Fenster einstellen Gewährleistungsphase

  • Hallo,


    ich hab Kunststofffenster. Teilweise auch große Flügel.

    Die Fenster wurden vom Fensterbauer bisher 2mal eingestellt - einmal vor der Übergabe, einmal danach. Wobei sich das Einstellen mMn nur auf die Höhe beschränkte.


    Nun haken wieder einige Fenster - der Pilzkopf unten Anschlagsseite schleift. Bei manchen Elementen muss man tatsächlich anheben, damit man den Flügel zubekommt.


    Ist das nun ein Gewährleistungsmangel? Dürften sich die Fenster überhaupt noch so massiv verstellen? Oder ist es "normale" Wartung? Und damit auch zu entlohnen?


    Ich frage auch deshalb, weil ich mal ein Gespräch mit dem Fensterbauer hatte (der nicht müde wird zu betonen, dass er ja Gutachter ist!), und da sagt er mir das wäre normal das die Fenster jedes Jahr ein Stück runterkommen, weil das Material fließt, und auf meinen Einwand, dann wäre ja innerhalb von ein paar Jahren der Einstellbereich "verbraucht", kam, dann müsse man halt neu verklotzen.

    Deckt sich ehrlich gesagt nicht mit meinen Vorstellungen von "mittlerer Art und Güte", wenn man die Fenster alle 5 Jahre neu verklotzen muss, aber das kann ja auch eine Fehlerwarung von mir sein.

  • Ich habe 25 Jahre alte Kunstofffenster in Mahagoni (sehr dunkel).

    Ohne solche Probleme. Nur wenige mussten einmal Nachgestellt werden.

    Eine doppeltflüglige Terassentür mit 1,8 x 2,0 m musste ein 2. mal Eingestellt werden. Das habe ich aber selbst gemacht.


    Allerdings enthalten die Profile Stahlkerne. Dies soll die Staibilität verbessern. War nicht billig, scheint aber zu funktionieren.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • [...], weil das Material fließt, ...

    der Stahlkern in der Kunststoffummantelung und die Metalldübel der Verankerung ???

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • ja, der :wall:


    um es nochmal klarzustellen: Ich weiß nicht wsa genau er meinte.. ich halte es für Blödsinn. Ja ich hab auch schonmal gehört das Glas sich über einen langen Zeitraum plastisch verformt. Das dies einen Effekt auf die Schrägstellung des Fensterflügels hat, bezweifle ich.


    Und ich denke OLger MD meinte es auch ironisch, oder?

  • Ja ich hab auch schonmal gehört das Glas sich über einen langen Zeitraum plastisch verformt.

    Das stimmt aber nicht, siehe dieser Artikel aus der Zeit, Glas kann sich nur elastisch verformen.


    An einem Fenster kann im Rahmen der üblichen Lasten und bei normalem Gebrauch nichts "fließen". Ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass die eingebauten Beschläge:

    • nachgeben (sich verbiegen), also unterdimensioniert sind
    • sich aus ihrer Verschraubung lösen (ungeeignete Schrauben, zu weicher Untergrund, systemwidrige Verarbeitung)

    Es ist theoretisch auch denkbar, dass sich die Befestigung des Rahmens am Bauwerk löst oder verzieht. Dann würde aber auch wieder einer der vorherigen Punkte zutreffen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ja was weiß ich. Ich denke er meinte das Glas.

    und schuld ist der Klimawandel. :D


    Bei Fenstern kann es sicherlich zu Setzungen kommen, aber nicht so stark, dass man nach 5 Jahren die Dinger neu befestigen müsste. Wenn das der Fall wäre, dann wäre die Montage mangelhaft gewesen,


    Das (Nach)justieren ist in meinen Augen ein Fall für die Wartung, wird auch so oder so ähnlich von den Beschlagherstellern und Fensterhersteller kommuniziert. Gewährleistung hat ja einen anderen Hintergrund.

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  • stahlkerne sind nicht zwingend allseits kraftschlüssig mit den plastezellen verbunden, ich würde eher vermuten, die sollen die quersteifigkeit (wind auf glas) erhöhen, den durchhang könnten eher eckverschweisste stahlprofile begrenzen, aber richtig verklotztes glas kann das besser.

    durchhang hatten wir mal bei den türen in einer PR-fassade zu begutachten: ursache war wildwestverklotzung. nach richtigem verklotzen hab ich nix mehr von diesem bau gehört.

  • puh. Was tun, sprach Zeus..


    Erstmal werde ich nur bemängeln, dass es schleift, denke ich. 2 Jahre Gewährleistung hab ich ja noch.


    Kommt es in 1 - 1,5 Jahren wieder, muss ich überlegen was ich mache.

  • Bemängele das Schleifen. Ansonsten habe ich hier einen Fensterbauer, der hervorragend einstellen kann. Verkauft auch diesen Fenstertypus, aber ohne blöde Kommentare.


    Ich könnte mich in den A*** beissen, dass ich den nicht genommen hatte.


    Du hast die mit dem Stahlkern? Ich nicht ( noch so ein Punkt, den ich im nachhinein ändern würde.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Darf man fragen was für Fenster und welche Beschläge verbaut sind?


    Mein Festerbauer hat mir gesagt, das Nachstellen innerhalb von 2 Jahren kostenlos mit dabei ist.

    (Qualitative Kunststofffenster mit Beschlägen von W..k Haus)

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Es sind Rehau Rehau Synego 80 Profile, ob und wieviel Stahl keine Ahnung, hab nicht reingeschaut.


    Beschläge sind Maco.


    Details müsste ich in Papierunterlagen oder am Fenster nachschauen. Kann ich nachholen, falls von Interesse.

  • Lt. Rehau sind im Rahmen und Flügel U Profile verbaut.

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  • Ich wusste nicht, dass man heute noch Fenster ohne Stahlkern in den Profilen kaufen kann. Ich dachte das wäre schon längst Geschichte, selbst im "Niedrigpreis"segment, und erst Recht bei Markenfenstern.

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  • Rehau Geneo war so ein Konzept mit Stahlfasern, die für die Stabilität zuständig sein sollten, dafür bessere Dämmeigenschaften liefern.

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  • Ich wusste nicht, dass man heute noch Fenster ohne Stahlkern in den Profilen kaufen kann. Ich dachte das wäre schon längst Geschichte, selbst im "Niedrigpreis"segment, und erst Recht bei Markenfenstern.

    Kaufen kannst du alles, solange es nicht vom Amt für Umweltschutz und Reaktorsicherheit gelistet wird.:rulez:

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Fließen tut Glas schon, wie ich dazumal gelernt habe. Allerdings in viiieelen Jahrzehnten. Der Normalmensch bekommt das kaum mit, außer an sehr alten Häusern. wo noch die Fenster von Anno Dazumal drin sind. Die gehen dann nämlich leichter kaputt, vorwiegend im oberen Teil. Aber dieses Problem wird SirSydom sicherlich nicht erleben.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Off-Topic:

    Fließen tut Glas schon, wie ich dazumal gelernt habe. Allerdings in viiieelen Jahrzehnten.

    Dieses unbelegte schöne Märchen wird auch durch seine beständige Wiederholung kein bisschen wahrer, siehe # 7!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei uns wurden die Fenster in den ersten drei Jahren ein paar mal nachgestellt und auch einige Fenster neu verklotzt. Nötig war das nur bei den bodentiefen Elementen. Seitdem ist weitgehend Ruhe, bzw. die Feinheiten kann man leicht selbst nachstellen. Wir haben auch Kunststofffenster mit Stahlkern - von einem größeren örtlichen Anbieter hier. Der hätte übrigens bis fünf Jahre nach Fertigstellung nachgebessert, wenn es denn notwendig gewesen wäre.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Rehau Geneo war so ein Konzept mit Stahlfasern, die für die Stabilität zuständig sein sollten, dafür bessere Dämmeigenschaften liefern.

    Rehau Geneo war doch ohne Stahlkern, Dachte dies war besser wegen der Dämmeigenschaften. Also sind die ohne stahlkern doch nicht gut ?

  • Also sind die ohne stahlkern doch nicht gut ?

    Wenn man bedenkt, dass die Elemente immer größer werden, dann geraten reine Kunststoffkonstruktionen schnell an ihre Grenzen. Dazu noch der Trend nach dunklen Rahmenfarben, und die dadurch entstehenden hohen Temperaturunterschiede bei Sonnenschein, und schon hat man den Ärger.

    Da können sich selbst Profile mit Stahlkern (nicht nur bei grenzwertigen Befestigungsabständen) verziehen und verdrehen.

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  • Völlig unabhängig vom Hersteller sind Kunststoffprofile für Fenstertüren oder andere großformatige Elemente (eine Kantenlänge > 2,2 m - 2,5 m) einfach zu weich. Für derartige Elemente sind Rahmen aus Holz und / oder Aluminium deutlich besser geeignet. Für diese sprechen bei den dann sowieso teureren Elementen auch die bessere Reparier- und Renovierbarkeit dieser Materialien, also die Werthaltigkeit.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Nachsatz ergänzt

  • Fenstertüren gehen schon - wenn sie nur nicht zu groß gewählt werden. Unsere sind ca. 73 cm breit, da gibt es eigentlich keine Probleme mehr, seit sie vom Hersteller nachgestellt wurden.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Völlig unabhängig vom Hersteller sind Kunststoffprofile für Fenstertüren oder andere großformatige Elemente (eine Kantenlänge > 2,2 m - 2,5 m) einfach zu weich.

    Kann man das auch für die Spezies der Hebe-Schiebetüren so sagen, die ja auf der unteren Führungsschiene aufliegen?

  • Kann man das auch für die Spezies der Hebe-Schiebetüren so sagen, die ja auf der unteren Führungsschiene aufliegen?

    Ich würde „ja“ sagen, muss aber zugeben, mit einer Ausnahme noch nie Kunststofffenster geplant oder gebaut zu haben. Insofern habe ich keine tiefergehende Erfahrung damit. Mehrere Profilhersteller geben für Schiebeelemente mit Kunststoffrahmen maximale Flügelbreiten von 1,5 m an und max. Flügelgrößen von rd. 3,0 m2. Es mag sein, dass andere etwas mehr können, aber meine breitesten Holz-Alu-Schiebeflügel waren rd. 4 m breit und mit 3 m Höhe rd. 12 m2 groß. Der Unterschied dürfte in der Größenordnung für sich selbst sprechen.


    Schiebeelemente fahren nach meiner Erfahrung meist - unabhängig von ihrer Breite - auf zwei Rollengruppen. Dazwischen spannen sie frei. Dafür sind Kunststoffprofile auch mit eingeschobenen Stahl-Verstärkungen einfach zu weich. Sie biegen sich schon ohne Last durch.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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