Brandschutzplatte aus Asbest?

  • Hallo zusammen!


    Könnte mir bitte jemand weiterhelfen und nir sagen was das für eine Platte sein kann?

    Sie befindet sich hinter einem Kamin zwischen Holzpfosten (Wohnzimmer) und Ofenrohr (innen) und ist eher dünn.


    Muss ich mir gar Sorgen machen das es sich um eine Asbestplatte handelt?

    Ofen ist aus dem Jahr 84.

  • Ist das Material hart oder weich?

    Im ersten Fall dürfte es Asbestzement sein und wäre rel. unkritisch.

    Ist es weich, dürfte es eine reine Pressasbestsplatte sein, wie sie früher gern zum Brandschutz benutzt wurde.

    Die gabs in der Küche als Untersetzer für heiße Töpfe, wurde hinter strahlende Abgasrohre geklemmt oder wurden vom Elektriker zwischen Steckdosen und Holzkonstruktionen verbaut. Das Zeug war allgegenwärtig. Insofern dürfte Deine Vermutung zutreffen. Da es sich hierbei um schwachgebundenen Asbest handelt, ist meiner Kenntnis nach der Ausbau und die Entsorgung nur durch Fachbetriebe zulässig.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vorsicht Thomas. Es gab auch noch das Material Promabest, das war weiß, weich und asbesthaltig. Das war relativ weich, jedenfalls deutlich weicher als Faserzement.

    Auf dem Foto erkenne ich GAR NIX. Materialprobe untersuchen lassen, dann ist Geweissheit.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Frage: Muss man was machen? Wenn der status quo erhalten bleibt, ist es doch kein Problem in gebundener Form?

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  • Und wenn es tatsächlich Schwach gebundenes Asbest ist, muss ich es umbedingt entfernen lassen weil auch ohne Bearbeitung Fasern ständig in die Luft gelangen? Oder soll ich es einfach so belassen wie es ist?

    Frage: Muss man was machen? Wenn der status quo erhalten bleibt, ist es doch kein Problem in gebundener Form?


    Das ist es ja, überall steht das die Leichtbauplatten oder generell gipsplatten mit Asbest SCHWACH gebunden sind...

    Darum weiß ich ja nicht was ich tun soll

  • Ob und was Du tun musst, findest Du nur mit Hilfe eines Sachverständigen heraus. Allein die Vermutung, dass da Bedenkliches sein könnte, wird Dich nicht mehr ruhig schlafen lassen. Kein verantwortungsbewusster Mensch wird Dir auf Grund eines Fotos sagen, lass alles so - kein Problem.

    Wichtig wäre auch, die Raumluft und den Staub im Zimmer untersuchen zu lassen. Die Konsistenz der Platten mit schwachgebundem Asbest ist sehr instabil und lässt vermuten, dass bereits bei geringfügigen Bewegungen Ablösungen von Partikeln auftreten können.

    Ich schreibe dies nicht als Experte auf diesem Gebiet sondern als jemand, der als junger Elektriker vor vielen Jahren große Mengen an Asbestplatten geschnitten, gebrochen und verbaut hat und viele Wohnungen, Dachböden und Scheunen mit Asbest kontaminiert hat.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • 1984 oder 1985

    Dann besteht eine Chance, dass die Platten asbestfrei sind (Chance bedeutet aber nicht Garantie).

    Für Promabest sehen die Platten verdächtig weiß aus, ich hätte hier mehr grau erwartet. Es könnte sich daher auch um andere Platten handeln. Wären es Platten aus Promabest, dann wäre es denkbar, dass diese bei Bj. 1984/85 asbestfrei sind (hatten dann auch einen anderen Namen), denn die Produktion der Promabest wurde irgendwann 1981/´82 endgültig eingestellt.


    Gewissheit gibt eine Analyse, dazu muss man eine Probe in ein Labor schicken. Die einfachste Analyse (Polarisationsmikroskop) kostet irgendwas um die 50,- € bis < 100,- €, es gibt aber auch schon Anbieter die eine REM Analyse für unter 100,- € anbieten.

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  • Dann besteht eine Chance, dass die Platten asbestfrei sind (Chance bedeutet aber nicht Garantie).

    Für Promabest sehen die Platten verdächtig weiß aus, ich hätte hier mehr grau erwartet. Es könnte sich daher auch um andere Platten handeln. Wären es Platten aus Promabest, dann wäre es denkbar, dass diese bei Bj. 1984/85 asbestfrei sind (hatten dann auch einen anderen Namen), denn die Produktion der Promabest wurde irgendwann 1981/´82 endgültig eingestellt.


    Gewissheit gibt eine Analyse, dazu muss man eine Probe in ein Labor schicken. Die einfachste Analyse (Polarisationsmikroskop) kostet irgendwas um die 50,- € bis < 100,- €, es gibt aber auch schon Anbieter die eine REM Analyse für unter 100,- € anbieten.


    Ja das kann ich schon machen..

    Nur hab ich wirklich bedenken das ich die Lage dann noch schlimmer mache..

    Man kommt schlecht hin..

    Mit was soll ich die Bruchstelle dann verschließen.. was wenn ich nicht schnell genug bin und dann alles freisetze...


    Ich bin richtig panisch und fürchte mich extrem vor dem Ergebnis..

    Vorallem wenn es wirklich asbest ist...

    Was hat das im Laufe der Jahre schon alles angerichtet.. weils ja schwach gebunden ist und eine mögliche freisetzung auch ohne Einwirkung stattfinden kann.. und auf die Jahre gesehn... oh mann... es ist zum Haare raufen....

  • 'Weiße Platten' im Bereich einer möglichen "Brandschutzmaßnahme" könnten ggf. auch Silikatplatten sein.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Mit was soll ich die Bruchstelle dann verschließen.. was wenn ich nicht schnell genug bin und dann alles freisetze...

    Da brauchst Du gar nichts verschließen. Selbst wenn ein paar Fasern freigesetzt werden sollten, dann bewegen sich diese nicht, schon gar nicht durch die Luft. Die sind dafür einfach zu schwer, und aufgrund ihrer Größe auch nicht lungengängig etc.


    Deswegen die Proben auch nicht aus der Platte "fräsen", sondern einfach ein Stück abrechen.


    Das ist keine Atombombe und auch kein Nitroglycerin, sondern eine einfache Bauplatte.

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  • Da brauchst Du gar nichts verschließen. Selbst wenn ein paar Fasern freigesetzt werden sollten, dann bewegen sich diese nicht, schon gar nicht durch die Luft. Die sind dafür einfach zu schwer, und aufgrund ihrer Größe auch nicht lungengängig etc.


    Deswegen die Proben auch nicht aus der Platte "fräsen", sondern einfach ein Stück abrechen.


    Das ist keine Atombombe und auch kein Nitroglycerin, sondern eine einfache Bauplatte.

    Ok.

    Willst du mir damit vielleicht auch sagen das das gar nicht soo schlimm ist, auch wenns schwach gebunden ist weil wir sie ja nie geschnitten haben? Obwohls seit Jahrzehnten im Wohnraum ist?

    Also sind die Fasern nur dann so klein und gefährlich wenn man sie schneidet usw?

  • Also sind die Fasern nur dann so klein und gefährlich wenn man sie schneidet usw?

    Wenn man die Platten in Ruhe lässt dann passiert da gar nichts. Selbst Luftbewegungen sind nicht in der Lage die gebundenen Fasern zu lösen, dafür braucht es schon eine mechanische Bearbeitung, und dabei müssen dann auch noch Bruchstücke entstehen die klein genug sind, dass sie in die Luft gelangen (und sich dort halten) können. Gefährlich sind die Faserstücke dann immer noch nicht, sondern sie werden erst dann gefährlich, wenn sie in entsprechender Anzahl auch eingeatmet werden.

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  • Wenn man die Platten in Ruhe lässt dann passiert da gar nichts. Selbst Luftbewegungen sind nicht in der Lage die gebundenen Fasern zu lösen, dafür braucht es schon eine mechanische Bearbeitung, und dabei müssen dann auch noch Bruchstücke entstehen die klein genug sind, dass sie in die Luft gelangen (und sich dort halten) können. Gefährlich sind die Faserstücke dann immer noch nicht, sondern sie werden erst dann gefährlich, wenn sie in entsprechender Anzahl auch eingeatmet werden.


    Ok. Aber wieso steht denn dann auf soo vielen Seiten das bei schwach gebundenen Platten es auch schon gefährlich wird.. ich verstehs nicht..

  • Tja, das Problem mit dem freien internet: Du weißt nicht, wer es geschrieben hat ( Fachpersonen oder nicht) ob nur abgeschrieben wurde oder ob evtl wirtschaftliche Interessen dahinter stehen ( Angstmach von Entsorgungsfirmen)

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  • Ich würde eine Analyse machen lassen, dann hat das Rätselraten für gute hundert € ein Ende.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ok. Aber wieso steht denn dann auf soo vielen Seiten das bei schwach gebundenen Platten es auch schon gefährlich wird.. ich verstehs nicht..

    Im Internet steht viel, auch viel Unsinn. Das ist nun mal so und lässt sich nicht ändern, da kann jeder schreiben was ihm beliebt. Es liegt an den Lesern zu entscheiden, was "Fake News" oder einfach Verschwörungstheorie ist, und was davon als fundierte Information gewertet werden kann. Meist werden diejenigen wahrgenommen die am lautesten brüllen, oder den Nerv der Zeit (der Leser) treffen. Gegenargumente, selbst wenn wissenschaftlich fundiert, werden dann sowieso ignoriert. Fakten interessieren dann nicht, denn die passen nicht in´s Weltbild.


    Dann gibt es noch diejenigen die primär ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten, und es mit der "Wahrheit" nicht so genau nehmen. Wenn ich beispielsweise ein Buch promoten möchten, dann wäre es ja blöd zu behaupten, dass ich in diesem Buch nur Unsinn geschrieben habe.


    Fakt ist, Asbest kann gefährlich werden, und der Einsatz von Asbest wurde nicht grundlos verboten. Dieses Verbot dient primär dem Schutz von Arbeitnehmern die täglich damit zu tun hatten, und dadurch auch ständig dieser Gefahr ausgesetzt waren. Mir ist kein Fall bekannt wo ein "normaler Bürger" an Asbestose erkrankt wäre, weil bei ihm zuhause asbesthaltige Baumaterialien verbaut sind oder waren. Nicht jede Lungenerkrankung ist eine Asbestose.


    Panik ist also völlig fehl am Platz.

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  • Ganz so unproblematisch ist es auch wieder nicht.

    Natürlich können bei schwach gebundenem Asbestprodukten Fasern durch Erschütterungen oder Luftzug freigesetzt werden; bei Probenahme allemal.

    Und die bewegen sich auch in der Luft und bleiben tagelang in der Schwebe. Um sichtbare Fasern geht es bei Asbest sowieso nicht.

    Allerdings ist die Gefährdung dadurch auch nicht extrem sondern liegt im statistisch nicht nachweisbaren Bereich. Aber halt auch nicht 100% unbedenklich.

    Das Zeug sieht allerdings nicht wie Promabest oder eine Asbestpappe aus sondern eher wie Gipskarton, wie er seit den 1980ern z.B. auch in Brandschutztüren eingesetzt wurde. 1984 wurden schwach gebundene Asbestprodukte am Bau gerade durch die BG UVV verboten. Also unwahrscheinlich dass es asbesthaltig ist, aberniccht ausgeschlossen.

    Also ich würde auch mit Pinzette eine Probe nehmen, in einen luftdichten Behälter und ab ins Labor.

  • Ein Luftzug reicht dafür nicht aus, das wurde schon hinreichend untersucht, und ein Nachweis war nicht möglich. Auch bei Einfluss von Regen auf "asbesthaltige" Dächer konnte man eine erhöhte Freisetzung von Fasern nicht nachweisen.


    Entweder es gab dort schon Staub, evtl. verursacht durch die Montage, dann kann dieser Staub theoretisch aufgewirbelt werden, oder die Fasern sind gebunden. Verwitterung o.ä. kann man im Innenbereich wohl ausschließen.


    Ich bleiben dabei, Panik ist hier fehl am Platz.

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  • Ralf, es geht nicht um AZ-Dächer, sondern um (potentiell) schwach gebundene Asbestprodukte. Insbesondere Promabest (was es im vorliegenden fall definitiv nicht ist) emittiert schon bei geringem Anlaß.

  • Aber die Platte liegt doch versteckt hinter einem Schornstein, da gibt es keine Erschütterungen, außer vielleicht einem Erdbeben, und auch keinen nennenswerten Luftzug. Bereits die Entnahme einer Probe dürfte gar nicht so einfach sein, weil man sich zuerst einmal Zugang verschaffen muss.


    Müsste der ganze Kram demontiert werden, dann sieht die Welt anders aus. So wie im obigen Bild gezeigt geht die Gefahr aber gegen Null, selbst wenn die Platte asbesthaltig sein sollte.

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  • Aber die Platte liegt doch versteckt hinter einem Schornstein, da gibt es keine Erschütterungen, außer vielleicht einem Erdbeben, und auch keinen nennenswerten Luftzug. Bereits die Entnahme einer Probe dürfte gar nicht so einfach sein, weil man sich zuerst einmal Zugang verschaffen muss.


    Müsste der ganze Kram demontiert werden, dann sieht die Welt anders aus. So wie im obigen Bild gezeigt geht die Gefahr aber gegen Null, selbst wenn die Platte asbesthaltig sein sollte.

    Nein, so ist es leider nicht. Hatte es wohl am Anfang schlecht beschrieben.

    Wenn man sich den Ofen von Vorne anschaut sieht man quasi die Glasscheibe und Gehäuse, darüber ist ein Holzbalken und darüber ein Hut aus rigipsplatten der das Ofenrohr versteckt das in den Schornstein links weitergeht.

    Der Ofenhut ist oben komplett offen ubd auf der Seite ist ein Lüftungsgitter.. also ziemlich viel offen...


    Und darum meine angst...schwach gebunden und offen...

  • aber hinter Deinem Ofen gibt es keinen Sturm und von alleine lösen sich da auch keine Fasern.


    Wie schon mehrfach geschrieben, Probe analysieren lassen, dann weiß man worum es sich hier handelt.


    Du kannst auch die Raumluft analysieren lassen. Ich bin mir sicher, da findet sich alles mögliche, aber keine Asbestfasern.

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  • Das hat bei den BGen leider Methode!

    Ja. Der Artikel zeigt aber auch, dass Asbest viel gefährlicher ist, als allgemein angenommen.

    Es gab vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel in der SZ, der das betonte. Deshalb würde ich keine solchen Platten in der Wohnung haben wollen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.


    Das hier


    Zitat

    Er hatte 1978 an einer Studie von Hans-Joachim Woitowitz für das Umweltbundesamt unter Dachdeckern teilgenommen. Demnach atmete Greb beim Flexen zwischen 30 und 60 Millionen Asbestfasern pro Kubikmeter Luft ein.


    ist was ganz anderes als eine Platte, von der noch nicht einmal bekannt ist ob sie Asbestfasern enthält, die irgendwo hinter einem Kamin steht.


    Würde man hier unterstellen, dass davon eine tödliche Gefahr ausgeht, dann wären selbst Menschen in Reinräumen einer Lebensgefahr ausgesetzt.


    10 Minuten mit dem Staubsauger durch die Gegend gewirbelt und man hat mehr gefährlichen Feinstaub produziert als diese Platte während ihrer ganzen Lebensdauer.

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  • Nein, Ralf - da muss ich Dir ausnahmsweise widersprechen. Feinstaub ist etwas ganz anders als Asbestfasern. Und zumindest würde ich wissen wollen, was da hinter dem Kamin schlummert - oder das Ding gleich auf Verdacht entsorgen.


    aus "Was macht Asbest so gefährlich?":

    Zitat

    Bereits vor rund 70 Jahren wurden die Asbestose und Lungenkrebs bei Asbestbelastung als beruflich bedingt anerkannt. Später zeigten Studien, dass ein Pleuramesotheliom als Krebs des Brustfells sehr häufig durch Asbestkontakt der Betroffenen bedingt ist. Auch das Risiko für Kehlkopfkrebs steigt. Seit einiger Zeit weiß man: Bei Frauen kann auch Eierstockkrebs durch Asbestfasern ausgelöst werden. Das Risiko für andere Krebserkrankungen kann nicht völlig ausgeschlossen werden, gilt aber als nicht ausreichend belegt. Gefährlich ist Asbest durch seine Eigenschaft, Fasern freizusetzen. Werden diese eingeatmet, können sie bei entsprechender Länge und Dicke tief in die Lunge gelangen und noch in das angrenzende Gewebe vordringen, sogar bis ins Bauchfell und die Eierstöcke. Der Fachbegriff dafür lautet "lungengängig" oder "gewebegängig". Asbest ist jedoch extrem beständig: Es löst sich in Säuren oder Laugen praktisch nicht auf. Es schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen. Und der Körper kann es nicht biologisch abbauen: Die Lunge und das umliegende Gewebe sind insgesamt kaum in der Lage, diese Fasern wieder abzubauen oder auszuscheiden. So wird Asbest zum Auslöser chronischer Entzündungen. Das Gewebe reagiert mit Vernarbung.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!