Neubau , Garage, Porenbeton , Innenputzfragen

  • Servus zusammen,


    ich habe einen Garagenanbau in 36,5cm starken Porenbetonsteinen mit FLachdach machen lassen. Vier Fenster und einem grossen Tor.

    Nun soll die Garage innen und aussen verputzt werden.

    Meine Frage:

    Da jeder der drei Verputzer einen anderen Aufbau anbot bzw. das so für "richtig" hält, bin ich nun verwirrt. Wahrscheinlich gibt es kein richtig oder falsch sondern richtiger oder passender in Kombination mit der Budgetfrage.


    Zwei der drei Verputzer sind leider raus weil die erst im Spätsommer können bzw. keine verbindliche Ausführzeit angeben können. Einer könnte in den nächsten Wochen und würde zB Innen auf den Porenbeton eine Schicht Haftgrund auftragen, danach Armierungsmörtel mit Gewebe auftragen, darauf dann einen 2mm Reibeputz und dann die Innenfarbe. Die ganze Schicht soll unter 1cm sein. Ist das nicht wenig?

    Er meinte das die Wände sehr gut und lotrecht gemauert sind und es daher keinen dicken Aufbau brauche.

    DIe Eckschienen sollen auch soweit alle mit Gewebe gesetzt werden.


    Was haltet ihr davon?


    Grüsse

  • Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen also habe ich telefonisch nachgehakt. Also er würde die erste Schicht mit der Armierung machen, die nach einer kleinen Anziehzeit mit einer zweiten Deckschicht versehen, dann Putzgrund auftragen und dann den 2mm Reibeputz plus Farbe am Ende. Was haltet ihr davon? Grüsse

  • Der Verputzer meinte weil die Schicht dünn ist und es der Rissbildung entgegen wirkt.

  • nach einer kleinen Anziehzeit

    Dabei hätte ich jetzt auch schon etwas Bauchschmerzen. Entweder es geht (nach der erlaubten Maximalschichtdicke) in einem Zug (ohne "Anziehzeit") oder es härtet/trocknet durch und wird neu vorschriftsmäßig überarbeitet.

    Dass man ein Material, welches zum "Teil" abgebunden/angetrocknet hat/ist überarbeiten kann/darf ist mir neu.

    Gruß Werner :)

  • Ok. Was meint ihr weshalb hat er innen auch überall Gewebe hin?

    Eigentlich kann das doch nicht schaden oder?

  • Ich habe mich ja überall so umgehört und auch Gewerkübergreifend. Die meinten alle das die Zeiten von dicken Putzschichten vorbei sind bzw. nur bei Ziegelmauern noch sein müssen. Bei Porenbetonwänden die so auf 3-5mm genau (Aussage Verputzer) gemauert sind, reichen 8-10mm insgesamt.


    Klar innen hätte man sich den Putz sparen können und nur weiss streichen aber jetzt bin ich dabei und erhoffe mir eine widerstandsfähigere Oberfläche wo man auch mal mit reduziertem Druck mit dem Kärcher reinigen.


    Aussen deutet als Anstrich nun alles auf eine Silikatfarbe hin.

    Da hier soweit (bis auf die angezogenen Flächen) keine Einwände kamen, scheint das ok zu sein.

    Danke für die Hilfe soweit. ;)

  • Klar innen hätte man sich den Putz sparen können und nur weiss streichen aber jetzt bin ich dabei und erhoffe mir eine widerstandsfähigere Oberfläche wo man auch mal mit reduziertem Druck mit dem Kärcher reinigen.

    Hoffen kann man viel ... im gewerblichen Bereich wären dafür eine Abdichtung und eine robuste Oberfläche erforderlich. Fugenverschluss im Übergang Wand / Boden nicht vergessen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Aussen deutet als Anstrich nun alles auf eine Silikatfarbe hin.

    Wie? "deutet hin"?


    Silikatfarbe hat natürlich seine Existenzberechtigung - besonders wenn die Optik mit dem Haus harmonieren soll/muss (selbst das ist marginal).


    Wenn nicht, wäre ich hier eher der Freund von Silikonharzfarbe.

    Alleine die Tatsache, dass diese widerstandsfähiger gegen Verschmutzung (ganz allgemein) ist,

    bzw. sogar ein bisschen gereingt werden kann/könnte würde mich eher dazu greifen lassen.

    Gruß Werner :)

  • Das Problem ist das drei Putzer kommen und jeder erzählt dir was anderes. Dann holt man sich noch 5-7 Meinungen ein und hat dann Tendenzen. Diese ganze Buabranche ist so undurchsichtig und ich denke mal auch das viele Wege nach Rom führen.Man kann mein Vorhaben sicherlich mit klassischem Putz und Dispersionsfarbe, mit Silikatfarbe und mit Harzfarbe gut und haltbar lösen. Nur muss dazu dann auch der Handwerker in der Schiene fit sein. Das ist wie gesagt sehr undurchsichtig und nervig.


    Ebenso zum Thema Aufbrennsperre. Die einen sagen "mach es unbedingt" die anderen sagen "brauchste nicht bei Porenbeton wenn Armierungsmörtel mit Gewebe draufkommt. Also egal was du anfragst, du bekommst jede mögliche Antwort. Man muss nur verschiedene Leute fragen...


    @ Skeptiker

    Wie wurdest du so eine Abdichtung von Boden zu Wand ausführen? Danke für den Tipp.