vielleicht 1 oder 2 Jahre draussen, danach gehts nämlich wieder weiter. Das Zeug passt sich hammermäßig gut an. Nachbars Löwenzahn ist so flach, dass er unter den Messern bleibt, inklusive Blüten!


    Und dann?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich verstehe nur die allgemein Abscheu vor sog. Unkraut nicht.

    Das mag vielleicht daran liegen, dass "Unkraut" sehr schnell dominant werden kann. Bei den eher kleinen Gartenflächen funktionieren viele Regulierungsmechanismen nicht, die bei großen Wiesenflächen für einen Ausgleich sorgen. Wer hat schon Platz für 1.000km² Prärie in seinem Garten.


    Nebenbei bemerkt, auch die Wiesenflächen die wir kennen sind an sich keine natürlichen Flächen, sondern das Ergebnis deren Bewirtschaftung. Wirklich ursprüngliche Grasflächen hätte bei uns in den meisten Regionen gar keine Chance, und würden langfristig durch hohe Sträucher und Bäume in Beschlag genommen, zumal ein weiterer "Regulator", die WIldtiere, fehlen.


    Abgesehen davon frage ich mich, wie weit man den Hauseigentümern das Recht nehmen sollte, ihren "Garten" so zu gestalten wie es Ihnen beliebt. Wenn ich für mich in Anspruch nehme, dass ich eine "Blumenwiese" im Garten haben möchte, dann muss ich dem Nachbarn auch zugestehen, wenn er einen Golfrasen möchte.

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  • Quasi-Monokulturen wie Golfrasen sind nicht natürlich und von ihrer Biodiversität her ganz knapp vor "Wüste". Sie können ohne äußeren Eingriff nicht längere Zeit bestehen. Sie in ihrem unnatürlichen Zustand erhalten zu wollen, bringt einen hohen Aufwand mit sich und führt zur Idee, alle Fremdeinflüsse als "Störer" zu sehen und fernhalten zu wollen. So funktioniert natürliches Leben aber leider nicht. Das Leben der Gärtnerinnen und Gärtner wird erheblich leichter und interessanter, wenn man äußere Einflüsse und Einwanderung zulässt und nur punktuell bei schweren Störungen eingreift. Und dabei sind bewährte Techniken wie Hacken, Grubbern oder Mulchen sehr leistungsfähig. Sie machen allerdings physisch Arbeit.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das Leben der Gärtnerinnen und Gärtner wird erheblich leichter und interessanter, wenn man äußere Einflüsse und Einwanderung zulässt und nur punktuell bei schweren Störungen eingreift. Und dabei sind bewährte Techniken wie Hacken, Grubbern oder Mulchen sehr leistungsfähig. Sie machen allerdings physisch Arbeit.

    da sind wir d'acord.

    Aber der Neubau ist gerade so eine schwere Störung, bei der sich bestimmte Arten, die da eigentlich auch gar nicht hingehören, festsetzen können.

    Manche Pflanzen, sind sehr widerstandsfähig und lassen sich mechanisch gar nicht sinnvoll bekämpfen.

    Ich habe an einer Stelle massiv Ackerwinde, die sich da während der Bauzeit festgesetzt hat. Ich habe die immer wieder oberflächlich mechanisch entfernt - wurde trotzdem immer kräftiger. Dann hab ich die Fläche fast 1 Jahr unter schwarzem Bändchengewebe abgedeckt. Immer mal wieder nachgesehen, und was finde ich da? Büschelweise frisher, hellgrüner Austrieb, sogar im Winter. Also wieder ausgerissen.

    Im Frühjahr die Beete angelegt. Den Austrieb diesemal mit der Grabgabel zu Leibe gerückt. Wurzeln spatentief entfernt..

    6 Wochen später sprießt es schon wieder.


    Das Zeug kann aus jedem Wurzelfizelchen austreiben, bildet bis zu 2m tiefes Wurzelsystem und wenn man es wachsen lässt, windet es jeden Strauch zu Grunde.


    Und an der Stelle kommt bei mir jetzt ein Mittel auf Glyphosatbasis zur Anwendung. Einmalige Anwendung, direkt auf die Blätter mit der Spritze. 100ml Spritzbrühe mit 2g (!) Konzentrat mit 36% Gylphosat - also nicht mal 1g.


    Es geht nicht immer nur um den Golfrasen - da ist ein Totalherbizid sowieso das falsche Mittel.

  • Und an der Stelle kommt bei mir jetzt ein Mittel auf Glyphosatbasis zur Anwendung. Einmalige Anwendung, direkt auf die Blätter mit der Spritze. 100ml Spritzbrühe mit 2g (!) Konzentrat mit 36% Gylphosat - also nicht mal 1g.

    Und? ist 1g jetzt viel oder wenig Gift? Sagt ja erstmal ueberhaupt nix. Klingt nach wenig aber ohne Diskussion der Toxizitaet ist das irrefuehrend. (1g Dioxin (Plutonium, Pollonium, ...) woellt ich nicht im Garten haben, bei 1g Theobromin (Ethanol, ...) kann man durchaus mal an einem Abend in Schokoladenlaune zu sich nehmen.)

    Und ich denke das gerade die Toxizitaet von Glyphosat fuer das Oekosystem oder einzelne Bestandteile ausserhalb des Anwenungsbereichs noch nicht hinreichend gut geklaert ist. Ich will's definitiv nicht im Garten haben und damit am Langzeit-Feldversuch zur Giftigkeit aktiv teilnehmen. Und hoffe, auch meine Nachbarn nicht.

    Und wenn es schon unbedingt sein muss (es mag solche Begebenheiten geben), dann doch am besten vom Fachmann nach Analyse der Notwendigkeiten dosiert und ausgebracht.

    Ich denke nicht, dass Herbizide fuer Laienanwendung gut geeignet sind. Die Wahrscheinlichkeit einer falschen Anwendung ist mir persoenlich zu hoch. (Auch wenn ich mir vorstellen kann dass es Laien gibt die damit verantwortungsvoll umgehen.)

  • Und an der Stelle kommt bei mir jetzt ein Mittel auf Glyphosatbasis zur Anwendung. Einmalige Anwendung, direkt auf die Blätter mit der Spritze. 100ml Spritzbrühe mit 2g (!) Konzentrat mit 36% Gylphosat - also nicht mal 1g.

    So ähnlich mache ich es auch, nur brauche ich etwas mehr als 100ml. Mein Vorratskanister hält aber ewig.

    Ohne so ein Mittel käme ich nicht voran, ich wäre das ganze Jahr über mit Unkraut rupfen beschäftigt. So reicht normalerweise ein einmaliger Einsatz pro Jahr, an vielen Stellen auch nur alle paar Jahre.

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  • Ich finde es traurig, dass man Löwenzahn als Unkraut bezeichnet. Wie fern von der Natur kann man denn sein um die Natur nur noch als Unkraut zu verstehen? Da wundert mich der Zusammenbruch der Insekten-Fauna, der derzeit statt findet, gar nicht. So eine gelbe Wiese im Frühjahr sieht doch schön aus. Dazu noch die weißen Gänseblümchen und dann noch andere bunte Blumen dazwischen. Das macht doch Freude. Wenn nach dem Mähen immer wieder die Gänseblümchen wieder kommen, sieht der Garten auch viel freundlicher aus, als das golfgrün. Warum denn überhaupt noch echter Rasen, wenn man das nicht mag? Warum nicht gleich Kunststoffrasen? Der muss nicht gemäht werden und bleibt immer schön brav grün.


    Kommen dann auch die üblichen Krüppelkoniferen rein? :D



    PS: Man kann aus Löwenzahn übrigens auch einen Salat machen! :cook:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich finde es traurig, dass man Löwenzahn als Unkraut bezeichnet. Wie fern von der Natur kann man denn sein um die Natur nur noch als Unkraut zu verstehen?

    An sich hast Du ja Recht. Hier gilt aber das was ich oben schon geschrieben habe, dass ich meine Lebensweise niemandem aufzwingen sollte, und nur weil mir der Löwenzahl gefällt, muss der Nachbar noch lange nicht gleicher Meinung sein. Mit welchem Recht darf ich durch mein Grundstück bzw. "mein Unkraut" das Grundstück des Nachbars "schädigen"?


    Bsp.: Wenn mein Unkraut ungehindert auf Nachbars Grundstück fliegen und sich dort ausbreiten darf, darf der Nachbar dann auf meinem Grundstück sein Altöl entsorgen? Schließlich macht er das auf seinem Grundstück ja auch, und sieht darin kein Problem.


    Wir sollten nicht immer dazu neigen, unsere eigene Lebensweise als das einzig Wahre zu verstehen, dem sich alle anderen unterzuordnen haben. Dieser Egoismus ist ein Hauptgrund für immer mehr Gesetze und Verordnungen, und Streitereien vor Gericht. Wenn ich für mich Freiheiten in Anspruch nehmen möchte, dann muss ich das auch meinen Nachbarn und anderen Menschen zugestehen.

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  • Und? ist 1g jetzt viel oder wenig Gift?

    wenig "Gift".

    Zumindest die letale Dosis ist bekannt. Die bietet aber keinen Angriffspunkt, sonst müsste man auch Kochsalz verbieten,

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  • Wenn mein Unkraut ungehindert auf Nachbars Grundstück fliegen und sich dort ausbreiten darf,

    Naja....das "Unkraut" kommt ja nicht gezielt von mir, sondern für überall her. Einfach so. Ohne zu fragen. Pflanzensamen fragen nur selten nach den Befindlichkeiten von Gartenliebhabern.


    auf meinem Grundstück sein Altöl entsorgen? Schließlich macht er das auf seinem Grundstück ja auch, und sieht darin kein Problem.

    Auch auf seinem Grundstück dürfte er das nicht. Auf fremdem Grund natürlich umso weniger.

  • Naja....das "Unkraut" kommt ja nicht gezielt von mir, sondern für überall her. Einfach so.

    Könnte man auch anders sehen, denn durch die räumliche Nähe dürfte meine "Wiese" wohl der Hauptverursacher sein, und weniger die Wiesen die x Kilometer entfernt sind.

    Es gibt ja nicht umsonst die Vorgaben, dass man sein auch unbebautes Grundstück "sauber" halten muss.

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  • Es gibt ja nicht umsonst die Vorgaben, dass man sein auch unbebautes Grundstück "sauber" halten muss.

    Welche "Vorgabe" ist das - außer dem Zuruf des Bürgermeisters?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • mit den flugfähigen Unkräuter muss ich eh Leben... der Kampf wäre verloren, bevor er angefangen hätte. Ich hab eine 7.000m² Streuobstwiese als Nachbar, die wird 2x im Jahr gemäht.

    Und natürlich ist mir das lieber als wenn da eine intensive Bebauung drauf wäre! Aber selbst im Rollrasen hat sich innerhalb kurzer Zeit viel Löwenzahn angesiedelt, aber damit muss ich leben. Jedes Jahr den Rasen 3x spritzen ist mit def. zuviel Chemie.

  • Welche "Vorgabe" ist das - außer dem Zuruf des Bürgermeisters?

    Müsste ich nachschauen. Ich habe vor vielen Jahren einmal ein Schreiben der Gemeindeverwaltung bekommen,ich kann DIr aber nicht sagen, worauf sie sich berufen haben. Keine Ahnung ob die irgendeine Satzung oder was weiß ich herangezogen haben. Man hat angemahnt, dass ich das Grundstück, insbesondere die Grenzbereiche, sauber halten soll. Ich habe denen eine eMail geschickt und zugesagt, dass ich das an einem Samstag erledigen werden. Ich bin dann mit der Motorsense durch, und das Thema war für mich erledigt.

    Interessanterweise kam an diesem Samstag tatsächlich ein Mitarbeiter der Gemeindesverwaltung vorbei. Das Gespräch war aber kurz, es ging noch um ein paar Bäume die an der Grenze stehen, die aber nicht in meinem Verantwortungsbereich liegen, auch wenn die Gemeinde da anderer Meinung war.


    Er meinte, dass ICH die Bäume schneiden müsse, worauf ich ihm geantwortet habe, dass ich diese weder gepflanzt, noch mit dem Grundstück gekauft habe, aber wenn ich dafür verantwortlich bin, dass ich sie im kommenden Herbst komplett absägen und verbrennen werde. Als ich eines Morgens dann in den Betrieb gefahren bin, waren die alle fein säuberlich geschnitten.

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  • Müsste ich nachschauen. Ich habe vor vielen Jahren einmal ein Schreiben der Gemeindeverwaltung bekommen,ich kann DIr aber nicht sagen, worauf sie sich berufen haben. Keine Ahnung ob die irgendeine Satzung oder was weiß ich herangezogen haben. ...

    Ich habe mich 'mal außerhalb meiner beruflichen Tätigkeit für einen Freund mit dem Thema bei einem Grundstück in Brandenburg beschäftigt. Ich konnte keine entsprechende Regelung im öffentlichen Recht Brandenburgs und auch nicht in den Satzungen der Gemeinde finden. Er hat sich dann beim Landkreis und bei der Gemeinde erkundigt und schließlich beschwert, als er keine Antwort bekam, aber eine neue Aufforderung zum Mähen. Nach langer Zeit kam ein Entschuldigungsschreiben der Bürgermeisterin. Es läge ein Irrtum vor. Ja, sei richtig, dass die Gemeinde in den vergangenen 30 Jahren, als sie noch Eigentümerin war, auch nicht gemäht habe. Seither ist Ruhe. (Gegen fliegende Samen und gegen vom Wind verwehtes Laub gibt es auch keinen Rechtsschutz.)


    Wie gesagt, ich habe weder in diesem Fall, noch in dem eines anderen Grundstücks, das zum landwirtschaftlichen Schrottplatz mutierte, eine Rechtsgrundlage für gemeindliches Einschreiten gefunden, solange davon keine Gefahren für Menschen auf Nachbargrundstücken ausgehen. Aber das mag in anderen Bundesländern / Gemeinden anders sein.

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  • Wildräuter sind Spezialisten für die Erstbesiedelung brach liegender Flächen und haben darin einen deutlichen evolutionären Vorteil gegenüber den Gartenpflanzen, die auf Optik gezüchtet werden. Eine Fläche, die vorbereitet ist und dann erstmal 3-4 Monate brach liegt, ist schon wieder de facto besiedelt.


    Das heißt - wenn man etwas vorbereitet, dann die Geländemodellierung und ggfs. ein paar Anlagen wie Mauern etc. Wenn es aber ans Pflanzen geht, muss der Boden "frisch" vorbereitet werden.

    Wenn man alles platt machen will, kann man natürlich Glyphosat nehmen, ich persönlich würde es aber nicht tun, ganz einfach weil ich die schnelle Lösung nicht brauche und eher auf mechanische Verfahren setze. Aber das hängt auch vom Garten ab.


    Es ist im Grunde ganz einfach: ein Nutz-/Ziergarten wird ohne regelmäßige menschliche Eingriffe von Wildkräutern gekapert, die schneller und durchsetzungsfähiger in der Verbreitung sind. Eine Wiese, die nicht mindestens 1-2 mal im Jahr gemäht wird, wird von Büschen überwuchert, und Buschland, dass nicht alle paar Jahre gerodet wird, wird irgendwann von Laubbäumen gekapert und zu Wald. Wenn in Deutschland von heute auf morgen alle freien Flächen nicht mehr bewirtschaftet hätten, würden wir in 50-100 Jahren wieder riesige zusammenhängende Waldgebiete haben, wie von 1.000 Jahren.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -