Holzhausbau, welchen Wandaufbau würdet Ihr bevorzugen?

  • Welchen Wandaufbau bei einem Holzhausbau, würdet Ihr bevorzugen?

    Jeder Hersteller sagt seine Wand ist die beste????


    Welche Meinung gibt es zu dem Wandaufbau:

    • Konsequente Holzbauweise mit ökologisch wertvoller Holzfaserdämmung (1).
    • Hohe zusätzliche Dämmung (2) der gesamten Gebäudehülle für minimale Heizkosten und KfW-55-Förderung.
    • 310 mm solider, langlebiger Wandaufbau (U-Wert 0,141 W/m²K).
    • Regnauer Thermo-Vitaldach (3) mit 280 mm Holzfaserdämmung, U-Wert 0,150 W/m²K (als Thermo-Vital-Passivhaus-Dach 330 mm, U-Wert 0,129 W/m²K).
    • Diffusionsoffene Wände, Dach und Decken.
    • Cleaneo Platten (4) mit Luftreinigungseffekt als Dachuntersicht.
    • Sehr große Wärmespeicherkapazität für sommerlichen Hitzeschutz.
    • Gesundes Raumklima durch 25 mm extra starke Platte aus dem Naturbaustoff Gips (5) für Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich.
    • Prämierte Regnauer Silence Holzbalkendecke (6) mit sehr guter Schallschutzrezeptur.
    • Komplett spanplattenfreies (7) Haus.

    oder:



    das Haus in 100 mm dicke osb 4 Platten ohne Stöße Länge der Platten 15 m, innen Gibskarton, aussen Steinwolle?????


    Danke für eine Nachricht!!!!!

  • Welche Meinung gibt es zu dem Wandaufbau: ...

    Der Wärmedämmwert jedes Bauteils wird mit dem "U-Wert" in W / m2K vergleichbar. Kleinere Werte sind besser. Du kannst die verschiedenen Aufbauten hier direkt vergleichen, auch ihren Wärmespeicherfähigkeit und die daraus resultierende Phasenverschiebung. Der sommerliche Wärmeschutz ist in jeden Falle aber rechnerisch nachzuweisen.


    Auch der Schalldämmwert von Bauteilen lässt sich am sinnvollsten über Messwerte vergleichen.


    Alle Dämmstoffe sollten grundsätzlich auf ihrer warmen Seite diffusionsdicht und auf ihrer kalten Seite diffusionsoffen sein.


    Cleaneo besteht ebenfalls aus Gips.


    Darüber was ein Raumklima "gesund" macht, lässt sich wunderbar diskutieren. Die wenigsten Baustoffe können aber tatsächlich mehr als Wärme und Schall dämmen, Schall absorbieren und Feuchte zeitweise puffern.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo nochmal,

    danke für die Nachricht.


    Die beiden verschiedenen Systeme sind von Firmen die für uns bisher in Frage kommen.


    Sind die gut?


    Wie würden Sie Ihren Wandaufbau machen wenn Sie ein Holzhaus bauen würden?


    Danke für eine Nachricht

  • Die beiden verschiedenen Systeme sind von Firmen die für uns bisher in Frage kommen.

    Zusammenhängende "Systeme" kann ich in dem Eingangsbeitrag noch nicht erkennen. Das mag aber an der bisherigen Aufbereitung liegen.

    Sind die gut?

    Keine Ahnung, siehe oben! Die Frage ist ein wenig so gestellt, als ob man fragte ob ein Auto mit Otto-Motor, Metallic-Lackierung und Alufelgen gut sei. Will sagen: Darauf kann man ebenso richtig wie falsch "ja" oder "nein" antworten. Hinzu kommt, dass beide Systemanbieter viele schöne Worte finden („formschönes Fahrzeug auf hohem Sicherheitsniveau mit höher Wertbeständigkeit ...“) aber nur wenig belastbares dazu sagen, was sie dann wirklich liefern werden (kW, Drehmoment, Beschleunigung). Wie soll man das kommentieren, selbst wenn man die gesamten Systeme zusammen vorgesetzt bekäme?

    Wie würden Sie Ihren Wandaufbau machen wenn Sie ein Holzhaus bauen würden?

    Ich würde die Baustoffe für ein Haus immer von seinem Entwurf und von den Gegebenheiten des Bauortes abhängig machen. Manche passen zu einander, andere weniger. Was an Eurem Entwurf oder Bauwunsch hat denn zur Entscheidung "Holzhaus" geführt? Und was ist mit "Holzhaus" überhaupt gemeint? Ein Blockhaus dürfte ja nicht gemeint sein. Geht es um sog. "Fertighäuser"?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ja es geht um Fertighäuser, einmal um ein Fertighaus das sich

    bei der Bauweise mit folgendem ausweist:

    • Konsequente Holzbauweise mit ökologisch wertvoller Holzfaserdämmung (1).
    • Hohe zusätzliche Dämmung (2) der gesamten Gebäudehülle für minimale Heizkosten und KfW-55-Förderung.
    • 310 mm solider, langlebiger Wandaufbau (U-Wert 0,141 W/m²K).
    • Thermo-Vitaldach (3) mit 280 mm Holzfaserdämmung, U-Wert 0,150 W/m²K (als Thermo-Vital-Passivhaus-Dach 330 mm, U-Wert 0,129 W/m²K).
    • Diffusionsoffene Wände, Dach und Decken.
    • Cleaneo Platten (4) mit Luftreinigungseffekt als Dachuntersicht.
    • Sehr große Wärmespeicherkapazität für sommerlichen Hitzeschutz.
    • Gesundes Raumklima durch 25 mm extra starke Platte aus dem Naturbaustoff Gips (5) für Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich.
    • Prämierte Silence Holzbalkendecke (6) mit sehr guter Schallschutzrezeptur.
    • Komplett spanplattenfreies (7) Haus.

    Unsere U-Wert-Angaben beziehen sich auf das Gesamtbauteil, nicht nur auf das Gefach. Bei Bauteilen, die aus mehreren Bereichen mit unterschiedlichen Wärmedurchgangskoeffizienten bestehen, ist der mittlere U-Wert die einzige Angabe mit wirklicher Aussagekraft.


    Und einmal um einen Anbieter der die Wände mit 12-17 cm starken OSB 4 Platten arbeitet, die bekommen außen eine Steinwolldämmung und innen nur Gibskarten oder nichts.



    Diese beiden sind in der engeren Auswahl.

  • ja es geht um Fertighäuser, einmal um ein Fertighaus das sich bei der Bauweise mit folgendem ausweist: ... Und einmal um einen Anbieter der die Wände mit 12-17 cm starken OSB 4 Platten arbeitet, die bekommen außen eine Steinwolldämmung und innen nur Gibskarten oder nichts.

    Ja, das hattest Du bereits geschrieben, nur leider ohne deutlich zu machen, dass der Text von Dir aus einem Herstellerwerbung zitiert wurde.


    Es gibt meines Wissens keine in D als statisch nachweisbare Bauteile zugelassene OSB/4 Platten > 3,0 cm. Diese Aussage ist also mit Sicherheit falsch oder falsch wiedergegeben. "Gibskarten" dürfte "Gipskarton" meinen. Der gesamte Wandaufbau erklärt sich mir damit immer noch nicht. OSB/4 kann als aussteifendes Bauteil und gleichzeitig auch als Dampfsperre eingesetzt werden. Was dann innen noch davor sitzt, ist egal, soweit es keine dicke Dämmschicht ist.


    Aber noch einmal: Es kommt auf den Zusammenhang an. Ein Systemvergleich benötigt u.a. alle bauphysikalischen Eigenschaften aller Bauteilschichten. Er bringt aber nur wenig, soweit nicht alle Rahmenbedingungen geklärt sind. Deine Frage lautet auf PKWs übertragen ungefähr: "Ist ein Diesel mit Klimaautomatik und 45 Liter Tankinhalt besser als ein blauer Kombi mit Frontantrieb und Ledersitzen?"

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo nochmal,

    ich möchte weder Schleichwerbung noch.....


    Eigentlich wollte ich nur ein paar Tipps zum Wandaufbau in Fertighäusern weil wir nicht so recht weiterkommen mit unserer Auswahl.

    Jeder sagt sein System ist das beste. (Auch jeder Architekt)


    Am nettesten und Auskunfts freudigsten waren eben zwei Firmen mit den sehr verschiedenen Wand Systemen.


    Den Zusammenhang verstehe ich so nicht ganz...

    Wir bauen mit Flachdach weil der Bebauungsplan das am besten hergibt.

    Wir möchten ein Holzfertighaus, natürlich wie wahrscheinlich jeder mit möglichst wenig Schadstoffen und auch Stellen am Haus an dehnen Schadhafte Stellen entstehen können.


    Je mehr Schichten umso anfälliger wahrscheinlich.

    Dampfsperren und Folien werden verklebt, das kann undicht werden und Feuchtigkeit eindringen usw.


    Deshalb fanden wir das System mit dem ganz dicken OSB 4 Platten sehr interessant.

    Diese Platten sind rießig und dick und brauchen nichts als eine Dämmung außen.


    Der andere Wandaufbau ist auch nicht uninteressant.

  • Mein Bauchgefühl würde bei einem Flachdach überhaupt keine Holzbauweise in Betracht ziehen.

    Klar sagt dir jeder Fachmann heute, dass ein Flachdach nicht unzuverlässiger sein muss als ein Steildach, aber ... Bauchgefühl sagt was anderes. Und WENN es eines Tages reinsuppt, dann will ich da kein Holz haben...


    Lachen musste ich übrigens bei dem Argument der großen Wärmespeicherkapazität für sommerlichen Hitzeschutz. Welcher Baustoff sorgt denn dafür?

  • In der Karibik gibts eine Volksreligion, da sollen schon Leute gestorben sein, weil andere Stecknadeln in eine Strohpuppe gesteckt haben. Nennt sich Woodoo.


    Für mich klingt das hier nach Holzrahmenbau-Woodoo. Vernünftigen Holzbau macht man nicht mit Werbesprüchen über bestimmte Baustoffe, sondern mit vergleichbaren Zahlen und Fakten wie U-Werten der Bauteile.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Am nettesten und Auskunfts freudigsten waren eben zwei Firmen mit den sehr verschiedenen Wand Systemen.

    Was bei mir wieder einmal den Eindruck verstärkt, dass im Zweifel ein (warum auch immer) positiv erscheinender Zugang auf Kunden mehr Eindruck macht, als Fakten.

    Den Zusammenhang verstehe ich so nicht ganz...

    Wir bauen mit Flachdach weil der Bebauungsplan das am besten hergibt.

    Wir möchten ein Holzfertighaus, ...

    Genau da wird es problematisch:


    Ein Flachdach ist bezogen auf seine Planung und Erstellung weniger fehlertolerant als ein (steil) geneigtes Dach. Und eine Holzbalkendecke ist bauphysikalisch wieder weniger fehlertolerant als eine Stahlbetondecke. Bei entsprechender Sorgfalt kann das gut gehen. Böse Zungen nennen aber die Fälle, in denen es mit nicht hinterlüfteten Flachdächern aus Holz nicht gut gegangen ist, polemisch „selbstkompostierende Flachdächer“. Darüber gibt es seit mind. ca. 10 Jahren wunderbar erschreckende Artikel in Fachzeitschriften. Da der Dachaufbau bei Deinen beiden Anbietern nicht bekannt ist, ist lässt sich nicht sagen, ob diese Gefahr bei ihnen auch besteht. Aber grundsätzlich ist die gewählte Kombination von Bauteil und Material unter den verfügbaren eine tendenziell schadensträchtigere.


    Genau deshalb hatte ich nach den ausschlaggebenden Gründen für einen Holzbau gefragt. Genannt hast Du sie bisher noch nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ich weiß, das ist für Laien sehr schwierig: aber ich würde den Anbieter nicht unbedingt nach dem Wandaufbau, sondern nach seinen Detailausbildungen auswählen... Da trennt sich die Spreu vom Weizen...

    Aber wie soll ein Laie das wissen? Ich müsste mich auch erst mal reinarbeiten und habe zumindest ne Grundahnung.


    Holzhausfreundin? : Ich habe den Eindruck, dass es Dir bei dem ganzen zunächst mal um den ökologischen Aspekt geht. Liege ich richtig?

    Oder was war der Grund, warum ihr Euch zunächst mal für den Baustoff Holz entschieden habt?


    Bei einem Flachdach würde ich tatsächlich Beton bevorzugen, einfach aufgrund der klareren Details und der Wärmespeicherfähigkeit

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Und einmal um einen Anbieter der die Wände mit 12-17 cm starken OSB 4 Platten arbeitet,

    zuerst war von 10cm die Rede, jetzt sind es 12-17cm. Ja was denn nun? :haue:


    Ich gebe hier folgendes zu bedenken:


    a.) EIn Haus besteht nicht nur aus Wänden

    b.) das läuft auf einen Vergleich von Äpfeln mit Birnen hinaus.


    Die erste Beschreibung ist umfangreicher. Klammert man die Marketing Floskeln einmal aus, dann bleiben folgende Informationen:


    .

    Wandaufbau (U-Wert 0,141 W/m²K).

    und


    dach (3) mit 280 mm Holzfaserdämmung, U-Wert 0,150 W/m²K (als Thermo-Vital-Passivhaus-Dach 330 mm, U-Wert 0,129 W/m²K).

    Der ganze Rest dient als Lückenfüller und ist unzureichend spezifiziert.

    Zumindest finden sich hier nicht nur Angaben zu den Wänden.


    So gesehen lassen sich die beiden Varianten also nicht vergleichen. Ich frage mich, welchen Sinn es macht, ein halbes Dutzend OSB Platten miteinander zu verkleben, um daraus eine Hauswand zu basteln, Ist es der Wunsch nach Masse? Stabilität? Für Beides gibt es alternative Lösungen.


    Nebenbei bemerkt, im Zusammenhang mit Wand- und Bodenaufbauten sollte immer auch das Thema Elektroleitungen und Rohre für Heizung und Sanitär betrachtet werden.


    Zum Theme Flachdach, muss es unbedingt ein Flachdach sein, oder könnte man nicht vielleicht ein Pultdach planen? Evtl. lassen sich dadurch ein paar Risiken (Schwachstellen) vermeiden. Ob es am Ende wirklich teurer wird, das kann man ja rechnen. Das setzt natürlich voraus, dass man sich mit so einer Lösung auch optisch anfreunden kann.


    Fazit:

    Die Frage


    Sind die gut?

    Lässt sich nicht, oder zumindest nur mangelhaft, beantworten.


    und immer daran denken:


    ich würde den Anbieter nicht unbedingt nach dem Wandaufbau, sondern nach seinen Detailausbildungen auswählen... Da trennt sich die Spreu vom Weizen...

    Schaut man sich beispielsweise die Decke der Variante 1 an, dann sieht man, wieviel Aufwand nötig ist, damit diese Decke die versprochenen Spezifikationen (Bsp. Trittschalldämmung) erreicht. Aber, je mehr Details notwendig sind um so fehleranfälliger wird ein System.


    Ich würde daher bei einer Auftragserteilung penibel darauf achten, was vertraglich vereinbart wird, evtl. auch festlegen, dass vom AN die entsprechenden Nachweise am fertiggestellten Objekt erbracht werden müssen. (Bsp.: Prüfung Norm-Trittschallpegel durch einen Akustiker, inkl. Prüfbericht).


    Das mag vielleicht etwas übertrieben klingen, aber angesichts der Komplexität des Aufbaus, und der möglichen Fehlerquellen, ist für den Laien nicht ersichtlich, ob das gliefert wurde was vereinbart war.

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    .

  • Wir möchten ein Holzfertighaus, natürlich wie wahrscheinlich jeder mit möglichst wenig Schadstoffen und auch Stellen am Haus an dehnen Schadhafte Stellen entstehen können.

    Ich würde mal behaupten, für beide Wünsche, Schadstoffe und Dauerhaftigkeit, bietet sich eher ein herkömmlich gemauertes Haus an...


    An so eine Rohbau ist ja nicht viel mehr dran wie Steine, Mörtel, Beton und Stahl....

  • An so eine Rohbau ist ja nicht viel mehr dran wie Steine, Mörtel, Beton und Stahl....

    Nur, dass auch im "Massivhaus" fast alle Baustoffe außer den Metallen Gemische sind, von deren Inhaltsstoffen kleinste Mengen an die Raumluft abgegeben werden werden können. Wenn diese dann mit anderen Spurenelementen interagieren oder nach Interaktion mit diesen neue reaktionsfähige Stoffe entstanden sind, die dann wieder mit anderen interagieren, wird die Raumluft-Chemie spannend. Das gilt übrigens für praktisch alle Bau-, Bauhilfs- und Zusatzstoffe (besonders für Haftvermittler, Kleber, Gleitmittel, Beschichtungen, Imprägnierungen ...) und auch für die Einrichtungsgegenstände (Teppiche, Möbel ...) und sogar Nutzungen (Kerzenrauch, Reinigungs- und Pflegemittel!). So ist es ein offenes Geheimnis, dass aus praktisch allen Holzwerkstoffen und sogar rohem Massivholz natürliche ätherische Öle und auch Formaldehyd ausdünsten, die in reinen Holzhäusern ein massives Problem darstellen können, weshalb diese eigentlich kontinuierlich mechanisch gelüftet werden müssten. Die Annahme "Natur = gesund" führt bei bei mineralischen wie bei organischen Baustoffen leider meist in die Irre. Zumal oft vergessen wird, dass auch anorganisches Material "natürlich" vorkommt. Über 99,999 % der Masse unserer Erde ist anorganisch!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Jeder sagt sein System ist das beste. (Auch jeder Architekt)

    Das ist doch verständlich, schließlich wären das schlechte Geschäftsleute, wenn sie von ihrem Produkt nicht überzeugt wären.



    Wir möchten ein Holzfertighaus, natürlich wie wahrscheinlich jeder mit möglichst wenig Schadstoffen und auch Stellen am Haus an dehnen Schadhafte Stellen entstehen können.

    Der Gedanke ist grundsätzlich richtig, die Schlussfolgerung daraus, dass man deswegen unbedingt ein Haus aus "Holz" bauen muss, ist jedoch falsch.


    Es ist unstrittig, dass man auch aus Holz ein "gutes" Haus bauen kann. Ich würde mich trotzdem fragen, ob ein Holzhaus für Euch die beste Wahl ist. Evtl. ist ein anderes Material im Vorteil (siehe Thematik "Flachdach"). Schadstoffe oder Anfälligkeit für Schäden können nicht der Grund für die Entscheidung pro Holzhaus sein. Der Wunsch nach natürlichen Baustoffen auch nicht, denn was ist an einer OSB Platte noch "natürlich"?


    Am einfachsten kann man Spezifikationen vergleichen.


    a.) Wärmedämmung (U-Wert 0,xxx W/m²K)

    b.) Schallschutz (Schalldämmung xxdB)

    c.) Hitzschutz (Masse kg/m³ bzw. Speicherfähigkeit J/kg*K)


    Das ist aber nur die halbe Miete.

    Nun kommen weitere Faktoren hinzu, die beispielsweise vom Grundriss abhängen.

    Bsp.: Wie sieht es mit Spannweiten der Decken aus?

    Auch wenn man davon ausgehen kann, dass sowohl beim Holzbau als auch bei Beton/Steinen die Tragfähigkeit sichergestellt ist, so kann sich doch bei der einen Variante ein deutlich höherer Aufwand (und Kosten) einstellen als bei der anderen.


    d.h. es sind vielleicht Details notwendig, die die Kosten in die Höhe treiben, oder eine Variante anfälliger für Schäden machen als die andere.


    Tja, und am Ende kommt noch der Faktor "Karma" hinzu.


    Wenn man nun die beiden von Dir genannten Varianten vergleichen müsste, dann könnte man mangels Informationen nicht auf der Basis von Fakten entscheiden. Bleibt also das Bauchgefühl, und da könnte Variante 1 bei der Wärmedämmung die Nase vorn haben, Variante 2 könnte evtl. beim Hitzeschutz und Schallschutz punkten. Das reicht aber in meinen Augen noch nicht aus um eine finale Entscheidung treffen zu können (s.o.).

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    .

  • Jeder Hersteller? Also jeder Fertighaushersteller...

    Im großen und ganzen funktionieren ja alle diese Systeme, sonst würden allesamt vor lauter Reklamationen schon längst im Konkurs sein. Man müsste also jeden Wandaufbau von jedem Hersteller analysieren und durchrechnen. Man kann ja jemanden beauftragen das zu tun. Ist immerhin auch ein Aufwand, der in einem Forum nicht erbracht werden kann.


    Flachdach geht. Zeigen z.B. viele Österreichische Architekten nahezu täglich. Allerdings glaube ich kaum, dass einer der Fertighaushersteller das wirklich im Griff hat. Wenn Du ein Flachdach haben willst, dann mach es mit einem für Holzbau erfahrenen Architekten, der solche Häuser schon gebaut hat. Die Details sind alle beherrschbar. Es macht da auch keinen Sinn sich als Laien mit Wandaufbauten zu beschäftigen und meinen es gäbe das Beste für alles. Das ist kein Quartettkartenvergleich. So läuft das nicht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • so weit ..

    die Baustoffe für ein Haus immer von seinem Entwurf und von den Gegebenheiten des Bauortes abhängig machen

    Es kommt auf den Zusammenhang an. Ein Systemvergleich benötigt u.a. alle bauphysikalischen Eigenschaften aller Bauteilschichten. Er bringt aber nur wenig, soweit nicht alle Rahmenbedingungen geklärt sind

    .. so gut :)


    jetzt erklär noch laienverständlich, warum man den planungsprozess mit der anamnese beginnt - weil diese fehleinschätzung

    Jeder sagt sein System ist das beste. (Auch jeder Architekt)

    dann (zumindest teilweise) revidiert wird.


    es gibt die systeme "gegessen wird, was auf den teller kommt" und "auf den teller kommt, was gewollt wird".

    letzteres sollte (auch da gibts zahlreiche ausnahmen) die auf den einzelnen bauherren, sein budget, seinen qualitätsanspruch und sein grundstück (usw.) gewollte lösung bringen - erfordert aber den mitwirkenden bauherren.


    nebenbei, @Holzhausfreundin? .. wenn dein name programm ist, lass doch einfach das fragezeichen weg, dann passt das schon :)

  • so weit ... so gut :)


    jetzt erklär noch laienverständlich, warum man den planungsprozess mit der anamnese beginnt - weil diese fehleinschätzung dann (zumindest teilweise) revidiert wird.

    Nö, mach Du das mal lieber selber. Ich bin mir nicht sicher, Dich richtig verstanden zu haben. Nimm einfach vorher der „Krypto“-Gang raus! :thumbsup::bier:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • drückeberger! :P :bier:


    Off-Topic:

    vor 20 jahren gerne ;) ebenso diskussionen um den perfekten wandaufbau - aber inzwischen ist die bandbreite an realisierungswürdigen möglichkeiten, auch weil einige holzprodukte endlich preislich geerdet sind, deutlich gewachsen. grund genug, nicht unnötig, heisst ohne grundlagen, pulver zu verschiessen.