Montageschaum und weiteres

  • Hallo Forum,


    unsere Fenster werden gerade eingebaut. Laut Angebot sind "Montagepreise berechnet, wenn mit einem zugelassenen Montageschaum gearbeitet wird".

    Nun sind unsere alten Fenster verleistet gewesen und zwischen neuen Fenstern und jeweiliger Wand bestehen bis zu 6 cm Abstand. Dieser wurde mit Montageschaum und teilweise einem anderen Schaum (grün) ausgefüllt. Das ganze aber auch nicht über die gesamte Profiltiefe, sondern teilweise lediglich bis zur Hälfte. Dichtbänder sind nicht vorgesehen und sollen ggf. zusätzlich entlohnt werden, wenn ich darauf bestehe.

    Wie ist die Expertenmeinung hierzu? Sollte noch nachgeschäumt werden, rechne ich mit Lufteinschlüssen, welche bei Clearopag m.W. nicht sein dürfen, ebenso Fugenbreiten >15 mm.

    Welche Möglichkeiten habe ich auf Dichtbändern zu bestehen, bzw. wie sollte man das Ganze noch sinnvoll zuende einbauen lassen?

    Vielen Dank im Voraus
    Schnulli

    #Edit: das Aufmaß wurde vom Fensterbauer vorab genommen.

  • R.B.

    Hat den Titel des Themas von „Clearopag 167 und weiteres“ zu „Montageschaum und weiteres“ geändert.
  • Man hätte die Leibungen vorher bearbeiten könnten damit man sauber anschließen kann. Auch ein einfaches Dichtband hätte hier wohl kaum funktioniert, denn auchDIchtbänder können einen unregelmäßigen UNtergrund nur bedingt ausgleichen.


    Da ich oben die Bezeichnung aus dem Thementitel entfernt habe, hier zumindest die Prüfzeugnisse.


    hygrothermisches Verhalten:


    Pruefbericht_Fraunhofer_Institut_hygrothermisches_Verhalten.pdf


    Sonstige:


    ABP ClearoPAG 167 ab 01_2018.pdf


    Pruefbericht_PfB_Rosenheim_Kurzfassung.pdf


    Pruefbericht_PfB_Rosenheim_167_167PLUS.pdf


    Luft-und_Schlagregendichtigkeit_Fraunhofer_Institut.pdf


    Der entscheidende Punkt dürfte sein: Luftdurchlässigkeit bei 10Pa = 0,03m³/hm (dAPa)2/3

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  • Dichtbänder sind nicht vorgesehen und sollen ggf. zusätzlich entlohnt werden, wenn ich darauf bestehe.

    ich sehe nicht, dass auf dichtbänder verzichtet werden kann.

    ich sehe nicht, dass dichtbänder bei aktuellem einbauzustand richtig angebracht werden können.

    ich sehe ein problem - abseits der fugenvollfüllung

  • Anderes Thema: Wie wurden die Fenster denn mit dem Mauerwerk verbunden/ verankert? Die Fugenbreite ist ja teilweise kurios groß (breit), so dass ich an einen kraftschlüssigen Anschluss nicht recht glauben mag. Der Montageschaum jedenfalls hat lediglich die Funktion die Lücke zu schließen und zu dämmen. Als "Fensterhalterung" sollte er nicht dienen.

  • Hallo R.B.,

    vielen Dank für die Einschätzung. Es wird nun der grüne Schaum entfernt, einheitlich Profiltief nachgeschäumt und von außen mit Silikon versiegelt.
    Die großen Lücken zum Mauerwerk sind leider erst nach Ausbau der alten Fenster sichtbar geworden, da diese rundum verleistet waren und dahinter alles hohl war. Der Fensterbauer musste darauf ad-hoc reagieren.

    Bzgl. der Luftdurchlässigkeit: wir haben vor, auf der Innenseite XPS Platten anzukleben (mit Fliesenkleber?) und diese dann anzuputzen?
    Ist das ok oder wie wäre es fachmännisch ? Vorher besser Acryl aufbringen oder ganz anders?
    Sorry für die Laienfragen.

    Befestigung sieht nach Rahmenankern aus, davon sechs bis acht pro Seite.

  • Befestigung sieht nach Rahmenankern aus, davon sechs bis acht pro Seite.

    :eek:


    Üblich wären 2 oder 3, je nach Elementhöhe auch 4, aber 6-8 pro Seite?

    Da würde ich vermuten, dass beim Befestigen etwas schief gelaufen ist und nachgebohrt und nochmals verankert wurde.


    Zum Montageschauen, ich teile die Einstellung des Herstellers nicht, dass hier auf eine innere Abdichtung verzichtet werden kann, auch wenn das durch eine Prüfung mehr oder weniger belegt wird, aber das ist meine persönliche Meinung.

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  • Befestigungen je nach Rahmenmaterial alle 60-80 cm am Anfang und Ende 10 cm,

    und was ergibt das bei den in EFH üblichen Fenster(elementhöhen)?

    Das Bild zeigt wohl eher ein Fenster in Standardgröße.

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  • Oh, Wahnsinn so viele Rückmeldungen.
    Ich bitte um Entschuldigung. Ich habe einen schlechten Eindruck vermittelt und ihr passt ziemlich gut auf.
    Die sechs bis acht Befestigungen waren am Türelement zur Terasse. Die Fenster wollte ich noch nicht aufmachen, weil frisch drin.

    Wie sollte denn bei der gegebenen Fugenbreite eine korrekte innere Abdichtung ausgeführt werden?

  • Wie sollte denn bei der gegebenen Fugenbreite eine korrekte innere Abdichtung ausgeführt werden?

    der zug ist abgefahren:

    ich sehe nicht, dass dichtbänder bei aktuellem einbauzustand richtig angebracht werden können

    weil die leibungen, so derhaut wie die aussehen, grob- und feinputzen vertragen hätten.

  • Wie sollte denn bei der gegebenen Fugenbreite eine korrekte innere Abdichtung ausgeführt werden?

    So, wie der Planer sie vorgehen hat. Jaja, ich weiß - Planer gibts nicht, der Handwerker wirds schon richten (Gedanke vorher). Hinterher ist klar, er kanns nicht. Dann ist nur guter Rat teuer.


    Idee? Optischerträgliche - nein. Nur optische Massaker

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sch...ade. Tja, Planer. Unser Architekt meint, mit dem Schaum sei das alles ok. Soviel dazu.
    Vorher anputzen der Fenster....jajajaja. Die alten Fenster hatten ringsum eine jeweils 1 cm Breite Leiste, die soweit ich das verstanden habe, das Fenster gehalten hatten. Hab den Namen des Herstellers leider vergessen.
    In meiner Einfalt habe ich dem Fensterbauer gesagt, die soll weg und wir lassen das anputzen.
    Krater habe ich dahinter nicht vermutet.

    Ein Planer hätte vermutlich gewusst, dass das suboptimal ist...seufz. Nun denn, versuchen wir mal, das beste draus zu machen.
    Danke für alle Antworten!

  • Vorher anputzen der Fenster....jajajaja.

    Selbst bei Neubauten ist das manchmal nötig. Zumindest -sollten nicht extra Leibungssteine verbaut worden sein- ein Glattstrich, der Unebenheiten egalisiert und den sauberen luftdichten Anschluss eines Dichtbandes sicherstellt. Bei solchen großen Ausbruchstellen wäre es umso wichtiger und richtiger gewesen!

  • Unser Architekt meint, mit dem Schaum sei das alles ok.

    An sich liegt er damit ja richtig, zumindest aus seiner SIcht, schließlich verlässt er sich auf den Hersteller, und der sagt, dass man auf eine weitere Absichtung raumseits verzichten kann (zumindest habe ich das so in einem seiner Prospekte gelesen). Der Hersteller wiederum verlässt sich anscheinend auf den o.g. Prüfbericht, der zumindest sagt, dass es bei dem Test nicht zu Tauwasserausfall gekommen ist. Die vielen "anderen Zahlen" werden nicht hinterfragt, wobei auf seiner Webseite anscheinend nicht der komplette Bericht veröffentlich ist.


    Der Kunde verlässt sich auf den Architekten, der Architekt auf den Hersteller, und der wiederum auf einen Prüfbericht. So gesehen, alles in Ordnung.

    Interessant wird es erst, wenn es plötzlich doch zu Problemen kommt. Es könnte ja mal passieren, dass sich das Wetter nicht an diese "Prüfbedingungen" hält. Dann kann man Glück haben, und die Sache trocknet schnell wieder ab, oder.....

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  • Würde der Archirtekt die aRdT kennen, würde er wissen, daß das nur Werbesprüche sind die noch keinen Eingang in die aRdT gefunden haben (und hoffentlich nie werden)

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  • Naja, es wäre viel geholfen gewesen, wenn jemand mit genug Sachverstand sich das mal vorab angeschaut und sich überlegt hätte, was so alles auf einen zukommen kann und dementsprechend den Auftrag an den Fensterbauer vergeben hätte. Dann hätte er auch die Wandöffnung entsprechend vorbereiten können. Tja, dumm gelaufen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wieviele Fachleute braucht man um ein paar Fenster auszutauschen? Wie wäre es mit einem halben Dutzend?


    Was man jetzt noch machen kann?


    Tja, entweder


    Der Kunde verlässt sich auf den Architekten, der Architekt auf den Hersteller, und der wiederum auf einen Prüfbericht. So gesehen, alles in Ordnung.

    oder halt


    Idee? Optischerträgliche - nein. Nur optische Massaker

    :thumbsup: Viel Spaß beim Versuch da nachträglich DIchtbänder rein zu pfriemeln.


    Ach ja, weil nach noch mehr Fachleuten gefragt wurde, ich würde einen Herzchirurgen vorschlagen. Die können mit einem Skalpell umgehen. Für so jemanden sollte es ein Leichtes sein die Profile vom Schaum zu befreien, um dann mit einer Pinzette das Dichtband wieder zu befestigen.


    Nüchtern betrachtet tendiere ich eher zu


    der zug ist abgefahren:

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  • War denn vorher eine Öffnung vom Mauerwerk zum Fenster hin möglich ?


    Bauteilöffnung ?


    Wenn nein, dann waren nur Kompromisse möglich.


    Sozusagen: Kunde sagt"Ich will neue Fenster. Aber den Dreck erst bei Einbau. Alles bitte am selben Tag."

    Fazit, funktioniert nicht.

  • Eine Öffnung wäre möglich gewesen. Wir machen grade eine Sanierung eines unverbastelten, also nix gemachten, 60er Jahre Reihenhauses.
    An Dreck mangelt es nicht. Geöffnet wurde aber vorher nicht.

    Hinter den Leisten war leider alles hohl und nur am Profil Dämmwollenzeugs. Die alten Fenster waren aus den 80igern.
    Kunde hat gesagt, ich will neue, vernünftige Fenster. Ob das einen Tag länger gedauert hätte, wäre mir Wumpe gewesen. Die Fenster sollten ursprünglich Ende Januar kommen und die Haustür kommt im April. Beauftragung war im November.

    Wie auch immer, wir machen jetzt die Platten ran und verputze...und hoffen, dass der Zauberschaum nicht irgendwann die Ecken schimmeln lässt.
    Wenn doch, werd ich vermutlich ein Fall für den Herzchirurgen ;-)