Lücke UK Haustür OK fertiger Fußboden

  • Moinsens,


    bei uns wurde vor kurzem die Haustür eingebaut.


    Folgendes Probleme sehe ich aktuell:


    Zwischen der Unterkante Haustür und der Oberkante Fußboden ist aktuell 21,9 cm Luft.


    Folgender Fußbodenaufbau ist geplant:


    14 cm Dämmung

    6,5 cm Estrich

    1,5 cm Fußbodenbelag


    Somit fehlen aktuell mindestens 0,2 cm, damit die Tür nicht über den Fußboden schrammt. Die Tür ist bereits richtig eingestellt. Ein Gespräch mit dem Türeinbauer hat ergeben, dass er kein Problem erkennt, da die Tür noch circa 0,3-0-4 cm aus dem Türband (heißt das so? Ich meine die zwei Verbindungen zwischen Tür und Flügel) gehoben werden kann, mehr nicht, da ansonsten eine Lücke beim Türband zu sehen sei.


    In dem Bereich ist geplant, Fliesen verlegen zu lassen. Da habe ich bereits einmal geschaut und gelesen, dass je nach Fliese auch noch einmal 0,2 cm gewonnen werden könnten. Dann verringert sich der Fußbodenaufbau auf 21,8 cm und die jetzige Lücke könnte noch auf 22,3 cm erhöht werden, sodass später noch 0,5 cm Luft sind.


    Was haltet ihr davon?


    LG

  • Man könnte ganz einfach die Dämmung oder den Estrich geringfügig dünner ausführen. Unter dem Estrich fehlt noch eine Schrenzlage, die ich mit 0,1 cm annehmen würde. Am meisten Einsparpotential an Höhe ahne ich bei der Wärmedämmung. Passt dann der ENEV-Nachweis noch?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ist mit Schrenzlage die Schweißbahn gemeint? Falls ja, die habe ich bereits berücksichtigt bei der aktuellen Messung.


    Für die ENEV wird bereits mit 10 cm erfüllt. An der Aufbauhöhe von 22 cm möchte ich jedoch festhalten, da ich ansonsten neue Probleme entstehen sehe:


    - Terrassentürschwelle ist noch höher -> höhere stolpergefahr

    - Küche wurde mit 22 cm Fußbodenaufbau geplant und die Arbeitsplatte soll in das Fenster hineinlaufen

  • Nein, die Schrenzlage liegt zwischen Estrich und der darunter liegenden Schicht um dessen Bewegung zu ermöglichen und das Eindringen des flüssigen Estrichs zu verhindern - Schrenzlage eben.


    Eine Absenkung der OKFF um 2 oder 3 mm erhöht nicht die Stolpergefahr. Baupraktisch ist diese Genauigkeit schon eine Herausforderung, die über die Berücksichtigung der zulässigen Maßtoleranzen sowieso in die Ausführungsplanung eingeflossen sein sollten.


    Jede durchschnittliche Einbauküche, sogar die aus Schweden, haben in der Höhe hat um mind. +/- 10 mm verstellbare Füße.


    Off-Topic:

    Wenn die einzige zulässige Antwort aber nur lauten darf: "Tür muss anders eingebaut werden", dann brauchst Du hier eigentlich nicht fragen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ah dann habe ich dich missverstandenen. Dachte du empfiehlst, die Dämmung von 14 cm auf z.B. 12 cm zu verringern, wenn es auch üblich ist, dies nur um z.B. 0,5 cm zu verringern, passt ja alles.


    Off-Topic: ne würde bei der Tür schon den aktuellen Stand beibehalten, da ansonsten ja auch das Profil weiter hinter der Grenadierschicht verschwindet. Das ist zwar nur optisch, aber dennoch unschön

  • Zwischen der Unterkante Haustür

    Unterkane Rahmen(profil) oder Türflügel?



    ist aktuell 21,9 cm Luft.

    Mindesthöhe über den kompletten Öffnungsbereich?


    Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der Rohbetonboden so exakt gearbeitet wurde.


    6,5 cm Estrich

    Was für ein Estrich?

    FBH?


    DIe theoretisch fehlenden 2mm gehen im Bereich der üblichen Toleranzen unter, denn weder Dämmplatten noch Estrich oder Fliesenbelag werden auf den Millimeter genau gearbeitet.

    Nur mal als Beispiel, nach DIN18202 wäre bei flächenfertigen Böden und 1m Messpunktabstand ein Stichmaß von 4mm noch zulässig.


    Es würde mich wundern, wenn es dem Estrichleger gelingen würde, den Estrich auf den Millimeter exakt mit 65mm einzubauen.


    Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Der Estrichleger wird darauf achten, dass ausreichend Luft bleibt, der Fliesenleger wird daraufachten, beide können sich an UK Rahmenprofil orientieren, und wenn es dann tatsächlich an 1 oder 2mm hängen sollte, dann wird der Türflügel ein wenig angehoben.

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    .

  • Unterkante Türflügel - Unterkante Rahmenprofil ist knapp 0,5 cm mehr


    Ich habe ehrlich gesagt nur an zwei Punkten gemessen - einmal ohne Schweißbahn, einmal mit. 21,9 cm war mit Schweißbahn.


    Keine Ahnung welcher Estrich, wird der 08/15 Estrich sein. Habe da nichts besonderes vereinbart. Jo ist mit Fußbodenheizung.


    Merke schon, dass ich mir einen zu großen Kopf mache. Sofern die Handwerker so gut mitdenken, wie bisher, wird's schon passen.


    Danke euch für die Antworten.

  • Jip, Haustür ist bereits drinne. Kenne ich hier oben aber auch nicht anders und ich kenne mehrere Baustellen, wo die Estrichfirma gearbeitet hat bzw. noch wird. Dann drücke ich mir mal selbst die Daumen :D


    Es existiert bereits ein Meterriss, aber die Estrichfirma wird sich noch einen eigenen machen, kurz bevor sie los legen

  • Es existiert bereits ein Meterriss, aber die Estrichfirma wird sich noch einen eigenen machen, kurz bevor sie los legen

    Sorry, aber das ist:


    :wall:


    Es kann nur einen Meterriss geben, und nach dem haben alle Gewerke zu arbeiten!


    Und wenn die Ausführungsplanung für alle Gewerke verbindliche Maße vorgibt, klappt's auch mit der Ausführung.


    ... Und immer an die Toleranzen denken!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Kann ich nicht beurteilen, Begründung war jedenfalls, dass er so Manipulationen ausschließen möchte. Vielleicht überprüft er ja auch nur den vorhandenen Meterriss. Mein Bauleiter arbeitet fast immer mit der Firma zusammen und meint, dass die das immer so machen. Genauer habe ich das bisher nicht hinterfragt. Dafür fehlt mir der Background.


    Rein logisch kann ich das nachvollziehen, wenn ich bedenke, was ich da bereits an neugierigen Leuten in meinem Rohbau erwischt habe, die ich vorher noch nie gesehen habe. Reicht ja einer, der es lustig findet, paar Striche zu verändern ... ein Idiot fand es auch immer lustig, die Kabeltrommel aus dem Baustromkasten zu ziehen ...

  • Rein logisch kann ich das nachvollziehen, wenn ich bedenke, was ich da bereits an neugierigen Leuten in meinem Rohbau erwischt habe, die ich vorher noch nie gesehen habe. Reicht ja einer, der es lustig findet, paar Striche zu verändern

    Meterrisse sind keine abwaschbaren Striche, sondern unveränderlich fest installierte (am besten angedübelte!) Marken wie diese, 2. Bild von oben. Auf der Seite steht auch noch einiges andere interessante dazu! Meterrisse bringt übrigens ein Vermesser im Auftrag des Bauherrn an, sonst niemand. Und die muss auch dann auch niemand kontrollieren. Wenn jemand Unstimmigkeiten feststellt, ist das natürlich trotzdem zu verfolgen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hmm das scheint hier noch nicht angekommen zu sein. Bei mir ist das nur eingezeichnet und wenn ich mich nicht völlig irre, ist das bei meinen Nachbarn auch nur eingezeichnet.

    Man spart so natürlich 1,60 € / Stck zzgl. Vermesserkosten. Wie der Herr auf der verlinkten Seite so schön schreibt:

    "Die Realität ist eine andere. Es werden oftmals beim Bau von Einfamilienhäusern komplette Baustellen ohne Bauleiter und ohne Werk- und Detailplanung und ohne Höhenmarkierungen abgewickelt. Viele wissen gar nicht mehr, was ein Meterriss überhaupt ist. Meterrisse werden nach der Erstellung des Rohbaus 1,00 m über der noch nicht erstellten Fertigfußbodenhöhe (OKFF +1,00 m) auf Wände aufgebracht. Eingemessen wird der Meterriss mit einem Flächenlaser oder einem Nivelliergerät.

    Du befindest Dich also in vielköpfiger Gesellschaft!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ein absolut falscher ansatz ist es , über 1 oder 2 millimeter nachzudenken .....


    wahrscheinlich auch noch mit einem werbezollstock (gliedermassstab) nachgemessen .


    der ablesefehler übersteigt diese in der regel schon , von der messwerkzeugtoleranz ganz zu schweigen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer